<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[ahavta - Begegnungen: Das jüdische Jahr]]></title><description><![CDATA[Mit Rosch HaSchana, dem Neujahr, beginnt das jüdische Jahr. Die Zählung der Kalenderjahre ist seit Mitte September 2023 bereits bei 5784. Die Feste im Kalender werden von Israel nach den Geboten der Tora festgelegt. Die Zeit aber wird vom Schabbat strukturiert, den Gott mit der Schöpfung der Welt eingeführt hat.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/s/das-juedische-jahr</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png</url><title>ahavta - Begegnungen: Das jüdische Jahr</title><link>https://plus.ahavta.com/s/das-juedische-jahr</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Fri, 01 May 2026 22:34:17 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://plus.ahavta.com/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Ricklef Münnich]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[info@ahavta.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[info@ahavta.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Ricklef Münnich]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Ricklef Münnich]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[info@ahavta.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[info@ahavta.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Ricklef Münnich]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Schabbat Emor || Was darf man von einem Priester – oder Rabbiner – erwarten?]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Priester, Rabbiner, Politiker: Wer im &#246;ffentlichen Dienst steht, lebt unter besonderen Regeln. Rabbiner Dr. Walter Rothschild liest Emor &#8211; und spricht Klartext.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/emor-von-priester-und-rabbinern</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/emor-von-priester-und-rabbinern</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 01 May 2026 12:03:23 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/194647554/8eed1ea2b0936661f43326b90d45d82e.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Da ich endlich einmal Ferien mache, sende ich heute die Aufzeichnung des Worts zum Schabbat vom 13. Mai 2022. Diese Erkl&#228;rung zur Parascha Emor erschien noch nicht auf dieser Website.</em></p><div><hr></div><p><em><strong>Rabbiner Dr. Walter Rothschild</strong></em> verbindet in seiner Auslegung zum Wochenabschnitt <em><strong>Emor</strong></em> (<strong>3. Mose 21&#8211;24</strong>) den antiken Priesterkodex mit  aktuellen Fragen &#252;ber W&#252;rde, Beruf und moralische Standards.</p><p>Ausgangspunkt ist der Skandal um ein deutsches Rabbinerseminar, der kurz vor der Aufzeichnung die j&#252;dische &#214;ffentlichkeit besch&#228;ftigte: Vorw&#252;rfe sexueller und psychologischer Bel&#228;stigung warfen die grunds&#228;tzliche Frage auf, was man von Rabbinerinnen und Rabbinern &#252;berhaupt verlangen darf &#8211; und kann.</p><p>Rothschilds theologischer Schl&#252;ssel ist der Unterschied zwischen Priester und Rabbiner. Der Priester steht zwischen Gott und den Menschen, der Rabbiner zwischen den Menschen und Gott. Diese umgekehrte Richtung ist fundamental: Priester segnen im Namen Gottes, Rabbiner lehren und entscheiden, segnen aber nicht selbst &#8211; auch der aaronitische Segen (Numeri 6) wird stets in der dritten Person gesprochen, als Zitat.</p><p>Das Priesteramt war erblich und nur &#252;ber Nachkommen Aarons zug&#228;nglich &#8211; ganz anders als das Amt des Rabbiners, das offen ist. Daraus ergibt sich die Pflicht des Kohen, f&#252;r priesterlichen Nachwuchs zu sorgen, was weitreichende Regelungen &#252;ber Heirat, Reinheit und Familienstand erkl&#228;rt. Der Hohepriester unterlag noch strengeren Bedingungen: Er durfte sich nicht einmal zur Beerdigung seiner eigenen Eltern verunreinigen &#8211; er ist zu jeder Zeit im Dienst, &#228;hnlich einem Papst oder einem Staatschef.</p><p>K&#246;rperliche Unversehrtheit als Voraussetzung f&#252;rs Amt f&#252;hrt Rothschild behutsam in die Gegenwart: Tattoos und Lehramt in Berlin, die MeToo-Debatte, die Frage homosexueller Rabbiner. &#220;berall dieselbe Spannung &#8211; zwischen individueller Freiheit und dem, was eine Gemeinschaft von ihren F&#252;hrungspersonen erwartet.</p><p>Sein Fazit ist n&#252;chtern: Man erwartet von Menschen in herausgehobenen Positionen immer h&#246;here oder andere Standards. Das ist nicht immer gerecht, aber es ist so. Die Tora-Texte aus dem Stiftzelt sind 3000 Jahre alt &#8211; die Fragen, die sie aufwerfen, sind es nicht.</p><div class="captioned-button-wrap" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/emor-von-priester-und-rabbinern?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="CaptionedButtonToDOM"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke, dass du bei ahavta - Begegnungen dabei bist! 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Amnon Seelig liest Acharej/Kedoschim als Ruf gegen Rache, Groll und die Bedr&#252;ckung des Fremden.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/acharej-und-kedoschim-ani-haschem</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/acharej-und-kedoschim-ani-haschem</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 24 Apr 2026 12:03:32 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/195270804/75bad23f0ade7cc362f8e97828856ae8.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kantor Amnon Seelig</strong></em> verbindet den doppelten Wochenabschnitt <em><strong>Acharej Mot und Kedoschim</strong></em> (<strong>3. Mose 16&#8211;20</strong>) mit der Gegenwart j&#252;discher Erinnerung. Er erz&#228;hlt zun&#228;chst pers&#246;nlich vom Jom haSikaron, dem israelischen Gedenktag f&#252;r gefallene Soldaten und Opfer des Terrors. Er ist nach seinem Onkel Amnon benannt, der im Jom-Kippur-Krieg gefallen ist. Darum ist dieser Tag f&#252;r ihn seit der Kindheit emotional belastend. Zugleich berichtet er von seiner Mutter in Tel Aviv, die in diesem Jahr nach Mannheim geflogen ist, um ihre Enkelinnen zu sehen. F&#252;r sie ist das keine Flucht vor dem Gedenken, denn, so sagt sie: Familien wie ihre brauchen keinen besonderen Gedenktag, f&#252;r sie ist jeder Tag ein Gedenktag.</p><p>Von dort f&#252;hrt Seelig in den Kern von Kedoschim: <em>&#8222;Du sollst deinen N&#228;chsten lieben wie dich selbst.&#8220;</em> Er betont, dass die g&#228;ngige deutsche &#220;bersetzung zu kurz greift. Im Hebr&#228;ischen steht <em>&#8222;re&#8217;acha&#8220;</em>, also eher Freund, Genosse, Mitmensch. Noch wichtiger ist f&#252;r ihn, dass meist nur die ber&#252;hmten Worte zitiert werden, nicht aber der ganze Vers: keine Rache &#252;ben, keinen Groll hegen, den N&#228;chsten lieben, und dann: <em><strong>&#8222;Ani HaSchem&#8220;, &#8222;Ich bin der Ewige&#8220;</strong></em>.</p><p>Gerade diese letzten beiden Worte sind f&#252;r Seelig entscheidend. Ohne sie w&#228;re das Gebot eine sch&#246;ne menschliche Ethik, eine soziale Regel, die auch in anderen Religionen und Kulturen vorkommt. Mit &#8222;Ich bin der Ewige&#8220; wird sie jedoch zur g&#246;ttlichen Weisung. Menschen &#228;ndern ihre Ma&#223;st&#228;be, Gesellschaften wandeln sich, Moden von Moral kommen und gehen. Das Wort Gottes aber bleibt.</p><p>Seelig erl&#228;utert mit Maimonides den Unterschied zwischen Rache und Groll. Rache verweigert dem anderen, was er einem selbst verweigert hat. Groll kann sogar dort bestehen, wo man hilft, aber innerlich oder ausdr&#252;cklich sagt: &#8222;Siehst du, ich bin besser als du.&#8220; Das f&#252;hrt zur &#220;berheblichkeit, w&#228;hrend Mose gerade f&#252;r seine Bescheidenheit ger&#252;hmt wird. Wer grollt oder Rache sucht, zeigt nach Seelig auch einen Mangel an Glauben: Der andere wird dann nicht mehr als Teil einer gr&#246;&#223;eren g&#246;ttlichen F&#252;hrung verstanden.</p><p>Schlie&#223;lich weitet Seelig den Vers &#252;ber die &#8222;Kinder deines Volkes&#8220; hinaus. Der folgende Vers &#252;ber den Fremden zeigt f&#252;r ihn: W&#252;rde, Recht und menschliches Verhalten gelten allen, auch Minderheiten und Fremden. N&#228;chstenliebe, Verzicht auf Rache und Schutz des Fremden beruhen nicht blo&#223; auf Humanit&#228;t, sondern auf Gottes bleibendem Gebot.</p><div class="captioned-button-wrap" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/acharej-und-kedoschim-ani-haschem?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="CaptionedButtonToDOM"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke, dass du bei ahavta - Begegnungen dabei bist! 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Rabbiner Andrew Steiman &#252;ber Freiheit, Verletzlichkeit und warum Neusch&#246;pfung Zerst&#246;rung braucht.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/tasria-und-mezora-durch-die-spalten</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/tasria-und-mezora-durch-die-spalten</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 17 Apr 2026 13:45:36 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/194433099/4ba4d4a47ba9910ecec2d2c8c48ec30b.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Andrew Steiman</strong></em> &#246;ffnet den doppelten Wochenabschnitt <em><strong>Tasria&#8211;Mezora</strong></em> (<strong>3. Mose 12&#8211;15</strong>) mit einem &#252;berraschenden Schl&#252;ssel: der Schl&#252;ssel-Challah, die am Schabbat nach Pessach gebacken wird. Sie erinnert daran, dass Pessach ohne Schawuot unvollst&#228;ndig bleibt &#8211; die k&#246;rperliche Befreiung aus &#196;gypten ruft nach der geistigen Befreiung durch die Annahme der Tora. In einer Anekdote mit Konfirmanden zeigt Andy, wie nah Pfingsten und Schawuot beieinanderliegen: Ostern bleibt folgenlos ohne Pfingsten, so wie der Auszug aus &#196;gypten ohne Sinai leer bliebe.</p><p>Von dort spannt er den Bogen zum j&#252;dischen Kalender der Gegenwart: Jom haSchoa we-haGwura und Jom haAzma&#8217;ut liegen acht Tage auseinander und geh&#246;ren zusammen. Der Gedenktag der Ermordeten, denen kein Grab und kein Todestag blieb, ist durch den j&#252;dischen Kalender gesch&#252;tzt &#8211; kein Antisemit kann ihn vereinnahmen. Und er tr&#228;gt bereits die Hoffnung in sich: Gwura, das Heldentum des Widerstands, und der Staat Israel als Antwort auf die Schoa.</p><p>Genau hier schl&#228;gt Andy die Br&#252;cke zu Tasria und Mezora. Die schwer verst&#228;ndlichen Reinheitsgesetze handeln davon, dass wir verk&#246;rperte Seelen sind &#8211; verletzlich, sterblich, und gerade deshalb heilig. Das Judentum steht zwischen Hedonismus und Askese: der K&#246;rper wird zum Medium des Geistes, in Essen, Ruhe und Sexualit&#228;t. Die l&#228;ngere Tame-Zeit nach der Geburt eines M&#228;dchens ist nicht frauenfeindlich, sondern w&#252;rdigt Chawa, die Mutter allen Lebens &#8211; ein Punkt, den Andy von seiner Gro&#223;mutter, der &#8222;besten Feministin, die er je kannte&#8221;, gelernt hat.