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Wochenabschnitt
Die Verdeutschung der Schrift || Noach
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Die Verdeutschung der Schrift || Noach

Die Übertragung des Wochenabschnitts „Noach“ (1. Mose 6,9–11,32) durch Martin Buber und Franz Rosenzweig.

Parascha Noach

1. Mose 6,9–11,32

Dies sind die Zeugungen Noachs: Noach war ein bewährter, ganzer Mann unter seinen Geschlechtern, mit Gott ging Noach um. Noach zeugte drei Söhne: den Schem, den Cham und den Jafet. Die Erde aber verdarb vor Gott, die Erde füllte sich mit Unbill. Gott sah die Erde: da, sie war verdorben, denn verderbt hatte alles Fleisch seinen Weg auf Erden. Gott sprach zu Noach: Ein Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen, denn die Erde ist voll durch sie der Unbill, da, ich verderbe sie samt der Erde. Mache aus Tannenstämmen dir einen Kasten, in Zellen mache den Kasten, und decke ihn innen und außen mit einer Pechdecke. Und dies ists, wie du ihn machen sollst: dreihundert Ellen die Länge des Kastens, fünfzig Ellen seine Breite, und dreißig Ellen seine Höhe. Einen Lichteinfall mache dem Kasten, indem du ihn oben all aufführst bis an eine Elle. Die Türöffnung des Kastens setze in seine Seite. Ein untres, ein zweites und ein drittes Geschoß, so mache ihn. Ich aber, da, ich lasse die Flut kommen, Wasser über die Erde, alles Fleisch zu verderben, drin Braus des Lebens ist, unterhalb des Himmels, alles was auf Erden ist wird verscheiden. Mit dir aber errichte ich meinen Bund: du sollst in den Kasten kommen, du, und deine Söhne, dein Weib, die Weiber deiner Söhne mit dir, und sollst von all dem Lebendigen, von allem Fleisch, zwei von allen in den Kasten kommen lassen, sie mit dir am Leben zu halten, ein Männliches und ein Weibliches sollen es sein, vom Vogel nach seiner Art und vom Getier nach seiner Art, von allem Gerege des Ackers nach seiner Art, zwei von allen kommen zu dir, sie am Leben zu halten. Du aber, nimm du dir von allem Eßbaren, was gegessen wird, und heimse es bei dir, es soll dir und ihnen zum Essen sein. Noach machte es, allwie Gott ihm geboten hatte, so machte ers.

