<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[ahavta - Begegnungen: Das jüdische Jahr]]></title><description><![CDATA[Mit Rosch HaSchana, dem Neujahr, beginnt das jüdische Jahr. Die Zählung der Kalenderjahre ist seit Mitte September 2023 bereits bei 5784. Die Feste im Kalender werden von Israel nach den Geboten der Tora festgelegt. Die Zeit aber wird vom Schabbat strukturiert, den Gott mit der Schöpfung der Welt eingeführt hat.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/s/das-juedische-jahr</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png</url><title>ahavta - Begegnungen: Das jüdische Jahr</title><link>https://plus.ahavta.com/s/das-juedische-jahr</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Tue, 16 Jun 2026 03:25:19 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://plus.ahavta.com/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Ricklef Münnich]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[info@ahavta.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[info@ahavta.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Ricklef Münnich]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Ricklef Münnich]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[info@ahavta.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[info@ahavta.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Ricklef Münnich]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Schabbat Schlach lecha || Schaufäden gegen die Angst]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Was haben Schauf&#228;den mit Mut zu tun? Andy Steiman verbindet uralte Symbolik mit moderner Psychologie und einer &#252;berraschend aktuellen Frage nach W&#252;rde und Verantwortung.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/schlach-lecha-schaufaeden-gegen-angst</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/schlach-lecha-schaufaeden-gegen-angst</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 12 Jun 2026 12:01:50 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/201489041/14a35f0d11bd61ec14e316703ac5d6c6.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Andrew Steiman</strong></em> vertritt im Gespr&#228;ch mit mir den schwer erkrankten Walter Rothschild, dem wir beide eine rasche Genesung w&#252;nschen. Steiman erschlie&#223;t den Wochenabschnitt <strong>Schlach lecha (4. Mose 13&#8211;15)</strong> vom Ende her: dem Gebot der <strong>Zizit</strong>, der Schauf&#228;den an den Ecken des Gewands. Anschaulich zeigt er verschiedene Schauf&#228;den und den Gebetsschal und entschl&#252;sselt ihre Zahlensymbolik &#8211; f&#252;nf Knoten und acht F&#228;den ergeben dreizehn, das Alter religi&#246;ser M&#252;ndigkeit. Der himmelblaue Faden (<em>Techelet</em>) verweist auf eine kostbare, aus einer Meeresschnecke gewonnene Farbe, deren Herstellung lange vergessen war und heute in Israel wieder gelingt. Die Schauf&#228;den sollen den Blick lenken, an die Gebote erinnern und vor Versuchung bewahren &#8211; ein Gedanke, den Steiman mit dem <em>Schma Israel</em> und der Rolle des Sehens und H&#246;rens verbindet.</p><p>Vom Namenswechsel des Joschua (zuvor Hoschea) schl&#228;gt er die Br&#252;cke zur Kundschafter-Erz&#228;hlung: Identit&#228;t und Verantwortung. Bewusst beginnt er mit den beiden Helden Joschua und Kaleb, nicht mit den zehn Versagern. Die zehn Kundschafter, allesamt F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten, f&#252;rchten sich &#8211; nicht vor dem Scheitern, sondern, so der Lubawitscher Rebbe, vor dem Erfolg und der damit verbundenen Verantwortung. Sie verwechseln Selbst- und Fremdbild und &#252;bersehen, dass die Kanaaniter l&#228;ngst Angst vor ihnen haben. Lieber verharren sie in der bequemen Versorgung der W&#252;ste, als ein eigenes Gemeinwesen aufzubauen.</p><p>Daraus entwickelt Steiman eine psychologische und politische Deutung: Mit <em>Rabbi Jonathan Sacks</em> spricht er vom wachsenden gegen&#252;ber dem resignierenden &#8222;Mindset&#8220;. Die Verweigerung von Verantwortung vergleicht er mit der Versorgung durch die UNRWA und dem vererbten Fl&#252;chtlingsstatus, der W&#252;rde verhindere. Der erste Schritt zum Frieden sei, Menschen w&#252;rdevoll zu behandeln und ihnen eine eigene Identit&#228;t zuzutrauen &#8211; wie Joschua und Kaleb. Die Bibel, so sein Fazit, bleibt hochaktuell.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/schlach-lecha-schaufaeden-gegen-angst?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/p/schlach-lecha-schaufaeden-gegen-angst?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Behaalotcha || Keine Sonderregeln – nicht einmal für Mose]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Steht der gr&#246;&#223;te Prophet &#252;ber dem Gesetz? Mirjams Vorwurf an Mose &#246;ffnet ein &#252;berraschend modernes Kapitel j&#252;dischen Denkens &#8211; und eine Warnung an uns selbst.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/behaalotcha-keine-sonderregeln</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/behaalotcha-keine-sonderregeln</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 05 Jun 2026 12:03:32 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/200594076/10b49b66fd214bc7af3f13da7424bc02.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kantor Amnon Seelig</strong></em> erl&#228;utert im Gespr&#228;ch mit mir, warum die Tora ihren Stoff mehrfach erz&#228;hlt. Nichts darin ist &#252;berfl&#252;ssig &#8211; Wiederholungen sind nie w&#246;rtlich identisch, und gerade in den Unterschieden und &#196;hnlichkeiten suchen die Weisen die tiefere Bedeutung. Schon das f&#252;nfte Buch tr&#228;gt den Namen &#8222;Mischne Tora&#8220;, Wiederholung der Tora.</p><p>Im Zentrum des Wochenabschnitts <strong>Behaalotcha (4. Mose 8&#8211;12)</strong> steht die &#8222;kuschitische Frau&#8220; des Mose (12,1). &#8222;Kuschitisch&#8220; verweist auf Kusch, die Region um das heutige &#196;thiopien; im modernen Hebr&#228;isch wurde &#8222;Kuschi&#8220; zu einem abwertenden Wort. Mit heutigen Augen wirkt der Tadel von Mirjam und Aaron rassistisch. Die rabbinische Tradition liest die Stelle jedoch anders: Der Midrasch deutet &#8222;Kuschit&#8220; &#252;ber den nahezu gleichen Zahlen- und Buchstabenwert um &#8211; es handle sich um Zippora, Moses einzige Frau aus Midian. Mirjam bemerkt, dass diese keinen Schmuck tr&#228;gt, und erkennt, dass Mose seine eheliche Pflicht vernachl&#228;ssigt. Raschi versteht &#8222;Kuschit&#8220; als Hinweis auf au&#223;ergew&#246;hnliche Sch&#246;nheit, ebenso &#252;ber den Zahlenwert.</p><p>Der eigentliche Vorwurf lautet also: Mose sondert sich von seiner Frau ab. Mirjam und Aaron, selber Propheten, halten ihm entgegen: Gott spricht auch mit ihnen, ohne dass sie enthaltsam leben m&#252;ssen. Daraus folgt eine zentrale Einsicht &#8211; <strong>im Judentum gelten dieselben Regeln f&#252;r alle, auch f&#252;r den gr&#246;&#223;ten Propheten</strong>. Anders als bei K&#246;nigen der Antike, die &#252;ber dem Gesetz standen, oder Salomo, der als K&#246;nig die Tora missachtete, ist niemand ausgenommen. Es gibt kein Z&#246;libat und keine M&#246;nche; Heiraten und Kinderzeugen sind die erste Mizwa. Abravanel betont: Selbst der bescheidenste Mensch darf sich der menschlichen Natur nicht entziehen.</p><p>Seelig warnt zugleich davor, Texten von vor 3500 Jahren moderne Sichtweisen zu unterstellen. Ich schlie&#223;e (daraus): Wir nehmen uns selbst oft zu wichtig &#8211; darum lohnt es, die viel &#228;ltere rabbinische Tradition zu h&#246;ren.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/behaalotcha-keine-sonderregeln?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/p/behaalotcha-keine-sonderregeln?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Nasso || Segen, der verbindet]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Rabbiner Jehoschua Ahrens entfaltet den Priestersegen aus Nasso: warum Schalom kein Schweigen, sondern Handlung ist &#8211; und wie ein uralter Segen Juden und Christen bis heute miteinander verbindet.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/nasso-segen-der-verbindet</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/nasso-segen-der-verbindet</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 29 May 2026 12:03:34 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/199637481/5025128ceea8c0dbb373291eaffb2653.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Prof. Dr. Jehoschua Ahrens</strong></em> legt heute den <strong>Wochenabschnitt Nasso</strong> aus &#8211; mit 176 Versen der l&#228;ngste Abschnitt der Tora. Er schl&#228;gt zun&#228;chst einen Bogen &#252;ber den gesamten Text: die drei Levitenfamilien mit ihren unterschiedlichen Aufgaben am Mischkan, die Geschenke der Stammesh&#228;upter und schlie&#223;lich der Priestersegen. Alle diese Themen kreisen f&#252;r ihn um eine zentrale Spannung: das Verh&#228;ltnis von Individuum und Gemeinschaft. Jeder Mensch z&#228;hlt, jede Begabung wird gebraucht, und gerade in der Vielfalt der Talente und Meinungen &#8211; einem &#8222;Streit um des Himmels willen&#8220; &#8211; w&#228;chst Gemeinschaft.</p><p>Ausf&#252;hrlich erschlie&#223;t Ahrens das <em><strong>Birkat Kohanim</strong></em>, den &#8222;Priestersegen&#8220; (4. Mose 6,22&#8211;27). Er beschreibt die heutige liturgische Praxis &#8211; aschkenasisch nur an Feiertagen durch den Vorbeter, sephardisch und in Israel t&#228;glich durch die Kohanim selbst &#8211; ebenso wie die Tempel-Tradition mit den zw&#246;lf Stufen, der ausgesprochenen Nennung des Gottesnamens und der bekannten Handhaltung, die &#252;brigens auch den Vulkaniergru&#223; in Star Trek inspiriert hat. Entscheidend ist ihm: Der Segen kommt von Gott, die Priester sind nur Werkzeug. Mit Samson Raphael Hirsch betont er zudem, dass die Gemeinde den Segen durch den Mund der Priester gleichsam &#252;ber sich selbst ausspricht &#8211; Judentum als demokratische, von unten getragene Spiritualit&#228;t.