</p><p>Mit Maimonides formuliert er das Grundprinzip: Neusch&#246;pfung geschieht durch Zerst&#246;rung. Was Josef Schumpeter &#8222;sch&#246;pferische Zerst&#246;rung&#8221; nennt, kennt die Tora l&#228;ngst. Der &#214;lzweig im Schnabel der Taube schmeckt bitter &#8211; Frieden kostet M&#252;he. Mit Leonard Cohen endet das Gespr&#228;ch hoffnungsvoll: Es sind die Spalten, durch die das Licht hereinkommt. Hoffnung, so <em>Rabbi Jonathan Sacks</em> s&#8217;&#8217;l, ist nicht Optimismus, sondern aktives Tun &#8211; auf gute Gelegenheiten: <em>Ois Simches (&#8222;M&#246;gen wir uns bei freudigen Anl&#228;ssen wiedersehen&#8220;)</em>.</p><div class="captioned-button-wrap" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/tasria-und-mezora-durch-die-spalten?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="CaptionedButtonToDOM"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke, dass du bei ahavta - Begegnungen dabei bist! 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Rabbiner Dr. Daniel Katz erkl&#228;rt die Logik der Speisegesetze.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/schemini-opfer-tod-und-kaschrut</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/schemini-opfer-tod-und-kaschrut</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 10 Apr 2026 13:12:15 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/193730673/0561c6040805ac7b3d6c959fff03281b.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; von ahavta &#8211; Begegnungen erl&#228;utert <strong>Rabbiner Dr. Daniel Katz</strong> den Wochenabschnitt <em><strong>Schemini</strong></em><strong> (3. Mose 9&#8211;11)</strong>. Aus technischen Gr&#252;nden ist er heute zwar gut zu h&#246;ren, aber nicht zu sehen.</p><p>Daniel erl&#228;utert, dass die Parascha Schemini lediglich drei Kapitel umfasst &#8211; Levitikus 9, 10 und 11 &#8211;, in denen dennoch eine bemerkenswerte Dramaturgie steckt. Das neunte Kapitel ist technisch gepr&#228;gt: Es beschreibt ausf&#252;hrlich die Tieropfer, die ausschlie&#223;lich in den Aufgabenbereich der <strong>Kohanim</strong>, der Priester, fallen. Katz betont dabei, dass j&#252;dische Priester keineswegs mit ihren christlichen Amtskollegen verwechselt werden d&#252;rfen &#8211; ihre Funktion ist biblisch-historischer Natur und ihnen wird im heutigen Gottesdienst allenfalls eine Ehrerbietung entgegengebracht. Beim korrekten Vollzug der Opferrituale spielen zwei Grunds&#228;tze eine zentrale Rolle: die exakte Einhaltung der Riten und die Vermeidung unn&#246;tigen Leidens der Tiere.</p><p>Das zehnte Kapitel bringt dann den dramatischen Bruch: Zwei der vier S&#246;hne Aarons, <strong>Nadab und Abihu</strong>, sterben mitten im Gottesdienst. Sie haben ein &#8222;fremdes Feuer&#8220; dargebracht &#8211; was genau damit gemeint ist, l&#228;sst der Text bewusst offen. Katz beschreibt dies als &#8222;wundersch&#246;nes Geschenk&#8220; f&#252;r die Rabbinen, da der Interpretationsspielraum gro&#223; bleibt. M&#246;gliche Deutungen reichen von Respektlosigkeit gegen&#252;ber Aaron und Mose, &#252;ber das Erscheinen im falschen Gewand, bis hin zum Auftreten in betrunkenem Zustand. Auch eine &#252;bertriebene, zu enthusiastische Gottesann&#228;herung wird erwogen. Aaron selbst schweigt angesichts des Verlustes zweier S&#246;hne &#8211; ein Zeugnis daf&#252;r, dass das Urteil Gottes letztlich nur anzunehmen ist.</p><p>Das elfte Kapitel widmet sich der <strong>Kaschrut</strong>, den Speisegesetzen. Landtiere m&#252;ssen gespaltene Klauen haben und Wiederk&#228;uer sein. Als Beispiele nennt die Tora Kamel, Hase und Schwein: Die ersten beiden sind zwar Wiederk&#228;uer, haben aber keine gespaltenen Klauen; das Schwein hingegen hat gespaltene Klauen, ist aber kein Wiederk&#228;uer. Katz unterstreicht, dass Schweine also nicht &#8222;an sich&#8220; verboten sind, sondern weil ihnen eines der zwei n&#246;tigen Merkmale fehlt &#8211; genauso wie Kamel und Hase. Bei V&#246;geln existiert kein erkennbares &#228;u&#223;erliches Merkmal; man muss einfach wissen, welche Arten erlaubt sind. Fische m&#252;ssen Flossen und Schuppen haben. Bemerkenswert findet Katz auch den Hinweis auf einige essbare Heuschreckenarten &#8211; f&#252;r Europ&#228;er heute fremd, in der W&#252;stenzeit aber m&#246;glicherweise ganz gew&#246;hnlich.</p><p>Abschlie&#223;end ordnet Katz die Parascha in den liturgischen Kalender ein: Die Schemini-Lesung f&#228;llt unmittelbar nach Pessach in die <strong>Omerz&#228;hlzeit</strong>, die sieben Wochen zwischen Pessach und Schawuot umfasst &#8211; die einzige Zeit im Jahr, die t&#228;glich und mit Nennung ihrer Zahl gez&#228;hlt wird, um jeden einzelnen Tag bewusst wahrzunehmen.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Chol HaMoed || Zeig mir dein Angesicht!]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Mose fordert mehr als einen Engel &#8211; er verlangt Gottes Gegenwart. Walter Rothschild entfaltet, was das f&#252;r uns heute bedeutet.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 03 Apr 2026 12:03:21 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/192991586/17224263d3f17443914d992b6739c073.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Dr. Walter Rothschild</strong></em> erl&#228;utert im Gespr&#228;ch mit Ricklef M&#252;nnich, dass Schabbat Chol HaMoed &#8211; der Schabbat, der in die Zwischenzeit der Pesach-Feiertage f&#228;llt &#8211; eine besondere Toralesung vorsieht, die nicht dem regul&#228;ren Wochenabschnitt folgt. <strong>Gelesen wird aus dem zweiten Buch Mose, Kapitel 33,12 bis 34,26.</strong></p><p>Die Vorgeschichte dieser Lesung ist die Katastrophe des Goldenen Kalbes: Das Volk Israel hatte in Abwesenheit von Mosche ein Kalb als Gottheit verehrt &#8211; in Anlehnung an &#228;gyptische G&#246;tterbilder, die es kannte. Nach einem blutigen Konflikt innerhalb des Volkes und tiefer Trauer sucht Mosche eine zweite Chance: Er steigt erneut zum Gott hinauf, um F&#252;rbitte f&#252;r sein Volk zu halten und Vergebung zu erwirken. Dabei geht er so weit, sich selbst aus Gottes Buch streichen zu lassen, falls Gott nicht vergibt.</p><p>In Kapitel 33 beginnt die eigentliche Lesung: Mosche fordert von Gott nicht nur einen Engel als Begleitung, sondern Gottes pers&#246;nliche Gegenwart. <strong>&#8222;Nur mit dir gehen wir weiter&#8220;</strong> &#8211; das ist Mosches Haltung. Er handelt mit Gott wie ein Freund mit einem Freund, und Gott gibt nach: Er stimmt zu, selbst mitzugehen, gew&#228;hrt Mosche aber nur einen Blick von hinten auf seine Herrlichkeit, denn <em>&#8222;kein Mensch kann mein Angesicht sehen und am Leben bleiben.&#8220;</em> Rothschild betont, wie faszinierend dieser Dialog ist &#8211; ein Mensch, der von Gott nicht nur Trost, sondern einen Beweis seiner Anwesenheit verlangt.</p><p>In Kapitel 34 erneuert Gott den Bund: Mosche haut zwei neue Steintafeln aus, steigt den Berg hinauf, und Gott verk&#252;ndet seine Wesensmerkmale &#8211; barmherzig, gn&#228;dig, langm&#252;tig, reich an Treue &#8211;, die bis heute in der Liturgie des Rosch Haschana und Jom Kippur zentral sind.</p><p>Die Haftara aus <strong>Ezechiel 37</strong> &#8211; das <strong>&#8222;Tal der trockenen Gebeine&#8221;</strong> &#8211; versteht Rothschild als eine prophetische Botschaft der Hoffnung. Ezechiel schaut in einer Vision ein Tal voller verdorrter Knochen; auf Gottes Gehei&#223; prophezeit er ihnen, woraufhin sie sich zusammenf&#252;gen, mit Fleisch und Haut bedecken und schlie&#223;lich durch den Geist (<em>ruach</em>) zum Leben erwachen. Historisch bezieht sich Ezechiel auf das babylonische Exil und die Wiedervereinigung der getrennten K&#246;nigreiche Juda und Israel. F&#252;r heute liest Rothschild darin ein Echo der gespaltenen israelischen Gesellschaft: Die zerstrittenen politischen und religi&#246;sen Lager k&#228;mpfen dennoch gemeinsam. Die Botschaft f&#252;r Pesach und Ostern gleicherma&#223;en lautet: <strong>Hoffnung ist m&#246;glich &#8211; auch aus den trockensten Knochen w&#228;chst neues Leben.</strong></p><div class="captioned-button-wrap" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="CaptionedButtonToDOM"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke, dass du ahavta - Begegnungen liest. Dieser Beitrag ist &#246;ffentlich. &#220;berlege, ob du ihn teilen m&#246;chtest.</p></div><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/p/chol-hamoed-zeig-mir-dein-angesicht?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p></div><p></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Zaw || Ägypten aus den Menschen ziehen]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | &#8222;Man kann die Menschen aus &#196;gypten ziehen &#8211; aber &#196;gypten aus den Menschen?&#8220; Kantor Amnon Seelig erkl&#228;rt, was das Blutverbot mit G&#246;tzenglauben und echter Ver&#228;nderung zu tun hat.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/zaw-aegypten-aus-den-menschen</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/zaw-aegypten-aus-den-menschen</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 27 Mar 2026 13:03:13 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/192302396/17fe9d44280ff21fd92087e2da1d001f.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; von <em>ahavta &#8211; Begegnungen</em> erl&#228;utert <em><strong>Kantor Amnon Seelig</strong></em> aus Mannheim den Wochenabschnitt <em><strong>Zaw</strong></em><strong> (3. Mose 6&#8211;8)</strong> anl&#228;sslich des Schabbat HaGadol, des Schabbats unmittelbar vor Pessach. Seelig erkl&#228;rt zun&#228;chst, dass dieser besondere Schabbat seinen Namen m&#246;glicherweise der Haftara verdankt, in der der Begriff &#8222;der gro&#223;e Tag&#8220; vorkommt; wahrscheinlicher aber ist, dass der Name auf die alte Tradition zur&#252;ckgeht, an diesem Schabbat ausnahmsweise eine rabbinische Predigt zu halten &#8211; ein Brauch, der erst seit dem 19. Jahrhundert wirklich verbreitet ist.&#8203;</p><p>Als musikalische Besonderheit weist Seelig auf den seltenen Toraakzent <em><strong>Schalschelet</strong></em> hin, der in der gesamten Tora nur viermal vorkommt und in dieser Parascha auf dem Wort &#8222;We-ischat&#8220; &#8211; &#8222;und er sch&#228;chtete&#8220; &#8211; liegt. Mit dieser Sch&#228;chtung &#252;bergibt Mose symbolisch das Priestertum an Aaron und seine S&#246;hne (Kapitel 8).