<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[ahavta - Begegnungen: Echo der Weisung ]]></title><description><![CDATA[Das Neue Testament versteht man am besten als „neu“, wenn man es als Echo, als Widerhall und Resonanz der Tora wahrnimmt. Es klingt nicht aus sich selbst heraus.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/s/echo-der-weisung</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png</url><title>ahavta - Begegnungen: Echo der Weisung </title><link>https://plus.ahavta.com/s/echo-der-weisung</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Wed, 03 Jun 2026 12:04:18 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://plus.ahavta.com/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Ricklef Münnich]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[info@ahavta.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[info@ahavta.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Ricklef Münnich]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Ricklef Münnich]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[info@ahavta.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[info@ahavta.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Ricklef Münnich]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Der Priestersegen: Wem gehört er?]]></title><description><![CDATA[Drei S&#228;tze der Priester, gesprochen mit erhobenen H&#228;nden. Wer sie spricht, ist nicht ihr Urheber. Aber was, wenn die Kirche den Segen f&#252;r Israel stillschweigend an sich genommen hat?]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-priestersegen-wem-gehoert-er</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-priestersegen-wem-gehoert-er</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 31 May 2026 07:01:05 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WWVf!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F7ed31de0-eb6f-4fca-9977-ee76e5bd576b_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Am Ende beinahe jedes christlichen Gottesdienstes stehen Worte, die viele auswendig kennen, ohne an ihre Herkunft zu denken: <em><strong>&#8222;Der Herr segne dich und beh&#252;te dich &#8230;&#8220;</strong></em> Sie stammen aus der Tora im vierten Buch Mose, mitten aus dem <strong>Wochenabschnitt Nasso</strong>. In wenigen Versen in Kapitel 6,22&#8211;27, steht der wohl &#228;lteste durchgehend &#252;berlieferte Text der ganzen Bibel &#8212; und zugleich ein Gebot und ein Gebet, das bis heute Synagoge und Kirche miteinander verbindet und voneinander trennt: <em><strong>Birkat Kohanim</strong></em>, der Priestersegen, infolge des Adressaten der Verse auch aaronitischer Segen genannt. Wer dem nachgeht, st&#246;&#223;t auf erstaunlich aktuelle Fragen: Was tun wir eigentlich, wenn wir segnen? Und mit welchem Recht tut die Kirche es?</p><p>F&#252;r den Beitrag st&#252;tze ich mich vor allem auf die Arbeiten des Berliner Theologen <em>Peter von der Osten-Sacken</em> (&#8224;), der dem Priestersegen in seinem Buch <em>Christlicher Baum und j&#252;dische Wurzel</em> einige Abschnitte gewidmet hat.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-1" href="#footnote-1" target="_self">1</a> Seine &#220;berlegungen bilden den roten Faden der folgenden Wegstrecke. W&#246;rtliche Zitate im Text stammen, wo nicht anders angegeben, von ihm.</p><h4>Der Segen in der Tora</h4><p>In einer an <em>Naftali Herz Tur-Sinai</em> angelehnten &#220;bersetzung lesen wir 4. Mose 6,22&#8211;27:</p><blockquote><p><em>Und der Ewige redete zu Mose und sprach: <br>Rede zu Aaron und seinen S&#246;hnen und sprich: <br>So sollt ihr die Kinder Israel segnen, indem ihr zu ihnen sprecht: <br>Es segne dich der Ewige und beh&#252;te dich! <br>Der Ewige erleuchte dir sein Antlitz und sei dir gn&#228;dig! <br>Der Ewige wende dir sein Antlitz zu und gebe dir Frieden! <br>Und sie sollen meinen Namen auf die Kinder Israel legen, <br>und ich werde sie segnen.</em></p></blockquote><p>Auf den ersten Blick wirken die drei Kerns&#228;tze des Segens wie ein Wunsch: &#8222;M&#246;ge es dir gut gehen&#8220;. Wer genauer hinsieht, erkennt eine kunstvolle Architektur. Im hebr&#228;ischen Wortlaut w&#228;chst die Einheit Glied um Glied: drei Worte, dann f&#252;nf, dann sieben. In allen drei Gliedern erscheint der Gottesname an zweiter Stelle, und stets ist Gott das handelnde Subjekt. Schon der Hebraist <em>Emil Kautzsch</em> hatte dieses Anschwellen von 3 &#252;ber 5 zu 7 Worten als bewusste Steigerung beschrieben &#8212; eine sprachliche Bewegung, die auf den H&#246;hepunkt zul&#228;uft: &#8222;Frieden&#8220;, hebr&#228;isch <em>schalom</em>.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-2" href="#footnote-2" target="_self">2</a></p><p>Hier liegt ein entscheidender Akzent. Der Segen ist <em>&#8222;mehr als ein einfacher Wunsch&#8220;</em>:</p><blockquote><p><em>&#8222;Zieht man in Betracht, dass die Rede sich an die Kinder Israel wenden soll, dass ein Auftrag zu ihrer Segnung ergeht und dass &#8218;segnen&#8216; in der Bibel vielfach das Bedeutungsmoment einer Kraftzufuhr hat, so wird man zumindest von einem verbindlichen, effektiven Zuspruch sprechen m&#252;ssen.&#8220;</em></p></blockquote><p>Vor allem aber sorgt der Text selbst daf&#252;r, dass niemand die Priester f&#252;r die eigentlichen Urheber des Segens h&#228;lt. Der abschlie&#223;ende Vers stellt klar: <em>&#8222;&#8230; sie sollen meinen Namen auf die Kinder Israel legen, und ich werde sie segnen.&#8220;</em> Dieser Vers ist gleichsam der erste Interpret des Segens:</p><blockquote><p><em>&#8222;Dieses Interpretament nimmt den Tatbestand auf, dass in den Segensworten dreimal der Gottesname &#8230; &#252;ber den Kindern Israel ausgerufen und damit Gott selbst unter ihnen gegenw&#228;rtig wird.&#8220;</em></p></blockquote><p>Der Priester ist also nicht die Quelle, sondern der Kanal. Er legt den Namen Gottes auf das Volk &#8212; und Gott selbst ist es, der segnet. Inhaltlich entfalten die drei Glieder eine Bewegung: Das erste meint Schutz und Bewahrung, das zweite die Milde des g&#246;ttlichen Angesichts, das dritte die Zuwendung, die in <em>schalom</em> gipfelt. Dieser Frieden ist <em>&#8222;in der Bibel und dar&#252;ber hinaus vielfach Inbegriff des Segens&#8220;</em> und bildet <em>&#8222;den Ziel- und H&#246;hepunkt des Ganzen&#8220;</em>.</p><p>Ein letztes Detail: Nach dem dritten Buch Mose (9,22) hob Aaron beim Segnen die H&#228;nde gegen das Volk. Diese erhobenen H&#228;nde haben einen klaren Sinn &#8212; sie geben weiter, was empfangen wurde: <em>&#8222;Die gegen das Volk hin aufgehobenen H&#228;nde k&#246;nnen &#8230; nur den Sinn haben, Empfangenes weiterzugeben.&#8220;</em> Bis heute strecken j&#252;dische Priester, die <em>Kohanim</em>, beim Segen die H&#228;nde aus &#8212; jene Geste, die mancher aus der Science-Fiction wiederzuerkennen meint und die in Wirklichkeit uralte Liturgie ist.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!WWVf!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F7ed31de0-eb6f-4fca-9977-ee76e5bd576b_1200x630.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" 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Das Leitwort <em>schalom</em> etwa wird zum Friedensgru&#223; des Auferstandenen; wenn Jesus den Seinen sagt <em>&#8222;Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch&#8220;</em> (Johannes 14), klingt der Zielpunkt des Priestersegens nach. Und wenn Paulus seine Briefe mit &#8222;Gnade und Friede&#8220; er&#246;ffnet, greift er dasselbe Begriffspaar auf, das im Segen von Numeri 6 zusammenfindet.</p><p>Besonders eindr&#252;cklich ist eine Szene, die den Priestersegen geradezu vor Augen stellt &#8212; das sogenannte Kinderevangelium:</p><blockquote><p><em>&#8222;Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anr&#252;hrte [und ihnen etwas von seiner Kraft abg&#228;be], die J&#252;nger aber stellten sich ihnen drohend entgegen. Als Jesus das sah, wurde er &#228;rgerlich und wies sie an: Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht [&#8230;]. Und er schloss sie in die Arme und segnete sie, indem er ihnen die H&#228;nde auflegte.