</p><p>Mit <em>Mark Breuer</em> entfaltet Ahrens die drei Dimensionen des Segens: Gottes Hut bewahrt nicht nur vor Armut und Gefahr, sondern auch vor der Versuchung des Reichtums, der den Menschen nicht besitzen soll. Gottes Barmherzigkeit schenkt inneren Frieden, der nach au&#223;en wirkt. Und Schalom ist kein blo&#223;es Schweigen der Waffen, sondern aktive Handlung &#8211; Ganzheit, Harmonie und gemeinsames Aufbauen einer Gesellschaft, in der jeder mit seinem K&#246;nnen beitragen kann. Schalom umfasst die Familie (<em>Schlom Bajit</em>), die Gemeinschaft und die Beziehung zu Gott. </p><p>Abschlie&#223;end erg&#228;nze ich den arch&#228;ologischen Befund der Amulette von Ketef Hinnom (6./7. Jh. v.u.Z.) und verweise auf die verbindende Kraft des Priestersegens zwischen Judentum und Christentum.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/nasso-segen-der-verbindet?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/p/nasso-segen-der-verbindet?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat am Wochenfest || Wenn der Himmel die Tora schenkt]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Sieben Wochen nach Pessach steht Israel am Sinai. Warum Schawuot das stillste der Pilgerfeste ist &#8211; und was K&#228;sekuchen mit Offenbarung zu tun hat. Rabbiner Daniel Katz erkl&#228;rt.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/schabbat-am-wochenfest-wenn-der-himmel</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/schabbat-am-wochenfest-wenn-der-himmel</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 22 May 2026 12:01:05 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/198535724/2939a8d77a4ce3c97d45fa445311d918.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Dr. Daniel Katz</strong></em> ordnet das Wochenfest <strong>Schawuot</strong> in den j&#252;dischen Festkalender ein. Er erl&#228;utert, dass das Judentum sechs Hauptfeste kennt: den w&#246;chentlichen Schabbat als Erinnerung an die Sch&#246;pfung, die beiden hohen Herbstfeiertage Rosch haSchana und Jom Kippur sowie die drei Pilgerfeste &#8211; die Schalosch Regalim &#8211;, zu denen man im Altertum nach M&#246;glichkeit zu Fu&#223; nach Jerusalem zog: Pessach und Schawuot im Fr&#252;hjahr und Sukkot im Herbst.</p><p>Schawuot bedeutet auf Hebr&#228;isch schlicht &#8222;Wochen&#8221;. Das Fest schlie&#223;t das siebenw&#246;chige Z&#228;hlen der Omertage ab, das am zweiten Pessachtag beginnt: siebenmal sieben Tage, also f&#252;nfzig. Anders als Pessach oder Sukkot wird Schawuot in der Tora wenig konkret beschrieben. Es ist Erntefest des sp&#228;ten Fr&#252;hlings &#8211; und vor allem das Fest der Tora-Gabe am Berg Sinai. Diese &#220;bergabe ist keineswegs selbstverst&#228;ndlich gewesen: Die aus &#196;gypten befreiten Sklaven haben nicht erwartet, dass Gott ihnen die Tora schenkt. Gelesen werden die &#8222;Zehn Worte&#8221; &#8211; im Judentum nicht &#8222;Gebote&#8221;, denn die Tora kennt 613 Mitzwot, weil das Leben sich nicht in zehn Regeln fassen l&#228;sst.</p><p>Zur Liturgie geh&#246;ren die <em><strong>Megillat Rut</strong></em>, eine der f&#252;nf biblischen Festrollen, deren Erntegeschichte in diese Jahreszeit passt und &#252;ber Boas zu K&#246;nig David f&#252;hrt, sowie die aram&#228;ische Hymne <em>&#8222;Akdamut Milin&#8221;</em> mit ihren neunzig Versen und der Vision eines messianischen Festmahls der Gerechten. Kulinarisch pr&#228;gt das Bild vom Land, <em>&#8222;in dem Milch und Honig flie&#223;en&#8221;</em>, die Feiertafel: Milchspeisen und vielf&#228;ltige K&#228;sekuchen werden traditionell gegessen, da Milchiges und Fleischiges nach biblischer Di&#228;t getrennt bleiben.</p><p>In diesem Jahr f&#228;llt der zweite Tag Schawuot auf den Schabbat, sodass die w&#246;chentliche Tora-Lesung unterbrochen wird und Sonderlesungen Vorrang haben. Im abschlie&#223;enden Gespr&#228;ch zieht Ricklef M&#252;nnich eine Parallele zum christlichen Pfingstfest: Apostelgeschichte 2 f&#252;hrt ebenso wie Schawuot zur Tora zur&#252;ck &#8211; eine verbindende Erinnerung an die Gabe vom Sinai.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/schabbat-am-wochenfest-wenn-der-himmel?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/p/schabbat-am-wochenfest-wenn-der-himmel?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Bamidbar || Die Wüste gehört allen]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Warum wird die Tora ausgerechnet in der W&#252;ste gegeben? Rabbiner Andrew Steiman &#252;ber Bamidbar, Hoseas Vision und die Frage, was ein Volk zusammenh&#228;lt, wenn Zahlen allein nicht mehr reichen.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/bamidbar-die-wueste-gehoert-allen</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/bamidbar-die-wueste-gehoert-allen</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 15 May 2026 13:44:22 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/197722550/2677087dd7c836d8643bf81fc6c467f8.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Andrew Steiman</strong></em> entfaltet im Gespr&#228;ch den Wochenabschnitt <strong>Bamidbar</strong> (<strong>4. Mose 1,1&#8211;4,20</strong>), der mit einer gro&#223;en Volksz&#228;hlung Israels in der W&#252;ste Sinai beginnt. Warum, fragen die rabbinischen Lehrer, wird die Tora gerade in der W&#252;ste gegeben? Weil die W&#252;ste niemandem geh&#246;rt &#8211; und damit allen. Sie ist ein Lehrraum, frei von den Ideologien der jeweiligen Herrscher und Hauptst&#228;dte. Die Wahrheit der Tora bleibt unverf&#252;gbar, sie l&#228;sst sich nicht ideologisch vereinnahmen.</p><p>Eine Midrasch-Legende, die zum bevorstehenden Wochenfest Schawuot passt, erz&#228;hlt vom Berg Sinai: W&#228;hrend Karmel, Tabor und andere Berge um die Ehre der Toraoffenbarung wetteifern, schweigt der unscheinbare Sinai. Gerade deshalb wird er erw&#228;hlt &#8211; und dort, wo Mose mit der Tora hinabsteigt, beginnt es zu sprie&#223;en und zu gr&#252;nen. Tora ist Leben. Aus diesem Grund schm&#252;cken Gemeinden ihre Synagogen zu Schawuot mit Pflanzen.</p><p>Im Zentrum der Auslegung steht die Spannung zwischen Demografie und Mathematik einerseits und dem inneren Zusammenhalt eines Volkes andererseits. Bamidbar beginnt mit einer Kopf-f&#252;r-Kopf-Z&#228;hlung nach Familien und Stammh&#228;usern &#8211; Bez&#252;ge, die das blo&#223;e Zahlenwerk mit Leben f&#252;llen. Ankn&#252;pfend an eine aktuelle Rede des Bundeskanzlers warnt Steiman: Eine halbe Wahrheit ist eine ganze L&#252;ge. Wo nur gerechnet wird und der Bezug zueinander fehlt, zerfasert eine Gesellschaft.</p><p>Die zugeh&#246;rige Haftara aus Hosea &#246;ffnet die Perspektive: Es wird eine Zeit kommen, da die Kinder Israels &#8222;wie Sand am Meer&#8220; unz&#228;hlbar sein werden &#8211; nicht nach K&#246;pfen, sondern nach ihrem Tun, nach Mizwot, nach Gerechtigkeit. Beim t&#228;glichen Anlegen der Tefillin sprechen Juden Hoseas Worte mit: <em>&#8222;Ich traue dich mir an in Gerechtigkeit und Recht, in Liebe und Erbarmen, in Treue &#8211; und du wirst den Ewigen erkennen.&#8220;</em></p><p>In einer Zeit, in der die Wahrheit ermordet wird &#8211; Walter Rothschild pr&#228;gt das Wort &#8222;Verizid&#8220; &#8211; braucht es Mut, Interesse und das &#220;berwinden von Gleichg&#252;ltigkeit.<a class="footnote-anchor" data-component-name="FootnoteAnchorToDOM" id="footnote-anchor-1" href="#footnote-1" target="_self">1</a> <em>Tikkun Olam</em>, die Reparatur der Welt, beginnt damit, jeden Menschen beim Namen zu nennen: <em>Lechol isch schem</em> &#8211; jeder Mensch hat einen Namen. So f&#252;hrt Bamidbar hin&#252;ber zu Schawuot und Pfingsten als Fest der Lebenskraft der Tora f&#252;r alle V&#246;lker.</p><div class="footnote" data-component-name="FootnoteToDOM"><a id="footnote-1" href="#footnote-anchor-1" class="footnote-number" contenteditable="false" target="_self">1</a><div class="footnote-content"><p><a href="https://starke-meinungen.de/blog/2026/05/13/verizid/">https://starke-meinungen.de/blog/2026/05/13/verizid/</a></p></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Behar & Bechukotai || Eine Schule des Vertrauens]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Was tragen Sabbatjahr, Jubeljahr und Hiob heute aus? Rabbiner Alexander Nachama deutet Behar-Bechukotai als Ruf zu Verantwortung, Hoffnung und Gottvertrauen.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/behar-und-bechukotai-schule-des-vertrauens</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/behar-und-bechukotai-schule-des-vertrauens</guid><pubDate>Fri, 08 May 2026 12:01:31 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/194847329/e504d15c116d3d7506cdbbd5693ff30b.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Da ich endlich einmal wieder Ferien mache, sende ich heute die Aufzeichnung des Worts zum Schabbat vom 7. Mai 2021. Diese Erkl&#228;rung erschien noch nicht auf dieser Website.</em></p><div><hr></div><p><em><strong>Rabbiner Alexander Nachama</strong></em> entfaltete den Doppelwochenabschnitt <em><strong>Behar-Bechukotai</strong></em> (<strong>3. Mose 25&#8211;27</strong>) zun&#228;chst vom Sabbat- und Jubeljahr her: Alle sieben Jahre soll das Land ruhen, und im f&#252;nfzigsten Jahr wird Freiheit ausgerufen, Land kehrt zu den urspr&#252;nglichen Familien zur&#252;ck und hebr&#228;ische Sklaven erhalten einen neuen Anfang, wie auch die Tora den Schofarruf, die Freilassung und die R&#252;ckkehr zum Erbbesitz beschreibt.</p><p>Nachama betont daran die soziale und &#246;kologische Kraft der Tora: Das Land geh&#246;rt nicht einfach dem Menschen zur beliebigen Verf&#252;gung, sondern die Fr&#252;chte des ruhenden Landes stehen allen offen, Menschen wie Tieren, und Besitz wird nicht endg&#252;ltig absolut gesetzt.