<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[ahavta - Begegnungen: Echo der Weisung ]]></title><description><![CDATA[Das Neue Testament versteht man am besten als „neu“, wenn man es als Echo, als Widerhall und Resonanz der Tora wahrnimmt. Es klingt nicht aus sich selbst heraus.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/s/echo-der-weisung</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png</url><title>ahavta - Begegnungen: Echo der Weisung </title><link>https://plus.ahavta.com/s/echo-der-weisung</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Fri, 16 Oct 2026 20:59:47 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://plus.ahavta.com/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Ricklef Münnich]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[info@ahavta.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[info@ahavta.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Ricklef Münnich]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Ricklef Münnich]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[info@ahavta.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[info@ahavta.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Ricklef Münnich]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Das Echo vom Nebo]]></title><description><![CDATA[Die Tora endet mit einem Grab, das niemand finden soll. Lukas erz&#228;hlt mit ihren Worten von einem leeren Grab &#8212; ohne die Tora anzutasten. Der letzte und ausf&#252;hrlichste Beitrag im &#8222;Echo der Weisung&#8220;.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/das-echo-vom-nebo</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/das-echo-vom-nebo</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 04 Oct 2026 06:31:24 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!uPxX!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe7889350-8143-4c01-a752-e14de2195b8b_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist <em>Simchat Tora</em>, das Fest der &#8222;Freude an der Tora&#8220;. J&#252;dische Gemeinden in aller Welt tragen ihre Torarollen tanzend durch die Synagogen. Gelesen werden dabei die letzten beiden Kapitel des f&#252;nften Buches Mose, die Parascha <strong>Wesot haBracha</strong>, zu Deutsch &#8222;Und dies ist der Segen&#8220; (5. Mose 33,1&#8212;34,12). Kaum ist der letzte Satz verklungen, rollt man die Schrift zur&#252;ck an den Anfang und liest <em>&#8222;Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde&#8220;</em>. <strong>Die Tora hat kein Ende</strong>, sie beginnt einfach von vorn.</p><p>So k&#246;nnte auch das <strong>&#8222;Echo der Weisung&#8220;</strong>, nachdem es vor einem Jahr mit dem Wochenabschnitt Bereschit begonnen hatte, noch so manchen Widerklang der Tora im Neuen Testament h&#246;ren lassen. Doch verabschiedet sich es nun mit der Hoffnung, dass du nun selbst die christlichen B&#252;cher der Bibel anders, n&#228;mlich aus seinen j&#252;dischen Wurzeln heraus, wie sie in den rabbinischen Traditionen lebendig sind, lesen wirst.</p><p>Die Tora erz&#228;hlt an ihrem Schluss von einem Ende, dem <strong>Tod des Mose</strong>. Der 120-j&#228;hrige Mose segnet die zw&#246;lf St&#228;mme Israels, steigt auf den Berg Nebo im heutigen Jordanien, schaut hin&#252;ber in das Land, das er nicht betreten wird, und stirbt. Gott selbst begr&#228;bt ihn, <em>&#8222;und niemand kennt sein Grab bis auf diesen Tag&#8220;</em> (34,6). Dann folgt ein Nachruf, wie er gr&#246;&#223;er kaum sein k&#246;nnte: <em>&#8222;Und es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der Ewige gekannt hatte von Angesicht zu Angesicht&#8220;</em> &#8211; auf Hebr&#228;isch: <em>we-lo kam nawi od be-Jisrael ke-Mosche</em>.</p><p>Im Neuen Testament ist kein w&#246;rtliches Zitat aus diesen beiden Kapiteln zu finden. Und doch hat ein Autor die letzten Seiten der Tora so genau gelesen, dass ihre Sprache durch seine B&#252;cher hindurchklingt wie ein Echo: Lukas, der Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte. Er las die Schrift wie viele seiner Zeitgenossen auf Griechisch.</p>
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          <a href="https://plus.ahavta.com/p/das-echo-vom-nebo">
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   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Das Lied unter dem Altar]]></title><description><![CDATA[Ein Todesurteil in Rom, ein Gebet aus dem Rheinland, eine Vision auf Patmos: Dreimal greifen Menschen nach denselben Moseworten &#8211; und gehen doch zwei sich trennende Wege.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/das-lied-unter-dem-altar</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/das-lied-unter-dem-altar</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 20 Sep 2026 06:31:12 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!t75K!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F24c026c1-d487-4b35-ac9c-2d5f70338d6c_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Vor ungef&#228;hr 2100 Jahren schrieb jemand, vermutlich am Toten Meer, eine Schriftrolle, die nichts weiter enthielt als ein einziges Lied. Arch&#228;ologen haben das Bruchst&#252;ck in einer H&#246;hle bei Qumran gefunden und ihm die Nummer 4Q44 gegeben. Erhalten sind wenige Zeilen, aber sie gen&#252;gen, um zu erkennen, welcher poetische Text dort einmal stand: das <strong>Abschieds&#8230;</strong></p>
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          <a href="https://plus.ahavta.com/p/das-lied-unter-dem-altar">
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          </a>