Kapitel 7

ER sprach zu Noach: Komm, du und all dein Haus, in den Kasten! Denn dich habe ich bewährt vor mir in diesem Geschlecht ersehn. Von allem reinen Getier nimm dir je sieben und sieben, ein Männchen und sein Weibchen, und von dem Getier das nicht rein ist je zwei, ein Männchen und sein Weibchen, auch vom Vogel des Himmels je sieben und sieben, männlich und weiblich, Samen neuzubeleben auf dem Antlitz all der Erde. Denn noch sieben Tage, dann lasse ich auf die Erde regnen vierzig Tage und vierzig Nächte und wische alles Bestehende, das ich machte, weg von dem Antlitz des Ackers. Noach machte es, allwie ER ihm gebot. Sechshundert Jahre war Noach, als die Flut geschah, Wasser über die Erde, und Noach, mit ihm seine Söhne, sein Weib, die Weiber seiner Söhne, vor den Wassern der Flut in den Kasten kam, und von dem reinen Getier und von dem Getier das unrein ist und von dem Vogel und allem, was auf dem Acker sich regt, zwei und zwei zu Noach in den Kasten kamen, männlich und weiblich, wie Gott dem Noach geboten hatte. Nach dem Tagsiebent wars, da waren die Wasser der Flut über der Erde. Im Jahr der sechshundert Jahre des Lebens Noachs, in der zweiten Mondneuung, am siebzehnten Tag auf die Neuung, an diesem Tag aufbrachen alle Quellen des großen Wirbels, und die Luken des Himmels öffneten sich. Der Schwall geschah vierzig Tage, vierzig Nächte auf die Erde. An ebendem Tag kam Noach, und Schem, Cham, Jafet, die Söhne Noachs, das Weib Noachs und die drei Weiber seiner Söhne mit ihnen in den Kasten, sie und alles Wildlebende nach seiner Art, alles Herdentier nach seiner Art, alles Kriechgerege, das auf Erden sich regt, nach seiner Art, aller Vogel nach seiner Art, alles Zwitschernde, alles Befittichte, die kamen zu Noach in den Kasten, zwei und zwei von allem Fleisch, worin Braus des Lebens ist, und die kamen, Männliches und Weibliches von allem Fleisch kamen sie, wie Gott ihm geboten hatte. ER schloß hinter ihm zu. Vierzig Tage war die Flut über der Erde. Die Wasser stiegen und trugen den Kasten, er hob sich weg über die Erde. Die Wasser wuchsen und stiegen mehr über der Erde, der Kasten fuhr über das Antlitz des Wassers. Mehr und mehr wuchsen die Wasser über der Erde, alle hohen Berge waren zugehüllt unter allem Himmel. Fünfzehn Ellen oben auf wuchsen die Wasser, so waren die Berge zugehüllt. Da verschied alles Fleisch, das auf Erden sich regt, Vogel, Herdentier, Wildlebendes und alles Gewimmel, das auf Erden wimmelt, und alle Menschen. Alles, das Hauch, Braus des Lebens in seinen Nasenlöchern hatte, was alles auf dem Festland war, es starb. Er wischte alles Bestehende weg, das auf dem Antlitz des Ackers war, vom Menschen bis zum Tier, bis zum Kriechgerege, und bis zum Vogel des Himmels, weggewischt wurden sie von der Erde. Noach allein blieb übrig und was mit ihm in dem Kasten war. Die Wasser wuchsen über der Erde hundertundfünfzig Tage.

Kapitel 8

Gott gedachte Noachs und alles Lebendigen, alles Getiers, das mit ihm in dem Kasten war. Gott führte einen Windbraus quer über die Erde, und die Wasser duckten sich. Verstopft wurden die Quellen des Wirbels und die Luken des Himmels, und der Schwall vom Himmel wurde gehemmt. Das Wasser kehrte, ein Gehn, ein Kehren, weg von der Erde, das Wasser wich am Ende von hundertundfünfzig Tagen. Der Kasten ruhte in der siebenten Mondneuung, am siebzehnten Tag auf die Neuung, auf dem Gebirge Ararat. Des Wassers war ein Gehen und ein Weichen bis an die zehnte Neuung. In der zehnten, am ersten Tag auf die Neuung, waren die Häupter der Berge zu sehen. Am Ende von vierzig Tagen geschahs: Noach öffnete das Fenster des Kastens, das er gemacht hatte, und schickte den Raben frei, der zog in Zug und Kehre, bis das Wasser von der Erde getrocknet war. Er schickte die Taube von sich aus frei, zu sehen, ob das Wasser von dem Antlitz des Ackers verringert sei. Die Taube fand keine Ruhstatt für ihre Fußsohle, sie kehrte zu ihm in den Kasten, denn Wasser war auf dem Antlitz aller Erde, er schickte seine Hand aus und nahm sie und ließ sie zu sich in den Kasten kommen. Er wartete nochmals ein andres Tagsiebent und schickte wieder die Taube aus dem Kasten. Zur Abendzeit kam die Taube zu ihm, und, da, ein gepflücktes Ölblatt in ihrem Schnabel! Noach erkannte, daß sich das Wasser von der Erde verringert hatte. Er wartete nochmals ein andres Tagsiebent und schickte die Taube aus; sie kehrte nicht nochmals wieder zu ihm. Im sechshundertundersten Jahr, im Anfangsmonat, am ersten Tag auf die Neuung ließ das Wasser Festland auf der Erde. Noach tat die Decke vom Kasten ab und sah sich um: wohl, fest war das Antlitz des Ackers. In der zweiten Mondneuung aber, am siebenundzwanzigsten Tag auf die Neuung, war die Erde ausgetrocknet. Gott redete zu Noach, sprechend: Zieh aus dem Kasten, du, und dein Weib, deine Söhne und die Weiber deiner Söhne mit dir. Alles Lebendige, das mit dir ist, von allem Fleisch, Vogel, Herdentier und alles Gerege das auf Erden sich regt, laß hinausziehn mit dir, daß es auf Erden wimmle, daß es fruchte und sich mehre auf Erden. So zog Noach hinaus, seine Söhne, sein Weib und die Weiber seiner Söhne mit ihm, alles Lebendige, alles Gerege, aller Vogel, alles was auf Erden sich regt, nach ihren Sippen zogen sie aus dem Kasten. Noach baute IHM eine Schlachtstatt. Er nahm von allem reinen Getier und von allem reinen Vogel und höhte Darhöhungen auf der Schlachtstatt. Da roch ER den Ruch des Geruhens, und ER sprach zu seinem Herzen: Nicht will ich hinfort den Acker wieder verwünschen um des Menschen willen, weil das Gebild des Menschenherzens von seiner Jugend her bös ist, nicht will ich hinfort wieder alles Lebende schlagen wie ich tat, hinfort soll, alle Tage der Erde, Saat und Ernte, Frost und Glut, Sommer und Winter, Tag und Nacht niemals feiern.