&#8220; (Markus 10,13&#8211;16)</em></p></blockquote><p>Auff&#228;llig ist: Es werden keine Worte &#252;berliefert, nur die Geste. So wird <em>&#8222;alles Augenmerk auf die Arme und H&#228;nde Jesu gelenkt&#8220;</em>. H&#228;nde und Arme sind die wichtigsten Medien menschlicher Gemeinschaft &#8212; man denke nur an den Handschlag zur Begr&#252;&#223;ung. Wenn Jesus die Kinder umarmt und ihnen die H&#228;nde auflegt, geschieht <em>&#8222;eine leiblich sp&#252;rbare Form der &#220;bermittlung von Annahme, von Dazugeh&#246;rigkeit und in diesem Sinn auch eine Form der &#220;bermittlung von Kraft&#8220;</em>. Bemerkenswert ist die N&#228;he zu einem j&#252;dischen Brauch, der bis heute lebt: Am Sabbatbeginn segnen Eltern ihre Kinder unter Handauflegung &#8212; und die Worte, die sie abschlie&#223;end sprechen, sind die Worte des aaronitischen Segens: &#8222;Es segne dich der Ewige und beh&#252;te dich &#8230;&#8220;</p><p>Auch der Abschied des Auferstandenen tr&#228;gt diese Signatur. Im Lukasevangelium hei&#223;t es, Jesus habe die J&#252;nger unter Aufheben der H&#228;nde gesegnet (Lukas 24,50) &#8212; dieselbe Geste der erhobenen H&#228;nde, die den Priestersegen seit jeher begleitet.</p><h4>Der Segen im Gottesdienst der Synagoge</h4><p>Der Priestersegen hatte zur Zeit von Jesus seinen Ort im Jerusalemer Tempel. Aufschluss gibt ein fr&#252;hrabbinischer Text aus der Mischna (Traktat Tamid 5,1), der das morgendliche Zusammenkommen der diensttuenden Priester im Heiligtum beschreibt. Dort hei&#223;t es:</p><blockquote><p><em>&#8222;Der diensttuende Vorgesetzte sagte zu ihnen: Sprecht eine Beracha! Und sie sprachen sie, rezitierten die Zehn Gebote, das Schma Jisrael &#8230;, segneten das Volk mit drei Berachot [von denen als letzte die Beracha Birkat Kohanim genannt wird]&#8230; Und am Sabbat f&#252;gten sie eine Beracha f&#252;r die abziehende Priesterdienstklasse hinzu.&#8220;</em></p></blockquote><p>Der Priestersegen war also fest in die Tempelliturgie eingebunden &#8212; ein liturgischer Akt, vollzogen von den Priestern f&#252;r das Volk. Interessant ist eine historische Beobachtung: Die Synagoge als nicht-priesterlicher Ort war <em>&#8222;urspr&#252;nglich nicht als Ort f&#252;r den Priestersegen vorgesehen&#8220;</em>. Der Segen wanderte erst allm&#228;hlich aus dem Tempel in die synagogale Liturgie hinein, wo er seinen festen Platz im Hauptgebet, der <em>Amida</em> (Achtzehnbittengebet), fand.</p><p>Wie sieht das aus, wenn heute in einer traditionellen Gemeinde gesegnet wird? Das Ritual &#8212; man nennt es <em>&#8222;duchenen&#8220;</em>, nach dem <em>duchan</em>, der erh&#246;hten Plattform, auf die die Kohanim treten &#8212; verl&#228;uft in gro&#223;en Linien so: W&#228;hrend des Achtzehnbittengebets ziehen die Priester ihre Schuhe aus (im Tempel dienten sie barfu&#223;) und waschen sich die H&#228;nde; dabei hilft ihnen ein Levit; ist kein Levit da, macht es ein Erstgeborener; ansonsten tun sie es selbst. Sie stellen sich vor die Lade mit den Torarollen, bedecken Kopf und H&#228;nde mit dem Gebetsmantel, spreizen die Finger auf die &#252;berlieferte Weise &#8212; eben jene Geste &#8212; und sprechen den Segen. Entscheidend ist dabei ein vielsagendes Detail: Der Vorbeter (<em>Chasan</em>) ruft ihnen jedes Wort einzeln vor, und die Priester sprechen es nach. So wird auch im Vollzug unterstrichen, was schon der Bibeltext sagt &#8212; nicht die Priester segnen aus eigener Vollmacht, der Segen ist Teil des Gottesdienstes, dessen eigentlicher Urheber Gott ist. Nach jedem der drei S&#228;tze antwortet die Gemeinde mit &#8222;Amen&#8220;.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-3" href="#footnote-3" target="_self">3</a></p><p>Bis heute leben in der Synagoge zwei Grundlinien fort, die schon der Bibeltext anlegt. Zum einen bleibt der Segen Zuspruch, nicht Bitte: Die Kohanim sprechen ihn dem Volk zu. Zum anderen &#8212; und das ist der j&#252;dischen Auslegung besonders wichtig &#8212; bleibt das Volk dabei aktiv beteiligt. Der Bibelausleger <em>Samson Raphael Hirsch</em> hat es so formuliert, dass es in Wahrheit die Gemeinde selbst sei, die durch den Mund der Priester den von Gott vorgeschriebenen Segen &#252;ber sich aussprechen l&#228;sst. Der Priester ist Stimme, nicht Eigent&#252;mer. Genau diese Demut vor dem eigentlichen Urheber &#8212; Gott &#8212; pr&#228;gt das j&#252;dische Verst&#228;ndnis bis heute.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-4" href="#footnote-4" target="_self">4</a></p><h4>Der Segen im Gottesdienst der Kirche &#8212; ein Appell: &#8222;Mut zum Segnen&#8220;</h4><p>Auch in der Kirche steht der aaronitische Segen am Ende fast jedes Gottesdienstes. Doch h&#228;ufig vollzieht sich heute eine stille, folgenreiche Verschiebung. Der Segen wird umgeformt: Die H&#228;nde werden gefaltet oder zur Seite, nicht nach oben, ge&#246;ffnet, und aus dem Zuspruch wird eine Bitte &#8212; &#8222;Der HERR segne uns und beh&#252;te uns &#8230;&#8220; statt &#8222;dich&#8220;.</p><p>Was harmlos klingt und den Pfarrer oder die Pfarrerin einbeziehen soll, ist <em>&#8222;ein gravierender liturgisch-theologischer Eingriff&#8220;</em>. Denn an der Stelle, an der jedem Einzelnen mit Wort und H&#228;nden gesagt werden soll: &#8222;Du bist gemeint&#8220;, reihen sich die Liturgin oder der Liturg in die Gemeinde ein und bitten statt zuzusagen. Der Ausleger <em>Ulrich Heckel</em> hat diese Mischung aus Zuspruch und Bitte <em>&#8222;eine missgl&#252;ckte Mischform&#8220;</em> genannt.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-5" href="#footnote-5" target="_self">5</a></p><p>Dahinter steht eine gr&#246;&#223;ere Sorge: Wo man auf das Erheben der H&#228;nde und auf den klaren Zuspruch verzichtet, wird der Segen schw&#228;cher &#8212; so, <em>&#8222;als n&#228;hme man bei der Segnung Einzelner von der Handauflegung Abstand und beim t&#228;glichen Gru&#223; von dem Handschlag. Der Kontakt wird schw&#228;cher und mit ihm die zugesagte Kraft</em>.&#8220; Welche Chance liegt gerade darin, auch dann, wenn eine Predigt das &#8222;Du bist gemeint&#8220; einmal nicht zu vermitteln vermochte:</p><blockquote><p><em>&#8222;&#8230; welche Chance lassen sie sich bei Verzicht auf die Erteilung des Segens entgehen, dass der Funke doch noch zur Gemeinde und zu jedem Einzelnen &#252;berspringt: &#8218;Der HERR segne <strong>dich</strong> und er beh&#252;te <strong>dich</strong> &#8230;&#8216;&#8220;</em></p></blockquote><p>Peter von der Osten-Sackens Appell ist ebenso knapp wie deutlich. Er endet mit zwei S&#228;tzen, die man sich als Liturgin oder Liturg &#252;ber den Schreibtisch h&#228;ngen k&#246;nnte:</p><blockquote><p><em>&#8222;Rettet das Erheben der H&#228;nde! Und damit: Mut zum Segnen!&#8220;</em></p></blockquote><h4>Die Legitimit&#228;t des aaronitischen Segens in der Kirche</h4><p>Damit ist zugleich die heikelste Frage erreicht. Mit welchem Recht spricht die Kirche &#252;berhaupt einen Segen, der in der Tora ausdr&#252;cklich Aaron und seinen S&#246;hnen geboten und vorbehalten ist und dessen Empf&#228;nger das Volk Israel ist? Die j&#252;dische Stimme von <em>Edna Brocke</em> hat genau das in Erinnerung gerufen: Der Priestersegen sei <em>&#8222;ein liturgischer Akt, der Aaron und seinen S&#246;hnen, den Priestern, geboten (und damit auch vorbehalten) ist&#8220;</em>, und sein Empf&#228;nger sei Israel.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-6" href="#footnote-6" target="_self">6</a></p><p>Die traditionelle Begr&#252;ndung der Kirche war einfach &#8212; und problematisch. Sie lautete: Die Kirche sei <em>&#8222;in die Fu&#223;stapfen des alten Israel getreten&#8220;</em>, habe Israel also abgel&#246;st, und damit d&#252;rfe auch ihr Personal den Segen erteilen. Doch was geschieht, nachdem die Kirchen genau dieser Abl&#246;sungstheologie in den letzten Jahrzehnten ausdr&#252;cklich abgesagt haben? Wenn die Kirche Israel nicht ersetzt &#8212; woher nimmt sie dann das Recht auf diesen Segen?</p><p>Ehrlicherweise hat die Forschung darauf keine fertige Antwort. Der Exegete <em>Klaus Seybold</em> stellt die Frage in aller Sch&#228;rfe:</p><blockquote><p><em>&#8222;Wo ist eine Theologie der Pr&#228;senz Gottes, die eine Wiederverwendung [des aaronitischen Segens] rechtfertigen k&#246;nnte? Oder ist der aaronitische Segen nur einfach der synagogalen Liturgie entwendet, ein Beutest&#252;ck sozusagen, dessen sich die Kirche zu sch&#228;men h&#228;tte?