</p><p>Gerade das Jubeljahr erscheint so als biblische Utopie gegen Verarmung und Verfestigung sozialer Not: Wer Besitz verloren hat, bekommt nicht nur Mitleid, sondern reale Zukunft, W&#252;rde und R&#252;ckkehrm&#246;glichkeit.</p><p>Im zweiten Teil wendet sich Nachama Bechukotai zu, dem Abschnitt &#252;ber Segen und Fluch: Die Tora verbindet das Leben nach Gottes Geboten mit Regen zur rechten Zeit, Brot zur S&#228;ttigung, Frieden, Fruchtbarkeit und der Gegenwart Gottes inmitten des Volkes.</p><p>Doch Nachama liest dieses Prinzip nicht platt als mechanische Belohnung und Strafe, sondern als Betonung menschlicher Freiheit und Verantwortung: Das Handeln des Volkes hat Folgen f&#252;r die ganze Gesellschaft, nicht nur das Verhalten eines K&#246;nigs oder einzelner M&#228;chtiger.</p><p>Um diese gemeinschaftliche Verantwortung zu erkl&#228;ren, greift er den Midrasch zu den <em>Arba Minim</em> auf: Etrog, Lulaw, Myrte und Bachweide stehen f&#252;r unterschiedliche Menschen, die zusammengebunden werden m&#252;ssen, damit Israel als Ganzes bestehen kann.</p><p>Zugleich verschweigt Nachama die Spannung nicht: Das Buch Hiob zeigt, dass Leid nicht immer als Folge falschen Handelns erkl&#228;rbar ist und dass fromme Menschen schwer gepr&#252;ft werden k&#246;nnen.</p><p>Darum f&#252;hrt ihn die Haftara zu Jeremia: Verflucht ist, wer sich nur auf Menschen verl&#228;sst, gesegnet aber, wer auf den Ewigen vertraut und wie ein Baum am Wasser auch in D&#252;rrezeiten Frucht bringt.</p><p>Gottvertrauen bedeutet bei Nachama deshalb nicht die Erwartung eines stets angenehmen Lebens, sondern eine innere St&#252;tze in der Not: Die Tora zerbricht die Jochstangen, damit der Mensch aufrecht gehen kann.</p><p>So wird Behar-Bechukotai zu einem Ruf, das Gute nicht um einer Gegenleistung willen zu tun, sondern aus Liebe zu Gott und seinen Geboten, und gerade in schwierigen Zeiten Hoffnung, Verantwortung und Aufrichtung nicht preiszugeben.</p><div class="captioned-button-wrap" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/behar-und-bechukotai-schule-des-vertrauens?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="CaptionedButtonToDOM"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke, dass du bei ahavta - Begegnungen dabei bist! 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Rabbiner Dr. Walter Rothschild liest Emor &#8211; und spricht Klartext.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/emor-von-priester-und-rabbinern</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/emor-von-priester-und-rabbinern</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 01 May 2026 12:03:23 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/194647554/8eed1ea2b0936661f43326b90d45d82e.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Da ich endlich einmal Ferien mache, sende ich heute die Aufzeichnung des Worts zum Schabbat vom 13. Mai 2022. Diese Erkl&#228;rung zur Parascha Emor erschien noch nicht auf dieser Website.</em></p><div><hr></div><p><em><strong>Rabbiner Dr. Walter Rothschild</strong></em> verbindet in seiner Auslegung zum Wochenabschnitt <em><strong>Emor</strong></em> (<strong>3. Mose 21&#8211;24</strong>) den antiken Priesterkodex mit  aktuellen Fragen &#252;ber W&#252;rde, Beruf und moralische Standards.</p><p>Ausgangspunkt ist der Skandal um ein deutsches Rabbinerseminar, der kurz vor der Aufzeichnung die j&#252;dische &#214;ffentlichkeit besch&#228;ftigte: Vorw&#252;rfe sexueller und psychologischer Bel&#228;stigung warfen die grunds&#228;tzliche Frage auf, was man von Rabbinerinnen und Rabbinern &#252;berhaupt verlangen darf &#8211; und kann.</p><p>Rothschilds theologischer Schl&#252;ssel ist der Unterschied zwischen Priester und Rabbiner. Der Priester steht zwischen Gott und den Menschen, der Rabbiner zwischen den Menschen und Gott. Diese umgekehrte Richtung ist fundamental: Priester segnen im Namen Gottes, Rabbiner lehren und entscheiden, segnen aber nicht selbst &#8211; auch der aaronitische Segen (Numeri 6) wird stets in der dritten Person gesprochen, als Zitat.</p><p>Das Priesteramt war erblich und nur &#252;ber Nachkommen Aarons zug&#228;nglich &#8211; ganz anders als das Amt des Rabbiners, das offen ist. Daraus ergibt sich die Pflicht des Kohen, f&#252;r priesterlichen Nachwuchs zu sorgen, was weitreichende Regelungen &#252;ber Heirat, Reinheit und Familienstand erkl&#228;rt. Der Hohepriester unterlag noch strengeren Bedingungen: Er durfte sich nicht einmal zur Beerdigung seiner eigenen Eltern verunreinigen &#8211; er ist zu jeder Zeit im Dienst, &#228;hnlich einem Papst oder einem Staatschef.</p><p>K&#246;rperliche Unversehrtheit als Voraussetzung f&#252;rs Amt f&#252;hrt Rothschild behutsam in die Gegenwart: Tattoos und Lehramt in Berlin, die MeToo-Debatte, die Frage homosexueller Rabbiner. &#220;berall dieselbe Spannung &#8211; zwischen individueller Freiheit und dem, was eine Gemeinschaft von ihren F&#252;hrungspersonen erwartet.</p><p>Sein Fazit ist n&#252;chtern: Man erwartet von Menschen in herausgehobenen Positionen immer h&#246;here oder andere Standards. Das ist nicht immer gerecht, aber es ist so. Die Tora-Texte aus dem Stiftzelt sind 3000 Jahre alt &#8211; die Fragen, die sie aufwerfen, sind es nicht.</p><div class="captioned-button-wrap" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/emor-von-priester-und-rabbinern?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="CaptionedButtonToDOM"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke, dass du bei ahavta - Begegnungen dabei bist! 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Amnon Seelig liest Acharej/Kedoschim als Ruf gegen Rache, Groll und die Bedr&#252;ckung des Fremden.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/acharej-und-kedoschim-ani-haschem</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/acharej-und-kedoschim-ani-haschem</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 24 Apr 2026 12:03:32 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/195270804/75bad23f0ade7cc362f8e97828856ae8.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kantor Amnon Seelig</strong></em> verbindet den doppelten Wochenabschnitt <em><strong>Acharej Mot und Kedoschim</strong></em> (<strong>3. Mose 16&#8211;20</strong>) mit der Gegenwart j&#252;discher Erinnerung. Er erz&#228;hlt zun&#228;chst pers&#246;nlich vom Jom haSikaron, dem israelischen Gedenktag f&#252;r gefallene Soldaten und Opfer des Terrors. Er ist nach seinem Onkel Amnon benannt, der im Jom-Kippur-Krieg gefallen ist. Darum ist dieser Tag f&#252;r ihn seit der Kindheit emotional belastend. Zugleich berichtet er von seiner Mutter in Tel Aviv, die in diesem Jahr nach Mannheim geflogen ist, um ihre Enkelinnen zu sehen. F&#252;r sie ist das keine Flucht vor dem Gedenken, denn, so sagt sie: Familien wie ihre brauchen keinen besonderen Gedenktag, f&#252;r sie ist jeder Tag ein Gedenktag.</p><p>Von dort f&#252;hrt Seelig in den Kern von Kedoschim: <em>&#8222;Du sollst deinen N&#228;chsten lieben wie dich selbst.&#8220;</em> Er betont, dass die g&#228;ngige deutsche &#220;bersetzung zu kurz greift. Im Hebr&#228;ischen steht <em>&#8222;re&#8217;acha&#8220;</em>, also eher Freund, Genosse, Mitmensch. Noch wichtiger ist f&#252;r ihn, dass meist nur die ber&#252;hmten Worte zitiert werden, nicht aber der ganze Vers: keine Rache &#252;ben, keinen Groll hegen, den N&#228;chsten lieben, und dann: <em><strong>&#8222;Ani HaSchem&#8220;, &#8222;Ich bin der Ewige&#8220;</strong></em>.</p><p>Gerade diese letzten beiden Worte sind f&#252;r Seelig entscheidend. Ohne sie w&#228;re das Gebot eine sch&#246;ne menschliche Ethik, eine soziale Regel, die auch in anderen Religionen und Kulturen vorkommt. Mit &#8222;Ich bin der Ewige&#8220; wird sie jedoch zur g&#246;ttlichen Weisung. Menschen &#228;ndern ihre Ma&#223;st&#228;be, Gesellschaften wandeln sich, Moden von Moral kommen und gehen. Das Wort Gottes aber bleibt.</p><p>Seelig erl&#228;utert mit Maimonides den Unterschied zwischen Rache und Groll. Rache verweigert dem anderen, was er einem selbst verweigert hat. Groll kann sogar dort bestehen, wo man hilft, aber innerlich oder ausdr&#252;cklich sagt: &#8222;Siehst du, ich bin besser als du.&#8220; Das f&#252;hrt zur &#220;berheblichkeit, w&#228;hrend Mose gerade f&#252;r seine Bescheidenheit ger&#252;hmt wird. Wer grollt oder Rache sucht, zeigt nach Seelig auch einen Mangel an Glauben: Der andere wird dann nicht mehr als Teil einer gr&#246;&#223;eren g&#246;ttlichen F&#252;hrung verstanden.</p><p>Schlie&#223;lich weitet Seelig den Vers &#252;ber die &#8222;Kinder deines Volkes&#8220; hinaus. Der folgende Vers &#252;ber den Fremden zeigt f&#252;r ihn: W&#252;rde, Recht und menschliches Verhalten gelten allen, auch Minderheiten und Fremden. N&#228;chstenliebe, Verzicht auf Rache und Schutz des Fremden beruhen nicht blo&#223; auf Humanit&#228;t, sondern auf Gottes bleibendem Gebot.</p><div class="captioned-button-wrap" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/acharej-und-kedoschim-ani-haschem?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="CaptionedButtonToDOM"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke, dass du bei ahavta - Begegnungen dabei bist! 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Rabbiner Andrew Steiman &#252;ber Freiheit, Verletzlichkeit und warum Neusch&#246;pfung Zerst&#246;rung braucht.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/tasria-und-mezora-durch-die-spalten</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/tasria-und-mezora-durch-die-spalten</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 17 Apr 2026 13:45:36 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/194433099/4ba4d4a47ba9910ecec2d2c8c48ec30b.