2 Kommentare
Avatar von User
Avatar von Martina Mirjam Schlatterer

Lässt sich so ein Inhalt wirklich vorbehaltlos mit einem Herzen, das man anklickt, kommentieren?

Aus meiner Sicht erjalten die Falschen die Abwehrsysteme, die Israel selbst, baruch HaShem, so geholfen haben. Wer bräuchte die grade mehr als die Ukraine? So einen Iron Dome z.B. Aber da ist halt keiner Zahlungskräftig.

Avatar von Ricklef Münnich

In den offiziellen Statistiken des israelischen Verteidigungsministeriums wird die Ukraine zwar geografisch zu Europa gezählt, spielt jedoch als direkter Empfänger letaler israelischer Waffen keine signifikante Rolle. Israel verfolgt weiterhin eine restriktive Politik bei der direkten Lieferung von Offensivwaffen an die Ukraine, um die strategischen Beziehungen zu Russland (insbesondere mit Blick auf Syrien) nicht zu gefährden. Der enorme Anstieg der Exporte nach Europa im Jahr 2024 ist stattdessen primär auf "Großaufträge" von NATO-Staaten wie Deutschland (z. B. das Raketenabwehrsystem Arrow 3) zurückzuführen, die ihre eigenen Bestände modernisieren oder Lücken füllen, die durch Abgaben an die Ukraine entstanden sind.

Weitergabe israelischer Waffen durch Drittstaaten

Die Anzahl der von europäischen Staaten an die Ukraine weitergegebenen Waffen aus israelischer Produktion ist äußerst gering, da Israel für jede Weitergabe eine explizite Endverbleibsgenehmigung erteilen muss.

Restriktive Genehmigungspraxis: Israel hat in der Vergangenheit Anfragen von Drittstaaten (wie etwa den baltischen Staaten zur Weitergabe von Spike-Panzerabwehrlenkwaffen) regelmäßig abgelehnt.

Indirekte Unterstützung: Die Ukraine erhält von Israel vor allem humanitäre Hilfe, Schutzausrüstung sowie Frühwarnsysteme für Raketenangriffe, jedoch keine schweren Waffensysteme wie Panzer oder Raketenabwehr.

Bestandsauffüllung in Europa: Der "Europa-Boom" der israelischen Rüstungsindustrie resultiert daraus, dass europäische Länder israelische Systeme kaufen, um ihre eigenen Verteidigungsfähigkeiten nach Schenkungen eigener (meist sowjetischer oder älterer westlicher) Bestände an die Ukraine wiederherzustellen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Krieg in der Ukraine zwar der Haupttreiber für das israelische Exportwachstum in Europa ist, die Waffen jedoch in den Lagern der europäischen Käuferstaaten verbleiben und nicht in nennenswertem Umfang an die ukrainischen Streitkräfte weitergereicht werden.