&#8220;</em><a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-7" href="#footnote-7" target="_self">7</a></p></blockquote><p>Es ist eine unbequeme Frage &#8212; die vom &#8222;liturgischen Mundraub&#8220; &#8212;, und Seybold selbst r&#228;umt ein, sie <em>&#8222;nicht g&#252;ltig beantworten&#8220;</em> zu k&#246;nnen. Freilich ist daran zu erinnern, dass der Segen auch in der j&#252;dischen Tradition kein starres endg&#252;ltiges Gebilde ist: Sein Wortlaut wurde ver&#228;ndert (etwa in Qumran), der Gottesname, das Tetragramm, wird schon seit biblischer Zeit durch verschiedene W&#246;rter wie <em>haSchem</em> (der Name), <em>Adonai</em> (Herr) oder das Kunstwort <em>Adoschem</em> ersetzt &#8212; und die Synagoge selbst war urspr&#252;nglich gar nicht der vorgesehene Ort.</p><h4>Schluss: Die Weisung von Andreas Bedenbender</h4><p>Wenn die Wissenschaft die Frage nach der Legitimit&#228;t nicht abschlie&#223;end beantworten kann, wohin dann? Die hilfreichste Orientierung findet sich nicht in einer Theorie, sondern in einer Predigt &#8212; in einer &#8222;Weisung&#8220; von <em>Andreas Bedenbender</em>, die Peter von der Osten-Sacken anf&#252;hrt:</p><blockquote><p><em>&#8222;Eine Kirche, die Israel verflucht, [&#8230;] eine Kirche, die Israel den Segen nimmt, von der ist der Segen genommen. Aber eine Kirche, die am Ende ihrer Gottesdienste sagen kann: &#8218;Der Herr segne Israel und beh&#252;te Israel, der Herr lasse sein Angesicht &#252;ber Israel leuchten und sei ihm gn&#228;dig, der Herr erhebe sein Angesicht &#252;ber Israel und gebe ihm Frieden!&#8216; &#8212; eine solche Kirche ist selber gesegnet.&#8220;</em><a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-8" href="#footnote-8" target="_self">8</a></p></blockquote><p>Hier kehrt sich die Frage um. Nicht: Darf die Kirche den Segen Israels f&#252;r sich beanspruchen? Sondern: Ist die Kirche bereit, Israel zu segnen &#8212; und sich dadurch selbst segnen zu lassen? Die Legitimit&#228;t, den aaronitischen Segen weiterzugeben, erw&#228;chst nicht aus einem Erbanspruch, sondern aus der Haltung, dem Volk Israel den Segen nicht zu nehmen, sondern zuzusprechen. Bedenbender hat daraus eine sch&#246;ne liturgische Konsequenz gezogen und f&#252;hrt seine Gemeinde inzwischen mit diesen Worten zum Segen hin: <em>&#8222;Empfangt nun in Gemeinschaft mit Israel den Segen, den Gott auf die Seinen legt.&#8220;</em></p><p>Damit schlie&#223;t sich der Kreis zum Anfang. Die sechs Worte von 4. Mose 6 sind kein frommer Wunsch und kein kirchlicher Besitz. Sie sind ein Zuspruch, der von Gott ausgeht, durch erhobene H&#228;nde weitergegeben wird und am Ende auf alle zur&#252;ckf&#228;llt, die ihn sprechen &#8212; sofern sie ihn auch dem zusprechen, dem er zuerst galt. </p><div class="pullquote"><p><strong>&#8222;Mut zum Segnen&#8220; hei&#223;t darum auch: <br>Mut, in Gemeinschaft mit Israel zu segnen.</strong></p></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-1" href="#footnote-anchor-1" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">1</a><div class="footnote-content"><p>Peter von der Osten-Sacken: <em>Christlicher Baum und j&#252;dische Wurzel. Zusammenh&#228;nge, Analogien und Konturen j&#252;dischen und christlichen Gottesdienstes</em>, T&#252;bingen 2023. Kapitel IV.2 &#8222;Was tun wir, wenn wir segnen?&#8220; (S. 376&#8211;383, hier bes. der aaronitische Segen Num 6,22&#8211;27, das Kinderevangelium Mk 10 und der Appell &#8222;Mut zum Segnen!&#8220;, S. 383), Kapitel IV.8 zu Israel im christlichen Gottesdienst, Abschnitt &#8222;(10) Segen&#8220; (S. 448&#8211;450, mit den Zitaten von Edna Brocke, Klaus Seybold und Andreas Bedenbender) sowie der Auszug &#8222;Zum synagogalen Gottesdienst in fr&#252;hrabbinischer Zeit&#8220; (S. 99).</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-2" href="#footnote-anchor-2" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">2</a><div class="footnote-content"><p>Zur 3&#8211;5&#8211;7-Wort-Struktur nach Emil Kautzsch: <em>Tenachon</em> 19 (Nasso), &#8222;Der Priestersegen&#8220;, in: Denkendorfer Kreis f&#252;r christlich-j&#252;dische Begegnung e.V. (Hrsg.), <em>tenachon. Studien zu den w&#246;chentlichen Tora-Lesungen, Prophetentexten und Psalmen</em>, 2021, S. 306.</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-3" href="#footnote-anchor-3" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">3</a><div class="footnote-content"><p>Ebenda.</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-4" href="#footnote-anchor-4" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">4</a><div class="footnote-content"><p>Siehe dazu auch die Erl&#228;uterungen Rabbiner Jehoschua Ahrens zum Wochenabschnitt Nasso: <a href="https://plus.ahavta.com/p/nasso-segen-der-verbindet">&#8222;Segen, der verbindet&#8220;</a>.</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-5" href="#footnote-anchor-5" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">5</a><div class="footnote-content"><p>Ulrich Heckel: <em>Der Segen im Neuen Testament. Begriffe, Formeln, Gesten</em> (WUNT 150), T&#252;bingen 2002, S. 356f.</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-6" href="#footnote-anchor-6" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">6</a><div class="footnote-content"><p>Edna Brocke: <em>&#8222;Birkat Kohanim &#8211; Priestersegen f&#252;r Israel</em>&#8220;, in: Kirche und Israel 16 (2001), S. 62f., </p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-7" href="#footnote-anchor-7" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">7</a><div class="footnote-content"><p>Klaus Seybold: <em>Der aaronitische Segen. Studien zu Numeri 6,22&#8211;27</em>, Neukirchen-Vluyn 1977, S. 14&#8211;17.73).</p></div></div><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-8" href="#footnote-anchor-8" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">8</a><div class="footnote-content"><p>Andreas Bedenbender, zitiert nach: Stephanie F&#252;hrer / Andreas Bedenbender u.a., <em>&#8222;Dialogpredigt zu Num 6,22&#8211;27&#8220;</em>, in: <em>Lernen in Jerusalem &#8211; Lernen in Israel</em> (VIKJ 20), hg. von Martin St&#246;hr, Berlin 1993, S. 404&#8211;410.</p></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Schatz in den irdenen Gefäßen]]></title><description><![CDATA[Juden sind keine besseren Menschen. Christen auch nicht. Und doch tragen sie etwas in sich, das nicht ihnen geh&#246;rt &#8211; verh&#252;llt, verletzlich, kostbar. Eine Spurensuche bei den Tr&#228;gern des Heiligtums.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-schatz-in-den-irdenen-gefaessen</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-schatz-in-den-irdenen-gefaessen</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 17 May 2026 07:02:15 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!vnsq!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F88c0f344-15fb-42a5-9cfc-170efe6a7426_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<h4>Eine Szene am Rande der W&#252;ste</h4><p>Denke jetzt an eine Karawane. Sand, Hitze, das Knarren der Lasten. Mitten in dem Zug zieht eine Gruppe von M&#228;nnern, die nichts auf ihren Schultern haben &#8211; jedenfalls nichts Sichtbares. Was sie tragen, ist in mehrere Lagen blauer und dunkler T&#252;cher geh&#252;llt. Niemand darf hineinsehen. Nicht einmal die Tr&#228;ger selbst. Es ist das &#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-schatz-in-den-irdenen-gefaessen">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Bund, der nicht bricht]]></title><description><![CDATA[Vier Negationen, eine theologische Mauer: Was Paulus, Sifra, Maimonides und Berkovits an einem Vers am Ende des 3. Buchs Mose festhielten &#8211; auch, als die Geschichte zu widersprechen schien.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-bund-der-nicht-bricht</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-bund-der-nicht-bricht</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 10 May 2026 07:02:48 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!r24V!