Jüdinnen und Juden in aller Welt lesen in diesen Tagen im Wochenabschnitt Nizawim (5. Mose 29,9–30,20) den Satz lo ba-schamajim hi, auf Deutsch: Nicht im Himmel ist sie. Gemeint ist die Weisung Gottes, die Tora. Der Satz ist folgenreich. Zwei Bewegungen, aus denen später Judentum und Christentum wurden, haben ihn für sich in Anspruch genommen und sind dabei an völlig verschiedenen Punkten herausgekommen.
Was im Text steht
Mose steht kurz vor seinem Tod. Er hält seine letzte große Rede an ein Volk, das ohne ihn weitergehen muss. Dann sagt er, im 5. Buch Mose 30, 11–14:
Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und nicht fern. Nicht im Himmel ist es, dass du sagen müsstest: Wer steigt für uns in den Himmel hinauf und holt es uns herab und lässt es uns hören, dass wir es tun? Und nicht jenseits des Meeres ist es, dass du sagen müsstest: Wer fährt für uns über das Meer und holt es uns und lässt es uns hören, dass wir es tun? Denn sehr nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, es zu tun.
Der letzte Halbsatz auf Hebräisch in Umschrift: ki karov elecha ha-davar meod, be-ficha u-vilvavcha la-asoto. Wörtlich: Denn sehr nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, es zu tun.
Der Sinn im Zusammenhang ist zunächst schlicht und tröstlich. Was Gott will, ist gesagt, es liegt vor, man kann es hören und weitersagen und danach leben. Der Nachsatz ist dabei die Pointe: es zu tun. Eben dieser Nachsatz wird in den beiden großen Auslegungswegen unterschiedlich behandelt. Und daran hängt alles Weitere.
Ein Streit um einen Backofen
Um die erste Jahrhundertwende der üblichen Zeitrechnung sitzt in der kleinen Küstenstadt Jawne im Westen von Jerusalem eine Gruppe jüdischer Gelehrter zusammen. Ihr Tempel in Jerusalem ist im Jahr 70 von den Römern zerstört worden. Es gibt keine Opfer mehr, keine Priesterordnung, kein religiöses Zentrum. Was bleibt, ist ein Volk mit einem Buch — und die Frage, wer künftig entscheidet, was dieses Buch für den Alltag bedeutet.
In dieser Lage streiten sie über einen Backofen. Es geht um einen tragbaren Ofen, der aus Einzelstücken zusammengesetzt und mit Sand verfugt ist, den sogenannten Schlangenofen. Kann so ein Ofen kultisch unrein werden oder nicht? Rabbi Elieser sagt nein. Alle anderen sagen ja.
Was dann geschieht, erzählt der babylonische Talmud im Traktat Bawa Mezia, Blatt 59b. Der Berliner Theologe Peter von der Osten-Sacken hat diese Erzählung zusammen mit dem französischen Ordensbruder Pierre Lenhardt NdS in dem Band „Rabbi Akiva“ übersetzt und ausführlich ausgelegt; ich zitiere aus dieser Übersetzung.
Rabbi Elieser bringt zunächst alle Einwände vor, die es gibt. Sie überzeugen niemanden. Dann geht er zu Wundern über:
Er sprach zu ihnen: Wenn die Halacha ist wie ich (es sage) — dieser Johannisbrotbaum soll es bestätigen. Da wurde der Johannisbrotbaum hundert Ellen von seinem Platz gerückt, doch manche sagen: vierhundert Ellen. Sie sprachen zu ihm: Man erbringt keinen Beweis von einem Johannisbrotbaum.
Halacha heißt wörtlich „das Gehen“ und meint die verbindliche Lebensregel, das praktisch werdende Gebot. Elieser versucht es weiter. Ein Wasserkanal fließt rückwärts — man erbringt keinen Beweis von einem Wasserkanal. Die Wände des Lehrhauses neigen sich zum Einsturz, bis ein Kollege sie anschreit; seitdem stehen sie schief. Dann kommt der Höhepunkt:
Er erwiderte und sprach zu ihnen: Wenn die Halacha ist wie ich (es sage) — vom Himmel her soll man es bestätigen. Da erklang eine (die) Hallstimme und sprach: Was habt ihr gegen R. Elieser, wo doch die Halacha an jeder Stelle ist wie er (es sagt)?!