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   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der überstimmte Himmel]]></title><description><![CDATA[Ein Weiser der Tora bringt Gott mit dessen eigenem Wort zum Schweigen, dann zum Lachen. Der Jude Paulus liest dieselbe Zeile und landet ganz woanders. Beide berufen sich auf denselben Vers.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-ueberstimmte-himmel</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-ueberstimmte-himmel</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 06 Sep 2026 06:31:30 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7fLv!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F93553023-1c98-43a9-ba24-1b3736b64a3f_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>J&#252;dinnen und Juden in aller Welt lesen in diesen Tagen im Wochenabschnitt Nizawim (5. Mose 29,9&#8211;30,20) den Satz <em>lo ba-schamajim hi</em>, auf Deutsch: <strong>Nicht im Himmel ist sie</strong>. Gemeint ist die Weisung Gottes, die Tora. Der Satz ist folgenreich. Zwei Bewegungen, aus denen sp&#228;ter Judentum und Christentum wurden, haben ihn f&#252;r sich in Anspruch genommen und sind dabei an v&#246;llig verschiedenen Punkten herausgekommen.</p><h4>Was im Text steht</h4><p>Mose steht kurz vor seinem Tod. Er h&#228;lt seine letzte gro&#223;e Rede an ein Volk, das ohne ihn weitergehen muss. Dann sagt er, im 5. Buch Mose 30, 11&#8211;14:</p><blockquote><p><em>Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar f&#252;r dich und nicht fern. Nicht im Himmel ist es, dass du sagen m&#252;sstest: Wer steigt f&#252;r uns in den Himmel hinauf und holt es uns herab und l&#228;sst es uns h&#246;ren, dass wir es tun? Und nicht jenseits des Meeres ist es, dass du sagen m&#252;sstest: Wer f&#228;hrt f&#252;r uns &#252;ber das Meer und holt es uns und l&#228;sst es uns h&#246;ren, dass wir es tun? Denn sehr nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, es zu tun.</em></p></blockquote><p>Der letzte Halbsatz auf Hebr&#228;isch in Umschrift: <em>ki karov elecha ha-davar meod, be-ficha u-vilvavcha la-asoto</em>. W&#246;rtlich: <strong>Denn sehr nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, es zu tun</strong>.</p><p>Der Sinn im Zusammenhang ist zun&#228;chst schlicht und tr&#246;stlich. Was Gott will, ist gesagt, es liegt vor, man kann es h&#246;ren und weitersagen und danach leben. Der Nachsatz ist dabei die Pointe: es zu tun. Eben dieser Nachsatz wird in den beiden gro&#223;en Auslegungswegen unterschiedlich behandelt. Und daran h&#228;ngt alles Weitere. </p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7fLv!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F93553023-1c98-43a9-ba24-1b3736b64a3f_1200x630.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7fLv!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F93553023-1c98-43a9-ba24-1b3736b64a3f_1200x630.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7fLv!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F93553023-1c98-43a9-ba24-1b3736b64a3f_1200x630.png 848w, 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><h4>Ein Streit um einen Backofen</h4><p>Um die erste Jahrhundertwende der &#252;blichen Zeitrechnung sitzt in der kleinen K&#252;stenstadt Jawne im Westen von Jerusalem eine Gruppe j&#252;discher Gelehrter zusammen. Ihr Tempel in Jerusalem ist im Jahr 70 von den R&#246;mern zerst&#246;rt worden. Es gibt keine Opfer mehr, keine Priesterordnung, kein religi&#246;ses Zentrum. Was bleibt, ist ein Volk mit einem Buch &#8212; und die Frage, wer k&#252;nftig entscheidet, was dieses Buch f&#252;r den Alltag bedeutet.</p><p>In dieser Lage streiten sie &#252;ber einen Backofen. Es geht um einen tragbaren Ofen, der aus Einzelst&#252;cken zusammengesetzt und mit Sand verfugt ist, den sogenannten Schlangenofen. Kann so ein Ofen kultisch unrein werden oder nicht? Rabbi Elieser sagt nein. Alle anderen sagen ja.</p><p>Was dann geschieht, erz&#228;hlt der babylonische Talmud im Traktat Bawa Mezia, Blatt 59b. Der Berliner Theologe <em>Peter von der Osten-Sacken</em> hat diese Erz&#228;hlung zusammen mit dem franz&#246;sischen Ordensbruder Pierre Lenhardt NdS in dem Band &#8222;Rabbi Akiva&#8220; &#252;bersetzt und ausf&#252;hrlich ausgelegt; ich zitiere aus dieser &#220;bersetzung.</p><p>Rabbi Elieser bringt zun&#228;chst alle Einw&#228;nde vor, die es gibt. Sie &#252;berzeugen niemanden. Dann geht er zu Wundern &#252;ber:</p><blockquote><p><em>Er sprach zu ihnen: Wenn die Halacha ist wie ich (es sage) &#8212; dieser Johannisbrotbaum soll es best&#228;tigen. Da wurde der Johannisbrotbaum hundert Ellen von seinem Platz ger&#252;ckt, doch manche sagen: vierhundert Ellen. Sie sprachen zu ihm: Man erbringt keinen Beweis von einem Johannisbrotbaum.</em></p></blockquote><p>Halacha hei&#223;t w&#246;rtlich &#8222;das Gehen&#8220; und meint die verbindliche Lebensregel, das praktisch werdende Gebot. Elieser versucht es weiter. Ein Wasserkanal flie&#223;t r&#252;ckw&#228;rts &#8212; man erbringt keinen Beweis von einem Wasserkanal. Die W&#228;nde des Lehrhauses neigen sich zum Einsturz, bis ein Kollege sie anschreit; seitdem stehen sie schief. Dann kommt der H&#246;hepunkt:</p><blockquote><p><em>Er erwiderte und sprach zu ihnen: Wenn die Halacha ist wie ich (es sage) &#8212; vom Himmel her soll man es best&#228;tigen. Da erklang eine (die) Hallstimme und sprach: Was habt ihr gegen R. Elieser, wo doch die Halacha an jeder Stelle ist wie er (es sagt)?!