Kapitel 9

Gott segnete Noach und seine Söhne und sprach zu ihnen: Fruchtet und mehret euch und füllet die Erde. Eure Furcht und euer Schrecken sei auf allem Wildlebenden der Erde und allem Vogel des Himmels, allem was auf dem Acker sich regt und allen Fischen des Meers, in eure Hand sind sie gegeben. Alles Rege, das lebt, euch sei es zum Essen, wie das grüne Kraut gebe ich euch alles; doch Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut sollt ihr nicht essen. Jedoch euer Blut, das eurer Seelen, will ich heimfordern, von der Hand alles Wildlebenden will ich es heimfordern, und von der Hand des Menschen, für jedermann von der Hand seines Bruders heimfordern die Seele des Menschen. Wer Blut des Menschen vergießt, durch den Menschen werde vergossen sein Blut, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht. Ihr denn, fruchtet und mehrt euch, wimmelt auf Erden und mehrt euch darauf! Gott sprach zu Noach und seinen Söhnen mit ihm, er sprach: Ich aber, da, ich errichte meinen Bund mit euch und mit euerm Samen nach euch und mit aller lebenden Seele, die bei euch ist, Vogel, Herdentier und allem Wildlebenden der Erde bei euch, allen die aus dem Kasten zogen, von allem Lebendigen der Erde. Meinen Bund errichte ich mit euch: nicht werde nochmals gerottet alles Fleisch von Wassern der Flut, nicht geschehe nochmals Flut, die Erde zu verderben! Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bunds, den ich gebe zwischen mich und euch und alljede lebende Seele, die mit euch ist, auf Weltzeit-Geschlechter: meinen Bogen gebe ich ins Gewölk, er werde Zeichen des Bunds zwischen mir und der Erde. So seis: wann Gewölk ich wölke über der Erde und im Gewölk der Bogen zu sehn ist, will ich meines Bunds gedenken, der ist zwischen mir und euch und alljeder lebenden Seele von allem Fleisch: nicht werde nochmals das Wasser zur Flut, alles Fleisch zu verderben. Wenn der Bogen im Gewölk ist, will ich ihn ansehn, zu gedenken des Weltzeit-Bunds zwischen Gott und alljeder lebenden Seele von allem Fleisch das auf Erden ist. Gott sprach zu Noach: Dies ist das Zeichen des Bunds, den ich zwischen mir und allem Fleisch auf Erden errichtet habe. Die Söhne Noachs, die aus dem Kasten zogen, waren Schem, Cham und Jafet. Cham aber ist der Vater Kanaans. Diese drei sind die Söhne Noachs, aus ihnen verstreute sich alles Erdvolk. Noach begann nun als der Mann des Ackers und pflanzte einen Rebgarten. Als er vom Wein trank, berauschte er sich und lag kleiderbar mitten in seinem Zelt. Cham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters an, er meldete es seinen zwei Brüdern draußen. Schem nahm und Jafet das Tuch, sie legten es auf die Schulter zuzweit, sie gingen rückwärts und hüllten die Blöße ihres Vaters, ihr Antlitz rückwärts gewandt, sie sahen die Blöße ihres Vaters nicht an. Noach erwachte von seinem Wein, ihm wurde bekannt, was sein jüngster Sohn ihm tat. Er sprach: Verflucht Kanaan, Knecht der Knechte sei er seinen Brüdern! Er sprach: Gesegnet ER, Gott Schems, Kanaan aber sei ihm Knecht! Jaft — ausdehne Gott es dem Jafet, er wohne in den Zelten Schems, Kanaan aber sei ihm Knecht! Noach lebte nach der Flut dreihundert Jahre und fünfzig Jahre. Und aller Tage Noachs waren neunhundert Jahre und fünfzig Jahre, da starb er.