Die Hallstimme, auf Hebräisch bat kol, wörtlich „Tochter der Stimme“, ist in der jüdischen Überlieferung, auch im Neuen Testament, eine Stimme aus dem Himmel: kein direktes Gotteswort, aber ein Nachhall davon, ein himmlisches Signal. Und dieses Signal gibt Elieser recht. Der Fall scheint entschieden.
Er ist es nicht: „Da erhob sich R. Jehoschua auf seine Füße und sprach: ‚Nicht im Himmel ist sie!‘“
Ein Mensch steht auf und weist den Himmel ab — mit einem Wort des Himmels. Auf die Rückfrage, woher man das nehmen wolle, antwortet ein späterer Gelehrter, Rabbi Jirmija:
Weil die Tora bereits vom Berg Sinai her gegeben worden ist, hören wir nicht auf eine (die) Hallstimme, denn bereits in der Tora am Berg Sinai hast du (Gott) geschrieben: „Nach der Mehrheit (ist) zu entscheiden.“
Das Argument lautet also: Du, Gott, hast dein Wort aus der Hand gegeben. Es ist übergeben, es gilt, und in ihm steht, dass Streitfragen nach der Mehrheit zu entscheiden sind. Also entscheidet die Mehrheit — und nicht du.
Peter von der Osten-Sacken formuliert das Ergebnis so: Der Verweis auf den Satz der Tora, dass sie nicht im Himmel sei, „setzt die Stimme aus dem Himmel als Richterin in Sachen Halacha außer Kraft. Gott wird mit seinem eigenen (richtig ausgelegten) Wort zum Schweigen gebracht.“
Die Erzählung geht weiter. Ein Rabbine trifft den Propheten Elia und fragt, wie Gott reagiert habe:
Er (Elia) sprach zu ihm: Nun denn, er freute sich und sprach: ‚Meine Söhne haben mich besiegt, meine Söhne haben mich besiegt!‘
Auf Hebräisch: nizchuni banai. Gott lacht und gibt sich geschlagen. Aber der Preis ist hoch. Rabbi Elieser wird gebannt, seine Lehrentscheidungen werden für ungültig erklärt. Rabbi Akiva übernimmt es, ihm die Nachricht zu überbringen, zieht schwarze Kleider an und setzt sich in vier Ellen Abstand vor ihn hin. Elieser zerreißt seine Kleider, setzt sich auf den Boden, „und seine Augen füllten sich mit Tränen“. Ein Drittel der Ernte verdirbt. Ein Sturm bedroht das Schiff des Lehrhausleiters Rabban Gamliel, bis dieser aufsteht und schwört, er habe nicht aus Eitelkeit gehandelt, „sondern zu deiner Ehre, damit sich keine Spaltungen in Israel mehren! Da ließ das Meer von seinem Toben ab.“
Der Text feiert also keinen Sieg. Er zeigt einen Umbruch, der etwas kostet.
Warum Jawne und nicht irgendwo
Ein Einwand liegt nahe: Der babylonische Talmud ist in seiner heutigen Gestalt Jahrhunderte nach Paulus abgeschlossen worden. Kann man ihn dann überhaupt neben das Neue Testament stellen? Man kann, wenn man sorgfältig unterscheidet. Die überlieferte Textgestalt ist spät. Der berichtete Vorgang aber ist zeitlich und örtlich klar zu verorten: Jawne, kurz nach der Zerstörung des Tempels, mit namentlich bekannten Beteiligten, die dort tatsächlich in heftigen Auseinandersetzungen standen.