</em></p></blockquote><p>Die Hallstimme, auf Hebr&#228;isch <em>bat kol</em>, w&#246;rtlich &#8222;Tochter der Stimme&#8220;, ist in der j&#252;dischen &#220;berlieferung, auch im Neuen Testament, eine Stimme aus dem Himmel: kein direktes Gotteswort, aber ein Nachhall davon, ein himmlisches Signal. Und dieses Signal gibt Elieser recht. Der Fall scheint entschieden.</p><p>Er ist es nicht: &#8222;<em>Da erhob sich R. Jehoschua auf seine F&#252;&#223;e und sprach: &#8218;Nicht im Himmel ist sie!&#8216;&#8220;</em></p><p>Ein Mensch steht auf und weist den Himmel ab &#8212; mit einem Wort des Himmels. Auf die R&#252;ckfrage, woher man das nehmen wolle, antwortet ein sp&#228;terer Gelehrter, Rabbi Jirmija:</p><blockquote><p><em>Weil die Tora bereits vom Berg Sinai her gegeben worden ist, h&#246;ren wir nicht auf eine (die) Hallstimme, denn bereits in der Tora am Berg Sinai hast du (Gott) geschrieben: &#8222;Nach der Mehrheit (ist) zu entscheiden.&#8220;</em></p></blockquote><p>Das Argument lautet also: Du, Gott, hast dein Wort aus der Hand gegeben. Es ist &#252;bergeben, es gilt, und in ihm steht, dass Streitfragen nach der Mehrheit zu entscheiden sind. <strong>Also entscheidet die Mehrheit</strong> &#8212; und nicht du.</p><p>Peter von der Osten-Sacken formuliert das Ergebnis so: Der Verweis auf den Satz der Tora, dass sie nicht im Himmel sei, <em>&#8222;setzt die Stimme aus dem Himmel als Richterin in Sachen Halacha au&#223;er Kraft. Gott wird mit seinem eigenen (richtig ausgelegten) Wort zum Schweigen gebracht.&#8220;</em></p><p>Die Erz&#228;hlung geht weiter. Ein Rabbine trifft den Propheten Elia und fragt, wie Gott reagiert habe:</p><p><em>Er (Elia) sprach zu ihm: Nun denn, er freute sich und sprach: &#8218;Meine S&#246;hne haben mich besiegt, meine S&#246;hne haben mich besiegt!&#8216;</em></p><p>Auf Hebr&#228;isch: <em>nizchuni banai</em>. <strong>Gott lacht und gibt sich geschlagen. Aber der Preis ist hoch.</strong> Rabbi Elieser wird gebannt, seine Lehrentscheidungen werden f&#252;r ung&#252;ltig erkl&#228;rt. Rabbi Akiva &#252;bernimmt es, ihm die Nachricht zu &#252;berbringen, zieht schwarze Kleider an und setzt sich in vier Ellen Abstand vor ihn hin. Elieser zerrei&#223;t seine Kleider, setzt sich auf den Boden, <em>&#8222;und seine Augen f&#252;llten sich mit Tr&#228;nen&#8220;</em>. Ein Drittel der Ernte verdirbt. Ein Sturm bedroht das Schiff des Lehrhausleiters Rabban Gamliel, bis dieser aufsteht und schw&#246;rt, er habe nicht aus Eitelkeit gehandelt, <em>&#8222;sondern zu deiner Ehre, damit sich keine Spaltungen in Israel mehren! Da lie&#223; das Meer von seinem Toben ab.&#8220;</em></p><p>Der Text feiert also keinen Sieg. Er zeigt einen Umbruch, der etwas kostet.</p><h4>Warum Jawne und nicht irgendwo</h4>
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          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-ueberstimmte-himmel">
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          </a>
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   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Das geteilte Amen]]></title><description><![CDATA[Zw&#246;lf Fl&#252;che, zw&#246;lfmal die Antwort des Volkes. Christen sprechen dasselbe Wort. Meist &#252;berh&#246;ren sie, dass ein Teil Israels es bewusst nicht mitspricht. Ein Vers&#228;umnis?]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/das-geteilte-amen</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/das-geteilte-amen</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 30 Aug 2026 06:30:59 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!c3VM!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4c37a37b-e7be-4901-91fc-e7838beac868_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Das ganze Volk Israel steht in zwei H&#228;lften zwischen zwei Bergen. Sechs St&#228;mme oben auf dem Berg Garizim, sechs oben auf dem Berg Ebal, unten im Tal die Priester und die Leviten mit der Bundeslade. Und dann wird gerufen. Zw&#246;lfmal ein Satz, der mit demselben Wort beginnt: &#8222;Verflucht sei, wer &#8230;&#8220; Zw&#246;lfmal antworten alle, von beiden Bergen her, mit einem ei&#8230;</p>
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          <a href="https://plus.ahavta.com/p/das-geteilte-amen">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Gehängte]]></title><description><![CDATA[Paulus, der Talmud und Martin Luther zitieren denselben Vers aus der Parascha Ki Tez&#233;. Der Reformator macht daraus eine Waffe. Es geht um vier W&#246;rter aus 5. Mose 21,23.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-gehaengte</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-gehaengte</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 23 Aug 2026 06:31:00 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der Wochenabschnitt <strong>Ki Tez&#233; (5. Buch Mose 21,10 &#8211; 25,19)</strong> &#8212; der Name bedeutet &#8222;Wenn du ausziehst&#8220;, nach seinen ersten Worten <em>&#8222;Wenn du ausziehst in den Krieg&#8220;</em> &#8212; ist der gesetzesreichste Abschnitt der ganzen Tora. Rund vierundsiebzig Gebote dr&#228;ngen sich hier aneinander, ohne erkennbare Ordnung: Kriegsrecht neben Erbrecht, ein Vogelnest neben dem Ehebruch, eine Dachbr&#252;stung neben dem Verbot, dem dreschenden Ochsen das Maul zu verbinden. Wer die Sammlung nach Sachgebieten sortieren will, wird kaum Erfolg haben &#8211; obgleich die Weisen (Chachamim) es versucht haben.