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Andrew Steiman</strong></em> &#246;ffnet den doppelten Wochenabschnitt <em><strong>Tasria&#8211;Mezora</strong></em> (<strong>3. Mose 12&#8211;15</strong>) mit einem &#252;berraschenden Schl&#252;ssel: der Schl&#252;ssel-Challah, die am Schabbat nach Pessach gebacken wird. Sie erinnert daran, dass Pessach ohne Schawuot unvollst&#228;ndig bleibt &#8211; die k&#246;rperliche Befreiung aus &#196;gypten ruft nach der geistigen Befreiung durch die Annahme der Tora. In einer Anekdote mit Konfirmanden zeigt Andy, wie nah Pfingsten und Schawuot beieinanderliegen: Ostern bleibt folgenlos ohne Pfingsten, so wie der Auszug aus &#196;gypten ohne Sinai leer bliebe.</p><p>Von dort spannt er den Bogen zum j&#252;dischen Kalender der Gegenwart: Jom haSchoa we-haGwura und Jom haAzma&#8217;ut liegen acht Tage auseinander und geh&#246;ren zusammen. Der Gedenktag der Ermordeten, denen kein Grab und kein Todestag blieb, ist durch den j&#252;dischen Kalender gesch&#252;tzt &#8211; kein Antisemit kann ihn vereinnahmen. Und er tr&#228;gt bereits die Hoffnung in sich: Gwura, das Heldentum des Widerstands, und der Staat Israel als Antwort auf die Schoa.</p><p>Genau hier schl&#228;gt Andy die Br&#252;cke zu Tasria und Mezora. Die schwer verst&#228;ndlichen Reinheitsgesetze handeln davon, dass wir verk&#246;rperte Seelen sind &#8211; verletzlich, sterblich, und gerade deshalb heilig. Das Judentum steht zwischen Hedonismus und Askese: der K&#246;rper wird zum Medium des Geistes, in Essen, Ruhe und Sexualit&#228;t. Die l&#228;ngere Tame-Zeit nach der Geburt eines M&#228;dchens ist nicht frauenfeindlich, sondern w&#252;rdigt Chawa, die Mutter allen Lebens &#8211; ein Punkt, den Andy von seiner Gro&#223;mutter, der &#8222;besten Feministin, die er je kannte&#8221;, gelernt hat.</p><p>Mit Maimonides formuliert er das Grundprinzip: Neusch&#246;pfung geschieht durch Zerst&#246;rung. Was Josef Schumpeter &#8222;sch&#246;pferische Zerst&#246;rung&#8221; nennt, kennt die Tora l&#228;ngst. Der &#214;lzweig im Schnabel der Taube schmeckt bitter &#8211; Frieden kostet M&#252;he. Mit Leonard Cohen endet das Gespr&#228;ch hoffnungsvoll: Es sind die Spalten, durch die das Licht hereinkommt. Hoffnung, so <em>Rabbi Jonathan Sacks</em> s&#8217;&#8217;l, ist nicht Optimismus, sondern aktives Tun &#8211; auf gute Gelegenheiten: <em>Ois Simches (&#8222;M&#246;gen wir uns bei freudigen Anl&#228;ssen wiedersehen&#8220;)</em>.</p><div class="captioned-button-wrap" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/tasria-und-mezora-durch-die-spalten?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="CaptionedButtonToDOM"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke, dass du bei ahavta - Begegnungen dabei bist! Dieser Beitrag ist &#246;ffentlich&#8211; du kannst ihn teilen.</p></div><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/tasria-und-mezora-durch-die-spalten?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/p/tasria-und-mezora-durch-die-spalten?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Schemini || Opfer, Tod und koscheres Essen]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Warum sind Schweine verboten &#8211; aber eigentlich nicht &#8222;an sich&#8220;? Und was haben Kamele und Hasen damit zu tun? Rabbiner Dr. Daniel Katz erkl&#228;rt die Logik der Speisegesetze.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/schemini-opfer-tod-und-kaschrut</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/schemini-opfer-tod-und-kaschrut</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 10 Apr 2026 13:12:15 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/193730673/0561c6040805ac7b3d6c959fff03281b.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; von ahavta &#8211; Begegnungen erl&#228;utert <strong>Rabbiner Dr. Daniel Katz</strong> den Wochenabschnitt <em><strong>Schemini</strong></em><strong> (3. Mose 9&#8211;11)</strong>. Aus technischen Gr&#252;nden ist er heute zwar gut zu h&#246;ren, aber nicht zu sehen.</p><p>Daniel erl&#228;utert, dass die Parascha Schemini lediglich drei Kapitel umfasst &#8211; Levitikus 9, 10 und 11 &#8211;, in denen dennoch eine bemerkenswerte Dramaturgie steckt. Das neunte Kapitel ist technisch gepr&#228;gt: Es beschreibt ausf&#252;hrlich die Tieropfer, die ausschlie&#223;lich in den Aufgabenbereich der <strong>Kohanim</strong>, der Priester, fallen. Katz betont dabei, dass j&#252;dische Priester keineswegs mit ihren christlichen Amtskollegen verwechselt werden d&#252;rfen &#8211; ihre Funktion ist biblisch-historischer Natur und ihnen wird im heutigen Gottesdienst allenfalls eine Ehrerbietung entgegengebracht. Beim korrekten Vollzug der Opferrituale spielen zwei Grunds&#228;tze eine zentrale Rolle: die exakte Einhaltung der Riten und die Vermeidung unn&#246;tigen Leidens der Tiere.</p><p>Das zehnte Kapitel bringt dann den dramatischen Bruch: Zwei der vier S&#246;hne Aarons, <strong>Nadab und Abihu</strong>, sterben mitten im Gottesdienst. Sie haben ein &#8222;fremdes Feuer&#8220; dargebracht &#8211; was genau damit gemeint ist, l&#228;sst der Text bewusst offen. Katz beschreibt dies als &#8222;wundersch&#246;nes Geschenk&#8220; f&#252;r die Rabbinen, da der Interpretationsspielraum gro&#223; bleibt. M&#246;gliche Deutungen reichen von Respektlosigkeit gegen&#252;ber Aaron und Mose, &#252;ber das Erscheinen im falschen Gewand, bis hin zum Auftreten in betrunkenem Zustand. Auch eine &#252;bertriebene, zu enthusiastische Gottesann&#228;herung wird erwogen. Aaron selbst schweigt angesichts des Verlustes zweier S&#246;hne &#8211; ein Zeugnis daf&#252;r, dass das Urteil Gottes letztlich nur anzunehmen ist.</p><p>Das elfte Kapitel widmet sich der <strong>Kaschrut</strong>, den Speisegesetzen. Landtiere m&#252;ssen gespaltene Klauen haben und Wiederk&#228;uer sein. Als Beispiele nennt die Tora Kamel, Hase und Schwein: Die ersten beiden sind zwar Wiederk&#228;uer, haben aber keine gespaltenen Klauen; das Schwein hingegen hat gespaltene Klauen, ist aber kein Wiederk&#228;uer. Katz unterstreicht, dass Schweine also nicht &#8222;an sich&#8220; verboten sind, sondern weil ihnen eines der zwei n&#246;tigen Merkmale fehlt &#8211; genauso wie Kamel und Hase. Bei V&#246;geln existiert kein erkennbares &#228;u&#223;erliches Merkmal; man muss einfach wissen, welche Arten erlaubt sind. Fische m&#252;ssen Flossen und Schuppen haben. Bemerkenswert findet Katz auch den Hinweis auf einige essbare Heuschreckenarten &#8211; f&#252;r Europ&#228;er heute fremd, in der W&#252;stenzeit aber m&#246;glicherweise ganz gew&#246;hnlich.</p><p>Abschlie&#223;end ordnet Katz die Parascha in den liturgischen Kalender ein: Die Schemini-Lesung f&#228;llt unmittelbar nach Pessach in die <strong>Omerz&#228;hlzeit</strong>, die sieben Wochen zwischen Pessach und Schawuot umfasst &#8211; die einzige Zeit im Jahr, die t&#228;glich und mit Nennung ihrer Zahl gez&#228;hlt wird, um jeden einzelnen Tag bewusst wahrzunehmen.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Chol HaMoed || Zeig mir dein Angesicht!]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Mose fordert mehr als einen Engel &#8211; er verlangt Gottes Gegenwart. Walter Rothschild entfaltet, was das f&#252;r uns heute bedeutet.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 12:03:21 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/192991586/17224263d3f17443914d992b6739c073.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Dr. Walter Rothschild</strong></em> erl&#228;utert im Gespr&#228;ch mit Ricklef M&#252;nnich, dass Schabbat Chol HaMoed &#8211; der Schabbat, der in die Zwischenzeit der Pesach-Feiertage f&#228;llt &#8211; eine besondere Toralesung vorsieht, die nicht dem regul&#228;ren Wochenabschnitt folgt. <strong>Gelesen wird aus dem zweiten Buch Mose, Kapitel 33,12 bis 34,26.</strong></p><p>Die Vorgeschichte dieser Lesung ist die Katastrophe des Goldenen Kalbes: Das Volk Israel hatte in Abwesenheit von Mosche ein Kalb als Gottheit verehrt &#8211; in Anlehnung an &#228;gyptische G&#246;tterbilder, die es kannte. Nach einem blutigen Konflikt innerhalb des Volkes und tiefer Trauer sucht Mosche eine zweite Chance: Er steigt erneut zum Gott hinauf, um F&#252;rbitte f&#252;r sein Volk zu halten und Vergebung zu erwirken. Dabei geht er so weit, sich selbst aus Gottes Buch streichen zu lassen, falls Gott nicht vergibt.</p><p>In Kapitel 33 beginnt die eigentliche Lesung: Mosche fordert von Gott nicht nur einen Engel als Begleitung, sondern Gottes pers&#246;nliche Gegenwart. <strong>&#8222;Nur mit dir gehen wir weiter&#8220;</strong> &#8211; das ist Mosches Haltung. Er handelt mit Gott wie ein Freund mit einem Freund, und Gott gibt nach: Er stimmt zu, selbst mitzugehen, gew&#228;hrt Mosche aber nur einen Blick von hinten auf seine Herrlichkeit, denn <em>&#8222;kein Mensch kann mein Angesicht sehen und am Leben bleiben.&#8220;</em> Rothschild betont, wie faszinierend dieser Dialog ist &#8211; ein Mensch, der von Gott nicht nur Trost, sondern einen Beweis seiner Anwesenheit verlangt.</p><p>In Kapitel 34 erneuert Gott den Bund: Mosche haut zwei neue Steintafeln aus, steigt den Berg hinauf, und Gott verk&#252;ndet seine Wesensmerkmale &#8211; barmherzig, gn&#228;dig, langm&#252;tig, reich an Treue &#8211;, die bis heute in der Liturgie des Rosch Haschana und Jom Kippur zentral sind.</p><p>Die Haftara aus <strong>Ezechiel 37</strong> &#8211; das <strong>&#8222;Tal der trockenen Gebeine&#8221;</strong> &#8211; versteht Rothschild als eine prophetische Botschaft der Hoffnung. Ezechiel schaut in einer Vision ein Tal voller verdorrter Knochen; auf Gottes Gehei&#223; prophezeit er ihnen, woraufhin sie sich zusammenf&#252;gen, mit Fleisch und Haut bedecken und schlie&#223;lich durch den Geist (<em>ruach</em>) zum Leben erwachen. Historisch bezieht sich Ezechiel auf das babylonische Exil und die Wiedervereinigung der getrennten K&#246;nigreiche Juda und Israel. F&#252;r heute liest Rothschild darin ein Echo der gespaltenen israelischen Gesellschaft: Die zerstrittenen politischen und religi&#246;sen Lager k&#228;mpfen dennoch gemeinsam. Die Botschaft f&#252;r Pesach und Ostern gleicherma&#223;en lautet: <strong>Hoffnung ist m&#246;glich &#8211; auch aus den trockensten Knochen w&#228;chst neues Leben.