Kapitel 10

Dies sind die Zeugungen der Söhne Noachs Schem, Cham und Jafet. Ihnen wurden Söhne nach der Zerstörung geboren. Die Söhne Jafets sind Gomer und Magog, Madai, Jawan und Tubal, Maschech und Tiras. Die Söhne Gomers sind Aschknas, Rifat und Togarma. Die Söhne Jawans sind Elischa und Tarschisch, Kittäer und Dodaner. Von diesen aus trennten sich ab die Inseln der Stämme, in ihren Erdländern, jedermann seiner Zunge nach: nach ihren Sippen, in ihren Stämmen. Die Söhne Chams sind Kusch und Mizrajim, Put und Kanaan. Die Söhne Kuschs sind Sba und Chawila, Ssabta, Raama und Ssabtcha, die Söhne Raamas Schba und Dedan. Kusch zeugte Nimrod, der begann, ein Held auf Erden zu sein. Er war ein Held der Jagd vor SEINEM Antlitz, darum spricht man: Gleich Nimrod ein Held der Jagd vor SEINEM Antlitz. Der Anfang seiner Königschaft war Babel, und Arech, Akkad und Kalne, im Lande Schinar, von diesem Land zog er aus nach Assyrien und baute Ninive — dazu Rechobot die Stadt und Kalach, und Ressen zwischen Ninive und Kalach — , das ist die große Stadt. Mizrajim zeugte die Ludier, die Anamer, die Lehaber, die Naftucher, die Patrusser, die Kasslucher, von denen die Philister kommen, und die Kaftorer. Kanaan zeugte Zidon, seinen Erstling, und Chet, dazu den Jebussiter, den Amoriter und den Girgaschiter, den Chiwwiter, den Arkiter und den Ssiniter, den Arwaditer, den Zmariter und den Chamatiter. Danach zerstreuten sich die Sippen des Kanaaniters, und die Markgrenze des Kanaaniters war: von Sidon aus, dann wo du nach Grar kommst, bis gegen Gasa, dann wo du nach Sodom und Gomorra, Adma und Zbojim kommst, bis gegen Lascha. Dies sind die Söhne Chams nach ihren Sippen, nach ihren Zungen, in ihren Erdländern, in ihren Stämmen. Auch dem Schem wurden Kinder geboren: dem Urvater aller Söhne Ebers, Jafets des Älteren Bruder. Die Söhne Schems sind Elam und Aschur, Arpachschad, Lud und Aram. Die Söhne Arams sind Uz und Chul, Gater und Masch. Arpachschad zeugte Schalach, Schalach zeugte Eber. Dem Eber wurden zwei Söhne geboren, der Name des einen war Paleg, Spalt, denn in seinen Tagen wurde das Erdvolk zerspalten, und der Name seines Bruders Joktan. Joktan zeugte Almodad und Schalef, Chazarmawet und Jarach, Hadoram, Usal und Dikla, Obal, Abimael und Schba, Ofir, Chawila und Jobab, all diese sind Söhne Joktans, ihr Sitz aber war von Mescha aus, dann wo du nach Sfar kommst, ans östliche Gebirge. Dies sind die Söhne Schems nach ihren Sippen, nach ihren Zungen, in ihren Erdländern, nach ihren Stämmen. Dies sind die Sippen der Söhne Noachs nach ihren Zeugungen, in ihren Stämmen. Von diesen aus trennten sich nach der Flut die Stämme auf Erden.