</p><p>In dieser F&#252;lle stehen zwei Verse, die wie eine Randnotiz zum Bestattungswesen wirken. Es geht um einen Hingerichteten, dessen Leichnam zur Abschreckung &#246;ffentlich aufgeh&#228;ngt wurde:</p><blockquote><p><em>Und wenn du ihn ans Holz h&#228;ngst, so soll sein Leichnam nicht &#252;ber Nacht am Holz bleiben, sondern du sollst ihn am selben Tag begraben &#8212; denn ein Geh&#228;ngter ist ein Fluch Gottes. </em>(5. Buch Mose 21,22&#8211;23)</p></blockquote><p>Diese vier W&#246;rter am Ende &#8212; auf Hebr&#228;isch <em>ki-kilelat Elohim talui</em>, w&#246;rtlich <em><strong>&#8222;denn ein Fluch Gottes ist ein Geh&#228;ngter&#8220;</strong></em> &#8212; haben eine Wirkungsgeschichte, an die kein anderer Satz der Parascha heranreicht. Sie f&#252;hrt vom Talmud &#252;ber Paulus bis in eine Wittenberger Wohnstube und von dort in die schlimmsten Kapitel der Kirchengeschichte. Sie beginnt mit einer Unklarheit. </p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png" width="1200" height="630" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:630,&quot;width&quot;:1200,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:1340305,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/i/212271117?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!zlqr!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f5d0cb5-b4c5-4146-ba70-a55779571b5e_1200x630.png 1456w" sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2 icon-noB79L"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><h4>Wer verflucht hier wen?</h4><p>Das Hebr&#228;ische l&#228;sst offen, wie die vier W&#246;rter zusammenh&#228;ngen. Zwei Lesarten sind m&#246;glich, und beide sind sprachlich einwandfrei.</p><p>Die erste: Der Geh&#228;ngte ist von Gott verflucht. Sein Ende beweist, dass Gott ihn verworfen hat. Der Vers w&#228;re dann ein Urteil &#252;ber den Toten.</p><p>Die zweite: Das H&#228;ngen selbst ist eine Verfluchung Gottes, also eine Beleidigung Gottes. Denn der Mensch ist nach dem ersten Buch Mose Gottes Bild &#8212; wer ihn &#246;ffentlich zur Schau stellt, sch&#228;ndet den, dessen Bild er tr&#228;gt. Der Vers w&#228;re dann ein Urteil &#252;ber die, die den Leichnam h&#228;ngen lassen.</p><p>Die Grammatik der schriftlichen Tora entscheidet das nicht. Die Leser mussten entscheiden. Und sie haben es auf verschiedene Weise getan.</p><h4>Die Antwort der Rabbinen: Gott wird schwer</h4><p>Die j&#252;dische Auslegung w&#228;hlt entschlossen die zweite Lesart. <em>Raschi</em>, der wirkungsreichste j&#252;dische Bibelerkl&#228;rer des Mittelalters, gestorben 1105 in Troyes, schreibt zu diesem Vers, das H&#228;ngen sei <em>&#8222;eine Herabw&#252;rdigung des K&#246;nigs [im Himmel], denn der Mensch ist in seinem Bild geschaffen&#8220;</em>.</p><p>Der Talmud, die gro&#223;e Sammlung rabbinischer Diskussionen aus den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung, erz&#228;hlt dazu ein Gleichnis. Zwei Br&#252;der, Zwillinge, leben in derselben Stadt und sehen einander zum Verwechseln &#228;hnlich. Einer wird K&#246;nig, der andere R&#228;uber. Der K&#246;nig l&#228;sst den Bruder f&#252;r seine Verbrechen h&#228;ngen. Doch jeder, der den Geh&#228;ngten sieht, sagt: Der K&#246;nig ist geh&#228;ngt worden. Da l&#228;sst der K&#246;nig ihn abnehmen. So auch, schlie&#223;t der Text: Weil Menschen im Bild Gottes geschaffen sind, wird Gott entehrt, wenn ein Leichnam f&#252;r ein Verbrechen zur Schau h&#228;ngt.</p><p>Noch weiter geht dieselbe Diskussion an einer benachbarten Stelle. Sie legt die vier W&#246;rter &#252;ber ein hebr&#228;isches Wortspiel aus: Aus <em>kilelat</em>, &#8222;Fluch&#8220;, h&#246;rt sie <em>kallani </em>heraus, &#8222;ich bin schwer&#8220;. Und l&#228;sst die Gegenwart Gottes selbst klagen: <em>&#8222;Mein Haupt ist schwer, mein Arm ist schwer.&#8220;</em> Es folgt der Satz, an dem die Richtung dieser Auslegung deutlich wird: Gott leidet &#252;ber dem Blut der Frevler. Nicht der Unschuldigen &#8212; der Frevler.</p><p>Mach dir klar, was hier passiert: <strong>Ein Vers, der sich als Fluchspruch lesen lie&#223;e, wird zu einer Aussage &#252;ber Gottes Schmerz umgebaut.</strong> Der Verurteilte bleibt Gottes Bild. Dazu passt, dass die Mischna &#8212; die &#228;lteste Sammlung rabbinischer Rechts&#252;berlieferung, um das Jahr 200 abgeschlossen &#8212; die Praxis des Aufh&#228;ngens auf zwei einzige Vergehen begrenzt und sie zu einer Augenblickssache macht: Einer bindet den Leichnam an, ein anderer l&#246;st ihn sofort wieder, damit das Gebot als erf&#252;llt gelte. Die &#220;berlieferung besteht ausdr&#252;cklich darauf, dass in Israel erst get&#246;tet und dann geh&#228;ngt werde, <em><strong>&#8222;nicht wie die heidnische Regierung es tut&#8220;</strong></em> &#8212; ein nicht zu &#252;bersehender Seitenblick auf die r&#246;mische Kreuzigung, bei der das H&#228;ngen selbst die T&#246;tung ist.</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-gehaengte">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Auf demselben Stuhl]]></title><description><![CDATA[Jesus sagt: Tut alles, was die Pharis&#228;er euch sagen. Die Kirche hat diesen Satz zwei Jahrtausende wegerkl&#228;rt. Ein Stuhl aus schwarzem Basalt zeigt, dass er genau so gemeint war.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/auf-demselben-stuhl</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/auf-demselben-stuhl</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 16 Aug 2026 06:31:13 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!t4aN!