&#8203; </p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;14d0eed1-c796-441e-875c-59bd72917e7b&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Zaw&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Zaw&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-03-26T13:01:57.605Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/31f2fd95-1856-471d-b7ac-12b95e6c78a1_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/zaw-ab8&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:187035757,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Den inhaltlichen Schwerpunkt legt Seelig auf das in Kapitel 7, Vers 27 ausgesprochene <strong>Verbot des Blutverzehrs</strong>. Er entfaltet dazu ausf&#252;hrlich die Deutung des Maimonides aus dem <em>&#8222;More Newuchim&#8220; </em>(F&#252;hrer der Unschl&#252;ssigen): Die heidnischen Sab&#228;er a&#223;en Blut, weil sie glaubten, dadurch eine &#8222;Bruderschaft&#8220; mit Geistern zu schlie&#223;en, die ihnen dann in Tr&#228;umen die Zukunft offenbaren w&#252;rden. Maimonides erkennt darin die eigentliche Sto&#223;richtung des Verbots: nicht nur eine symbolische Aussage &#252;ber Blut als Tr&#228;ger der Seele, sondern eine gezielte <strong>Umerziehung</strong> des Volkes Israel, das nach Jahrhunderten in &#196;gypten tief vom dortigen G&#246;tzendienst gepr&#228;gt war.&#8203;</p><p>Aufschlussreich ist dabei, dass die Tora die Formulierung &#8222;vertilgt werde aus seinen Sippen&#8220; sprachlich ausschlie&#223;lich f&#252;r Blutverzehr und G&#246;tzendienst verwendet &#8211; eine bewusste Gleichsetzung beider Vergehen. Zugleich kehrt die Tora die Wertung der G&#246;tzendiener um: Blut gilt nicht als unrein, sondern als reinigend &#8211; es wird &#252;ber Altar und Priestergew&#228;nder gegossen. Eben deshalb darf es nicht getrunken oder gesammelt werden.&#8203;</p><p>Seeligs abschlie&#223;ende Botschaft lautet: Tiefe Ver&#228;nderung beim Menschen gelingt nicht durch einen einzigen gro&#223;en Moment &#8211; selbst der Exodus aus &#196;gypten reichte nicht aus, um das Volk sofort zu wandeln (es errichtete unmittelbar danach das Goldene Kalb). Wirkliche Umerziehung geschieht nur <strong>methodisch, Schritt f&#252;r Schritt, mit Geduld</strong> &#8211; wie es die Tora durch ihre vielen Einzelgebote vorlebt.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">ahavta - Begegnungen is a reader-supported publication. To receive new posts and support my work, consider becoming a free or paid subscriber.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Wajikra || Korban – Näher zu Gott]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Was hat ein Tieropfer mit Spiritualit&#228;t zu tun? Rabbiner Ahrens erkl&#228;rt, warum &#8222;Korban&#8220; nicht Opfer bedeutet &#8211; und was der moderne Mensch dabei verloren hat.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wajikra-korban-naeher-zu-gott</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wajikra-korban-naeher-zu-gott</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 20 Mar 2026 13:03:11 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/191417612/1d73b532d85dce6c21ab47cfbbe0c2dd.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens</strong></em> er&#246;ffnet das <em>Wort zum Schabbat</em> zum Wochenabschnitt <em><strong>Wajikra</strong></em> (<strong>3. Mose 1&#8211;5</strong>) mit einem erkl&#228;renden Blick auf die besondere Stellung des dritten Buches Mose. Er erl&#228;utert, dass das Sefer Wajikra in charedischen Schulen traditionell als erstes Buch unterrichtet wird, weil es den ethisch-moralischen Kern des Judentums enth&#228;lt &#8211; von der N&#228;chstenliebe &#252;ber die Unterst&#252;tzung der Armen bis hin zu einer gerechten Gesellschaftsordnung. Es ist, so Ahrens, nicht nur eine &#8222;Torat Kohanim&#8220;, eine Anweisung f&#252;r die Priester, sondern zugleich eine Art &#8222;Grundgesetz&#8220; des j&#252;dischen Volkes.</p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren:  </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;9800fb2e-0527-4292-bb9b-7ec92a0efcd8&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Wajikra&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Wajikra&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-03-19T13:03:14.906Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/841da5b6-6ca0-49eb-be6f-a922eb62224c_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/wajikra-0c9&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:186927474,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:2,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Der Gespr&#228;chsschwerpunkt liegt auf den f&#252;nf Opferkategorien der Parascha: dem Brandopfer (Emporopfer), verschiedenen Speiseopfern als Huldigungsgaben, dem Friedensopfer, dem S&#252;ndopfer und dem Schuldopfer. Ahrens betont, dass der antike Opferritus f&#252;r die Menschen seiner Zeit eine tiefe spirituelle Erfahrung darstellte &#8211; vergleichbar mit einem gro&#223;en Volksfest, wie er es am Beispiel der Wallfahrtsfeste in Jerusalem anschaulich beschreibt.</p><p>Ein Schl&#252;sselbegriff des Gespr&#228;chs ist die hebr&#228;ische Wurzel des Wortes &#8222;<em>Korban</em>&#8220; (Opfer). Ahrens erkl&#228;rt im Anschluss an Rabbiner Samson Raphael Hirsch, dass &#8222;Korban&#8220; von &#8222;karow&#8220; &#8211; &#8222;sich n&#228;hern&#8220; &#8211; abgeleitet ist. Es geht also nicht darum, Gott zu &#8222;bestechen&#8220;, sondern darum, ihm n&#228;herzukommen und eine innige Beziehung zu ihm aufzubauen.</p><p>Ahrens skizziert auch die rabbinische Debatte &#252;ber den Ursprung des Opferdienstes: Der Radak erkl&#228;rt, Gott habe urspr&#252;nglich nur verlangt, auf seine Stimme zu h&#246;ren &#8211; erst nach dem S&#252;ndenfall mit dem Goldenen Kalb seien die Opfergesetze eingef&#252;hrt worden. Der Rambam erg&#228;nzt, dass die gew&#228;hlten Opfertiere bewusst solche waren, die anderen V&#246;lkern heilig galten, um durch deren Schlachtung den G&#246;tzendienst zu &#252;berwinden.</p><p>Den Abschluss bildet eine gemeinsame Reflexion &#252;ber den modernen Menschen: Nach der Tempelzerst&#246;rung vor ca. 2000 Jahren ersetzten Gebet und Synagoge den Opferdienst &#8211; das Gebet als &#8222;Dienst des Herzens&#8220;, wie der Talmud formuliert. Jehoschua Ahrens und ich stellen fest, dass der Mensch heute spirituelle Sehnsucht versp&#252;rt, aber verlernt hat, wie er sie stillen kann &#8211; und sich stattdessen in Konsumismus, Popkultur oder fern&#246;stlichen Ersatzreligionen verliert. Der Appell lautet: Wieder in die eigene religi&#246;se Tradition einzutauchen, sei sie j&#252;disch, christlich oder muslimisch.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Wajakhel & Pekude || Heilig: Zeit oder Raum?]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Was war das erste Heilige in der Tora &#8211; ein Berg, ein Altar, ein Tempel? Die Antwort &#252;berrascht. Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens &#252;ber Schabbat und Mischkan.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wajakhel-and-pekude-heilig</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wajakhel-and-pekude-heilig</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 13 Mar 2026 14:12:47 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/190770385/c993951389e405af533bbaa87f4187f9.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Vielen Dank an alle, die das Live-Video verfolgt haben &#8211; auch mit der kleinen Unterbrechung, die es Live immer geben kann! Sei auch beim n&#228;chsten Mal wieder dabei.</em></p><p><em><strong>Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens</strong></em> erkl&#228;rt, warum die Doppel-Parascha &#8222;<em><strong>Wajakhel-Pekude</strong></em>&#8220; <strong>(2. Mose 35&#8211;40)</strong> das zweite Buch Mose erst vollst&#228;ndig abschlie&#223;t. Unter Berufung auf <em>Nachmanides</em> (Ramban) betont er: Weder der Auszug aus &#196;gypten noch die Gabe der Tora am Sinai stellen bereits die wahre Freiheit dar. Erst mit dem Bau des Mischkan &#8211; des mobilen Stiftszeltes &#8211; ist der Exodus wirklich vollendet. Denn wahre Freiheit bedeutet, selbst einen heiligen Ort zu schaffen, an dem das Volk mit Gott in Verbindung treten und selbst entscheiden kann, wann es arbeitet und wann es ruht.&#8203;</p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;0663e85f-265e-42a2-8a05-f0ef3812879a&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Wajakhel&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Wajakhel&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-03-12T13:01:29.908Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/6d2c8588-0684-4c5a-aee5-b2fe7f47e0bc_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/wajakhel-b47&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:186251647,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><h4><strong>Schabbat und Mischkan &#8211; untrennbar verbunden</strong></h4><p>Der scheinbar &#252;berraschende Schabbat-Vers zu Beginn von Wajakhel (2. Mose 35,2) &#8211; &#8222;Sechs Tage sollt ihr Arbeit tun, am siebten ist euch Schabbat&#8220; &#8211; wird von Ahrens als theologisch zwingend erkl&#228;rt. Laut talmudischer Tradition sind die 39 Kategorien der am Schabbat verbotenen Arbeiten genau jene T&#228;tigkeiten, die beim Bau des Stiftszeltes verrichtet wurden. <em>Rabbiner Samson Raphael Hirsch</em> deutet dies so: Der Mensch unterwirft sich die Welt, um sich und seine Welt Gott zu unterwerfen. Am Schabbat h&#228;lt er inne und huldigt damit dem einzigen wahren Sch&#246;pfer &#8211; dem Bekenntnis, dass nicht er selbst, sondern Gott der eigentliche Urheber aller Sch&#246;pfung ist. Selbst die Heiligkeit des Mischkan vermag den Schabbat nicht zu &#8222;&#252;bertrumpfen&#8221;.&#8203;</p><h4>Heiligkeit in Zeit und Raum</h4><p>Im Zentrum steht f&#252;r Ahrens die Frage, was im Judentum als &#8222;heilig&#8221; gilt. Mit <em>Abraham Joshua Heschel</em> weist er darauf hin, dass das erste Vorkommen des Wortes &#8222;<em>kadosch</em>&#8221; (heilig) in der Tora nicht einem Ort, sondern der Zeit gilt: Gott segnete den siebten Tag und machte ihn heilig (1. Mose 2). Heschel schreibt: <em>&#8222;Sechs Tage leben wir unter der Tyrannei der Dinge des Raumes. Am Schabbat versuchen wir uns einzustimmen auf die Heiligung der Zeit.&#8220;</em> Ahrens erg&#228;nzt Heschel: Die Heiligkeit liegt im Judentum in beidem &#8211; in Zeit und Raum. Schabbat und Mischkan (heute: Synagoge) geh&#246;ren zusammen und bedingen einander.