Am 9. November 1938 verstummten Chöre und Orgeln in deutschen Synagogen. Die Kantoren Assaf Levitin und Amnon Seelig holen ihr Repertoire aus 20.000 vergessenen Seiten zurück.
Ich bin von dieser jüdischen Musikkultur als Kind in unserem murkeligen Fachwerkhaus in Herford beglückt worden. Die Musik war für mich "das Fenster zum Hof".
Oma hatte ein Radio, in der Mitte ein Glas, auf dem die Sender vermerkt waren, die mit einer Leiste angezeigt wurden. Hinter dem Glas waren ca. 4cm Platz, und da habe ich mir die Nase plattgedrückt, ob da vielleicht die Sänger vorbei kämen. Ich war 5 Jahre alt.
Solch ein Radio sah ich später auch noch. War es bei der Oma? Und die Sender gab es fast alle gar nicht mehr.
Bei der (leicht kommentierenden) Beschreibung des Films über Max Raabe in Israel kamen mir Tränen. Deshalb danke! So gut beschrieben...
Es ist wunderbar, solch ein Blog über Jahrzehnte zu führen. Ein Archiv der Zeiten.
Und mein Augenreiben, was sich so gar nicht geändert hat. Eher multipliziert. Ihre Beschreibung der Kreise, „die man als so das Deutscheste bezeichnen könnte, was auf Erden herumläuft. Ob politisch links oder rechts, ob für oder gegen die Islamisierung Deutschlands und Europas, sie wissen alles besser, sie herrschen, sie bestimmen, wer außer ihnen Juden- und Israelfreund ist (keiner), was für Juden und für Israel gut ist, wissen sie.“
Das ist, als wär´s heute geschrieben.
Herzlich grüßt ein ebenfalls Ostwestfale, der gestern in seiner Geburtsstadt Höxter war.
Mich freut es, dass Salomon Sulzer erwähnt ist. Er stammt aus Hohenems in Vorarlberg. Im Nachbarort habe ich fünf Jahre gelebt. Sulzer war und ist sehr prägend.
Der 14 Jahre alte Artikel über Max Raabe ist sehr spannend, meine ich. Den habe ich eben noch einmal gelesen.
https://eussner.blogspot.com/2012/08/max-raabe-in-israel-und-deutsche.html
Ich bin von dieser jüdischen Musikkultur als Kind in unserem murkeligen Fachwerkhaus in Herford beglückt worden. Die Musik war für mich "das Fenster zum Hof".
Oma hatte ein Radio, in der Mitte ein Glas, auf dem die Sender vermerkt waren, die mit einer Leiste angezeigt wurden. Hinter dem Glas waren ca. 4cm Platz, und da habe ich mir die Nase plattgedrückt, ob da vielleicht die Sänger vorbei kämen. Ich war 5 Jahre alt.
Solch ein Radio sah ich später auch noch. War es bei der Oma? Und die Sender gab es fast alle gar nicht mehr.
Bei der (leicht kommentierenden) Beschreibung des Films über Max Raabe in Israel kamen mir Tränen. Deshalb danke! So gut beschrieben...
Es ist wunderbar, solch ein Blog über Jahrzehnte zu führen. Ein Archiv der Zeiten.
Und mein Augenreiben, was sich so gar nicht geändert hat. Eher multipliziert. Ihre Beschreibung der Kreise, „die man als so das Deutscheste bezeichnen könnte, was auf Erden herumläuft. Ob politisch links oder rechts, ob für oder gegen die Islamisierung Deutschlands und Europas, sie wissen alles besser, sie herrschen, sie bestimmen, wer außer ihnen Juden- und Israelfreund ist (keiner), was für Juden und für Israel gut ist, wissen sie.“
Das ist, als wär´s heute geschrieben.
Herzlich grüßt ein ebenfalls Ostwestfale, der gestern in seiner Geburtsstadt Höxter war.
Ein toller Beitrag.
Mich freut es, dass Salomon Sulzer erwähnt ist. Er stammt aus Hohenems in Vorarlberg. Im Nachbarort habe ich fünf Jahre gelebt. Sulzer war und ist sehr prägend.
Mit Gruß von meinem Lieblingskantor Joseph Schmidt
https://eussner.blogspot.com/search?q=Joseph+Schmidt+ano+avdoh
https://ricklef-muennich.de/blog/ein-lied-geht-um-die-welt-joseph-schmidt
Danke! Wunderbar das „Ki lekach tov“, zum Dahinschmelzen…