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff37c12c6-984f-44ca-8fe2-dcb34ee735ab_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Die kirchliche Verk&#252;ndigung und &#252;ber weite Strecken auch die Theologie haben sich beim 23. Kapitel des Matth&#228;usevangeliums fast ausschlie&#223;lich auf die Wehe-Rufe konzentriert. <em>&#8222;Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharis&#228;er, ihr Heuchler&#8220;</em>&#8212; dieser Satz, sieben Mal wiederholt, hat Predigtreihen, Katechismen und Schulb&#252;cher gepr&#228;gt. Mit den beiden S&#228;tzen, die unm&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/auf-demselben-stuhl">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Öffne, öffne deine Hand]]></title><description><![CDATA[&#8222;Es soll bei dir kein Armer sein.&#8220; Sieben Verse weiter sagt die Tora das Gegenteil. Das ist kein Versehen: Sie und das Neue Testament kennen Armut. Aber auch unseren Sozialstaat.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/oeffne-oeffne-deine-hand</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/oeffne-oeffne-deine-hand</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 09 Aug 2026 06:31:41 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Ekea!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb465644d-3b43-4395-abc9-2122580badb8_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland beziehen derzeit rund 5,2 Millionen Menschen B&#252;rgergeld. Wer keine Arbeit hat oder zu wenig verdient, erh&#228;lt Geld vom Staat. Eigentlich d&#252;rfte es somit keine Armen mehr geben. Was in der Tora eine zwischenmenschliche Beziehung ist, ist bei uns zu einer Verwaltungsleistung geworden. Der Ausgleich zwischen Wohlhabenden und Armen erfolgt &#252;be&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/oeffne-oeffne-deine-hand">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gott sieht nicht aufs Gesicht]]></title><description><![CDATA[Wer moralisch punkten will, w&#228;hlt heute eine Seite. Die Tora kennt einen, der genau das verweigert &#8211; und Israel trotzdem bevorzugt. Ein Widerspruch, den schon die Engel bemerkt haben.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/gott-sieht-nicht-aufs-gesicht</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/gott-sieht-nicht-aufs-gesicht</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 02 Aug 2026 06:31:06 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!70Uu!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F292f2eff-5460-460e-a39a-2a6cf58504c2_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit geh&#246;rt es zum guten Ton, Partei zu ergreifen. Man ist &#8222;gegen rechts&#8220;, man f&#246;rdert Vielfalt, man stellt sich an die Seite von Minderheiten und Randgruppen. Das ist ehrenwert. Doch aus Haltungen sind Gebote geworden, und aus Geboten ein Klima: Wer die richtige Seite gew&#228;hlt hat, gilt bereits als gut &#8211; unabh&#228;ngig davon, was er tats&#228;chlich tut. Das &#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/gott-sieht-nicht-aufs-gesicht">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der fünfte Abschnitt. Warum die Tora mehr verlangt, als sie vorschreibt]]></title><description><![CDATA[Jerusalem fiel nicht, weil man das Gesetz brach &#8211; sondern weil man zu genau auf ihm beharrte. Was der Talmud &#252;ber das Heiligtum sagt, trifft jeden Streit, den wir mit gutem Recht verlieren.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-fuenfte-abschnitt</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-fuenfte-abschnitt</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 26 Jul 2026 06:30:53 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!3WDw!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F8891612b-2894-4f78-91c9-245de55008b4_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>In der vergangenen Woche sa&#223; J&#252;dinnen und Juden auf dem Boden. Am 9. des Monats Aw, dem Trauertag, den man <em><strong>Tischa be&#8217;Aw</strong></em> nennt, wurde gefastet und geklagt; man gedachte an diesem dunkelsten Tag im j&#252;dischen Kalender der Zerst&#246;rung des ersten und des zweiten Tempels in Jerusalem. Wie jedes Jahr stellte sich damit auch die bohrende Frage, die auch im Blick&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-fuenfte-abschnitt">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wer darf tadeln?]]></title><description><![CDATA[Drei rabbinische Lehrer schw&#246;ren, niemand sei w&#252;rdig zu tadeln. Der Lehrer aus Nazaret stimmt ihnen zu. Warum die h&#228;rteste Kritik nur aus Liebe kommen darf, und was das mit dem 7. Oktober zu tun hat.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wer-darf-tadeln</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wer-darf-tadeln</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 19 Jul 2026 06:30:35 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!qX48!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F8649222e-57c2-4252-b7fe-eb8d076bb47a_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Kritik kann zerst&#246;ren oder retten. Der Unterschied liegt nicht in ihrem Ton oder in den Worten, sondern in der Frage: Will der, der tadelt, den anderen loswerden &#8211; oder will er ihn halten und unterst&#252;tzen?</p><p>Der Wochenabschnitt <strong>Dewarim</strong>, mit dem jetzt die Lesung des f&#252;nften Buches Mose beginnt und der bis Kapitel 3,22 reicht, steht unter diesem Vorzeichen. &#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/wer-darf-tadeln">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Beutel mit den Münzen]]></title><description><![CDATA[Ehrlich sein gen&#252;gt nicht. Man muss auch als ehrlich erkennbar sein. 2000 Jahre alte &#220;berlieferungen erkl&#228;ren, warum der gute Ruf eine Pflicht ist und unsere Politiker heute genau daran scheitern.