&#8203;</p><h4>Freiheit, Gegenwart Gottes und Israel</h4><p>Abschlie&#223;end entfaltet der Rabbiner den Gedanken der Gottesbezeichnung &#8222;<em>Maqom</em>&#8220; (Ort): Gott selbst ist der Ort der Welt, er ist omnipr&#228;sent. Deshalb konnte das Judentum auch nach der Zerst&#246;rung des Tempels fortbestehen. Und doch bleibt die r&#228;umliche Dimension bedeutsam &#8211; das Land Israel und Jerusalem als heiliger Ort. F&#252;r Ahrens ist die fortdauernde Existenz des j&#252;dischen Volkes trotz aller Verfolgung ein Zeichen der Gegenwart Gottes in der Geschichte. Schabbat und Synagoge nennt er <em>&#8222;zwei echte Geschenke Gottes&#8220;</em>, die dem Menschen Raum und Zeit geben, um den Alltag loszulassen und die Heiligkeit Gottes zu sp&#252;ren.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Ki Tissa || Gottes Gebet – was Gott sich selbst wünscht]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Gnade schl&#228;gt Gerechtigkeit &#8211; so lautet Gottes eigenes Gebet. Was das mit dem goldenen Kalb und Jom Kippur zu tun hat, zeigt Rabbiner Dr. Daniel Katz.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/ki-tissa-gottes-gebet</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/ki-tissa-gottes-gebet</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 06 Mar 2026 13:03:16 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/190028612/08ba1e0db22f7e769487dbc18c71394a.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8222;Wort zum Schabbat&#8221; von ahavta &#8211; Begegnungen erl&#228;utert <em><strong>Rabbiner Dr. Daniel Katz</strong></em> die Parascha <em><strong>Ki Tissa</strong></em> (<strong>2. Mose 30,11&#8211;34,35</strong>) anhand zweier zentraler Bibelstellen, die beide eine herausragende liturgische Bedeutung besitzen.</p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;2a7c4931-1c29-4a1d-822c-292190cdf8d0&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Ki Tissa&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Ki Tissa&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-03-05T13:00:56.098Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/bc222df3-5a16-453a-8c33-1e8597befb47_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/ki-tissa-33d&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:186123491,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><h4>Der Schabbat als ewiges Zeichen</h4><p>Als erste Schl&#252;sselstelle hebt Daniel Katz <strong>2. Mose 31,16&#8211;17</strong> hervor: <em>&#8222;Die Israeliten sollen den Schabbat halten als ewiges Zeichen zwischen mir und ihnen.&#8220;</em> Diese Verse finden sich w&#246;chentlich in der Freitagabendliturgie und beschlie&#223;en den ersten Hauptteil des Abendgebets &#8211; die Einheit rund um das <em>&#8222;Schma Jisrael&#8220;</em>. Der Abschnitt erinnert daran, dass der Schabbat im Sch&#246;pfungswerk Gottes verankert ist: Sechs Tage schuf Gott Himmel und Erde, am siebten ruhte er. F&#252;r Katz macht dies den Schabbat nicht nur zu einem Gebot, sondern zu einem Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk.</p><div><hr></div><p><em>Bei der diesj&#228;hrigen Rabbinerbegegnung vom 20. bis 23. Juli 2026 geht es um die Liturgie. Mit Rabbiner Dr. Walter Rothschild lesen und lernen wir im j&#252;dischen Gebetbuch, dem Siddur. F&#252;r die allerletzten Teilnehmerpl&#228;tze melde dich umgehend an!</em></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/rabbinerbegegnung-2026-mit-dem-siddur&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Tora-Lernen 2026&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/p/rabbinerbegegnung-2026-mit-dem-siddur"><span>Tora-Lernen 2026</span></a></p><div><hr></div><h4>Gottes Selbstoffenbarung und die 13 Eigenschaften</h4><p>Als zweite Schl&#252;sselstelle behandelt Katz <strong>2. Mose 34,6&#8211;7</strong>, die sogenannten 13 Eigenschaften Gottes: &#8222;Der HErr, der HErr, Gott, barmherzig und gn&#228;dig, langm&#252;tig, reich an G&#252;te und Treue &#8230;&#8221; Diese Worte fallen im Kontext der Erneuerung des Bundes nach dem Abfall des Volkes mit dem Goldenen Kalb. Mose hatte die ersten Steintafeln zerbrochen; nun empf&#228;ngt er von Gott neue Tafeln und erlebt, wie Gott selbst seinen Charakter ausruft. In der Liturgie zu Jom Kippur werden diese Verse zur Kernaussage &#8211; allerdings bricht man sie bewusst in der Mitte von Vers 7 ab, sodass die Bereitschaft Gottes zur Vergebung im Vordergrund steht, nicht die Androhung von Strafe f&#252;r nachfolgende Generationen.</p><h4>Gottes eigenes Gebet</h4><p>Im Talmud, so Katz, findet sich die bemerkenswerte Aussage, dass Gott selbst betet. Er betet, dass sein Merkmal der Gnade sein Merkmal der Gerechtigkeit &#252;berwiegen m&#246;ge. Dieses Spannungsverh&#228;ltnis zwischen G&#252;te und Gerechtigkeit pr&#228;gt das gesamte j&#252;dische Gottesverst&#228;ndnis und verleiht der Parascha <em>Ki Tissa</em> ihre besondere theologische Tiefe.</p><h4>Einbettung in die Festzeit</h4><p>Der Rabbiner bettet die Parascha au&#223;erdem in den liturgischen Jahreskalender ein: Der zugeh&#246;rige Schabbat ist der <em>&#8222;Schabbat Para&#8220;</em> &#8211; einer der vier besonderen Schabbatot in der Vorbereitungszeit vor Pessach. Die Lesung &#252;ber die rote Kuh (4. Mose 19) thematisiert Reinheit und bereitet das Volk auf das Pessachfest vor. Das scheinbar trockene Material der Parascha erweist sich so als au&#223;erordentlich reich &#8211; theologisch, liturgisch und im Blick auf den Rhythmus des j&#252;dischen Jahres.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Tezawe || Kleider machen Priester – und Unterhosen retten Leben]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Warum interessiert sich die Tora mehr f&#252;r Unterhosen als f&#252;r Fr&#246;mmigkeit? Rabbiner Dr. Walter Rothschild kommentiert &#8222;Tezawe" &#8211; mit Witz, Sch&#228;rfe und rabbinischer Tiefe.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/tezawe-kleider-machen-priester</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/tezawe-kleider-machen-priester</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 27 Feb 2026 14:49:27 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/189273910/f6aea22e4767b056aa612475770fb1a0.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der Wochenabschnitt &#8222;<em><strong>Tezawe</strong></em>&#8221; (<strong>2. Mose 27,20&#8211;30,10</strong>) beginnt mit den Vorschriften &#252;ber das heilige &#214;l f&#252;r die Menora und behandelt dann ausf&#252;hrlich die priesterlichen Gew&#228;nder. </p><div><hr></div><p><em>Du kannst den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und als Podcast h&#246;ren:</em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;bad7edc2-2574-40c6-a3e3-748b70cd1221&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Tezawe&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Tezawe&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-02-26T13:01:27.995Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/44b62c59-7555-4c25-9d27-8e2879d7e4b9_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/tezawe-db2&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:186019327,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:2,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p><em><strong>Rabbiner Dr. Walter Rothschild</strong></em> nimmt die Kleidungsvorschriften zum Anlass f&#252;r eine grunds&#228;tzliche Reflexion &#252;ber das Verh&#228;ltnis von &#228;u&#223;erem Schein und innerer Qualit&#228;t: Die Tora interessiert sich weniger daf&#252;r, wie kompetent, gebildet oder fromm Aaron und seine S&#246;hne sind, sondern vor allem daf&#252;r, wie sie <em>aussehen</em> &#8211; ein Befund, den Rothschild als &#8222;Gr&#228;uel&#8221; bezeichnet. Er zieht eine kritische Linie zu religi&#246;sen F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten aller Konfessionen, f&#252;r die das &#196;u&#223;erliche &#8211; Turban, Kippa, Kardinalstracht &#8211; zur wichtigsten Legitimation wird, und schildert eigene Erfahrungen aus seiner Zeit als Gemeinderabbiner in Berlin, wo man ihm die korrekte Kleidung wichtiger nahm als seine inhaltliche Kompetenz.&#8203;</p><p>Die detaillierten Beschreibungen von Brustschild, Efod, Oberkleid und Kopfbund interpretiert Rothschild nicht als Symbol tiefer Spiritualit&#228;t, sondern mit n&#252;chternem Realismus: Die Priester verrichten schwere k&#246;rperliche Arbeit &#8211; Schlachten, Blut, Feuer, Weihrauch &#8211;, und daf&#252;r br&#228;uchte man eigentlich zweckm&#228;&#223;ige Arbeitskleidung, keine Prunkgew&#228;nder. </p><p>Besonderes Gewicht legt er auf die oft &#252;bersehenen Verse &#252;ber die Leinenhosen (Unterhosen) am Ende von Kapitel 28: Sie sollen verhindern, dass beim Besteigen der Altartreppen unter dem Gewand etwas sichtbar wird. Rothschild verkn&#252;pft dies mit der Schamszene im Garten Eden und verweist auf die talmudische Diskussion im Traktat <em>Sewachim</em> (88a/b), wonach die ausgenutzten Priesterhosen als Dochte f&#252;r die Tempellampen dienten &#8211; heilig geworden durch den k&#246;rperlichen Kontakt mit den Priestern, was er als geradezu paradoxe Pointe findet: <em>&#8222;Am Anfang des Wochenabschnitts haben wir die heiligen Lampen und am Ende werden die Dochte aus ausgenutzten Unterhosen gemacht.&#8221;&#8203;</em></p><p>Den zweiten Schwerpunkt bildet der <strong>Schabbat Sachor</strong>, der Schabbat vor Purim. Die Sonderlesung aus 5. Mose 25,17&#8211;19 gebietet die Erinnerung an den &#220;berfall Amaleks auf die ersch&#246;pften Israeliten in der W&#252;ste &#8211; ein feiger Hinterhaltsangriff ohne Kriegserkl&#228;rung, gegen Schwache und Alte. Rothschild betont das theologische Paradox: &#8222;Sachor&#8221; (Erinnere dich!) und &#8222;Lo Tischkach&#8221; (Vergiss nicht!) werden aufgerufen, damit das Andenken Amaleks am Ende ausgel&#246;scht werden kann. </p><p>Walter Rothschild sieht in Amalek ein zeitloses Symbol f&#252;r den Erzfeind, der Juden ohne rationalen Grund hasst und angreift &#8211; und zieht eine direkte Linie vom biblischen Amalek &#252;ber Haman im Buch Esther bis zur Hamas.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Teruma || 450 Verse für ein Zelt: Was die Tora wirklich wichtig findet]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Was ist wichtiger: die ganze Welt oder ein provisorisches Zelt? Die Tora gibt eine klare Antwort. Kantor Amnon Seelig erl&#228;utert, wo Gott wohnt.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/teruma-450-verse-fuer-ein-zelt</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/teruma-450-verse-fuer-ein-zelt</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 20 Feb 2026 13:02:47 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/188485410/242b32efbc2081992c6e9a055b4d41a7.