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbee9b698-d0d1-49de-87e4-a61dba9bf6b0_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Manche Verse in der Tora entfalten ihre Sprengkraft erst nach Jahrhunderten. <strong>3. Mose 26,44</strong> ist ein solcher. Er steht am Ende der zweiten gro&#223;en Bundesrede, der sogenannten <em><strong>Tochecha</strong></em> &#8211; jener ber&#252;chtigten Zurechtweisungspassage, in der vierzehn Verse Segen auf zweiunddrei&#223;ig Verse Strafe folgen. Hunger, Pest, Schwert, Verbannung, das Land, das die ihm vore&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-bund-der-nicht-bricht">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Geheiligt werde dein Name – das Echo eines uralten Verses]]></title><description><![CDATA[Wer das Vaterunser betet, betet einen Satz, den Mose schon kannte. Eine Spurensuche durch das j&#252;dische Erbe der christlichen Theologie.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/geheiligt-werde-dein-name-das-echo</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/geheiligt-werde-dein-name-das-echo</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 03 May 2026 07:01:45 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!xqq-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F506fc875-a73c-463c-87f6-05439907c096_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht betest auch du das Vaterunser: <em>&#8222;Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.&#8220;</em> Auf jeden Fall sind es bekannte Zeilen &#8211; gesprochen von Millionen Menschen in Hunderten Sprachen, jeden Tag, seit fast zweitausend Jahren.</p><p>Und nun stell dir vor, du betrittst am gleichen Tag die Synagoge. Auch dort h&#246;rst du ein Gebet &#8211; auf Aram&#228;isch, der Sprache&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/geheiligt-werde-dein-name-das-echo">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Nicht ohne die Fremden]]></title><description><![CDATA[Lukas &#246;ffnet die Tora nicht gegen Israel, sondern mit Levitikus: Die V&#246;lker werden nicht assimiliert, aber Weisung gilt auch f&#252;r sie.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/nicht-ohne-die-fremden</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/nicht-ohne-die-fremden</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 26 Apr 2026 07:02:04 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!u13h!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F09951a1e-46d6-4d30-8a13-8c29dc150150_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt S&#228;tze im Neuen Testament, die so vertraut geworden sind, dass man leicht &#252;bersieht, wo ihr Ursprung liegt. Dazu geh&#246;rt das Gebot <em><strong>&#8222;Du sollst deinen N&#228;chsten lieben wie dich selbst&#8220;</strong></em>. Es findet sich gleich sechsmal, n&#228;mlich in Matth&#228;us 22,39; Markus 12,31; Lukas 10,27; R&#246;mer 13,9; Galater 5,14; Jakobus 2,8. Immer sind es Zitate aus dem 3. Buch Mose&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/nicht-ohne-die-fremden">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wenn die Haut erzählt: Drei Heilungsgeschichten in jüdischer Auslegung]]></title><description><![CDATA[Wie Zunge und Haut, Rede und Reinheit, Isolation und R&#252;ckkehr zusammenh&#228;ngen: Heilungsszenen der Evangelien im Licht von 3. Mose 12&#8211;15 und der rabbinischen Tradition]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wenn-die-haut-erzaehlt</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wenn-die-haut-erzaehlt</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 19 Apr 2026 07:02:52 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!PdQO!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F5d15db68-ddad-4f95-8de4-1d2bb81c7d8b_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<h4>Ein Torawort, das unter die Haut geht</h4><p>Kaum ein Textkomplex der Tora wirkt auf moderne Leserinnen und Leser so fremd wie die Doppelparascha <strong>Tasria&#8211;Mezora</strong> (3. Mose 12&#8211;15). Vier dichte Kapitel &#252;ber Geburtsunreinheit, Hauterscheinungen, Schimmel an Hausw&#228;nden und k&#246;rperliche Ausfl&#252;sse. Ausf&#252;hrlich beschreibt das Buch Wajikra, wie ein Priester eine wei&#223;liche &#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/wenn-die-haut-erzaehlt">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Feuer, Schweigen und der achte Tag]]></title><description><![CDATA[Wie kommt man Gott nahe? Die Parascha Schemini und das Neue Testament sagen: Nicht aus eigener Macht, sondern schweigend und mit der Kunst der Unterscheidung.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/feuer-schweigen-und-der-achte-tag</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/feuer-schweigen-und-der-achte-tag</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 12 Apr 2026 07:02:16 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!vfoF!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43c2fa4a-0f57-43ab-813e-eab5e5d28eb1_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute hat das &#8222;Echo der Weisung&#8220; einen Bonus f&#252;r die Mitglieder von <strong>ahavta+</strong>. Du kannst den Beitrag &#8211; mit zus&#228;tzlichen Inhalten und Gedanken &#8211; als H&#246;rspiel in einem gesprochenen Dialog h&#246;ren. Das passt (nicht nur), wenn du lieber h&#246;rst als zu lesen. Schreibe mir doch in einem Kommentar, wie es dir gefallen hat! F&#252;r den Audiobeitrag scrolle einfach ganz nach unten&#8230;</em></p><div><hr></div><p>Es ist Stille, die am lautesten spricht.</p><p>Stell dir die Szene aus dem Wochenabschnitt <em><strong>Schemini</strong></em> (3. Mose 9&#8211;11) vor dein Auge: Nach Wochen der Vorbereitung, nach sieben Tagen strenger Einweihungsrituale, ist es endlich so weit. Aharon, der Bruder des Mose, tritt zum ersten Mal als Hohepriester in den Dienst. Das ganze Volk ist versammelt. Die Opfer werden dargebracht, die Gebete gesprochen. Und dann geschieht etwas Unerwartetes: Feuer kommt vom Himmel herab und verzehrt die Gaben auf dem Altar. Das Volk sieht es, jubelt, f&#228;llt auf sein Angesicht. Gott ist da. Seine Gegenwart ist real und sp&#252;rbar.</p><p>Und mitten in diesen Jubel hinein bricht die Katastrophe.</p><p>Aharons zwei &#228;lteste S&#246;hne, Nadab und Abihu, ergreifen ihre R&#228;ucherpfannen, entz&#252;nden eigenes Feuer und treten damit vor Gott. Aus eigenem Antrieb, auf eine Weise, &#8222;die Gott ihnen nicht geboten hatte&#8220;. Und wieder kommt Feuer von Gott. Aber diesmal verzehrt es sie.</p><p>Was folgt, ist ein einziger Satz. Mose wendet sich an den stumm dastehenden Vater und sagt: <strong>&#8222;An denen, die Mir nahe sind, werde Ich mich heiligen&#8220;</strong> (3. Mose 10,3) . Und Aharon &#8211; der Vater, der soeben seine beiden S&#246;hne verloren hat &#8211; schweigt. <em>Wajidom Aharon.</em> Aaron war still.</p><p>Dieses Schweigen und dieser Satz sind der Schl&#252;ssel zu allem, was dieser Wochenabschnitt zu sagen hat. Sein Name <em>Schemini</em> bedeutet &#8222;der Achte&#8220;.</p><h4>Der achte Tag: Wenn Geschichte neu beginnt</h4><p>Warum &#8222;der Achte&#8220;? Warum nicht &#8222;der erste&#8220; oder &#8222;der n&#228;chste&#8220;?</p><p><em>Rabbiner Samson Raphael Hirsch</em>, einer der bedeutendsten j&#252;dischen Denker des 19. Jahrhunderts, hat darauf eine Antwort gegeben, die bis heute leuchtet. <a href="https://www.jta.org/2021/04/07/ny/eight-is-judaisms-number-for-new-beginnings">Die Zahl Acht</a>, so Hirsch, &#8222;symbolisiert die h&#246;here Oktave&#8220;. Eine musikalische Metapher: Die Tonleiter hat sieben T&#246;ne, und der achte ist wieder der erste &#8212; aber eine Ebene h&#246;her. Sieben ist Vollendung, Abschluss, Ruhe; Acht ist der neue Beginn jenseits des Abgeschlossenen. Der Sch&#246;pfungszyklus ist voll &#8212; nun beginnt etwas Neues auf einer h&#246;heren Ebene.</p><p>Darum wird im Judentum auch am achten Tag beschnitten: Eintritt in den Bund Abrahams als Zeichen eines Neuanfangs. Darum dauert Chanukka acht Tage &#8212; am achten Tag kommt das neue, reine &#214;l. Darum tr&#228;gt diese ganze Parascha den Namen &#8222;der Achte&#8220; &#8212; weil es um einen Neubeginn geht, der den bisherigen Rahmen aufbricht.