Und es lässt sich sogar ein Wendepunkt erkennen. In einer älteren Überlieferung im Jerusalemer Talmud wird der Streit zwischen den beiden großen Lehrschulen, der Schule Hillels und der Schule Schammais, noch durch eben jene Himmelsstimme entschieden — zugunsten der Schule Hillels, und mit dem berühmten Zusatz, beide Seiten seien „Worte des lebendigen Gottes“. Am Anfang der Zeit von Jawne wird die Autorität der Himmelsstimme also noch anerkannt.
Die Erzählung vom Backofen markiert die zweite Stufe. Peter von der Osten-Sacken beschreibt sie so: „Hier geht es allein um die institutionelle Prozedur der Entscheidungsfindung in Sachen Halacha … Traditionen einzelner, mögen sie auch beglaubigt sein, haben hinter der Entscheidung der Mehrheit zurückzutreten.“ Was in Jawne geschieht, ist eine Absage an die Sonderoffenbarung des begnadeten Einzelnen zugunsten der Auslegung durch die Gemeinschaft. Von der Osten-Sacken nennt das zugespitzt: „das Ende der Himmelsstimme, den Anfang des alleinigen Sinnens über die den Menschen übergebene Tora.“
Wer wissen will, wie tief das reicht: Die Mischna, die älteste Sammlung jüdischen Rechts, ist über weite Strecken genau nach diesem Muster gebaut. Erst kommen die Meinungen einzelner Lehrer mit Namen, und dann steht dort die Formel wa-chachamim omrim — „die Weisen aber sagen“. Und das gilt.
Paulus liest denselben Vers
Ein knappes halbes Jahrhundert vor der Szene in Jawne schreibt ein jüdischer Gelehrter aus Tarsus einen Brief nach Rom. Auch er kommt auf dieselben Verse. Im Römerbrief, Kapitel 10,6–8, heißt es:
Die Gerechtigkeit aus Glauben aber spricht so: Sage nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen? — das heißt, Christus herabzuholen. Oder: Wer wird in den Abgrund hinabsteigen? — das heißt, Christus von den Toten heraufzuholen. Sondern was sagt sie? Nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen — das heißt, das Wort des Glaubens, das wir verkündigen.
Man merkt sofort, was Paulus tut. Er nimmt die Sätze aus dem 5. Buch Mose, setzt aber nach jedem Stück eine kurze Erklärung ein, im Griechischen touto estin, „das heißt“. Aus dem Meer wird der Abgrund, also das Totenreich. Und dreimal wird der Bezug verschoben: Wo im 5. Buch Mose die Tora gemeint ist, meint Paulus zweimal Christus und einmal die Verkündigung, die er „Wort des Glaubens“ nennt.
Peter von der Osten-Sacken beschreibt das Verfahren als das, was es ist — eine jüdische Auslegungstechnik: Der Apostel „kommentiert (…) in einem klassischen kleinen Midrasch die wichtigsten Aussagen in Dtn. 30,12–14“. Midrasch heißt Auslegung; gemeint ist die Art, einen Bibelvers Stück für Stück zu zerlegen und jedes Stück zu deuten. Genau so arbeiten die Rabbinen.
Noch etwas fällt auf: Der Auftakt „Sage nicht in deinem Herzen“ steht gar nicht in Kapitel 30. Er stammt aus 5. Mose 9,4 — dort eine Warnung vor Selbstgerechtigkeit. Paulus blendet also zwei Stellen ineinander. Ebenfalls fort fällt bei ihm der Nachsatz, um den es im Ursprungstext ging: es zu tun.
Ein Wort, das schwer wiegt: telos
Unmittelbar vorher steht bei Paulus ein Satz, der die Auslegungsgeschichte zwischen Juden und Christen wie kaum ein zweiter belastet hat. Auf Griechisch: telos nomou Christos. Üblich übersetzt: Christus ist des Gesetzes Ende.