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kantor Amnon Seelig</strong></em> er&#246;rtert im &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; von ahavta - Begegnungen den Tora-Wochenabschnitt <strong>&#8222;</strong><em><strong>Teruma</strong></em>&#8220; (<strong>2. Mose 25,1&#8211;27,19</strong>), der von den freiwilligen Gaben der Israeliten f&#252;r den Bau des Heiligtums in der W&#252;ste handelt. Im Zentrum seiner Auslegung steht ein bemerkenswertes Ph&#228;nomen: W&#228;hrend die gesamte Sch&#246;pfung des Universums im 1. Buch Mose nur mit etwa 34 Versen beschrieben wird, umfasst der Bau des Stiftzeltes (Mischkan) rund 450 Verse &#8211; also das 15-fache.&#8203;</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;bd62c9a9-3ada-46e5-a04a-22fe204fd397&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Teruma&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Teruma&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-02-19T13:02:00.000Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/5cab0be1-172f-4ff8-a865-fa2b3296526a_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/teruma-fd7&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:185463110,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:1,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Amnon verweist auf den israelischen Gelehrten <em>Jeschajahu Leibowitz</em> (1903&#8211;1995), Professor f&#252;r Biochemie, Biologie, j&#252;dische Geschichte und Philosophie, der diesen Vergleich ausf&#252;hrlich analysiert hat. Das Stiftzelt war dabei keineswegs ein beeindruckendes Bauwerk, sondern eine provisorische H&#252;tte aus 20 mal 8 Brettern, ohne Dach, umspannt von Tierhaut und beweglich f&#252;r die W&#252;stenwanderung. Nach dem Bau des Jerusalemer Tempels hatte es keine Bedeutung mehr.&#8203;</p><p>Die theologische Pointe liegt in der Gewichtung: Die Sch&#246;pfung &#8211; alles Physische, alle Galaxien und Planeten &#8211; dient dem Menschen, der als &#8222;Krone der Kreatur&#8221; gilt. Das Stiftzelt hingegen repr&#228;sentiert, wie der Mensch Gott dient. Diese Funktion ist der Tora unvergleichlich wichtiger, was sich in der ausf&#252;hrlichen Detaillierung zeigt. Entscheidend ist dabei die grammatische Formulierung: Gott sagt nicht, er werde im Heiligtum (hebr. <em>betocho</em>) wohnen, sondern &#8222;<em>betocham</em>&#8221; &#8211; in ihrer Mitte, im Volk. Die materiellen Dinge wie Gold, Silber, Holz sind letztlich &#8222;wertlos&#8221;; Gott wohnt dort, wo Menschen ihm dienen.&#8203;</p><p>Amnon betont, dass diese Perspektive auch aktuelle Relevanz besitzt: W&#228;hrend verantwortungsvoller Umgang mit der Natur geboten ist, darf der Mensch sich nicht der Natur unterordnen. Die Tora kennt viele Umweltregeln, aber der Dienst gilt Gott, nicht der Sch&#246;pfung. Seit der Zerst&#246;rung des Tempels vor 2000 Jahren ist jede Synagoge ein &#8222;<em>Mikdasch Katan</em>&#8221; &#8211; ein kleiner Tempel &#8211;, in dem diese Tradition fortlebt.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Mischpatim || Gott steckt im Detail]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Rabbiner Andrew Steiman zeigt: Ein winziger hebr&#228;ischer Buchstabe verbindet die Zehn Gebote mit 53 Rechtsvorschriften &#8211; und macht Zivilrecht zur g&#246;ttlichen Offenbarung am Sinai.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/mischpatim-gott-steckt-im-detail</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/mischpatim-gott-steckt-im-detail</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 13 Feb 2026 14:47:56 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/187771308/11d050e03311e1d623c45691807b35cb.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Andrew Steiman</strong></em> erl&#228;uterte in der Live-Sendung &#8222;Wort zum Schabbat&#8221; den Tora-Wochenabschnitt &#8222;<em><strong>Mischpatim</strong></em>&#8221; (<strong>2. Mose 21&#8211;24</strong>), der 53 Gebote und Verbote enth&#228;lt. Der Name bedeutet &#8222;Rechtsordnungen&#8221; und bezeichnet zivilrechtliche Vorschriften, die f&#252;r alle gelten &#8211; nicht nur f&#252;r Juristen. Diese Gebote sind laut Maimonides alle gleichwertig, man darf sich nicht beliebig aussuchen, welche man befolgen m&#246;chte.</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;a2e2d4ca-6ec0-4ac7-9cca-26b0bf77fbb9&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Mischpatim&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Mischpatim&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-02-12T13:02:06.492Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/6efd3374-010c-4074-b287-9a5f4fb81b0f_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/mischpatim-d6d&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:184818335,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p><strong>Verbindung zu den Zehn Geboten</strong></p><p>Entscheidend ist der erste Satz: &#8222;Und dies sind die Rechtsvorschriften&#8221; (<em>Ve-ele ha-Mischpatim</em>). Das kleine W&#246;rtchen &#8222;und&#8221; (<em>Vav</em>), ein Haken im Hebr&#228;ischen, verkn&#252;pft Mischpatim untrennbar mit den Zehn Geboten aus dem vorherigen Wochenabschnitt. Steiman betont, dass damit das Zivilrecht nicht s&#228;kulares Menschenwerk ist, sondern am Sinai gegeben wurde &#8211; mit derselben g&#246;ttlichen Autorit&#228;t wie die Zehn Gebote. Die Zehn Gebote (hebr. <em>Aseret ha-Dibrot</em> &#8211; &#8222;die zehn Worte&#8221;) sind ein Kompendium aller 613 Gebote: Alle Kategorien &#8211; positiv und negativ, zeitgebunden und zeitlos, zwischen Mensch und Gott sowie zwischen Mensch und Mensch &#8211; sind in ihnen repr&#228;sentiert</p><p><strong>Ganzheitliches Konzept</strong></p><p>Steiman vergleicht die Mischpatim mit der Bauhaus-Architektur, wo jedes Detail aufeinander abgestimmt ist. Die Gebote bilden ein ganzheitliches System wie den <em>Schulchan Aruch</em>, den &#8222;Gedeckten Tisch&#8221;, auf dem alles bereitsteht, um ein j&#252;disches Leben zu f&#252;hren. Gott steckt im Detail, so zitiert Steiman <em>Rabbiner Sacks</em>: Die Gr&#246;&#223;e des Judentums liegt nicht nur in der edlen Vision, sondern in der detaillierten Gesetzgebung, durch die diese Vision in die gelebte Wirklichkeit &#252;bertragen wird.</p><p><strong>Sklavenrecht als Beispiel</strong></p><p>Das erste behandelte Gebot betrifft den hebr&#228;ischen Sklaven, der nach sechs Jahren freigelassen werden muss. Dies erscheint paradox direkt nach der Befreiung aus &#196;gypten, zeigt aber den graduellen Fortschritt: Selbst Sklaven haben Rechte, d&#252;rfen nicht geschlagen werden und haben einen Vertragscharakter. Es handelt sich eher um Arbeitsvertr&#228;ge f&#252;r Verschuldete &#8211; ein soziales Sicherungsnetz, das verhindert, dass Menschen in der Gosse landen.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bi2S!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fe9a77d9d-c51f-4dd3-aa0b-553b2e45ec43_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Jitro || Erwählung als Verpflichtung]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Die Tora wurde allen V&#246;lkern angeboten, doch nur Israel nahm sie an. Rabbiner Ahrens zeigt: Erw&#228;hlung bedeutet nicht &#220;berlegenheit, sondern Verantwortung f&#252;r die gesamte Menschheit.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/jitro-erwaehlung-als-verpflichtung</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/jitro-erwaehlung-als-verpflichtung</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 06 Feb 2026 14:06:01 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/187007706/878d9d73f532c99f2f57ab3374e31e88.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>In der Sendung &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; erl&#228;utert <em><strong>Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens</strong></em> den Tora-Wochenabschnitt &#8222;<em><strong>Jitro</strong></em>&#8220; (<strong>2. Mose 18&#8211;20</strong>). </p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren:</em> </p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;2d084105-3e08-4c55-8626-1b2f3f9e92aa&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Jitro&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Jitro&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-02-05T13:02:17.381Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/6c86f878-8b11-404d-b560-b52dea5f88c8_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/jitro&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:184708080,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Der Rabbiner hebt zun&#228;chst die Bedeutung des Namensgebers hervor: Dass die Parascha, die die Offenbarung der Zehn Gebote enth&#228;lt, nach Jitro, dem nichtj&#252;dischen Schwiegervater von Mose, benannt ist, sei kein Zufall. Es symbolisiere die j&#252;dische Offenheit f&#252;r Weisheit, unabh&#228;ngig von ihrer Herkunft: <em>&#8222;Egal von woher die Wahrheit kommt, die nimmt man an.&#8220;</em> Jitro erkennt, dass Mose mit der alleinigen Rechtsprechung &#252;berfordert ist, und r&#228;t ihm, Aufgaben zu delegieren. Mose nimmt diesen Rat an, was Ahrens als Zeichen wahrer F&#252;hrungsgr&#246;&#223;e deutet. Anstatt egozentrisch an Macht zu klammern, stellt Mose das Wohl der Gemeinschaft in den Vordergrund und schafft Strukturen, die ihn entlasten.</p><p>Ein Schwerpunkt der Erl&#228;uterungen liegt auf dem 19. Kapitel und dem Konzept der Erw&#228;hlung. Ahrens betont, dass die Auserw&#228;hlung Israels (<em>&#8222;Am Segula&#8220;</em>) keineswegs eine &#220;berlegenheit gegen&#252;ber anderen V&#246;lkern impliziert. Vielmehr handele es sich um eine besondere Verpflichtung: Israel sei auserw&#228;hlt, Gott exklusiv zu dienen und als &#8222;K&#246;nigreich von Priestern&#8220; eine Vorbildfunktion einzunehmen. Diese partikulare Rolle Israels ist untrennbar mit einem universalen Auftrag verkn&#252;pft &#8211; dem Segen f&#252;r alle V&#246;lker. Ahrens verweist auf einen Midrasch, wonach Gott die Tora zuvor allen anderen Nationen anbot, diese jedoch ablehnten, da sie die strengen moralischen Forderungen nicht akzeptieren wollten. Nur Israel erkl&#228;rte sich bereit, die Tora mit ihren 613 Geboten ohne Vorbehalte anzunehmen.</p><p>Abschlie&#223;end diskutieren Jehoschua und ich die Relevanz der Zehn Gebote f&#252;r Christen. Ahrens differenziert hier deutlich: Die Zehn Gebote in ihrer spezifischen Form &#8211; insbesondere die strikte Sabbatruhe und der absolute Monotheismus &#8211; gelten prim&#228;r f&#252;r das j&#252;dische Volk. F&#252;r Nichtjuden, und damit theologisch auch f&#252;r Christen, sei der &#8222;Noachidische Bund&#8220; mit seinen sieben ethischen Grundgeboten ma&#223;geblich. Ahrens sieht darin jedoch keine Trennung, sondern eine Verbindung: Juden und Christen teilen durch die noachidischen Prinzipien und die &#8222;christlich-j&#252;dische Tradition&#8220; ein gemeinsames Wertefundament. In einer Welt, in der diese Werte zunehmend erodieren, sei es die gemeinsame Aufgabe beider Religionen, f&#252;r Ethik und Moral einzustehen, auch wenn theologische Unterschiede bestehen bleiben d&#252;rfen.