</p><p>Wer das Neue Testament mit j&#252;dischen Augen liest, erkennt sofort das Echo. Die Auferstehungsberichte &#8212; in den Evangelien sowie in der Apostelgeschichte und den Briefen &#8212; beschreiben ein Geschehen &#8222;am ersten Tag der Woche&#8220; (Johannes 20,1). Die fr&#252;he christliche Gemeinde nannte diesen Tag bald den &#8222;achten Tag&#8220; &#8212; den Tag jenseits des Siebenzyklus, den Tag eines neuen Sch&#246;pfungsbeginns. Ein Text aus dem fr&#252;hen zweiten Jahrhundert (<em>Barnabasbrief</em> 15,8) benennt es direkt: <em>&#8222;Der achte Tag ist der Beginn einer anderen Welt.&#8220;</em> Wie Aaron am achten Tag sein hohepriesterliches Amt antrat, nach sieben Tagen der Vorbereitung, so markiert der &#8222;erste Tag&#8220; der Auferstehung im Neuen Testament einen neuen Morgen der Welt.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!vfoF!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43c2fa4a-0f57-43ab-813e-eab5e5d28eb1_1200x630.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!vfoF!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43c2fa4a-0f57-43ab-813e-eab5e5d28eb1_1200x630.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!vfoF!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43c2fa4a-0f57-43ab-813e-eab5e5d28eb1_1200x630.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!vfoF!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43c2fa4a-0f57-43ab-813e-eab5e5d28eb1_1200x630.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!vfoF!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43c2fa4a-0f57-43ab-813e-eab5e5d28eb1_1200x630.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" 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Die Tora sagt: Sie brachten <em>esch sara, &#8222;fremdes Feuer&#8220;</em> &#8211; Feuer, das ihnen nicht geboten worden war (3. Mose 10,1). Rabbinische Ausleger haben diese Szene &#252;ber Jahrhunderte diskutiert. War es Eigenwilligkeit? Trunkenheit (<a href="https://www.sefaria.org/Rashi_on_Leviticus.10.1.1?lang=bi">Raschi zu Levitikus 10,1</a> &#252;berliefert Rabbi Jischmaels Meinung)? Die Anma&#223;ung, vor ihrem Lehrer Mose eigenst&#228;ndige Halacha-Entscheide zu treffen (so die Meinung Rabbi Eliesers)? Es gibt viele Deutungen, aber sie laufen auf dasselbe hinaus: Man kann dem Heiligen nicht mit eigenem Feuer begegnen. Was Gott nicht geboten hat, das hat im Heiligtum nichts zu suchen.</p><p>Nadab und Abihu taten etwas Religi&#246;ses aus eigenem Antrieb. Das klingt zun&#228;chst nach einer &#252;bertriebenen Strafe f&#252;r einen harmlosen Fehler. Aber die Antwort erschlie&#223;t sich, wenn man fragt: Was ist das eigentlich f&#252;r ein &#8222;Feuer&#8220;, das sie mitgebracht haben?</p><p>Es ist das Feuer der eigenen Vorstellung von Gott. Der eigene Enthusiasmus, das eigene Bild, die selbst entworfene Gottesn&#228;he. Sie wollten Gott nahesein &#8211; aber auf ihre Weise, nicht auf seine. Und genau darin, lehrt dieser Text, liegt eine spirituelle Gefahr, die so alt ist wie die Religion selbst: Wir formen uns einen Gott nach unserem Bild, wir suchen religi&#246;se Erf&#252;llung nach unserem Geschmack, wir n&#228;hern uns dem Heiligen zu unseren Bedingungen. Das ist menschlich. Aber es reicht nicht.</p><p><em>Samson Raphael Hirsch</em> sagte es so: Echter Gottesdienst ist keine Selbstexpression, sondern Antwort auf einen Ruf. Wer Gott sucht, muss sich finden lassen &#8211; nicht sich selbst finden. Und <em>Abraham Joshua Heschel</em> im 20. Jahrhundert sah in dem Schweigen Aharons das Ur-Bild des Menschen, der aufgeh&#246;rt hat zu reden und angefangen hat zu h&#246;ren: jene Stille, die tiefer geht als alle Sprache, weil sie vom Geheimnis Gottes ber&#252;hrt ist.</p><p>Der Talmud (<a href="https://www.sefaria.org/Sanhedrin.52a?lang=bi">Sanhedrin 52a</a>) beschreibt die Art des Todes der zwei S&#246;hne Aharons auf eine erschreckende Weise: Das Feuer brannte innen. Zwei Feuerf&#228;den drangen in die N&#252;stern der S&#246;hne Aarons, und verbrannten sie von innen &#8212; die Seele wurde verzehrt, der K&#246;rper blieb &#228;u&#223;erlich unversehrt: Was innen falsch war, wurde innen getroffen.</p><p>Wer die Apostelgeschichte liest, wird in Kapitel 5,1&#8211;11 bei der Erz&#228;hlung von Ananias und Saphira unweigerlich an Nadab und Abihu denken. Eine neue Gemeinschaft ist gerade in Jerusalem entstanden, durchdrungen vom Geist. Ananias und Saphira verkaufen ein Grundst&#252;ck, behalten einen Teil des Erl&#246;ses heimlich zur&#252;ck, l&#252;gen dem Apostel Petrus &#8212; und damit dem heiligen Geist &#8212; ins Gesicht. Sie sterben auf der Stelle, nacheinander.</p><p>Die Strukturparallele ist genau: In beiden F&#228;llen ist eine neue Gottesdienstordnung gerade eingeweiht worden. In beiden F&#228;llen sterben Menschen darin, weil sie das Heilige mit Eigenm&#228;chtigkeit oder Betrug betreten haben. In beiden F&#228;llen folgt nach dem Tod eine Ersch&#252;tterung der Gemeinschaft &#8212; und die Botschaft ist dieselbe: Das Heilige ist ernst. Gott ist wirklich da. Das ist kein Spiel.</p><p>F&#252;r die ersten Leser der Apostelgeschichte, gebildete j&#252;dische Christen, war die Parallele offenkundig. Der Schreiber der Apostelgeschichte hat sie gekannt und gewollt.</p><h4>Das Schweigen, das lauter ist als Worte</h4><p>Dann kommt dieser Moment, der schwer zu fassen ist. Aaron steht vor den Leichen seiner S&#246;hne. Sein Bruder Mose tritt zu ihm und sagt etwas Theologisches, das tr&#246;sten will: &#8222;Das ist es, was der HERR gemeint hat, als er sagte: &#8218;Durch jene, die mir nahe sind, will ich mich heiligen.&#8216;&#8220; Es ist eine Deutung. Eine Erkl&#228;rung. Ein Versuch, das Unfassbare einzuordnen.</p><p>Und Aharon schwieg: <em><strong>Wajidom Aharon</strong>.</em></p><p>Das hebr&#228;ische Wort <em>wajidom</em> kommt von der Wurzel Dalet-Mem-Mem &#8212; dieselbe Wurzel wie <em>demama</em>, der &#8222;stille, leise Hauch&#8220;, den der Prophet Elija in 1. K&#246;nige 19,12 auf dem Horeb h&#246;rt, nachdem Sturm und Feuer und Erdbeben vorbeigezogen sind. Nicht im Sturm war Gott. Im stillen, leisen Hauch.</p><p>Aarons Schweigen ist aus demselben Stoff. Es ist nicht Sprachlosigkeit aus Schmerz &#8212; obwohl der Schmerz real ist. Es ist nicht Resignation &#8212; obwohl die Unterwerfung real ist. Ein <a href="https://www.sdjewishworld.com/2026/04/09/contemporary-torah-the-sacred-architecture-of-silence/">Artikel in San Diego Jewish World</a> beschreibt es treffend: &#8222;Es war kein Schweigen der K&#228;lte; es war ein Schweigen von ersch&#252;tternder Gegenwart.&#8220; Wie Rabbi Rachel Mikva es dort formuliert: Aaron weigert sich, das Unbegreifliche wegzuerkl&#228;ren. Manchmal ist der fr&#246;mmste Akt, den Mund zu halten.</p><p>Die Kommentatoren &#252;ber die Jahrhunderte haben das Schweigen Aarons immer anders gelesen. <em>Raschi</em> sieht darin eine Haltung, die Lohn verdient: Gott spricht Aaron danach allein an, ohne Mose als Vermittler. Der <em>Ramban</em> (Nachmanides) sagt: Das Wort <em>wajidom</em> zeigt an, dass Aaron zuerst geweint hat &#8212; laut, offen, menschlich &#8212; und dann erst still wurde. Nicht sofort. Danach. Das Schweigen folgte auf das Weinen. Und der <em>Sefat Emet</em>, ein gro&#223;er chassidischer Meister des 19. Jahrhunderts, schreibt: <em>&#8222;Aaron brachte nicht nur seine Stimme zum Schweigen, sondern sein ganzes Selbst. Er wollte Gott in diesem schweren Moment h&#246;ren, und daf&#252;r musste er sein ganzes Selbst zum Schweigen bringen.&#8220;</em> (<a href="https://www.sefaria.org/sheets/480279">Sefaria Sheet 480279</a>)</p><p>Das Echo im Neuen Testament liegt offen da. In Matth&#228;us 27,12&#8211;14 wird beschrieben, wie Jesus vor Pilatus &#8212; angeklagt und in Todesnot &#8212; nichts sagt: <em>&#8222;Als er von den Hohenpriestern und &#196;ltesten angeklagt wurde, antwortete er nichts.&#8220;</em> Pilatus wundert sich sehr. Dieser Satz ist wie ein Fingerzeig auf eine viel &#228;ltere Szene: den Knecht Gottes in Jesaja 53,7, <em>&#8222;der wie ein Lamm zur Schlachtbank gef&#252;hrt wird und seinen Mund nicht &#246;ffnet&#8220;</em>.</p><p>Und dahinter &#8212; als tiefste Schicht &#8212; das Schweigen Aarons. Schweigen als Ur-Geste des Glaubens. Schweigen als die Geste des Menschen, der sich dem Urteil Gottes &#252;berantwortet, ohne es wegzuerkl&#228;ren.