</strong></p><div class="captioned-button-wrap" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="CaptionedButtonToDOM"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke, dass du ahavta - Begegnungen liest. Dieser Beitrag ist &#246;ffentlich. &#220;berlege, ob du ihn teilen m&#246;chtest.</p></div><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p></div><p></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Zaw || Ägypten aus den Menschen ziehen]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | &#8222;Man kann die Menschen aus &#196;gypten ziehen &#8211; aber &#196;gypten aus den Menschen?&#8220; Kantor Amnon Seelig erkl&#228;rt, was das Blutverbot mit G&#246;tzenglauben und echter Ver&#228;nderung zu tun hat.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/zaw-aegypten-aus-den-menschen</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/zaw-aegypten-aus-den-menschen</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 27 Mar 2026 13:03:13 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/192302396/17fe9d44280ff21fd92087e2da1d001f.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; von <em>ahavta &#8211; Begegnungen</em> erl&#228;utert <em><strong>Kantor Amnon Seelig</strong></em> aus Mannheim den Wochenabschnitt <em><strong>Zaw</strong></em><strong> (3. Mose 6&#8211;8)</strong> anl&#228;sslich des Schabbat HaGadol, des Schabbats unmittelbar vor Pessach. Seelig erkl&#228;rt zun&#228;chst, dass dieser besondere Schabbat seinen Namen m&#246;glicherweise der Haftara verdankt, in der der Begriff &#8222;der gro&#223;e Tag&#8220; vorkommt; wahrscheinlicher aber ist, dass der Name auf die alte Tradition zur&#252;ckgeht, an diesem Schabbat ausnahmsweise eine rabbinische Predigt zu halten &#8211; ein Brauch, der erst seit dem 19. Jahrhundert wirklich verbreitet ist.&#8203;</p><p>Als musikalische Besonderheit weist Seelig auf den seltenen Toraakzent <em><strong>Schalschelet</strong></em> hin, der in der gesamten Tora nur viermal vorkommt und in dieser Parascha auf dem Wort &#8222;We-ischat&#8220; &#8211; &#8222;und er sch&#228;chtete&#8220; &#8211; liegt. Mit dieser Sch&#228;chtung &#252;bergibt Mose symbolisch das Priestertum an Aaron und seine S&#246;hne (Kapitel 8).&#8203; </p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;14d0eed1-c796-441e-875c-59bd72917e7b&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Zaw&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Zaw&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-03-26T13:01:57.605Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/31f2fd95-1856-471d-b7ac-12b95e6c78a1_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/zaw-ab8&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:187035757,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Den inhaltlichen Schwerpunkt legt Seelig auf das in Kapitel 7, Vers 27 ausgesprochene <strong>Verbot des Blutverzehrs</strong>. Er entfaltet dazu ausf&#252;hrlich die Deutung des Maimonides aus dem <em>&#8222;More Newuchim&#8220; </em>(F&#252;hrer der Unschl&#252;ssigen): Die heidnischen Sab&#228;er a&#223;en Blut, weil sie glaubten, dadurch eine &#8222;Bruderschaft&#8220; mit Geistern zu schlie&#223;en, die ihnen dann in Tr&#228;umen die Zukunft offenbaren w&#252;rden. Maimonides erkennt darin die eigentliche Sto&#223;richtung des Verbots: nicht nur eine symbolische Aussage &#252;ber Blut als Tr&#228;ger der Seele, sondern eine gezielte <strong>Umerziehung</strong> des Volkes Israel, das nach Jahrhunderten in &#196;gypten tief vom dortigen G&#246;tzendienst gepr&#228;gt war.&#8203;</p><p>Aufschlussreich ist dabei, dass die Tora die Formulierung &#8222;vertilgt werde aus seinen Sippen&#8220; sprachlich ausschlie&#223;lich f&#252;r Blutverzehr und G&#246;tzendienst verwendet &#8211; eine bewusste Gleichsetzung beider Vergehen. Zugleich kehrt die Tora die Wertung der G&#246;tzendiener um: Blut gilt nicht als unrein, sondern als reinigend &#8211; es wird &#252;ber Altar und Priestergew&#228;nder gegossen. Eben deshalb darf es nicht getrunken oder gesammelt werden.&#8203;</p><p>Seeligs abschlie&#223;ende Botschaft lautet: Tiefe Ver&#228;nderung beim Menschen gelingt nicht durch einen einzigen gro&#223;en Moment &#8211; selbst der Exodus aus &#196;gypten reichte nicht aus, um das Volk sofort zu wandeln (es errichtete unmittelbar danach das Goldene Kalb). Wirkliche Umerziehung geschieht nur <strong>methodisch, Schritt f&#252;r Schritt, mit Geduld</strong> &#8211; wie es die Tora durch ihre vielen Einzelgebote vorlebt.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">ahavta - Begegnungen is a reader-supported publication. To receive new posts and support my work, consider becoming a free or paid subscriber.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Wajikra || Korban – Näher zu Gott]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Was hat ein Tieropfer mit Spiritualit&#228;t zu tun? Rabbiner Ahrens erkl&#228;rt, warum &#8222;Korban&#8220; nicht Opfer bedeutet &#8211; und was der moderne Mensch dabei verloren hat.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wajikra-korban-naeher-zu-gott</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wajikra-korban-naeher-zu-gott</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 20 Mar 2026 13:03:11 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/191417612/1d73b532d85dce6c21ab47cfbbe0c2dd.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens</strong></em> er&#246;ffnet das <em>Wort zum Schabbat</em> zum Wochenabschnitt <em><strong>Wajikra</strong></em> (<strong>3. Mose 1&#8211;5</strong>) mit einem erkl&#228;renden Blick auf die besondere Stellung des dritten Buches Mose. Er erl&#228;utert, dass das Sefer Wajikra in charedischen Schulen traditionell als erstes Buch unterrichtet wird, weil es den ethisch-moralischen Kern des Judentums enth&#228;lt &#8211; von der N&#228;chstenliebe &#252;ber die Unterst&#252;tzung der Armen bis hin zu einer gerechten Gesellschaftsordnung. Es ist, so Ahrens, nicht nur eine &#8222;Torat Kohanim&#8220;, eine Anweisung f&#252;r die Priester, sondern zugleich eine Art &#8222;Grundgesetz&#8220; des j&#252;dischen Volkes.</p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren:  </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;9800fb2e-0527-4292-bb9b-7ec92a0efcd8&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Wajikra&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Wajikra&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-03-19T13:03:14.906Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/841da5b6-6ca0-49eb-be6f-a922eb62224c_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/wajikra-0c9&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:186927474,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:2,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Der Gespr&#228;chsschwerpunkt liegt auf den f&#252;nf Opferkategorien der Parascha: dem Brandopfer (Emporopfer), verschiedenen Speiseopfern als Huldigungsgaben, dem Friedensopfer, dem S&#252;ndopfer und dem Schuldopfer. Ahrens betont, dass der antike Opferritus f&#252;r die Menschen seiner Zeit eine tiefe spirituelle Erfahrung darstellte &#8211; vergleichbar mit einem gro&#223;en Volksfest, wie er es am Beispiel der Wallfahrtsfeste in Jerusalem anschaulich beschreibt.</p><p>Ein Schl&#252;sselbegriff des Gespr&#228;chs ist die hebr&#228;ische Wurzel des Wortes &#8222;<em>Korban</em>&#8220; (Opfer). Ahrens erkl&#228;rt im Anschluss an Rabbiner Samson Raphael Hirsch, dass &#8222;Korban&#8220; von &#8222;karow&#8220; &#8211; &#8222;sich n&#228;hern&#8220; &#8211; abgeleitet ist. Es geht also nicht darum, Gott zu &#8222;bestechen&#8220;, sondern darum, ihm n&#228;herzukommen und eine innige Beziehung zu ihm aufzubauen.</p><p>Ahrens skizziert auch die rabbinische Debatte &#252;ber den Ursprung des Opferdienstes: Der Radak erkl&#228;rt, Gott habe urspr&#252;nglich nur verlangt, auf seine Stimme zu h&#246;ren &#8211; erst nach dem S&#252;ndenfall mit dem Goldenen Kalb seien die Opfergesetze eingef&#252;hrt worden. Der Rambam erg&#228;nzt, dass die gew&#228;hlten Opfertiere bewusst solche waren, die anderen V&#246;lkern heilig galten, um durch deren Schlachtung den G&#246;tzendienst zu &#252;berwinden.</p><p>Den Abschluss bildet eine gemeinsame Reflexion &#252;ber den modernen Menschen: Nach der Tempelzerst&#246;rung vor ca. 2000 Jahren ersetzten Gebet und Synagoge den Opferdienst &#8211; das Gebet als &#8222;Dienst des Herzens&#8220;, wie der Talmud formuliert. Jehoschua Ahrens und ich stellen fest, dass der Mensch heute spirituelle Sehnsucht versp&#252;rt, aber verlernt hat, wie er sie stillen kann &#8211; und sich stattdessen in Konsumismus, Popkultur oder fern&#246;stlichen Ersatzreligionen verliert. Der Appell lautet: Wieder in die eigene religi&#246;se Tradition einzutauchen, sei sie j&#252;disch, christlich oder muslimisch.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Wajakhel & Pekude || Heilig: Zeit oder Raum?]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Was war das erste Heilige in der Tora &#8211; ein Berg, ein Altar, ein Tempel? Die Antwort &#252;berrascht. Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens &#252;ber Schabbat und Mischkan.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wajakhel-and-pekude-heilig</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wajakhel-and-pekude-heilig</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 13 Mar 2026 14:12:47 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/190770385/c993951389e405af533bbaa87f4187f9.