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Beschallach || Die zwei Laden: Von Josefs Gebeinen und göttlichen Umwegen]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | W&#228;hrend alle Gold sammelten, suchte Mose Knochen. Und warum w&#228;hlte Gott den Umweg durch die W&#252;ste? &#220;ber g&#246;ttliche Strategie und die Kraft des Erinnerns.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/beschallach-die-zwei-laden</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/beschallach-die-zwei-laden</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 30 Jan 2026 14:46:33 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/186220330/ad8650a4de56dd2fd2d58e01ecf7e54f.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Dr. Walter Rothschild</strong></em> spricht &#252;ber den Tora-Wochenabschnitt <em><strong>Beschallach</strong></em> (2. Mose 13,17&#8211;17,16). Der Schabbat tr&#228;gt den Namen <em>Schabbat Schira</em> (Schabbat des Liedes) und ist zugleich der erste Schabbat seit zweieinhalb Jahren, an dem kein Gebet f&#252;r Geiseln mehr gesprochen werden muss &#8211; eine besondere Form der Befreiung.&#8203;</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;b5f6e69a-c920-4b83-b903-aa5545d19a78&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Beschallach&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Beschallach&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-01-29T13:03:03.412Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/6ebc25df-a30c-4d5d-bd76-616a97044be2_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/beschallach-c88&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:184598664,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><h4>Josefs Gebeine als Symbol der Kontinuit&#228;t</h4><p>Walter Rothschild hebt die Bedeutung von Josefs Gebeinen hervor, die Mose beim Auszug aus &#196;gypten mitnimmt. Josef ist die Verbindung des Volkes zu den Patriarchen und zum verhei&#223;enen Land. Die Israeliten tragen seinen Sarg durch die W&#252;ste, bis er in Sichem begraben wird &#8211; auf jenem Grundst&#252;ck, das Jakob einst gekauft hat. Diese Kontinuit&#228;t vom Buch Genesis bis zum Buch Josua zeigt, dass Versprechen &#252;ber Generationen hinweg bewahrt werden.&#8203;</p><h4>Die Ambivalenz des Exodus</h4><p>Der Name des Wochenabschnitts <em>Beschallach</em> bedeutet &#8222;als Pharao sie wegschickte&#8220; und verdeutlicht: Die Israeliten wollten nicht wirklich gehen. Sie waren &#252;ber Generationen in &#196;gypten verwurzelt, kannten den Alltag und hatten sozusagen Vollbesch&#228;ftigung. Gott f&#252;hrt sie nicht den direkten Weg entlang der Mittelmeerk&#252;ste (<em>Derech Plistim</em>, die Stra&#223;e der Philister), sondern durch einen Umweg zum Schilfmeer. Die Israeliten stehen zwischen Angst vor der Vergangenheit und Furcht vor einer ungewissen Zukunft. Ihre sarkastische Frage &#8222;Gab es nicht genug Gr&#228;ber in &#196;gypten?&#8221; zeigt typisch j&#252;dischen Humor in existenzieller Bedr&#228;ngnis.&#8203;</p><h4>Gottes Plan und menschliche Freiheit</h4><p>Rothschild stellt die theologische Frage, ob Gott von Anfang an einen Plan hatte. Er vergleicht die biblische Erz&#228;hlung mit aktuellen geopolitischen Ereignissen &#8211; etwa den Verhandlungen um Geiseln oder den Entwicklungen im Iran. Die Verh&#228;rtung des Herzens des Pharao und die zehn Plagen werfen die Frage auf, warum der Prozess so lange dauern musste. Vielleicht ist Gottes Plan nur r&#252;ckblickend erkennbar und entsteht im Dialog mit dem Volk.&#8203;</p><h4>Das Lied am Schilfmeer</h4><p>Der Durchzug durchs Schilfmeer markiert den eigentlichen Moment der Befreiung. Der Rabbiner singt Verse aus <em>Schirat Hajam</em> (Kapitel 15) und erkl&#228;rt, dass das Lied in der Tora-Rolle speziell formatiert ist: Die Textkolumnen bilden W&#228;nde, dazwischen der freie Raum f&#252;r den Durchzug der Israeliten. Die vernichtete &#228;gyptische Armee liegt unbestattet am Strand &#8211; f&#252;r die &#196;gypter ein doppelter Tod, da ihnen die Grabst&#228;tte f&#252;r ein Weiterleben im Jenseits fehlt.&#8203;</p><h4>Aktualit&#228;t und Gedenken</h4><p>Walter verbindet den Wochenabschnitt mit dem Holocaust-Gedenktag (27. Januar) und <em>Tu Bischwat</em>, dem Neujahrsfest der B&#228;ume. Er kritisiert Gedenkfeiern, bei denen die j&#252;dischen Opfer nicht explizit benannt wurden. Der Segensspruch <em>Schehechejanu</em> &#8211; &#8222;der uns bis zu diesem Moment gebracht hat&#8221; &#8211; dr&#252;ckt Dankbarkeit f&#252;r erreichte Etappen aus, auch wenn die Zukunft ungewiss bleibt.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Bo || Wer gehört dazu? Über Identität, Abgrenzung und den 7. Oktober]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Der Wochenabschnitt &#8222;Bo&#8220; wirft Fragen auf: Wer darf mitziehen? Amnon Seelig beleuchtet die neunte Plage und diskutiert, ab wann man sich &#8211; wie das &#8222;b&#246;se Kind&#8220; der Haggada &#8211; selbst ausschlie&#223;t.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/bo-wer-gehoert-dazu</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/bo-wer-gehoert-dazu</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 23 Jan 2026 14:07:12 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/185450080/0bff2e661e45d7999ac60bdec251e51d.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kantor Amnon Seelig</strong></em> spricht &#252;ber den Wochenabschnitt <em><strong>Bo</strong></em>, &#8222;Komm&#8220;, <strong>2. Mose 10,1&#8211;13,16</strong>. Wie beginnen mit einer sprachlichen Beobachtung: Der Name der Parascha bedeutet &#8222;Komm!&#8220; und nicht &#8222;Geh!&#8220;. Gott fordert Mose also auf, zum Pharao zu &#8222;kommen&#8220;.</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;ee0fda70-fc47-49ce-93f3-9589e9c7a58f&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Bo&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Listen now&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Bo&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-01-22T13:02:44.630Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/2a40f22d-15c2-42d7-a7d3-2d7801ba797f_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/bo-d13&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:184487829,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:1,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Amnon konzentriert sich auf eine j&#252;dische Auslegung (Midrasch), die eine bemerkenswerte L&#252;cke im biblischen Text f&#252;llt. Die Tora beschreibt eine dreit&#228;gige Finsternis, die so dicht ist, dass die &#196;gypter sich nicht bewegen k&#246;nnen, w&#228;hrend die Israeliten Licht haben. <em>Raschi</em>, der bedeutendenste Kommentator der Tora, erkl&#228;rt hierzu, dass Gott diese Dunkelheit nutzte, um jene Israeliten sterben zu lassen, die &#196;gypten nicht verlassen wollten. Dies geschah im Verborgenen, damit die &#196;gypter nicht spotteten, dass auch die Israeliten bestraft w&#252;rden.</p><p>Daraus ergibt sich eine theologische Frage, die Amnon aufwirft: Wenn Gott die S&#252;nder unter dem Volk t&#246;tete, warum &#252;berlebten dann nicht ausschlie&#223;lich &#8222;gute&#8220; Menschen? Die Antwort findet er beim <em>Rosch</em> (<em>Rabbi Ascher ben Jechiel</em>). Dieser erkl&#228;rt, dass selbst s&#252;ndige Israeliten gerettet wurden, solange sie die &#8222;Hoffnung auf Erl&#246;sung&#8220; nicht aufgaben. Diese Hoffnung markiert f&#252;r Seelig die entscheidende Grenze der Zugeh&#246;rigkeit: Wer an die Zukunft und Erl&#246;sung des Volkes glaubt, geh&#246;rt dazu, auch als S&#252;nder.</p><p>Seelig verkn&#252;pft dies mit der Pessach-Haggada und dem &#8222;b&#246;sen Kind&#8220;. Dieses fragt: &#8222;Was soll <em>euch</em> dieser Dienst?&#8220;, und schlie&#223;t sich durch das &#8222;Euch&#8220; selbst aus der Gemeinschaft aus. Wer sich innerlich abwendet, so Seelig, kappt die Verbindung zur Erl&#246;sung.</p><p>Diese Gedanken &#252;bertr&#228;gt der Kantor auch auf den interreligi&#246;sen Dialog. Er warnt vor einer oberfl&#228;chlichen &#8222;Wir sind alle gleich&#8220;-Mentalit&#228;t. Wahre Begegnung erfordere das Aushalten von Unterschieden und das Bewahren der eigenen Besonderheit &#8211; des spezifischen Weges, Gott zu dienen. Der Auszug aus &#196;gypten war genau dieser Kampf um die Freiheit zur eigenen Glaubenspraxis.</p><p>Abschlie&#223;end frage ich Amnon nach den Grenzen der Zugeh&#246;rigkeit im heutigen Israel, angesichts s&#228;kularer oder antizionistischer Str&#246;mungen. Seelig zieht hier eine pers&#246;nliche, aber scharfe rote Linie: Wer, wie nach den Massakern des 7. Oktober, die Ermordung des eigenen Volkes als &#8222;Befreiung&#8220; bejubelt, hat f&#252;r ihn die Grenze der Zugeh&#246;rigkeit &#252;berschritten. Kritik sei legitim, aber die Delegitimierung der Existenz und die Freude am Leid des eigenen Volkes beenden die Gemeinschaft. Ich wende zum Schluss seinen Gedanken auf die Deligitimierung Israels in den christlichen Kirchen an.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Wa'era || Der Name der Ewigkeit]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Gott stellt sich vor: Warum kannten die V&#228;ter den Namen &#8222;HaSchem&#8220; nicht? Begleite Rabbiner Dr. Daniel Katz auf einer Reise durch die Namen Gottes &#8211; vom brennenden Dornbusch bis ins t&#228;gliche Gebet!]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/waera-der-name-der-ewigkeit</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/waera-der-name-der-ewigkeit</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 16 Jan 2026 14:04:55 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/184689384/b8edb8015fbe42a874a2ad9e13f1111d.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Dr. Daniel Katz</strong></em> widmet sich im Wochenabschnitt <em><strong>Wa&#8217;era</strong></em> (<strong>2. Mose 6,2&#8211;9,35</strong>) intensiv der Bedeutung und Offenbarung der Gottesnamen, insbesondere dem Namen <em>HaSchem</em> (der Name) im Vergleich zu den Bezeichnungen, die den Erzv&#228;tern bekannt waren.