</p><h4>&#8222;Seid heilig, denn ich bin heilig&#8220;</h4><p>Am Ende der Parascha, am Schluss des langen Kapitels &#252;ber reine und unreine Tiere, kommt der theologische Kern. 3. Mose 11,44&#8211;45 formuliert in zwei kurzen Versen das eigentliche Programm:</p><p><em><strong>Denn ich bin der HERR, euer Gott. Ihr sollt euch heiligen und heilig sein, denn ich bin heilig.</strong></em></p><p>Das ist der Satz, der alles zusammenh&#228;lt: das Feuer, das Schweigen, die Unterscheidung, die Speisegesetze. Alles dient einem einzigen Ziel: Heiligkeit. Heiligkeit ist Ausrichtung. Sie ist die Praxis der <strong>Nachahmung Gottes</strong> &#8212; <em>imitatio Dei</em>, wie man auf Lateinisch sagt (<em>Thomas von Kempen</em>, 1380&#8211;1471, hat ein wunderbares Buch dar&#252;ber geschrieben). Du kannst nicht so heilig sein wie Gott. Der <em>Sifra Kedoschim</em>, ein fr&#252;hes rabbinisches Werk, stellt diese Frage direkt und beantwortet sie klar: <em>&#8222;Meine Heiligkeit ist h&#246;her als eure Heiligkeit&#8220;</em> (<a href="https://www.sefaria.org/Vayikra_Rabbah.24.9?lang=bi">Wajikra Rabba 24,9</a>). Aber du kannst in seiner Richtung gehen. Du kannst die Unterscheidungen &#252;ben, die er lehrt. Du kannst werden, was er dir erm&#246;glicht zu werden.</p><p>Und dann schreibt der erste Petrusbrief, ein Brief an <em>&#8222;Fremdlinge der Diaspora&#8220;</em> in 1,15f.: </p><p><em><strong>Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, so seid auch ihr heilig in eurem ganzen Wandel; denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.</strong></em></p><p>Das ist kein Echo. Das ist ein w&#246;rtliches Zitat &#8212; 3. Mose 11,44 in den Brief hineinkopiert, ohne Ver&#228;nderung, ohne Abschw&#228;chung, ohne dass dieser Satz eines Kommentars bed&#252;rfte. Der Verfasser des Petrusbriefes behandelt den Toravers wie die eigene Stimme. Es ist seine Stimme. Es ist dieselbe Weisung.</p><h4>Die Speisegesetze: Ein verbreitetes Missverst&#228;ndnis</h4><p>Ein letztes Echo, bei dem es wichtig ist, genau hinzuh&#246;ren.</p><p>Levitikus 11 enth&#228;lt die ber&#252;hmten Speisegesetze: was man essen darf (Rinder, Schafe, Hirsche; Fische mit Flossen und Schuppen) und was nicht (Schweine, Hasen, Adler, Tintenfische). Diese Gesetze werden oft im Neuen Testament &#8222;aufgehoben&#8220; gesehen &#8212; insbesondere durch die Vision des Petrus in der Apostelgeschichte, Kapitel 10.</p><p>Aber Petrus selbst sagt uns, worum es geht. Vers 28: <em>&#8222;Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.&#8220;</em> Die Vision handelt von Menschen &#8212; von der Frage, ob Nichtjuden aus den V&#246;lkern in die Gemeinschaft aufgenommen werden k&#246;nnen. Die Tiere im Traum sind eine visuelle Metapher. Petrus interpretiert sie selbst &#8212; und er spricht von V&#246;lkern, nicht von Fleisch. Das best&#228;tigt die Analyse von <a href="https://lifehopeandtruth.com/bible/biblical-laws/clean-and-unclean-animals/acts-10/">Life Hope and Truth</a>: Die Vision dient nicht der Abschaffung der Kaschrut, sondern der &#214;ffnung der Gemeinschaft f&#252;r alle Menschen.</p><p>Ebenso sorgf&#228;ltig muss man das ber&#252;hmte Markus-7-Wort Jesu lesen. Der Satz in Markus 7,19, den viele als &#8222;Jesus erkl&#228;rt alle Speisen f&#252;r rein&#8220; &#252;bersetzen, ist grammatisch viel differenzierter. Eine ausgezeichnete Analyse auf <a href="https://www.psephizo.com/biblical-studies/does-jesus-declare-all-foods-clean-in-mark-7-19/">Psephizo</a> &#8212; gest&#252;tzt auf eine preisgekr&#246;nte Studie von Dr. Logan Williams in der renommierten Zeitschrift &#8222;New Testament Studies&#8220; &#8212; zeigt: Jesus diskutiert die Pharis&#228;er-Tradition des rituellen H&#228;ndewaschens vor dem Essen, nicht die Speisegesetze der Tora. Das Partizip im griechischen Originaltext bezieht sich auf den Menschen, der die Nahrung isst und sie &#8222;reinigt&#8220; durch die Verdauung &#8212; eine physiologische Beobachtung, keine theologische Abschaffung.</p><p>Jesus debattiert hier &#8212; als j&#252;discher Schriftgelehrter &#8212; &#252;ber Auslegungsfragen innerhalb der Tora, nicht &#252;ber ihre Abschaffung.</p><h4>Die bleibende Kunst des Unterscheidens</h4><p>Nach dem Tod der S&#246;hne Aharons ergeht ein Gebot, das wie eine ruhige Erkl&#228;rung klingt: Ihr sollt unterscheiden zwischen dem Heiligen und dem Allt&#228;glichen, zwischen dem Reinen und dem Unreinen (3. Mose 10,10). Auf Hebr&#228;isch hei&#223;t diese Unterscheidung <em>Hawdala</em> &#8211; ein Wort, das dir vielleicht bekannt ist als Name der kleinen Zeremonie am Ende des Schabbats, wenn man Wein, Gew&#252;rze und eine geflochtene Kerze segnet und die heilige Zeit vom gew&#246;hnlichen Wochentag trennt.</p><p><em>Hawdala</em> &#8211; Unterscheidung &#8211; ist nicht Gleichg&#252;ltigkeit. Es ist das Gegenteil. Es bedeutet: Nicht alles ist gleich. Es gibt Momente, die schwerer wiegen als andere. Es gibt Handlungen, die das Selbst formen, und solche, die es aush&#246;hlen. Es gibt Arten, sich dem Leben zuzuwenden, die zur Heiligkeit f&#252;hren, und solche, die von ihr wegf&#252;hren.</p><p>Das gesamte letzte Kapitel der Parascha, die langen und f&#252;r uns heute fremd wirkenden Listen der reinen und unreinen Tiere (3. Mose 11), ist nichts anderes als eine riesige, konkrete &#220;bungsanleitung in dieser Unterscheidungskunst. Jede Mahlzeit wird zu einer kleinen Entscheidung: Wer bin ich? Wie lebe ich? Was nehme ich in mich auf &#8211; nicht nur k&#246;rperlich, sondern als Mensch? <em>Ramban</em>, der mittelalterliche Bibelgelehrte, formulierte es so: Was wir essen, hinterl&#228;sst Spuren in der Seele, auch wenn wir sie nicht sehen. Und der amerikanische Rabbiner <em>Joseph Soloveitchik</em> schrieb im 20. Jahrhundert: Die Speisegesetze sind eine Schule der Freiheit. Sie lehren uns, dass wir nicht jeden Impuls erf&#252;llen m&#252;ssen. Dass der Mensch, der sich selbst unterscheiden kann, freier ist als einer, der allem nachgibt.</p><p>Diese Spannung kennt auch Paulus, wenn er im R&#246;merbrief (Kapitel 14&#8211;15) &#252;ber Menschen schreibt, die verschiedene Gewissens&#252;berzeugungen hinsichtlich der Speisen haben &#8211; und die trotzdem gemeinsam Tisch halten sollen. Die Frage von Schemini steht dahinter: Was bildet uns? Was verbindet uns? Und wie halten wir die Unterscheidung aufrecht, ohne daran die Gemeinschaft zu zerrei&#223;en?</p><h4>Zwei Feuer &#8211; eine Wahl</h4><p>Parascha Schemini entfaltet sich zwischen zwei Feuern. Das erste kommt vom Himmel: Es verzehrt die Opfer, best&#228;tigt den Dienst Aharons, l&#246;st Jubel und Ehrfurcht aus. Es ist das Feuer des empfangenen Lebens, der geschenkten N&#228;he, der von Gott selbst entz&#252;ndeten Heiligkeit. Das zweite Feuer bringen Nadab und Abihu mit: selbst entz&#252;ndet, selbst entworfen, religi&#246;s in der Form, aber eigenm&#228;chtig in der Haltung. Und dieses Feuer vernichtet.</p><p>Zwischen diesen beiden Feuern liegt die gesamte spirituelle Botschaft der Parascha. Es gibt eine N&#228;he zu Gott, die tr&#228;gt und verwandelt &#8211; und eine, die verbrennt. Der Unterschied liegt nicht in der Intensit&#228;t des religi&#246;sen Gef&#252;hls, nicht allein in der Aufrichtigkeit des Herzens allein. Der Unterschied liegt in der Frage: Empfange ich, oder ergreife ich? H&#246;re ich, oder rede ich nur? Lasse ich mich rufen, oder dr&#228;nge ich mich vor?</p><p>Die Rabbinen aller Generationen haben diese Frage nicht rhetorisch gestellt. Sie haben sie gelebt &#8211; in der Entscheidung an jedem Esstisch, in jedem stillen Moment des Schabbats, in der kleinen <em>Hawdala</em>-Kerze, die zwischen heilig und allt&#228;glich unterscheidet. </p><p>Und die Gemeinden des fr&#252;hen Christentums haben sie ebenfalls gelebt &#8211; in der Entscheidung, wer sie sind, wenn niemand zuschaut, wie sie mit Schwachen und Fremden umgehen, ob ihre Fr&#246;mmigkeit tr&#228;gt oder nur gl&#228;nzt.</p>
