4 Kommentare
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Avatar von Benning Friedrich

Super, Ricklef! Als ich es gestern las, hat es mich getroffen! Irgendwie versteht die Jury nicht, wie und was Frau von der Tann berichtet hat und vor allem nicht, wo Antisemitismus und Judenhass beginnt. Du hast es auf den Punkt gebracht. Danke Dir dafür!

Herzliche Grüße und sei Gott befohlen!

Friedrich

Avatar von Frieder Cornelius Löhrer

Deine Ausführungen sind sehr fein gesetzt. Dafür meinen Respekt.

Die Evangelischen Frauen nehme ich nicht ernst. Sie sagen am Ende: Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Dessen Stimme da hindurch klingt, hat 1543 auch so blindwütend „Von den Juden und ihren Lügen“ verfasst. Diese Tradition und dieses Muster ist erschreckend. Das sich zum großen Teil dem Reich andienen, ist auch eine Wirklichkeit. Die „Deutschen Christen“ und die Gleichschaltung versus Die Bekennende Kirche. Aber das Ausmaß damals passt in diese Welt: Arierparagraph: Viele Landeskirchen übernahmen den Ausschluss von Christinnen und Christen jüdischer Herkunft vom Pfarramt.

Das traurige und das ermutigende: Diese Taten schaden heute - daher Schandtaten - Beziehungen und führen zu Taten. Dann helfen die morgigen Entschuldigungen den Opfern gar nichts. Wie es 1945 zu spät war, ist bereits mit dieser Preisverleihung wieder so weit. Diese Frauen sind blindwütend wie ihr 500 Jahre älteres Vorbild.

Das ermutigende bist Du Ricklef. Du spricht es aus. Du handelst. Du setzt Dich für den Dialog ein. Immer wieder. So bist Du ein "Neues Licht" in dieser immer wieder sich verdunkelnden Welt.

Bleibe standhaft. Verbiege Dich nicht. Mache bitte weiter.

Danke für Deinen Mut und Deine Geradlinigkeit. Dies ist übrigens unabhängig von Männern und Frauen.

Avatar von Frank Diederich

Lieber Ricklef,

vielen Dank. Das ist Aufklärung im besten Sinne des Wortes. Ich muss mich leider immer wieder wundern und es erschreckt mich, wie mehrheitsfähig und verbreitet diese Art der einseitigen, "geframten", unvollständigen und teilweise falschen Berichterstattung über Israel und den Nahen Osten hierzulande ist. Frau von der Tann da nur eine von vielen. Das diese journalistische Position und Arbeit jetzt schon wieder (!) ausgezeichnet wird, ist mir völlig unverständlich und ist inakzeptabel. Dies ist leider ein erschreckender Befund für ein Land, daß auf Millionen von jüdischen Knochen sitzt und es eine sehr kleine Minderheit von Juden und Jüdinnen wieder gewagt hat unsere Mitbürger sein zu wollen. Mir scheint der Fall "von der Tann" wieder einmal ein Hinweis darauf zu sein, daß wir es vermutlich mit einer grundlegenden, tiefsitzenden Pathologie der deutschen Seele zu tun haben, oder zumindest großer Teile davon. Anders kann ich mir das alles nicht erklären.

Vielen Dank für deinen Mut, deine Klarheit und deinen Aufklärungswillen.

Herzliche Grüße und ein großes Schalom,

Frank

Avatar von Gudrun Eussner

Danke für den Artikel!

Ich hatte bis heute weder von Sophie von der Tann noch von Katharina Zell Kenntnis. Die ARD-Tagesschau und das ZDF-heute schalte ich grundsätzlich nicht mehr ein, beide sind nämlich insgesamt und auf fast allen Gebieten "von der Tann".

Gruß aus Perpignan! Gudrun Eussner

https://eussner.blogspot.com/search?q=ARD