ahavta - Begegnungen

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der ahavta adventskalender • 16

Das 16. Tor im Warten auf das Fest der Geburt von Jesus von Nazaret

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Ricklef Münnich
Dez. 16, 2025
∙ Bezahlt

In diesem Jahr enthält der ahavta adventskalender 24 Zitate, die mir etwas bedeuten. Von Jüdinnen und Juden, die etwas weiterzugeben haben. In den Tagen des Chanukka-Festes nehmen sie darauf Bezug.

Rabbiner Andrew Steiman schrieb zum 2. Licht von Chanukka:

Chanukka • das 2. Licht || Heiliger Spaß und leuchtende Bildung

Chanukka • das 2. Licht || Heiliger Spaß und leuchtende Bildung

Ricklef Münnich
·
December 15, 2025
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Es gäbe keinen Jesus ohne das jüdische Erbe, das zu Chanukka verteidigt wurde. (Rabbiner Andrew Steiman)

Es ist eine historische Ironie, die oft im Lichterglanz untergeht: Ohne die Ereignisse von Chanukka gäbe es kein Weihnachten. Das ist eine knallharte theologische Realität.

Stellen wir uns vor: 164 v. Chr. setzt Antiochus IV. seinen Willen durch. Der Tempel bleibt entweiht, die Tora verboten. Die Kette der Tradition bricht. Es gibt kein Judentum mehr, in das ein Kind namens Jesus hineingeboren werden könnte. Es gibt keine Prophetenlesungen in Nazaret, kein Pessachmahl, keine Psalmen am Kreuz. Der Makkabäeraufstand war der überlebensnotwendige Kampf um den Monotheismus selbst.

Wer 2025 als Christ die Geburt seines Erlösers feiert, steht in der Schuld jener jüdischen Freiheitskämpfer. Doch dieses Erbe ist keine Einbahnstraße: Es verpflichtet. Wenn jüdisches Leben heute – ob in Sydney oder Berlin – erneut in Gefahr gerät und antisemitische Gewalt aufflammt, darf der christliche Dank nicht verhallen. Der Makkabäer-Mut von einst fordert heute einen Christen-Mut: Es gilt, sich schützend vor jene zu stellen, deren Vorfahren einst die spirituelle Existenzgrundlage der Welt bewahrten. Chanukka erinnert uns daran, dass das Licht verteidigt werden muss – damals im Tempel, heute auf den Straßen.

Meditationsfrage:

Wenn ich anerkenne, dass mein Glaube auf dem Überleben des Judentums fußt: Wo bin ich heute gefordert, meine Stimme zu erheben und jüdischen Nachbarn beizustehen, statt in sicherem Schweigen zu verharren? 💖


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