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-beutel-mit-den-muenzen</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-beutel-mit-den-muenzen</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 12 Jul 2026 06:31:29 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!C4AZ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdca500a-4738-4ede-97c5-a2eab89daf0e_1200x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im doppelten <strong>Wochenabschnitt Mattot-Massej</strong> (4. Mose 30,2&#8211;36,13) gibt es eine kurze Wendung, die so unscheinbar ist, dass man sie leicht &#252;berliest, und die doch, wenn man sie ernst nimmt, eine der unbequemsten Forderungen der Tora enth&#228;lt. Die St&#228;mme Ruben und Gad wollen sich &#246;stlich des Jordan niederlassen, im guten Weideland, noch bevor die anderen St&#228;&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-beutel-mit-den-muenzen">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Speer, der zum Ölzweig wird]]></title><description><![CDATA[Ein Mann ersticht zwei Menschen &#8211; und Gott belohnt ihn mit Frieden. Wie kann das sein? Und warum sagen Juden und Christen beim Eifer f&#252;r Gott seit 2000 Jahren dasselbe Ja und Nein?]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-speer-der-zum-oelzweig-wird</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-speer-der-zum-oelzweig-wird</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 05 Jul 2026 06:31:27 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!BViU!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F14436d6b-5248-42eb-b88e-1ed4362390a7_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Eine verst&#246;rende Szene in der Tora: Ein Mann ergreift einen Speer, folgt einem Paar in ein Zelt und durchbohrt beide mit einem einzigen Sto&#223;. Und dann, man vermutet es nicht, wird dieser Mann nicht bestraft, sondern belohnt. Gott selbst spricht ihm einen &#8222;Bund des Friedens&#8220; zu.</p><p>Der Mann hei&#223;t Pinchas. Sein Speersto&#223; beendet eine Seuche, die im Lager Israels w&#252;tet, w&#228;hrend M&#228;nner sich mit fremden Frauen und fremden G&#246;ttern einlassen. Die Frage, die diese Szene aufwirft, hat Rabbiner und Theologen nicht mehr losgelassen: <strong>Wie kann aus einer Gewalttat ein Friedensschluss werden? Wann ist Eifer f&#252;r Gott heilig &#8211; und wann wird er zur Anma&#223;ung?</strong></p><p>Die j&#252;dische &#220;berlieferung und die Schriften des fr&#252;hen Christentums, die man als j&#252;dische Literatur ihrer Zeit lesen sollte, geben darauf verbl&#252;ffend &#228;hnliche Antworten. Beide bewundern den gl&#252;henden Einsatz. Und beide z&#228;unen ihn zugleich mit Warnschildern ein. Diesem doppelten Echo im <strong>Wochenabschnitt Pinchas (4. Mose 25,10&#8211;30,1)</strong> will ich nachgehen.</p><h4>Ein Wort, das schon die Tat verr&#228;t</h4><p>Zun&#228;chst der Wortlaut der Schrift selbst. Gott sagt &#252;ber Pinchas: Er hat <strong>&#8222;geeifert&#8220;</strong> &#8211; auf Hebr&#228;isch <em>kinne</em> &#8211; und dadurch den Israeliten <strong>&#8222;S&#252;hne verschafft&#8220;</strong> &#8211; <em>wajechapper</em> (4. Mose 25,13). Zwei Begriffe, die im Deutschen nichts miteinander zu tun haben, stehen im Urtext dicht beieinander: der Eifer und die Vers&#246;hnung.</p><p>Das ist bemerkenswert: S&#252;hne und Vers&#246;hnung waren im alten Israel Sache der Priester am Altar, ein Ritual mit Opfertier und Blut. Hier aber geschieht die S&#252;hnung nicht am Altar, sondern durch eine einzige, pers&#246;nliche, riskante Tat. Der Eifer selbst wird zur Opfergabe. Man sp&#252;rt f&#246;rmlich, wie der Text die beiden W&#246;rter aneinanderschmiedet.</p><p>Die &#220;berlieferung hat diese Beobachtung weiter zugespitzt. Im j&#252;dischen Kommentar von <em>Tenachon</em>, Heft 22, wird die Szene geradezu filmisch geschildert: Simri, ein Anf&#252;hrer des Stammes Simeon, &#8222;n&#228;hert sich einer midianitischen Prinzessin vor den Augen Mosches&#8220; &#8211; und &#8222;krasser kann die Zur&#252;ckweisung des Sinaibundes nicht zum Ausdruck kommen&#8220;. Pinchas, hei&#223;t es weiter, &#8222;f&#252;hlt den Zorn Gottes in sich selbst brennen&#8220; und greift erst ein, &#8222;sobald er sieht, dass der Engel des Verderbens zum Volk gekommen war&#8220;.</p><p>Der Eifer ist hier kein kalter Fanatismus. Er ist ein Brennen, das der Handelnde als Gottes eigenen Zorn in sich erlebt.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!BViU!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F14436d6b-5248-42eb-b88e-1ed4362390a7_1200x630.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!BViU!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F14436d6b-5248-42eb-b88e-1ed4362390a7_1200x630.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!BViU!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F14436d6b-5248-42eb-b88e-1ed4362390a7_1200x630.jpeg 848w, 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image buttonBase-GK1x3M"><svg aria-hidden="true" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon-noB79L"><g><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image buttonBase-GK1x3M"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" 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Im Traktat Sanhedrin (Blatt 82b) nennt Gott den Pinchas mit einer fast liedhaften Formel: <em>kanna&#8217;i ben kanna&#8217;i</em> &#8211; &#8222;ein Eiferer, Sohn eines Eiferers&#8220;; und <em>meschiw chema ben meschiw chema</em> &#8211; &#8222;ein Beschwichtiger des Zorns, Sohn eines Beschwichtigers des Zorns&#8220;.