Peter von der Osten-Sacken hält dagegen. Das griechische Wort telos bedeutet nicht nur Ende, sondern auch Ziel und Erfüllung. Er übersetzt: „Denn das Ziel (oder: die Erfüllung) des Gesetzes (Tora) ist Christus zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.“ Und er urteilt scharf über die Alternative: „Die übliche Übersetzung ‚Ende des Gesetzes‘ ist von dogmatischen Interessen geleitet und widerspricht, auch wenn sie aufs heftigste verteidigt wird, dem ganzen Zusammenhang.“
Das ist eine Entscheidung darüber, was für ein Text der Römerbrief ist. Von der Osten-Sacken verweist darauf, dass Paulus sich bei seiner Auslegung ausdrücklich auf die Tora selbst beruft — sie legt er aus, aus ihr spricht bei ihm die Gerechtigkeit des Glaubens. Und wenige Kapitel vorher hat derselbe Paulus geschrieben: „Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr richten wir das Gesetz auf.“
Von der Osten-Sacken zieht daraus die Folgerung: „Für Paulus ist dabei das Evangelium als nahes ‚Wort des Glaubens‘ nicht nur Analogon zur Tora, vielmehr stellt es für ihn die endzeitliche Aufrichtung der Tora dar, so daß in diesem Sinne auch für ihn gilt: ‚Nicht im Himmel ist sie.‘“
Was beide teilen
Hier liegt die eigentliche Überraschung. Der Reflex, bei zwei so verschiedenen Texten im Talmud und im Neuen Testament zuerst die Unterschiede zu suchen, geht am Interessanten vorbei. Von der Osten-Sacken lenkt den Blick vielmehr auf die „nur zu leicht übersehenen Gemeinsamkeiten“. Es sind drei, und sie sind erheblich.
Erstens: Das Wort Gottes ist gegeben und nahe. Beide Seiten sagen, man müsse dem göttlichen Willen „weder im Himmel noch in der Unterwelt“ nachspüren. Er liegt vor. Damit ist, so von der Osten-Sacken, „mit der geschenkten Gotteskunde … die ins Leben führende Weisung bereits offenbart“.
Zweitens: Das geschriebene Wort braucht das gesprochene. Weder in Jawne noch bei Paulus legt sich die Schrift von selbst aus. In Jawne verbirgt sich das hinter dem Grundsatz von der Mehrheitsentscheidung — denn diese Mehrheit ist der Träger der mündlichen Überlieferung. Bei Paulus steckt es in der Gegenüberstellung: Mose schreibt – die Gerechtigkeit des Glaubens aber spricht. Von der Osten-Sacken weist darauf hin, dass Paulus im ersten Korintherbrief seine Verkündigung sogar mit genau den Begriffen weitergibt, die im Judentum die mündliche Überlieferung bezeichnen: „Denn ich habe euch überliefert, was ich auch empfangen habe.“ Die griechischen Wörter dort entsprechen den hebräischen Fachausdrücken qibbalti und massarti — empfangen und weitergeben.
Drittens, und das ist das Verblüffendste: Beide schließen jeden nachträglichen Eingriff von oben aus. In Jawne wird die Himmelsstimme abgewiesen. Und Paulus schreibt an die Gemeinden in Galatien: „Doch auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch das Evangelium verkündigen sollten im Gegensatz zu dem, wie wir es euch verkündigt haben, der soll verflucht sein.“ Selbst ein Engel vom Himmel darf und kann nichts daran ändern — das ist derselbe Gedanke: nicht im Himmel ist es, das Evangelium.
Wo sie auseinandergehen
Die Differenz liegt nicht dort, wo man sie gewöhnlich sucht. Von der Osten-Sacken formuliert sie präzise:
„Wollte man ein Gegenüber formulieren, so bestünde es deshalb nicht in der Tora hier, Jesus Christus dort, vielmehr in der Antithetik von Jesus Christus und Halacha.“
Das ist eine Verschiebung mit Folgen. Nicht die Tora steht gegen Christus. Beide Seiten halten an der Tora fest. Die Frage ist, wodurch sie in der Gegenwart vertreten wird: durch die Lebensregel, die die Gemeinschaft der Lehrer auslegt und verbindlich macht — oder durch den auferweckten Christus, von dem her und auf den hin sich für Paulus die Schrift erschließt.