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Vielen Dank an alle, die das Live-Video verfolgt haben &#8211; auch mit der kleinen Unterbrechung, die es Live immer geben kann! Sei auch beim n&#228;chsten Mal wieder dabei.</em></p><p><em><strong>Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens</strong></em> erkl&#228;rt, warum die Doppel-Parascha &#8222;<em><strong>Wajakhel-Pekude</strong></em>&#8220; <strong>(2. Mose 35&#8211;40)</strong> das zweite Buch Mose erst vollst&#228;ndig abschlie&#223;t. Unter Berufung auf <em>Nachmanides</em> (Ramban) betont er: Weder der Auszug aus &#196;gypten noch die Gabe der Tora am Sinai stellen bereits die wahre Freiheit dar. Erst mit dem Bau des Mischkan &#8211; des mobilen Stiftszeltes &#8211; ist der Exodus wirklich vollendet. Denn wahre Freiheit bedeutet, selbst einen heiligen Ort zu schaffen, an dem das Volk mit Gott in Verbindung treten und selbst entscheiden kann, wann es arbeitet und wann es ruht.&#8203;</p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;0663e85f-265e-42a2-8a05-f0ef3812879a&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Wajakhel&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Wajakhel&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-03-12T13:01:29.908Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/6d2c8588-0684-4c5a-aee5-b2fe7f47e0bc_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/wajakhel-b47&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:186251647,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><h4><strong>Schabbat und Mischkan &#8211; untrennbar verbunden</strong></h4><p>Der scheinbar &#252;berraschende Schabbat-Vers zu Beginn von Wajakhel (2. Mose 35,2) &#8211; &#8222;Sechs Tage sollt ihr Arbeit tun, am siebten ist euch Schabbat&#8220; &#8211; wird von Ahrens als theologisch zwingend erkl&#228;rt. Laut talmudischer Tradition sind die 39 Kategorien der am Schabbat verbotenen Arbeiten genau jene T&#228;tigkeiten, die beim Bau des Stiftszeltes verrichtet wurden. <em>Rabbiner Samson Raphael Hirsch</em> deutet dies so: Der Mensch unterwirft sich die Welt, um sich und seine Welt Gott zu unterwerfen. Am Schabbat h&#228;lt er inne und huldigt damit dem einzigen wahren Sch&#246;pfer &#8211; dem Bekenntnis, dass nicht er selbst, sondern Gott der eigentliche Urheber aller Sch&#246;pfung ist. Selbst die Heiligkeit des Mischkan vermag den Schabbat nicht zu &#8222;&#252;bertrumpfen&#8221;.&#8203;</p><h4>Heiligkeit in Zeit und Raum</h4><p>Im Zentrum steht f&#252;r Ahrens die Frage, was im Judentum als &#8222;heilig&#8221; gilt. Mit <em>Abraham Joshua Heschel</em> weist er darauf hin, dass das erste Vorkommen des Wortes &#8222;<em>kadosch</em>&#8221; (heilig) in der Tora nicht einem Ort, sondern der Zeit gilt: Gott segnete den siebten Tag und machte ihn heilig (1. Mose 2). Heschel schreibt: <em>&#8222;Sechs Tage leben wir unter der Tyrannei der Dinge des Raumes. Am Schabbat versuchen wir uns einzustimmen auf die Heiligung der Zeit.&#8220;</em> Ahrens erg&#228;nzt Heschel: Die Heiligkeit liegt im Judentum in beidem &#8211; in Zeit und Raum. Schabbat und Mischkan (heute: Synagoge) geh&#246;ren zusammen und bedingen einander.&#8203;</p><h4>Freiheit, Gegenwart Gottes und Israel</h4><p>Abschlie&#223;end entfaltet der Rabbiner den Gedanken der Gottesbezeichnung &#8222;<em>Maqom</em>&#8220; (Ort): Gott selbst ist der Ort der Welt, er ist omnipr&#228;sent. Deshalb konnte das Judentum auch nach der Zerst&#246;rung des Tempels fortbestehen. Und doch bleibt die r&#228;umliche Dimension bedeutsam &#8211; das Land Israel und Jerusalem als heiliger Ort. F&#252;r Ahrens ist die fortdauernde Existenz des j&#252;dischen Volkes trotz aller Verfolgung ein Zeichen der Gegenwart Gottes in der Geschichte. Schabbat und Synagoge nennt er <em>&#8222;zwei echte Geschenke Gottes&#8220;</em>, die dem Menschen Raum und Zeit geben, um den Alltag loszulassen und die Heiligkeit Gottes zu sp&#252;ren.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Ki Tissa || Gottes Gebet – was Gott sich selbst wünscht]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Gnade schl&#228;gt Gerechtigkeit &#8211; so lautet Gottes eigenes Gebet. Was das mit dem goldenen Kalb und Jom Kippur zu tun hat, zeigt Rabbiner Dr. Daniel Katz.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/ki-tissa-gottes-gebet</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/ki-tissa-gottes-gebet</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 06 Mar 2026 13:03:16 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/190028612/08ba1e0db22f7e769487dbc18c71394a.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8222;Wort zum Schabbat&#8221; von ahavta &#8211; Begegnungen erl&#228;utert <em><strong>Rabbiner Dr. Daniel Katz</strong></em> die Parascha <em><strong>Ki Tissa</strong></em> (<strong>2. Mose 30,11&#8211;34,35</strong>) anhand zweier zentraler Bibelstellen, die beide eine herausragende liturgische Bedeutung besitzen.</p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;2a7c4931-1c29-4a1d-822c-292190cdf8d0&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Ki Tissa&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Ki Tissa&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-03-05T13:00:56.098Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/bc222df3-5a16-453a-8c33-1e8597befb47_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/ki-tissa-33d&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:186123491,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><h4>Der Schabbat als ewiges Zeichen</h4><p>Als erste Schl&#252;sselstelle hebt Daniel Katz <strong>2. Mose 31,16&#8211;17</strong> hervor: <em>&#8222;Die Israeliten sollen den Schabbat halten als ewiges Zeichen zwischen mir und ihnen.&#8220;</em> Diese Verse finden sich w&#246;chentlich in der Freitagabendliturgie und beschlie&#223;en den ersten Hauptteil des Abendgebets &#8211; die Einheit rund um das <em>&#8222;Schma Jisrael&#8220;</em>. Der Abschnitt erinnert daran, dass der Schabbat im Sch&#246;pfungswerk Gottes verankert ist: Sechs Tage schuf Gott Himmel und Erde, am siebten ruhte er. F&#252;r Katz macht dies den Schabbat nicht nur zu einem Gebot, sondern zu einem Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk.</p><div><hr></div><p><em>Bei der diesj&#228;hrigen Rabbinerbegegnung vom 20. bis 23. Juli 2026 geht es um die Liturgie. Mit Rabbiner Dr. Walter Rothschild lesen und lernen wir im j&#252;dischen Gebetbuch, dem Siddur. F&#252;r die allerletzten Teilnehmerpl&#228;tze melde dich umgehend an!</em></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/rabbinerbegegnung-2026-mit-dem-siddur&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Tora-Lernen 2026&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/p/rabbinerbegegnung-2026-mit-dem-siddur"><span>Tora-Lernen 2026</span></a></p><div><hr></div><h4>Gottes Selbstoffenbarung und die 13 Eigenschaften</h4><p>Als zweite Schl&#252;sselstelle behandelt Katz <strong>2. Mose 34,6&#8211;7</strong>, die sogenannten 13 Eigenschaften Gottes: &#8222;Der HErr, der HErr, Gott, barmherzig und gn&#228;dig, langm&#252;tig, reich an G&#252;te und Treue &#8230;&#8221; Diese Worte fallen im Kontext der Erneuerung des Bundes nach dem Abfall des Volkes mit dem Goldenen Kalb. Mose hatte die ersten Steintafeln zerbrochen; nun empf&#228;ngt er von Gott neue Tafeln und erlebt, wie Gott selbst seinen Charakter ausruft. In der Liturgie zu Jom Kippur werden diese Verse zur Kernaussage &#8211; allerdings bricht man sie bewusst in der Mitte von Vers 7 ab, sodass die Bereitschaft Gottes zur Vergebung im Vordergrund steht, nicht die Androhung von Strafe f&#252;r nachfolgende Generationen.</p><h4>Gottes eigenes Gebet</h4><p>Im Talmud, so Katz, findet sich die bemerkenswerte Aussage, dass Gott selbst betet. Er betet, dass sein Merkmal der Gnade sein Merkmal der Gerechtigkeit &#252;berwiegen m&#246;ge. Dieses Spannungsverh&#228;ltnis zwischen G&#252;te und Gerechtigkeit pr&#228;gt das gesamte j&#252;dische Gottesverst&#228;ndnis und verleiht der Parascha <em>Ki Tissa</em> ihre besondere theologische Tiefe.</p><h4>Einbettung in die Festzeit</h4><p>Der Rabbiner bettet die Parascha au&#223;erdem in den liturgischen Jahreskalender ein: Der zugeh&#246;rige Schabbat ist der <em>&#8222;Schabbat Para&#8220;</em> &#8211; einer der vier besonderen Schabbatot in der Vorbereitungszeit vor Pessach. Die Lesung &#252;ber die rote Kuh (4. Mose 19) thematisiert Reinheit und bereitet das Volk auf das Pessachfest vor. Das scheinbar trockene Material der Parascha erweist sich so als au&#223;erordentlich reich &#8211; theologisch, liturgisch und im Blick auf den Rhythmus des j&#252;dischen Jahres.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Tezawe || Kleider machen Priester – und Unterhosen retten Leben]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Warum interessiert sich die Tora mehr f&#252;r Unterhosen als f&#252;r Fr&#246;mmigkeit? Rabbiner Dr. Walter Rothschild kommentiert &#8222;Tezawe" &#8211; mit Witz, Sch&#228;rfe und rabbinischer Tiefe.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/tezawe-kleider-machen-priester</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/tezawe-kleider-machen-priester</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 27 Feb 2026 14:49:27 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/189273910/f6aea22e4767b056aa612475770fb1a0.