&#8203;</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren:</em> </p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;29e56dd8-0f4d-45ea-bf12-75f5179c4c91&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Wa&#8217;era&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Read full story&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Wa'era&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-01-15T13:01:01.355Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/11f1dbb1-b003-4672-b380-c46876fa8441_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/waera-e01&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:184373216,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:1,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Katz erl&#228;utert, dass Gott sich den V&#228;tern Abraham, Isaak und Jakob zwar offenbart habe, jedoch nicht mit seinem essenziellen Namen, den er nun Mose mitteilt. Der Rabbiner f&#252;hrt aus, dass <em>HaSchem</em> als ehrf&#252;rchtiger Ersatz f&#252;r den unaussprechlichen Gottesnamen dient, da Gottes Namen heilig sind und nicht leichtfertig verwendet werden sollen. Er stellt klar, dass der Begriff <em>HaSchem</em> im biblischen Text selbst nicht als handelndes Subjekt auftritt &#8211; es hei&#223;t nie &#8222;der Name sprach&#8220;, sondern stets &#8222;Gott&#8220; oder &#8222;der Herr&#8220; sprach.&#8203;</p><p>Ein zentraler Schwerpunkt der heutigen Auslegung liegt auf der Verbindung zwischen den biblischen Namen und der j&#252;dischen Liturgie. Katz betont, dass das j&#252;dische Gebet prim&#228;r aus Segensspr&#252;chen (<em>Berachot</em>) besteht, die stets der Formel <em>Baruch ata Adonai Elohenu Melech HaOlam</em> folgen. Hierbei hebt er eine wichtige theologische Nuance hervor: Der Mensch segnet nicht die Materie selbst &#8211; wie etwa das Brot beim Tischgebet &#8211;, sondern er segnet Gott als den Sch&#246;pfer, der das Brot aus der Erde hervorbringt. Die Heiligkeit wohnt Gott inne, nicht dem Objekt. Durch den Segen erkennen wir Gottes Heiligkeit und sein Wirken in der Welt an.&#8203;</p><p>In seiner Analyse des Titels <em>Melech HaOlam</em> (K&#246;nig der Welt) zeichnet Katz das Bild eines Gottes, der menschliche Ma&#223;st&#228;be sprengt. W&#228;hrend antike Herrscher sich oft als &#8222;K&#246;nig der K&#246;nige&#8220; bezeichneten, ist Gott der &#8222;K&#246;nig der K&#246;nige der K&#246;nige&#8220; &#8211; die ultimative Instanz &#252;ber jeder irdischen Macht. Der Begriff &#8222;Olam&#8220; verweist dabei nicht nur auf die geografische Welt, sondern auf eine r&#228;umliche und zeitliche Unendlichkeit. Gott ist der Herrscher &#252;ber alle Dimensionen, von der Vergangenheit bis in die ewige Zukunft. Abschlie&#223;end verkn&#252;pft Katz diese Gedanken mit der Berufung des Mose am Dornbusch: Um das Vertrauen der Israeliten zu gewinnen, muss Mose sich auf den &#8222;Gott der V&#228;ter&#8220; berufen, eine Identit&#228;t, die Kontinuit&#228;t und Erl&#246;sung verspricht.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Schemot || Wenn Namen Geschichte schreiben]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Aus Jakobs Familie wird ein Volk. Rabbiner Andrew Steiman erkl&#228;rt, warum die Nennung von Namen der Schl&#252;ssel zur kollektiven Identit&#228;t ist]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/schemot-wenn-namen-geschichte-schreiben</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/schemot-wenn-namen-geschichte-schreiben</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 09 Jan 2026 15:08:31 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/183936795/527c7169b268e274b9cad078ceed9d9b.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Rabbiner Andrew Steiman</strong></em> &#246;ffnet ein neues Buch der Tora: <em><strong>Schemot</strong></em> (Namen), das Christinnen und Christen als Exodus kennen. Der Name leitet sich von den ersten Versen ab, w&#228;hrend die lateinische Bezeichnung den Inhalt widerspiegelt. Diese Benennungspraxis geht vermutlich auf die Zeit zur&#252;ck, als alle von einer Tora-Rolle lasen, in der keine Seitenzahlen existierten.&#8203;</p><p>Der gleichnamige Wochenabschnitt in <strong>2. Mose 1,1&#8211;6,1</strong> f&#252;hrt Mose ein, der als Muster f&#252;r einen Anf&#252;hrer vorgestellt wird &#8211; interessanterweise war er sprachbehindert, was zeigt, dass Anf&#252;hrer nach ihren Handlungen und nicht nach ihrer Rhetorik beurteilt werden sollten. Wie alle Propheten lehnt auch Mose seinen Auftrag zun&#228;chst ab.&#8203;</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren:</em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;a2af0b5d-f1c1-4759-8be3-6be5c124cf10&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Schemot&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Read full story&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Schemot&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-01-08T13:02:36.700Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/6a5bf746-50c9-4e8b-8240-d3f1de61be05_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/schemot-ab6&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:183827592,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Namen spielen eine zentrale Rolle: Sie sind f&#252;r die Nachhaltigkeit der Identit&#228;t entscheidend. Die Rabbinen erkl&#228;ren, dass die Juden in &#196;gypten ihre Identit&#228;t bewahrten, weil sie ihre hebr&#228;ischen Namen weitergaben. Der &#220;bergang vom Buch <em>Bereschit</em> zu <em>Schemot</em> markiert einen bedeutenden Wechsel: Aus Familiengeschichten wird nun die Geschichte eines Volkes. Bevor aus einer Sippe ein Volk werden kann, m&#252;ssen die einzelnen Menschen aus der Anonymit&#228;t heraustreten &#8211; daher beginnt das Buch mit der Nennung von Namen.&#8203;</p><p>Steiman betont die Bedeutung der positiven Identifikation: Wer sich nicht positiv identifiziert, identifiziert sich ex negativo durch Ausschluss anderer. Die Bibel nimmt den Leser ernst und zieht ihn durch die Nennung von Namen in das Geschehen hinein. Mose durchl&#228;uft einen Prozess des Zweifels, bis er schlie&#223;lich an sich selbst glaubt und seinen Auftrag annimmt. Obwohl Mose sein Ziel, das gelobte Land zu erreichen, nicht erreicht, bleibt er ein Vorbild &#8211; nicht Perfektion ist gefragt, sondern authentisches Bem&#252;hen.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://plus.ahavta.com/?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>ahavta - Begegnungen teilen</span></a></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Wajechi || Ende gut, alles gut – Jakobs spätes Glück]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Was bedeuten 17 Jahre? F&#252;r Jakob die Wiedervereinigung mit Josef &#8211; und die Heilung eines ganzen Lebens. Eine rabbinische Deutung zum Jahresbeginn.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wajechi-ende-gut-alles-gut</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wajechi-ende-gut-alles-gut</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 02 Jan 2026 13:52:20 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/183173947/c93cbab2fe9553e5cc326f0e157b2e53.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Kantor Amnon Seelig</strong></em> beleuchtet in der Parascha <em><strong>Wajechi</strong></em> &#8211; dem letzten Abschnitt des <strong>1. Buches Mose ab Kapitel 47,28</strong>,  &#8211; das dramatische Leben Jakobs unter dem Leitwort &#8222;Ende gut, alles gut". </p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren:</em> </p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;1a18ee9b-f31e-4c5b-b328-af624b1b9194&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Wajechi&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Read full story&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Wajechi&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2026-01-01T13:02:28.794Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/7f3e64b0-b686-4f76-8cb5-a9da768658f4_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/wajechi&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:183130637,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:1,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Jakob musste vor seinem Bruder fliehen, wurde von seinem Schwiegervater ausgenutzt und glaubte 22 Jahre lang, sein Lieblingssohn Josef sei tot. Mit 130 Jahren bezeichnet er sein Leben gegen&#252;ber dem Pharao als &#8222;wenig und tr&#252;be" und denkt selbst in den sch&#246;nsten Momenten &#8211; etwa beim Wiedersehen mit Josef &#8211; an den Tod. </p><p>Doch Jakob stirbt nicht sofort, sondern lebt noch 17 weitere Jahre in &#196;gypten an der Seite seines Sohnes. Diese 17 Jahre entsprechen genau jenen 17 Jahren, die Josef bei seinem Vater verbrachte, bevor er entf&#252;hrt wurde. Der Midrasch Lekach Tow aus dem 11. Jahrhundert lehrt: Obwohl 130 Jahre seines Lebens schwer waren, waren die letzten 17 Jahre gut &#8211; und daher gilt: <em>Sofratow, Kulchatow</em> &#8211; &#8222;Ende gut, alles gut". </p><p>Amnon erkl&#228;rt die Gematrie des Wortes &#8222;<em>tow</em>" (gut): Die Buchstaben Tet (9), Waw (6) und Bet (2) ergeben 17 &#8211; die Zahl der guten Jahre. Zweimal 17 ergibt 34, was dem Zahlenwert von <em>Wajech&#237;</em> (er lebte) entspricht. So zeigt die Tora: Die guten Jahre am Ende verleihen Jakobs ganzem Leben nachtr&#228;glich Sinn und G&#252;te.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Wajigasch || Von Tränen, Diplomatie und göttlicher Fügung]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Rabbiner Rothschild erkl&#228;rt, wie Joseph seine Stellung nutzt, um seine Familie zu retten, und warum Jakobs Lebensbilanz vor dem m&#228;chtigen Pharao so bitter und ehrlich ausf&#228;llt.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/wajigasch-von-traenen-diplomatie</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/wajigasch-von-traenen-diplomatie</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 26 Dec 2025 14:40:35 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/182575342/574da093538114bb1f044bf65533d06f.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Wajigasch</strong></em> (<strong>1. Mose 44,18&#8211;47,27</strong>) ist der vorletzte Wochenabschnitt des ersten Buchs Mose. Er wird im &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; von <em><strong>Rabbiner Dr. Walter Rothschild</strong></em> erl&#228;utert. </p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren:</em> </p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;cde5efa2-d7f3-4851-aa9e-54400f475440&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Wajigasch&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Read full story&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Wajigasch&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2025-12-25T13:00:57.375Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/8521c2a1-cf60-46c6-a6f8-7aec3536c069_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/wajigasch&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:182540452,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:1,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Der Fokus der Betrachtung liegt auf der dramatischen Wiedervereinigung der Familie Jakobs. Rothschild betont, dass diese Begegnung zwei v&#246;llig unterschiedliche Perspektiven beinhaltet: die Sicht Josefs auf seine Br&#252;der und die Sicht der Br&#252;der auf den ihnen fremd gewordenen &#228;gyptischen Herrscher. F&#252;r sie ist Josef zu einem &#8222;Alien&#8220; geworden, da er sich optisch und kulturell nicht mehr als einer der ihren erkennen l&#228;sst.