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          <a href="https://plus.ahavta.com/p/feuer-schweigen-und-der-achte-tag">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Das Feuer, das niemals erlischt]]></title><description><![CDATA[&#8222;Ein stetes Feuer gl&#252;he auf der Statt, es verl&#246;sche nicht.&#8220; Was als Dienstanweisung f&#252;r die Priester im Wochenabschnitt Zaw begann, brennt bis heute.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/das-feuer-das-niemals-erlischt</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/das-feuer-das-niemals-erlischt</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 29 Mar 2026 07:02:37 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!eKO8!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F8c615d3f-7063-4fab-b285-75da9fe94ebd_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Manche Bibelverse lesen sich wie technische Vorschriften und erweisen sich bei n&#228;herer Betrachtung als kosmologische Statements. Ein Beispiel ist der Vers am Beginn der <em><strong>Parascha Zaw</strong></em> (3. Mose 6&#8211;8): <em><strong>&#8222;Ein st&#228;ndiges Feuer soll auf dem Altar brennen; es darf niemals erl&#246;schen.&#8220;</strong></em> (6,6) Ein Satz, n&#252;chtern wie eine Dienstanweisung. Und doch tr&#228;gt er eine tiefgre&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/das-feuer-das-niemals-erlischt">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[„Ein wohlgefälliger Duft“ — wie Jesu Kreuzestod im Licht der Opfer von Wajikra gedeutet wurde]]></title><description><![CDATA[Die Hand auf dem Haupt des Tieres. Das Blut au&#223;erhalb des Lagers. Der Duft, der aufsteigt. Der Wochenabschnitt Wajikra gab dem Kreuzestod Jesu Worte und Bedeutung.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/ein-wohlgefaelliger-duft</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/ein-wohlgefaelliger-duft</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 22 Mar 2026 09:01:52 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!HA2-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F76d62b60-0f80-4abd-94b6-4999e4cdb513_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im Machtbereich des R&#246;mischen Reiches wurden Zehntausende, die als Aufst&#228;ndische galten, in allen Provinzen gekreuzigt. Jesus von Nazaret war einer von ihnen. Sein Tod war, wie auch die Evangelien wussten, nicht einzigartig, erw&#228;hnen sie doch zwei Mitgekreuzigte.</p><p>F&#252;r diejenigen, die Jesus nachfolgten, erhielt sein Tod am Kreuz durch den Bericht und teilw&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/ein-wohlgefaelliger-duft">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Das Herz kommt vor der Hand]]></title><description><![CDATA[Das freiwillige Herz: Die Tora hat es grundgelegt. Die Rabbinen lehrten es. Paulus schrieb dar&#252;ber nach Korinth. Eine Linie, die nie abriss.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/das-herz-kommt-vor-der-hand</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/das-herz-kommt-vor-der-hand</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 15 Mar 2026 07:31:08 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!HBop!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa5c98470-ab06-47b4-9b3d-38a82e1e8b0b_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Momente in der Bibellekt&#252;re, in denen man das Gef&#252;hl hat, zwei Texte aus v&#246;llig verschiedenen Zeiten und Welten sprechen pl&#246;tzlich miteinander &#8211; leise, aber un&#252;berh&#246;rbar. Einer dieser Momente entsteht, wenn man die Parascha <strong>Wajakhel</strong> (2. Mose 35&#8211;38,20) neben den zweiten Brief des Paulus an die Korinther legt, speziell sein neuntes Kapitel. Der Ab&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/das-herz-kommt-vor-der-hand">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[„Tilge mich“ – Mose, Paulus und die Kunst der äußersten Fürbitte]]></title><description><![CDATA[Mose bot Gott an, ihn aus dem Buch des Lebens zu tilgen. Paulus w&#252;nschte sich von Christus getrennt. Beide &#8211; f&#252;r Israel. Was beide wollten: f&#252;r den Apostel hat der Christus es tats&#228;chlich getan.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/tilge-mich-mose-paulus-und-die-kunst</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/tilge-mich-mose-paulus-und-die-kunst</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Mon, 09 Mar 2026 08:01:57 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!jjho!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F6d94fef5-de32-4c93-9e5a-e25f77353a2a_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Momente in der Geschichte, die alles ver&#228;ndern. Momente, in denen eine einzige Entscheidung &#252;ber Leben und Tod bestimmt &#8211; &#252;ber das Schicksal eines ganzen Volkes. Einer dieser Momente ereignete sich am Fu&#223; des Sinai, w&#228;hrend Mose noch oben auf dem Berg stand. Er wird berichtet im Wochenabschnitt <strong>Ki Tissa</strong> (2. Mose 30,11&#8211;34,35).</p><p>Unten tanzte Israel &#8230;</p>
      <p>
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   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Priester im Kampf – Die Waffenrüstung Gottes und das Gewand Aharons]]></title><description><![CDATA[Vom W&#252;stenheiligtum zum Kampf der Geister: Die Priesterkleidung Aharons im Wochenabschnitt Tezawe lebt im Epheserbrief weiter &#8211; tiefer als es den Anschein hat.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/priester-im-kampf</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/priester-im-kampf</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Mon, 02 Mar 2026 07:01:04 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iTFs!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe787e334-f0b1-4c89-ae7e-01be227225a7_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im Wochenabschnitt <em><strong>Tezawe</strong></em> (2. Mose 27,20&#8211;30,10) geht es im 28. Kapitel um die Kleidung der Priester. Mose pers&#246;nlich erh&#228;lt in Vers 2 den Auftrag: <em>&#8222;Und du sollst f&#252;r Aharon, deinen Bruder, heilige Kleider zur Ehre und zur Pracht machen.&#8220;</em> Dieser Auftrag gilt f&#252;r alle Zeiten, nicht nur in der W&#252;ste. Daher hei&#223;t es in Vers 3: <em>&#8222;Du aber sprich zu allen, die &#8230;</em></p>
      <p>
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   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[In eurer Mitte: Teruma und das Geheimnis der Einwohnung]]></title><description><![CDATA[Gott wohnt nicht &#8222;im Heiligtum&#8220;, sondern &#8222;in ihrer Mitte&#8220;. Vom Mischkan &#252;ber Midraschim bis zum Johannesevangelium zeigt sich: Gottes Gegenwart ereignet sich in Beziehung, Lernen und Leben.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/in-eurer-mitte-teruma-und-das-geheimnis</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/in-eurer-mitte-teruma-und-das-geheimnis</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Mon, 23 Feb 2026 08:02:39 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Zffi!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F0fd7ab8e-0f12-44bf-9bef-28d9531ef586_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der Wochenabschnitt <em><strong>Teruma</strong></em> (2. Mose 25,1&#8211;27,19) &#246;ffnet einen neuen Horizont: Der Gott des Auszugs und der Offenbarung will nicht nur handeln und thronen, sondern mitten im Leben seines Volkes gegenw&#228;rtig sein. </p><p>Zu Beginn hei&#223;t es in 2. Mose 25,8f. (in eigener, an Martin Buber angelehnter Wiedergabe):</p><div class="preformatted-block" data-component-name="PreformattedTextBlockToDOM"><label class="hide-text" contenteditable="false">Text within this block will maintain its original spacing when published</label><pre class="text"><em>Ein <strong>Heiligtum</strong> sollen sie mir machen, 
damit ich in ihre&#8230;</em></pre></div>
      <p>
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      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wie die Kirchen Jesu Lehre verrieten – und Israel einen Rachegott zuschrieben]]></title><description><![CDATA[&#8222;Auge um Auge" war nie Vergeltung, sondern Entsch&#228;digung. Doch Theologie machte daraus ein Codewort gegen Juden &#8211; und verkehrte damit Jesus ins Gegenteil.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wie-die-kirchen-jesu-lehre-verrieten</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wie-die-kirchen-jesu-lehre-verrieten</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Mon, 16 Feb 2026 07:30:16 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!y4TZ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F0760880b-6aa3-4c06-b419-414238d84755_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Unter den 53 Geboten und Verboten (<em>Mizwot</em>) im Wochenabschnitt <em><strong>Mischpatim</strong></em> (2. Mose 21&#8211;24) ist au&#223;erhalb des Judentums keines so bekannt und folgenreich geworden wie das in Kapitel 21,22&#8211;25, in dem es hei&#223;t: <em><strong>&#8222;Auge um Auge, Zahn um Zahn&#8220;</strong></em> (so &#252;bersetzte Martin Luther im Vers 24). Der Grund daf&#252;r ist, dass Jesus diese Worte in seiner im Matth&#228;usevangelium, K&#8230;</p>