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der Wochenabschnitt &#8222;<em><strong>Tezawe</strong></em>&#8221; (<strong>2. Mose 27,20&#8211;30,10</strong>) beginnt mit den Vorschriften &#252;ber das heilige &#214;l f&#252;r die Menora und behandelt dann ausf&#252;hrlich die priesterlichen Gew&#228;nder. </p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren:</em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;bad7edc2-2574-40c6-a3e3-748b70cd1221&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Tezawe&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Tezawe&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-02-26T13:01:27.995Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/44b62c59-7555-4c25-9d27-8e2879d7e4b9_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/tezawe-db2&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:186019327,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:2,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p><em><strong>Rabbiner Dr. Walter Rothschild</strong></em> nimmt die Kleidungsvorschriften zum Anlass f&#252;r eine grunds&#228;tzliche Reflexion &#252;ber das Verh&#228;ltnis von &#228;u&#223;erem Schein und innerer Qualit&#228;t: Die Tora interessiert sich weniger daf&#252;r, wie kompetent, gebildet oder fromm Aaron und seine S&#246;hne sind, sondern vor allem daf&#252;r, wie sie <em>aussehen</em> &#8211; ein Befund, den Rothschild als &#8222;Gr&#228;uel&#8221; bezeichnet. Er zieht eine kritische Linie zu religi&#246;sen F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten aller Konfessionen, f&#252;r die das &#196;u&#223;erliche &#8211; Turban, Kippa, Kardinalstracht &#8211; zur wichtigsten Legitimation wird, und schildert eigene Erfahrungen aus seiner Zeit als Gemeinderabbiner in Berlin, wo man ihm die korrekte Kleidung wichtiger nahm als seine inhaltliche Kompetenz.&#8203;</p><p>Die detaillierten Beschreibungen von Brustschild, Efod, Oberkleid und Kopfbund interpretiert Rothschild nicht als Symbol tiefer Spiritualit&#228;t, sondern mit n&#252;chternem Realismus: Die Priester verrichten schwere k&#246;rperliche Arbeit &#8211; Schlachten, Blut, Feuer, Weihrauch &#8211;, und daf&#252;r br&#228;uchte man eigentlich zweckm&#228;&#223;ige Arbeitskleidung, keine Prunkgew&#228;nder. </p><p>Besonderes Gewicht legt er auf die oft &#252;bersehenen Verse &#252;ber die Leinenhosen (Unterhosen) am Ende von Kapitel 28: Sie sollen verhindern, dass beim Besteigen der Altartreppen unter dem Gewand etwas sichtbar wird. Rothschild verkn&#252;pft dies mit der Schamszene im Garten Eden und verweist auf die talmudische Diskussion im Traktat <em>Sewachim</em> (88a/b), wonach die ausgenutzten Priesterhosen als Dochte f&#252;r die Tempellampen dienten &#8211; heilig geworden durch den k&#246;rperlichen Kontakt mit den Priestern, was er als geradezu paradoxe Pointe findet: <em>&#8222;Am Anfang des Wochenabschnitts haben wir die heiligen Lampen und am Ende werden die Dochte aus ausgenutzten Unterhosen gemacht.&#8221;&#8203;</em></p><p>Den zweiten Schwerpunkt bildet der <strong>Schabbat Sachor</strong>, der Schabbat vor Purim. Die Sonderlesung aus 5. Mose 25,17&#8211;19 gebietet die Erinnerung an den &#220;berfall Amaleks auf die ersch&#246;pften Israeliten in der W&#252;ste &#8211; ein feiger Hinterhaltsangriff ohne Kriegserkl&#228;rung, gegen Schwache und Alte. Rothschild betont das theologische Paradox: &#8222;Sachor&#8221; (Erinnere dich!) und &#8222;Lo Tischkach&#8221; (Vergiss nicht!) werden aufgerufen, damit das Andenken Amaleks am Ende ausgel&#246;scht werden kann. </p><p>Walter Rothschild sieht in Amalek ein zeitloses Symbol f&#252;r den Erzfeind, der Juden ohne rationalen Grund hasst und angreift &#8211; und zieht eine direkte Linie vom biblischen Amalek &#252;ber Haman im Buch Esther bis zur Hamas.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Teruma || 450 Verse für ein Zelt: Was die Tora wirklich wichtig findet]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Was ist wichtiger: die ganze Welt oder ein provisorisches Zelt? Die Tora gibt eine klare Antwort. Kantor Amnon Seelig erl&#228;utert, wo Gott wohnt.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/teruma-450-verse-fuer-ein-zelt</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/teruma-450-verse-fuer-ein-zelt</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 20 Feb 2026 13:02:47 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/188485410/242b32efbc2081992c6e9a055b4d41a7.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kantor Amnon Seelig</strong></em> er&#246;rtert im &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; von ahavta - Begegnungen den Tora-Wochenabschnitt <strong>&#8222;</strong><em><strong>Teruma</strong></em>&#8220; (<strong>2. Mose 25,1&#8211;27,19</strong>), der von den freiwilligen Gaben der Israeliten f&#252;r den Bau des Heiligtums in der W&#252;ste handelt. Im Zentrum seiner Auslegung steht ein bemerkenswertes Ph&#228;nomen: W&#228;hrend die gesamte Sch&#246;pfung des Universums im 1. Buch Mose nur mit etwa 34 Versen beschrieben wird, umfasst der Bau des Stiftzeltes (Mischkan) rund 450 Verse &#8211; also das 15-fache.&#8203;</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;bd62c9a9-3ada-46e5-a04a-22fe204fd397&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Teruma&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Teruma&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-02-19T13:02:00.000Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/5cab0be1-172f-4ff8-a865-fa2b3296526a_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/teruma-fd7&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:185463110,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:1,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Amnon verweist auf den israelischen Gelehrten <em>Jeschajahu Leibowitz</em> (1903&#8211;1995), Professor f&#252;r Biochemie, Biologie, j&#252;dische Geschichte und Philosophie, der diesen Vergleich ausf&#252;hrlich analysiert hat. Das Stiftzelt war dabei keineswegs ein beeindruckendes Bauwerk, sondern eine provisorische H&#252;tte aus 20 mal 8 Brettern, ohne Dach, umspannt von Tierhaut und beweglich f&#252;r die W&#252;stenwanderung. Nach dem Bau des Jerusalemer Tempels hatte es keine Bedeutung mehr.&#8203;</p><p>Die theologische Pointe liegt in der Gewichtung: Die Sch&#246;pfung &#8211; alles Physische, alle Galaxien und Planeten &#8211; dient dem Menschen, der als &#8222;Krone der Kreatur&#8221; gilt. Das Stiftzelt hingegen repr&#228;sentiert, wie der Mensch Gott dient. Diese Funktion ist der Tora unvergleichlich wichtiger, was sich in der ausf&#252;hrlichen Detaillierung zeigt. Entscheidend ist dabei die grammatische Formulierung: Gott sagt nicht, er werde im Heiligtum (hebr. <em>betocho</em>) wohnen, sondern &#8222;<em>betocham</em>&#8221; &#8211; in ihrer Mitte, im Volk. Die materiellen Dinge wie Gold, Silber, Holz sind letztlich &#8222;wertlos&#8221;; Gott wohnt dort, wo Menschen ihm dienen.&#8203;</p><p>Amnon betont, dass diese Perspektive auch aktuelle Relevanz besitzt: W&#228;hrend verantwortungsvoller Umgang mit der Natur geboten ist, darf der Mensch sich nicht der Natur unterordnen. Die Tora kennt viele Umweltregeln, aber der Dienst gilt Gott, nicht der Sch&#246;pfung. Seit der Zerst&#246;rung des Tempels vor 2000 Jahren ist jede Synagoge ein &#8222;<em>Mikdasch Katan</em>&#8221; &#8211; ein kleiner Tempel &#8211;, in dem diese Tradition fortlebt.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Mischpatim || Gott steckt im Detail]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Rabbiner Andrew Steiman zeigt: Ein winziger hebr&#228;ischer Buchstabe verbindet die Zehn Gebote mit 53 Rechtsvorschriften &#8211; und macht Zivilrecht zur g&#246;ttlichen Offenbarung am Sinai.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/mischpatim-gott-steckt-im-detail</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/mischpatim-gott-steckt-im-detail</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 13 Feb 2026 14:47:56 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/187771308/11d050e03311e1d623c45691807b35cb.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Andrew Steiman</strong></em> erl&#228;uterte in der Live-Sendung &#8222;Wort zum Schabbat&#8221; den Tora-Wochenabschnitt &#8222;<em><strong>Mischpatim</strong></em>&#8221; (<strong>2. Mose 21&#8211;24</strong>), der 53 Gebote und Verbote enth&#228;lt. Der Name bedeutet &#8222;Rechtsordnungen&#8221; und bezeichnet zivilrechtliche Vorschriften, die f&#252;r alle gelten &#8211; nicht nur f&#252;r Juristen. Diese Gebote sind laut Maimonides alle gleichwertig, man darf sich nicht beliebig aussuchen, welche man befolgen m&#246;chte.</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;a2e2d4ca-6ec0-4ac7-9cca-26b0bf77fbb9&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Mischpatim&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Mischpatim&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-02-12T13:02:06.492Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/6efd3374-010c-4074-b287-9a5f4fb81b0f_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/mischpatim-d6d&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:184818335,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p><strong>Verbindung zu den Zehn Geboten</strong></p><p>Entscheidend ist der erste Satz: &#8222;Und dies sind die Rechtsvorschriften&#8221; (<em>Ve-ele ha-Mischpatim</em>). Das kleine W&#246;rtchen &#8222;und&#8221; (<em>Vav</em>), ein Haken im Hebr&#228;ischen, verkn&#252;pft Mischpatim untrennbar mit den Zehn Geboten aus dem vorherigen Wochenabschnitt. Steiman betont, dass damit das Zivilrecht nicht s&#228;kulares Menschenwerk ist, sondern am Sinai gegeben wurde &#8211; mit derselben g&#246;ttlichen Autorit&#228;t wie die Zehn Gebote. Die Zehn Gebote (hebr. <em>Aseret ha-Dibrot</em> &#8211; &#8222;die zehn Worte&#8221;) sind ein Kompendium aller 613 Gebote: Alle Kategorien &#8211; positiv und negativ, zeitgebunden und zeitlos, zwischen Mensch und Gott sowie zwischen Mensch und Mensch &#8211; sind in ihnen repr&#228;sentiert</p><p><strong>Ganzheitliches Konzept</strong></p><p>Steiman vergleicht die Mischpatim mit der Bauhaus-Architektur, wo jedes Detail aufeinander abgestimmt ist. Die Gebote bilden ein ganzheitliches System wie den <em>Schulchan Aruch</em>, den &#8222;Gedeckten Tisch&#8221;, auf dem alles bereitsteht, um ein j&#252;disches Leben zu f&#252;hren. Gott steckt im Detail, so zitiert Steiman <em>Rabbiner Sacks</em>: Die Gr&#246;&#223;e des Judentums liegt nicht nur in der edlen Vision, sondern in der detaillierten Gesetzgebung, durch die diese Vision in die gelebte Wirklichkeit &#252;bertragen wird.