</p><p>Besonders hebt der Rabbiner die psychologische Dynamik hervor. Nachdem sich Juda bereit erkl&#228;rt hat, anstelle Benjamins in Gefangenschaft zu gehen, um dem Vater Jakob weiteres Leid zu ersparen, kann Josef seine Maske nicht mehr wahren. Bevor er sich jedoch zu erkennen gibt, l&#228;sst er alle &#196;gypter den Raum verlassen. Rothschild interpretiert dies nicht nur emotional, sondern auch als Sicherheitsma&#223;nahme: Josef pr&#252;ft, ob &#8222;Sicherheit&#8220; besteht, und offenbart sich erst, als sie unter sich sind. Seine erste, sehr pers&#246;nliche Frage &#8222;Lebt <em>mein</em> Vater noch?&#8221; zeigt, dass es ihm nicht mehr um den gemeinsamen Stammvater, sondern um seine individuelle Beziehung zum Vater geht.</p><p>Rothschild interpretiert Josefs Handeln als g&#246;ttliche F&#252;gung. Er erkl&#228;rt seinen geschockten Br&#252;dern, dass nicht sie ihn gesandt haben, sondern Gott, um Leben zu erhalten. Hier zieht der Rabbiner Parallelen zur modernen Migrationspolitik: Josef nutzt seine hohe Stellung und seine &#8222;<em>Protekzia</em>&#8221; (Beziehungen), um seiner Familie faktisch Einreisevisa und Arbeitserlaubnisse zu beschaffen. Er l&#228;dt sie ein, die verbleibenden f&#252;nf Jahre der Hungersnot im Land Goschen zu verbringen, wo sie als &#8222;privilegierte Ausl&#228;nder&#8220; unter seinem Schutz stehen werden.</p><p>Ein weiterer zentraler Punkt ist die Ankunft Jakobs und dessen Begegnung mit dem Pharao. Rothschild beschreibt dies als ein Treffen auf Augenh&#246;he: Ein &#8222;Beduinen-Scheich&#8220; (Jakob) trifft den &#8222;Scheich von &#196;gypten&#8220; (Pharao). Jakob beschreibt sein Leben dem Pharao gegen&#252;ber als &#8222;wenig und b&#246;se&#8220; und bezeichnet sich als jemanden, der nie wirklich sesshaft war, sondern dessen Leben eine st&#228;ndige Pilgerschaft darstellte, gepr&#228;gt von Konflikten mit Eltern, Br&#252;dern, Frauen und dem Verlust geliebter Menschen.</p><p>Abschlie&#223;end weist Rothschild auf die Ironie hin, dass die Familie als Hirten verachtet wird, da Hirten den &#196;gyptern zuwider sind. Doch genau dieser Status und Josefs Einfluss erm&#246;glichen es ihnen, im besten Teil des Landes zu siedeln. Der Abschnitt endet mit der erfolgreichen Ansiedlung der Familie in &#196;gypten, womit der Grundstein f&#252;r den sp&#228;teren Auszug gelegt wird &#8211; auch wenn dieser noch Jahrhunderte entfernt liegt.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schabbat Mikez || Von Träumen und Taten]]></title><description><![CDATA[Jetzt ansehen | Warum hei&#223;t das j&#252;dische Volk eigentlich &#8222;Juden&#8220; und nicht &#8222;Ruweniten&#8220;? Wie Jehuda durch mutige Verantwortung die F&#252;hrung &#252;bernahm, w&#228;hrend seine &#228;lteren Br&#252;der an ihrer eigenen Moral scheiterten.]]></description><link>https://plus.ahavta.com/p/mikez-von-traeumen-und-taten</link><guid isPermaLink="false">https://plus.ahavta.com/p/mikez-von-traeumen-und-taten</guid><dc:creator><![CDATA[Ricklef Münnich]]></dc:creator><pubDate>Fri, 19 Dec 2025 13:02:52 GMT</pubDate><enclosure url="https://api.substack.com/feed/podcast/182008362/33a6ae50b4dec4d7c262c79a592b676b.mp3" length="0" type="audio/mpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8222;Wort zum Schabbat&#8220; von ahavta &#8211; Begegnungen erl&#228;utert <em><strong>Rabbiner Dr. Daniel Katz</strong></em> den Tora-Wochenabschnitt <em><strong>Mikez</strong></em> (&#8222;Nach dem Ende&#8220;, <strong>1. Mose 41,1&#8211;44,17</strong>). Dieser Abschnitt bildet den Mittelteil der Josefsgeschichte und f&#228;llt thematisch oft mit dem Chanukka-Fest zusammen. Daniel f&#252;hrt durch die dramatischen Ereignisse, die Josefs Aufstieg zum Herrscher &#196;gyptens und die erneute Begegnung mit seinen Br&#252;dern schildern, und legt dabei einen besonderen Fokus auf die innerfamili&#228;re Dynamik sowie das Konzept der Umkehr (<em>Teschuwa</em>).</p><div><hr></div><p><em>Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der &#220;bersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anh&#246;ren: </em></p><div class="digest-post-embed" data-attrs="{&quot;nodeId&quot;:&quot;e9a4038a-5285-44ca-9d74-8a7cb3dcefbd&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Der Wochenabschnitt Mikez&quot;,&quot;cta&quot;:&quot;Read full story&quot;,&quot;showBylines&quot;:true,&quot;size&quot;:&quot;sm&quot;,&quot;isEditorNode&quot;:true,&quot;title&quot;:&quot;Mikez&quot;,&quot;publishedBylines&quot;:[{&quot;id&quot;:119526272,&quot;name&quot;:&quot;Ricklef M&#252;nnich&quot;,&quot;bio&quot;:&quot;Als Pfarrer i.R. mache ich, was mir wichtig ist. Ich schreibe &#252;ber rabbinisches &amp; heutiges Judentum. Ein Verst&#228;ndnis davon ist f&#252;r den christlichen Glauben essentiell &#8211; wie der Jude Jesus, den ich als Christus bekenne. Er ist es, der mich auffordert.&quot;,&quot;photo_url&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/454195ca-5401-407e-bc9c-37f522f20570_2952x2952.jpeg&quot;,&quot;is_guest&quot;:false,&quot;bestseller_tier&quot;:null}],&quot;post_date&quot;:&quot;2025-12-18T13:02:08.455Z&quot;,&quot;cover_image&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/383c78ee-e291-4d46-bc98-027f7cb8e616_1200x630.jpeg&quot;,&quot;cover_image_alt&quot;:null,&quot;canonical_url&quot;:&quot;https://plus.ahavta.com/p/mikez&quot;,&quot;section_name&quot;:&quot;Sidra deutsch&quot;,&quot;video_upload_id&quot;:null,&quot;id&quot;:181928580,&quot;type&quot;:&quot;podcast&quot;,&quot;reaction_count&quot;:0,&quot;comment_count&quot;:0,&quot;publication_id&quot;:1278977,&quot;publication_name&quot;:&quot;ahavta - Begegnungen&quot;,&quot;publication_logo_url&quot;:&quot;https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png&quot;,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;youtube_url&quot;:null,&quot;show_links&quot;:null,&quot;feed_url&quot;:null}"></div><div><hr></div><p>Die Erz&#228;hlung beginnt mit den Tr&#228;umen des Pharao von sieben fetten und sieben mageren K&#252;hen sowie von vollen und verk&#252;mmerten &#196;hren. Josef, der zuvor zwei Jahre unschuldig im Gef&#228;ngnis sa&#223;, wird gerufen, um diese Tr&#228;ume zu deuten. Er sagt sieben Jahre des &#220;berflusses voraus, gefolgt von sieben Jahren der Hungersnot, und r&#228;t dem Pharao, Vorr&#228;te anzulegen. Beeindruckt von dieser Weisheit ernennt der Pharao Josef zum Vizek&#246;nig &#252;ber &#196;gypten. Katz betont hierbei, dass Josef seine Position als <strong>Teil eines g&#246;ttlichen Plans</strong> versteht, um sp&#228;ter seine Familie retten zu k&#246;nnen.</p><p>Als die Hungersnot auch Kanaan erreicht, schickt Jakob seine S&#246;hne nach &#196;gypten, um Getreide zu kaufen. Dabei kommt es zur entscheidenden Begegnung: Josef erkennt seine Br&#252;der, doch sie erkennen ihn nicht. Anstatt sich sofort zu offenbaren, unterzieht Josef sie einer harten Pr&#252;fung. Er verlangt, dass sie ihren j&#252;ngsten Bruder Benjamin nach &#196;gypten bringen. Rabbiner Katz analysiert dies nicht als Rache, sondern als notwendigen <strong>Test</strong>. Josef will herausfinden, ob die Br&#252;der eine echte innere Wandlung vollzogen haben. Er inszeniert eine Situation, die der damaligen gleicht: Wieder droht einem Sohn Rahels &#8211; diesmal Benjamin &#8211; Gefahr. Josef l&#228;sst seinen silbernen Becher in Benjamins Sack verstecken, um ihn als Dieb zu beschuldigen und als Sklaven zu behalten.</p><p>Hier bringt Rabbiner Katz den religi&#246;sen Begriff der <em><strong>Teschuwa</strong></em> (R&#252;ckkehr/Bu&#223;e) ein. Wahre Bu&#223;e zeige sich nicht nur in Worten, sondern darin, wie man handelt, wenn man erneut in dieselbe Situation ger&#228;t. Werden die Br&#252;der Benjamin im Stich lassen, um sich selbst zu retten, so wie sie es einst mit Josef taten? Oder werden sie f&#252;r ihn einstehen?</p><p>Parallel dazu beleuchtet Katz den <strong>Aufstieg Jehudas</strong> (Juda) zum faktischen Anf&#252;hrer der Br&#252;der. Er erkl&#228;rt, warum die &#228;lteren Br&#252;der diese Rolle verloren haben: Ruwen disqualifizierte sich durch das Schlafen mit der Nebenfrau seines Vaters und seinen gescheiterten Rettungsversuch bei Josef. Schimon und Levi schieden durch ihre gewaltt&#228;tige Rache in Sichem aus. Jehuda hingegen &#252;bernimmt Verantwortung. Er b&#252;rgt beim Vater f&#252;r Benjamin und tritt am Ende des Abschnitts vor Josef, um f&#252;r den j&#252;ngsten Bruder zu pl&#228;dieren. Katz hebt hervor, dass Jehuda durch dieses verantwortungsvolle Handeln zum Stammvater des wichtigsten Stammes Israels wird, von dem sich auch die Bezeichnung &#8222;Juden&#8220; ableitet. Dies folge einem biblischen Muster, bei dem oft j&#252;ngere S&#246;hne aufgrund ihrer Taten den Vorrang vor den Erstgeborenen erhalten.</p><p>Der Wochenabschnitt endet mit einem <em><strong>Cliffhanger</strong></em>: Die Br&#252;der stehen vor Josef, Benjamin droht die Gefangenschaft, und die Spannung ist auf dem H&#246;hepunkt. Die Aufl&#246;sung und Vers&#246;hnung, so Katz, erfolge erst in der Lesung der n&#228;chsten Woche, wenn Jehuda die Pr&#252;fung besteht und die Familie wieder vereint wird.</p><div class="install-substack-app-embed install-substack-app-embed-web" data-component-name="InstallSubstackAppToDOM"><img class="install-substack-app-embed-img" src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q24G!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Faea3c9f6-d934-49cb-b5c7-92c8f773175f_768x768.png"><div class="install-substack-app-embed-text"><div class="install-substack-app-header">Mehr von Ricklef M&#252;nnich in der Substack-App sehen</div><div class="install-substack-app-text">Verf&#252;gbar f&#252;r iOS und Android</div></div><a href="https://substack.com/app/app-store-redirect?utm_campaign=app-marketing&amp;utm_content=author-post-insert&amp;utm_source=ahavta" target="_blank" class="install-substack-app-embed-link"><button class="install-substack-app-embed-btn button primary">App herunterladen</button></a></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>