Diese unterschiedliche Antwort hat ihrerseits einen Grund, der tiefer liegt als jedes Argument. Von der Osten-Sacken fügt sofort hinzu, dass jüdisches Leben vor Gott sich nicht in der Halacha erschöpft, sondern ebenso im ungekündigten Bund und in einem lebendigen Gebetsleben gründet. Dann folgt der Satz, auf den seine ganze Auslegung zuläuft:
So dürfte das, was den Völkerapostel einerseits, die Gelehrten von Javne und mit ihnen Akiva andererseits unterscheidet, im wesentlichen allein die jeweils andere Erfahrung und Gewißheit sein, aus denen heraus sie leben und denken. Im einen Fall ist es das Urdatum „Exodus und Sinai“, im anderen die Auferweckung Jesu Christi von den Toten, die alles weitere bestimmt. Diese Grunddifferenz ist es, die die einen und die anderen je etwas anderes unter dem von beiden legitimierend eingeholten Wort verstehen lassen: „Nicht im Himmel ist sie!“
Zwei Gemeinschaften, ein Vers, zwei Grunderfahrungen. Zwei Weisen, dasselbe Wort ernst zu nehmen.
Was daraus folgt
Man kann diesen Befund auf verschiedene Weisen verwerten. Die billigste wäre, ihn zur Harmonie zu glätten: seht her, im Grunde dasselbe. Das ist er nicht. Billig wäre auch, ihn als Beweis dafür zu nehmen, dass eine Seite den Text verlassen hat. Auch das trifft nicht zu; beide arbeiten mit demselben Verfahren am selben Vers, und beide berufen sich auf ihn, statt ihn zu übergehen.
Was bleibt, ist unbequemer: Die Einsicht, dass die schärfste Trennlinie zwischen Judentum und Christentum nicht dort verläuft, wo Jahrhunderte christlicher Predigt sie gezogen haben — nicht zwischen totem Buchstaben und lebendigem Geist, nicht zwischen Gesetz und Gnade. Sie verläuft zwischen zwei Erfahrungen, die beide prägten, und beide Seiten sagen, während sie sich unterscheiden, denselben Satz.
Dieser Satz bleibt. Er wehrt in beiden Traditionen die Versuchung ab, sich für das eigene Anliegen eine Sonderleitung nach oben zu legen. Wer heute erklärt, ihm sei etwas eingegeben worden, was für alle anderen zu gelten habe, bekommt von beiden Seiten dieselbe Antwort — von einem aufspringenden Gelehrten in Jawne und von einem Briefschreiber aus der Diaspora. Nicht im Himmel ist sie. Sie ist in deinem Mund und in deinem Herzen. Und dann, sagt der Vers, was so gern gekürzt wird: „um sie zu tun“.
Quellen und Literatur:
5. Mose 30,11–14 (Nizawim); 5. Mose 9,4.
Babylonischer Talmud, Bawa Mezia 59b.
2. Mose 23,2 („nach der Mehrheit ist zu entscheiden“).
Jerusalemer Talmud, Berachot 1,7 (3b), Entscheidung der Himmelsstimme zugunsten der Schule Hillels; vgl. Babylonischer Talmud, Eruwin 13b.
Römerbrief 10,4–8; Römerbrief 3,31; Galaterbrief 1,8; 1. Korintherbrief 15,1–3.
Pierre Lenhardt / Peter von der Osten-Sacken, Rabbi Akiva. Texte und Interpretationen zum rabbinischen Judentum und Neuen Testament, Berlin 1987, darin: V. Entscheidung in Jawne, Übersetzung und Auslegung von bBawa Mezia 59b, S. 99–113, sowie Abschnitt 5: Jesus Christus und die Tora — Die Rezeption von Dtn. 30,12–14 bei Paulus, S. 117–120.
Zur Forschungsdiskussion über Römer 10,6–8: Per Jarle Bekken, The Word is Near You, Berlin 2007; Justin Taylor, Churchman 132/1.
Dewarim Rabba 8,6 („kein zweiter Mose bringt eine zweite Tora vom Himmel“).