</p><p><strong>Sklavenrecht als Beispiel</strong></p><p>Das erste behandelte Gebot betrifft den hebr&#228;ischen Sklaven, der nach sechs Jahren freigelassen werden muss. Dies erscheint paradox direkt nach der Befreiung aus &#196;gypten, zeigt aber den graduellen Fortschritt: Selbst Sklaven haben Rechte, d&#252;rfen nicht geschlagen werden und haben einen Vertragscharakter. Es handelt sich eher um Arbeitsvertr&#228;ge f&#252;r Verschuldete &#8211; ein soziales Sicherungsnetz, das verhindert, dass Menschen in der Gosse landen.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Jitro || Erwählung als Verpflichtung]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Die Tora wurde allen V&#246;lkern angeboten, doch nur Israel nahm sie an. Rabbiner Ahrens zeigt: Erw&#228;hlung bedeutet nicht &#220;berlegenheit, sondern Verantwortung f&#252;r die gesamte Menschheit.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/jitro-erwaehlung-als-verpflichtung</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/jitro-erwaehlung-als-verpflichtung</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 06 Feb 2026 14:06:01 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/187007706/878d9d73f532c99f2f57ab3374e31e88.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>In der Sendung &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; erl&#228;utert <em><strong>Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens</strong></em> den Tora-Wochenabschnitt &#8222;<em><strong>Jitro</strong></em>&#8220; (<strong>2. Mose 18&#8211;20</strong>). </p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren:</em> </p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;2d084105-3e08-4c55-8626-1b2f3f9e92aa&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Jitro&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Jitro&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-02-05T13:02:17.381Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/6c86f878-8b11-404d-b560-b52dea5f88c8_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/jitro&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:184708080,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Der Rabbiner hebt zun&#228;chst die Bedeutung des Namensgebers hervor: Dass die Parascha, die die Offenbarung der Zehn Gebote enth&#228;lt, nach Jitro, dem nichtj&#252;dischen Schwiegervater von Mose, benannt ist, sei kein Zufall. Es symbolisiere die j&#252;dische Offenheit f&#252;r Weisheit, unabh&#228;ngig von ihrer Herkunft: <em>&#8222;Egal von woher die Wahrheit kommt, die nimmt man an.&#8220;</em> Jitro erkennt, dass Mose mit der alleinigen Rechtsprechung &#252;berfordert ist, und r&#228;t ihm, Aufgaben zu delegieren. Mose nimmt diesen Rat an, was Ahrens als Zeichen wahrer F&#252;hrungsgr&#246;&#223;e deutet. Anstatt egozentrisch an Macht zu klammern, stellt Mose das Wohl der Gemeinschaft in den Vordergrund und schafft Strukturen, die ihn entlasten.</p><p>Ein Schwerpunkt der Erl&#228;uterungen liegt auf dem 19. Kapitel und dem Konzept der Erw&#228;hlung. Ahrens betont, dass die Auserw&#228;hlung Israels (<em>&#8222;Am Segula&#8220;</em>) keineswegs eine &#220;berlegenheit gegen&#252;ber anderen V&#246;lkern impliziert. Vielmehr handele es sich um eine besondere Verpflichtung: Israel sei auserw&#228;hlt, Gott exklusiv zu dienen und als &#8222;K&#246;nigreich von Priestern&#8220; eine Vorbildfunktion einzunehmen. Diese partikulare Rolle Israels ist untrennbar mit einem universalen Auftrag verkn&#252;pft &#8211; dem Segen f&#252;r alle V&#246;lker. Ahrens verweist auf einen Midrasch, wonach Gott die Tora zuvor allen anderen Nationen anbot, diese jedoch ablehnten, da sie die strengen moralischen Forderungen nicht akzeptieren wollten. Nur Israel erkl&#228;rte sich bereit, die Tora mit ihren 613 Geboten ohne Vorbehalte anzunehmen.</p><p>Abschlie&#223;end diskutieren Jehoschua und ich die Relevanz der Zehn Gebote f&#252;r Christen. Ahrens differenziert hier deutlich: Die Zehn Gebote in ihrer spezifischen Form &#8211; insbesondere die strikte Sabbatruhe und der absolute Monotheismus &#8211; gelten prim&#228;r f&#252;r das j&#252;dische Volk. F&#252;r Nichtjuden, und damit theologisch auch f&#252;r Christen, sei der &#8222;Noachidische Bund&#8220; mit seinen sieben ethischen Grundgeboten ma&#223;geblich. Ahrens sieht darin jedoch keine Trennung, sondern eine Verbindung: Juden und Christen teilen durch die noachidischen Prinzipien und die &#8222;christlich-j&#252;dische Tradition&#8220; ein gemeinsames Wertefundament. In einer Welt, in der diese Werte zunehmend erodieren, sei es die gemeinsame Aufgabe beider Religionen, f&#252;r Ethik und Moral einzustehen, auch wenn theologische Unterschiede bestehen bleiben d&#252;rfen.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Beschallach || Die zwei Laden: Von Josefs Gebeinen und göttlichen Umwegen]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | W&#228;hrend alle Gold sammelten, suchte Mose Knochen. Und warum w&#228;hlte Gott den Umweg durch die W&#252;ste? &#220;ber g&#246;ttliche Strategie und die Kraft des Erinnerns.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/beschallach-die-zwei-laden</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/beschallach-die-zwei-laden</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 30 Jan 2026 14:46:33 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/186220330/ad8650a4de56dd2fd2d58e01ecf7e54f.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Dr. Walter Rothschild</strong></em> spricht &#252;ber den Tora-Wochenabschnitt <em><strong>Beschallach</strong></em> (2. Mose 13,17&#8211;17,16). Der Schabbat tr&#228;gt den Namen <em>Schabbat Schira</em> (Schabbat des Liedes) und ist zugleich der erste Schabbat seit zweieinhalb Jahren, an dem kein Gebet f&#252;r Geiseln mehr gesprochen werden muss &#8211; eine besondere Form der Befreiung.&#8203;</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;b5f6e69a-c920-4b83-b903-aa5545d19a78&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Beschallach&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Beschallach&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-01-29T13:03:03.412Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/6ebc25df-a30c-4d5d-bd76-616a97044be2_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/beschallach-c88&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:184598664,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><h4>Josefs Gebeine als Symbol der Kontinuit&#228;t</h4><p>Walter Rothschild hebt die Bedeutung von Josefs Gebeinen hervor, die Mose beim Auszug aus &#196;gypten mitnimmt. Josef ist die Verbindung des Volkes zu den Patriarchen und zum verhei&#223;enen Land. Die Israeliten tragen seinen Sarg durch die W&#252;ste, bis er in Sichem begraben wird &#8211; auf jenem Grundst&#252;ck, das Jakob einst gekauft hat. Diese Kontinuit&#228;t vom Buch Genesis bis zum Buch Josua zeigt, dass Versprechen &#252;ber Generationen hinweg bewahrt werden.&#8203;</p><h4>Die Ambivalenz des Exodus</h4><p>Der Name des Wochenabschnitts <em>Beschallach</em> bedeutet &#8222;als Pharao sie wegschickte&#8220; und verdeutlicht: Die Israeliten wollten nicht wirklich gehen. Sie waren &#252;ber Generationen in &#196;gypten verwurzelt, kannten den Alltag und hatten sozusagen Vollbesch&#228;ftigung. Gott f&#252;hrt sie nicht den direkten Weg entlang der Mittelmeerk&#252;ste (<em>Derech Plistim</em>, die Stra&#223;e der Philister), sondern durch einen Umweg zum Schilfmeer. Die Israeliten stehen zwischen Angst vor der Vergangenheit und Furcht vor einer ungewissen Zukunft. Ihre sarkastische Frage &#8222;Gab es nicht genug Gr&#228;ber in &#196;gypten?&#8221; zeigt typisch j&#252;dischen Humor in existenzieller Bedr&#228;ngnis.&#8203;</p><h4>Gottes Plan und menschliche Freiheit</h4><p>Rothschild stellt die theologische Frage, ob Gott von Anfang an einen Plan hatte. Er vergleicht die biblische Erz&#228;hlung mit aktuellen geopolitischen Ereignissen &#8211; etwa den Verhandlungen um Geiseln oder den Entwicklungen im Iran. Die Verh&#228;rtung des Herzens des Pharao und die zehn Plagen werfen die Frage auf, warum der Prozess so lange dauern musste. Vielleicht ist Gottes Plan nur r&#252;ckblickend erkennbar und entsteht im Dialog mit dem Volk.&#8203;</p><h4>Das Lied am Schilfmeer</h4><p>Der Durchzug durchs Schilfmeer markiert den eigentlichen Moment der Befreiung. Der Rabbiner singt Verse aus <em>Schirat Hajam</em> (Kapitel 15) und erkl&#228;rt, dass das Lied in der Tora-Rolle speziell formatiert ist: Die Textkolumnen bilden W&#228;nde, dazwischen der freie Raum f&#252;r den Durchzug der Israeliten. Die vernichtete &#228;gyptische Armee liegt unbestattet am Strand &#8211; f&#252;r die &#196;gypter ein doppelter Tod, da ihnen die Grabst&#228;tte f&#252;r ein Weiterleben im Jenseits fehlt.&#8203;</p><h4>Aktualit&#228;t und Gedenken</h4><p>Walter verbindet den Wochenabschnitt mit dem Holocaust-Gedenktag (27. Januar) und <em>Tu Bischwat</em>, dem Neujahrsfest der B&#228;ume. Er kritisiert Gedenkfeiern, bei denen die j&#252;dischen Opfer nicht explizit benannt wurden. Der Segensspruch <em>Schehechejanu</em> &#8211; &#8222;der uns bis zu diesem Moment gebracht hat&#8221; &#8211; dr&#252;ckt Dankbarkeit f&#252;r erreichte Etappen aus, auch wenn die Zukunft ungewiss bleibt.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>