      <p>
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      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Die Zehn Gebote: Judentum und Christentum im Vergleich]]></title><description><![CDATA[W&#228;hrend die Kirche die Zehn Gebote ins Zentrum r&#252;ckt, entfernte sie das Judentum aus der t&#228;glichen Liturgie. Historische Entwicklungen, theologische Auslegungen und ein Aufruf zur N&#228;chstenliebe]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/die-zehn-gebote-judentum-und-christentum</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/die-zehn-gebote-judentum-und-christentum</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Mon, 09 Feb 2026 07:30:49 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!c7r8!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F10560fa6-406b-47f9-845b-261c60117811_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der Wochenabschnitt <em><strong>Jitro</strong></em> (2. Mose 18&#8211;20) enth&#228;lt zu Beginn des 20. Kapitels den einleitenden Vers &#8222;Und Gott redete zu Mose alle diese Worte&#8220;, auf den die Zehn Gebote aus dem Munde Gottes folgen. Die Bedeutung des Dekalogs im Christentum kann wohl kaum &#252;bersch&#228;tzt werden. Seine Zentralisierung war freilich kein pl&#246;tzliches Ereignis, sondern ein langer, &#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/die-zehn-gebote-judentum-und-christentum">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der wandernde Fels – Paulus deutet den Exodus]]></title><description><![CDATA[Aus schriftlicher wird m&#252;ndliche Tora: Paulus deutet den Exodus midraschisch und wendet ihn auf die Gegenwart an &#8211; rabbinische Methodik im Dienst der messianischen Verk&#252;ndigung.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-wandernde-fels</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-wandernde-fels</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Mon, 02 Feb 2026 08:02:57 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!TqfR!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F67576df4-ae27-48ae-891e-f107e4d8cf6e_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der Wochenabschnitt <em><strong>Beschallach</strong></em> in <strong>2. Mose 13,17&#8211;17,16</strong> f&#252;hrt uns zu dem wohl ausgearbeitetsten Midrasch im Neuen Testament und zum Apostel Paulus in seinem 1. Brief an die Korinther. </p><p>Paulus beginnt in Kapitel  10, Vers 1, mit einer stilisierten Einleitung, wie sie sich mehrfach in seinen Briefen findet, wenn er wichtige Mitteilungen oder Belehrungen zu &#8230;</p>
      <p>
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Das Pessachlamm: Vom Exodus zum Kreuz]]></title><description><![CDATA[Warum nennt Johannes Jesus das &#8222;Lamm Gottes&#8220;? Die tiefe Symbolik zwischen dem Pessach in &#196;gypten und Jesu Passion &#8211; vom Blut an den T&#252;rpfosten bis zum Kreuzestod am Holz.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/das-pessachlamm-vom-exodus-zum-kreuz</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/das-pessachlamm-vom-exodus-zum-kreuz</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Mon, 26 Jan 2026 08:02:51 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!l1yz!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F3cfb46d0-e8a8-48dd-969d-0bf6ea8692b9_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Innerhalb des Wochenabschnitts <em><strong>Bo</strong></em> (2. Mose 10,1&#8211;13,16) markiert das 12. Kapitel den dramatischen H&#246;hepunkt der gesamten Exodus-Erz&#228;hlung: Es beschreibt die Einsetzung des Pessach-Festes kurz vor dem Auszug aus &#196;gypten.</p><p>In den Versen 2&#8211;13 gibt Gott detaillierte Anweisungen: Jede Familie soll am 10. Tag des 1. Monats ein fehlerfreies, einj&#228;hriges m&#228;nnliche&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/das-pessachlamm-vom-exodus-zum-kreuz">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wenn Gott den Finger rührt]]></title><description><![CDATA[Kein Zauber, sondern Souver&#228;nit&#228;t: Wie Jesus mit einem Zitat aus Wa'era seine Herausforderer schachmatt setzte und die Befreiung Israels als Vorbild f&#252;r seine Heilungen nahm.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wenn-gott-den-finger-ruehrt</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wenn-gott-den-finger-ruehrt</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Mon, 19 Jan 2026 08:02:52 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Vh4I!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd9a47388-b9f7-4f9e-9e2e-78301d9faa39_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der Wochenabschnitt <em><strong>Wa&#8217;era</strong></em> beschreibt sieben der zehn Plagen, die Gott &#252;ber &#196;gypten brachte. Die drei letzten folgen in Parascha Bo. Zuvor erhalten Mose und Aaron in 2. Mose 7 von Gott den Auftrag, vor Pharao zu treten und den Auszug der Israeliten aus seinem Land zu verlangen. Dabei steht bereits fest: <em>Pharao wird nicht auf euch h&#246;ren.</em> (7,4) Doch zweim&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/wenn-gott-den-finger-ruehrt">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Gott der Lebenden]]></title><description><![CDATA[Jesu Auferstehungsbeweis aus 2. Mose 3,6 ist keine christliche Erfindung, sondern rabbinische Meisterleistung &#8211; verwurzelt in pharis&#228;ischer Exegese und Bundestheologie.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/der-gott-der-lebenden</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/der-gott-der-lebenden</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Sun, 11 Jan 2026 13:02:21 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!PGL9!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F0600856d-6a29-4ad0-8c9a-3fe4ce7bda59_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Etwa in der Mitte des <em><strong>Wochenabschnitts Schemot</strong></em> h&#252;tet Mose die Schafe seines Schwiegervaters Jitro und gelangt dabei zum Berg Horeb. Dort erscheint ihm der Engel des HERRN in einer feurigen Flamme aus einem Dornbusch. Er sieht, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. Als Mose hinzutritt, um sich das Ereignis anzusehen, spricht Gott&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/der-gott-der-lebenden">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wem gebührt das Zepter? Juda, Jesus und die Treue Gottes]]></title><description><![CDATA[6. Januar: Was verbindet die drei Weisen mit Jakobs Segen f&#252;r Juda? Entdecke das Geheimnis von &#8222;Schilo&#8220; und welches Geschenk Israel heute wirklich braucht.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wem-gebuehrt-das-zepter</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wem-gebuehrt-das-zepter</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Mon, 05 Jan 2026 13:04:14 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!YBn5!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fddf06aed-3e0e-4186-8555-4bfd3c92080b_1200x630.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Morgen, am 6. Januar, begehen Christen das Fest der Heiligen Drei K&#246;nige. Ihre Geschichte basiert auf dem <strong>Matth&#228;us-Evangelium (2,1&#8211;12)</strong>. Allerdings steht dort weder, dass es drei waren, noch dass es sich um K&#246;nige handelte. Vielmehr ist von &#8222;Magoi&#8220; (Sterndeutern oder Gelehrten) die Rede. Da sie dem neugeborenen Jesus jedoch kostbare Gaben brachten, die m&#8230;</p>
      <p>
          <a href="https://plus.ahavta.com/p/wem-gebuehrt-das-zepter">
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          </a>
      </p>
   ]]></content:encoded></item></channel></rss>