Kapitel 11

Über die Erde allhin war eine Mundart und einerlei Rede. Da wars wie sie nach Osten wanderten: sie fanden ein Gesenk im Lande Schinar und setzten sich dort fest. Sie sprachen ein Mann zum Genossen: Heran! backen wir Backsteine und brennen wir sie zu Brande! So war ihnen der Backstein statt Bausteins und das Roherdpech war ihnen statt Roterdmörtels. Nun sprachen sie: Heran! bauen wir uns eine Stadt und einen Turm, sein Haupt bis an den Himmel, und machen wir uns einen Namen, sonst werden wir zerstreut übers Antlitz aller Erde! ER fuhr nieder, die Stadt und den Turm zu besehen, die die Söhne des Menschen bauten. ER sprach: Da, einerlei Volk ist es und eine Mundart in allen, und nur der Beginn dies ihres Tuns — nichts wäre nunmehr ihnen zu steil, was alles sie zu tun sich ersännen. Heran! fahren wir nieder und vermengen wir dort ihre Mundart, daß sie nicht mehr vernehmen ein Mann den Mund des Genossen. ER zerstreute sie von dort übers Antlitz aller Erde, daß sie es lassen mußten, die Stadt zu bauen. Darum ruft man ihren Namen Babel, Gemenge, denn vermengt hat ER dort die Mundart aller Erde, und zerstreut von dort hat ER sie übers Antlitz aller Erde. Dies sind die Zeugungen Schems: Als Schem hundert Jahre war, zeugte er Arpachschad, ein Jahrespaar nach der Flut. Nach Arpachschads Erzeugung lebte Schem fünfhundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Als Arpachschad fünfunddreißig Jahre gelebt hatte, zeugte er Schalach. Nach Schalachs Erzeugung lebte Arpachschad vierhundert Jahre und drei Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Als Schalach dreißig Jahre gelebt hatte, zeugte er Eber. Nach Ebers Erzeugung lebte Schalach vierhundert Jahre und drei Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Als Eber vierunddreißig Jahre gelebt hatte, zeugte er Paleg. Nach Palegs Erzeugung lebte Eber vierhundert Jahre und dreißig Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Als Paleg dreißig Jahre gelebt hatte, zeugte er Ru. Nach Rus Erzeugung lebte Paleg zweihundert Jahre und neun Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Als Ru zweiunddreißig Jahre gelebt hatte, zeugte er Ssrug. Nach Ssrugs Erzeugung lebte Ru zweihundert Jahre und sieben Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Als Ssrug dreißig Jahre gelebt hatte, zeugte er Nachor. Nach Nachors Erzeugung lebte Ssrug zweihundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Als Nachor neunundzwanzig Jahre gelebt hatte, zeugte er Tarach. Nach Tarachs Erzeugung lebte Nachor hundert Jahre und neunzehn Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Als Tarach siebzig Jahre gelebt hatte, zeugte er Abram, Nachor und Haran. Und dies sind die Zeugungen Tarachs: Tarach zeugte Abram, Nachor und Haran. Und Haran zeugte Lot. Haran starb unterm Angesicht seines Vaters im Land seiner Geburt, in dem chaldäischen Ur. Abram nahm und Nachor sich Weiber. Der Name von Abrams Weib war Ssarai, der Name von Nachors Weib war Milka: eine Tochter Harans, des Vaters von Milka und Vaters von Jiska. Ssarai aber war eine Wurzelverstockte: sie hatte kein Kind. Tarach nahm Abram seinen Sohn und Lot Sohn Harans seinem Sohnessohn, und Ssarai seine Schwiegerin, Abrams seines Sohnes Weib, sie zogen mitsammen aus dem chaldäischen Ur, ins Land Kanaan zu gehen. Doch als sie bis Charan kamen, siedelten sie sich dort an. Und der Tage Tarachs waren zweihundert Jahre und fünf Jahre, da starb Tarach in Charan.


Die Schrift.
Verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig.

Neuausgabe 1997, verbesserte Auflage der neu bearbeiteten Ausgaben von 1954/1955/1958/1962.

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