</p><p>Man erkennt schon an dem doppelten Klang, dass hier zwei Dinge zusammengehalten werden: das Entflammen und das L&#246;schen. Der Eiferer ist zugleich der, der den g&#246;ttlichen Zorn zur Ruhe bringt. Und dann folgt der entscheidende Satz: Diese S&#252;hnung sei w&#252;rdig, <strong>&#8222;fortw&#228;hrend und f&#252;r immer zu s&#252;hnen&#8220;</strong>. Nicht ein einmaliger Akt also, sondern eine Wirkung, die weiterl&#228;uft.</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-speer-der-zum-oelzweig-wird">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Zwei Geheimnisse im Blut]]></title><description><![CDATA[Eine Kuh, deren Asche rein macht und doch unrein &#8211; kein Rabbiner konnte je erkl&#228;ren, warum. Gerade hier treffen sich Synagoge und Kirche. Und sie trennen sich dort auch wieder.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/zwei-geheimnisse-im-blut</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/zwei-geheimnisse-im-blut</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 28 Jun 2026 06:30:34 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GIKk!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fda9cb743-8958-4d46-b07e-2ec084f60a38_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<h4>Das unm&#246;glichste Gebot der Tora</h4><p>Es gibt ein Gebot der Tora, das selbst den weisen K&#246;nig Salomo ratlos zur&#252;cklie&#223;. Es steht am Anfang der Parascha Chukat, und die hebr&#228;ische Bibel f&#252;hrt es mit einer ungew&#246;hnlichen Formel ein: nicht &#8222;dies ist das <strong>Gesetz</strong>&#8220;, sondern <em>&#8222;sot chukkat haTora&#8220;</em> (&#1494;&#1465;&#1488;&#1514; &#1495;&#1467;&#1511;&#1463;&#1468;&#1514; &#1492;&#1463;&#1514;&#1468;&#1493;&#1465;&#1512;&#1464;&#1492;) &#8211; <em>&#8222;dies ist die <strong>Satzung</strong> der Tora&#8220;</em> (4. Mose 19,2).</p><p>&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/zwei-geheimnisse-im-blut">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Aus Rebellen werden Sänger]]></title><description><![CDATA[Wie aus dem ber&#252;chtigtsten Aufstand in der Tora die sch&#246;nsten Lieder Israels wurden &#8211; und warum darin eine bis heute &#252;bersehene Botschaft steckt.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/aus-rebellen-werden-saenger</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/aus-rebellen-werden-saenger</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 21 Jun 2026 07:01:04 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Vwm8!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F060531e0-f032-49b6-83ef-3b31b4298f6b_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mann namens Korach stellt sich gegen Mosche und Aharon, rei&#223;t das halbe Lager mit sich &#8211; und dann geschieht das Unfassbare: Der Boden tut sich auf, <em>&#8222;die Erde &#246;ffnete ihren Mund&#8220;</em> (4. Buch Mose 16,32), und verschlingt die Aufr&#252;hrer mitsamt ihren Familien und ihrer Habe. Feuer verzehrt die zweihundertf&#252;nfzig M&#228;nner, die mit Korach gemeinsame Sache gema&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/aus-rebellen-werden-saenger">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ein Faden Blau und ein Stück Teig]]></title><description><![CDATA[Was ein abgerissenes St&#252;ck Brotteig und ein blauer Faden am Mantelsaum gemeinsam haben: An ihnen entscheidet sich, ob das Heilige den ganzen Alltag zu ergreifen vermag.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/ein-faden-blau-und-ein-stueck-teig</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/ein-faden-blau-und-ein-stueck-teig</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 14 Jun 2026 07:00:08 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!qFVQ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F0b6971bc-7370-4cfd-9b1d-a27aa8b6ec13_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Die Tora erz&#228;hlt im Anschluss an die gro&#223;en Dramen oft ganz leise weiter. Der Wochenabschnitt <em><strong>Schlach lecha</strong></em> (4. Mose 13&#8211;15) berichtet zuerst von der Katastrophe der Kundschafter: zw&#246;lf M&#228;nner erkunden das verhei&#223;ene Land, zehn verlieren den Mut, das Volk verzweifelt, und eine ganze Generation verliert ihre Zukunft. Danach w&#252;rde man ein donnerndes Schlus&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/ein-faden-blau-und-ein-stueck-teig">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wer hat das Recht auf den Geist?]]></title><description><![CDATA[Zwei M&#228;nner prophezeien ohne Erlaubnis &#8211; und der treueste Sch&#252;ler von Mose will sie zum Schweigen bringen. Die Antwort des gr&#246;&#223;ten aller Propheten verst&#246;rt bis heute jede Hierarchie.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wer-hat-das-recht-auf-den-geist</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wer-hat-das-recht-auf-den-geist</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 07 Jun 2026 07:00:52 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ICBO!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F8f44efe2-1629-4f7a-be94-8196c44111a4_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>In der Regel sind wir auf Menschen, die wir eingeladen haben, die dann jedoch ohne Entschuldigung nicht erscheinen, nicht gut zu sprechen. So verhalten sich <strong>Eldad und Medad</strong> im 11. Kapitel des 4. Buches Mose, das zur Parascha <em><strong>Behaalotcha</strong></em> geh&#246;rt. Gott reagiert jedoch ganz anders. Dadurch werden die beiden M&#228;nner zu einem Paradigma f&#252;r die Frage: Wem geh&#246;r&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/wer-hat-das-recht-auf-den-geist">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Priestersegen: Wem gehört er?]]></title><description><![CDATA[Drei S&#228;tze der Priester, gesprochen mit erhobenen H&#228;nden. Wer sie spricht, ist nicht ihr Urheber. Aber was, wenn die Kirche den Segen f&#252;r Israel stillschweigend an sich genommen hat?]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-priestersegen-wem-gehoert-er</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-priestersegen-wem-gehoert-er</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 31 May 2026 07:01:05 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WWVf!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F7ed31de0-eb6f-4fca-9977-ee76e5bd576b_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Am Ende beinahe jedes christlichen Gottesdienstes stehen Worte, die viele auswendig kennen, ohne an ihre Herkunft zu denken: <em><strong>&#8222;Der Herr segne dich und beh&#252;te dich &#8230;&#8220;</strong></em> Sie stammen aus der Tora im vierten Buch Mose, mitten aus dem <strong>Wochenabschnitt Nasso</strong>. In wenigen Versen in Kapitel 6,22&#8211;27, steht der wohl &#228;lteste durchgehend &#252;berlieferte Text der ganzen Bib&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-priestersegen-wem-gehoert-er">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Schatz in den irdenen Gefäßen]]></title><description><![CDATA[Juden sind keine besseren Menschen. Christen auch nicht. Und doch tragen sie etwas in sich, das nicht ihnen geh&#246;rt &#8211; verh&#252;llt, verletzlich, kostbar. Eine Spurensuche bei den Tr&#228;gern des Heiligtums.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-schatz-in-den-irdenen-gefaessen</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-schatz-in-den-irdenen-gefaessen</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 17 May 2026 07:02:15 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!vnsq!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F88c0f344-15fb-42a5-9cfc-170efe6a7426_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<h4>Eine Szene am Rande der W&#252;ste</h4><p>Denke jetzt an eine Karawane. Sand, Hitze, das Knarren der Lasten. Mitten in dem Zug zieht eine Gruppe von M&#228;nnern, die nichts auf ihren Schultern haben &#8211; jedenfalls nichts Sichtbares. Was sie tragen, ist in mehrere Lagen blauer und dunkler T&#252;cher geh&#252;llt. Niemand darf hineinsehen. Nicht einmal die Tr&#228;ger selbst. Es ist das &#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-schatz-in-den-irdenen-gefaessen">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Bund, der nicht bricht]]></title><description><![CDATA[Vier Negationen, eine theologische Mauer: Was Paulus, Sifra, Maimonides und Berkovits an einem Vers am Ende des 3. Buchs Mose festhielten &#8211; auch, als die Geschichte zu widersprechen schien.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-bund-der-nicht-bricht</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-bund-der-nicht-bricht</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 10 May 2026 07:02:48 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!r24V!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbee9b698-d0d1-49de-87e4-a61dba9bf6b0_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Manche Verse in der Tora entfalten ihre Sprengkraft erst nach Jahrhunderten. <strong>3. Mose 26,44</strong> ist ein solcher. Er steht am Ende der zweiten gro&#223;en Bundesrede, der sogenannten <em><strong>Tochecha</strong></em> &#8211; jener ber&#252;chtigten Zurechtweisungspassage, in der vierzehn Verse Segen auf zweiunddrei&#223;ig Verse Strafe folgen. Hunger, Pest, Schwert, Verbannung, das Land, das die ihm vore&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-bund-der-nicht-bricht">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Geheiligt werde dein Name – das Echo eines uralten Verses]]></title><description><![CDATA[Wer das Vaterunser betet, betet einen Satz, den Mose schon kannte. Eine Spurensuche durch das j&#252;dische Erbe der christlichen Theologie.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/geheiligt-werde-dein-name-das-echo</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/geheiligt-werde-dein-name-das-echo</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 03 May 2026 07:01:45 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xqq-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F506fc875-a73c-463c-87f6-05439907c096_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht betest auch du das Vaterunser: <em>&#8222;Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.&#8220;</em> Auf jeden Fall sind es bekannte Zeilen &#8211; gesprochen von Millionen Menschen in Hunderten Sprachen, jeden Tag, seit fast zweitausend Jahren.</p><p>Und nun stell dir vor, du betrittst am gleichen Tag die Synagoge. Auch dort h&#246;rst du ein Gebet &#8211; auf Aram&#228;isch, der Sprache&#8230;</p>
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          <a href="https://plus.ahavta.com/p/geheiligt-werde-dein-name-das-echo">
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          </a>
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   ]]></content:encoded></item></channel></rss>