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Avatar von Peter Fuchs

Darf ich nochmals auf das eindrückliche Bild hinweisen, das Jakob im Traum sah. Die Engel stiegen über eine Leiter von Oben zu Jakob auf die Erde hinunter.

Über die Propheten wissen wir, dass alles auf dieser Erde nach dem Abbild im Himmel geschaffen wurde. Geistige Form wurde Materie und das durfte das Volk Israel mit Moses in der Wüste erleben.

Sie Tranken Wasser und assen Brot wo vorher keines war. Alles was aus dem Himmel kommt ist heilig und somit die ganze Schöpfung weil wir hier nur begrenzte Zeit es in der Materie benützen können.

Wenn wir nun uns Zeit nehmen und einhalten und uns Bewusst werden, dass der Schöpfer all dieser Materie Gott ist, dann können wir entscheiden und uns besinnen und danken.

Ich denke das wollte unser geistiger Vater aller Menschen. Darum fordert er uns auf, einzuhalten und nachzudenken und daraus folgend dankbar zu sein.

Darum ist er mitten unter uns weil alles von Ihm kommt und wenn wir dankbar sind, welcher Vater gibt nicht noch mehr dazu.

Es ist dann nicht Verhältnismässig wenn man einen Ochsen der in den Brunnen fällt nicht rettet weil es Schabbat ist. Auch dieser Ochse ist ein Geschenk Gottes und lebt. Man will ja sein Leben Retten und dieses Leben hat dem Ochsen auch Gott gegeben.

So ist das Gleichnis von Jesus, Luk. 14.5-6 eine treffende Belehrung wo die Grenze der Ehre verläuft. »Und zu Ihnen sprach er: Wer unter euch, dem sein Sohn oder sein Ochse in den Brunnen fällt, wird ihn am Sabattag nicht alsbald heraufziehen? 6 Und sie vermochten darauf nicht zu erwidern»

Der Mensch hat es in der Hand, alles Heilige das ihn umgibt mit seinen Gedanken und Händen zu entheiligen wenn er die 10 Gebote bricht und er damit dem Herrscher der gestürzten dient welcher der Vater der Sünde ist.

Das ist die Ursache, das eine materielle Welt nötig wurde. Darüber sollte man auch nachdenken. An diesem Tag und danken, dass man schon wieder auf dem Rückweg ist. Wir leben ja seit unser geistigen Geburt im Reiche Gottes Ewig.

Die Himmelsleiter weist den Weg und sie wurde dem Volk Israel geschenkt zum motivierenden Verständnis.

Gott zum Gruss

Avatar von Ricklef Münnich

Peter, auf Deine Zeilen, die versuchen, den Ochsen zu retten, indem Jesus eine "treffende Belehrung" gegeben hat, möchte ich eingehen. Jesus belehrt nicht. Die Lehrer der Tora und Jesus sind sich vielmehr einig. Deshalb antworten sie nichts auf die Tora-Auslegung Jesu.

Die Heilungserzählung in Lukas 14,1–6 ist kein Konflikt zwischen Jesus und der jüdischen Tradition – sie ist ein Streitgespräch innerhalb dieser Tradition. Der entscheidende Schlüsselbegriff, um den alles kreist, lautet Pikuach Nefesch (פִּקּוּחַ נֶפֶשׁ) – wörtlich: „Wachen über die Seele", gemeint: die Pflicht zur Lebensrettung.

Der Grundsatz: Leben vor Sabbat

Pikuach Nefesch ist kein Randphänomen der Halacha, sondern ihr Herzstück. Die ältesten schriftlichen Belege finden sich bereits in der Mischna: „Lebensgefahr verdrängt die Schabbatgesetze" (Mischna, Traktat Joma 8,6). Der babylonische Talmud, Traktat Joma 85a–b, entfaltet diesen Grundsatz ausführlich und nennt ihn nahezu bedingungslos. Die Tosefta, eine tannaitische Sammlung aus dem 2./3. Jahrhundert, formuliert noch schärfer: „Nichts ist am Sabbat verboten, wenn es darum geht, ein Leben zu retten – außer Mord, Ehebruch und Götzendienst" (Tosefta Sabbat 15,17).

Die Tora-Grundlage

Zwei biblische Verse bilden das halakhische Fundament. Maimonides bevorzugte Levitikus 18,5: „Du sollst meine Gesetze halten, nach denen der Mensch leben soll" – woraus Rabbi Akiva folgert: durch die Gebote leben, nicht sterben. Nachmanides hingegen stützte sich auf Levitikus 25,36 („der Fremde und der Bürger sollen bei dir wohnen"), aus dem der Talmud ein positives Gebot zur Lebensbewahrung ableitet – nicht nur als eingebaute Ausnahme, sondern als eigenständige Mizwa. Die Halacha (Schulchan Aruch, Orach Chajim 328,2) weitet dies sogar auf den Zweifelfall aus: Auch wenn unklar ist, ob jemand in Gefahr ist, muss gehandelt werden.

Das Tier in der Grube – und der qal wa-chomer

Jesu Brunnen-Argument greift direkt auf einen bekannten rabbinischen Lehrfall zurück. Im Talmud (Joma 85b) wird diskutiert, wie man einem Tier hilft, das in eine Grube gefallen ist: Man darf Kissen und Decken hineinwerfen, damit es sich selbst befreit. Das Argument Jesu vom Sohn oder Ochsen im Brunnen (Lk 14,5) folgt der klassischen rabbinischen Schlussform qal wa-chomer (קַל וָחֹמֶר) – Schluss vom Leichteren auf das Schwerere: Wenn man ein Tier am Sabbat retten darf, dann erst recht einen Menschen. Diese Logik war den Toralehrern und Pharisäern vollkommen vertraut – weshalb sie, wie Lukas berichtet, schweigen. Gegen die eigene Argumentationsmethode lässt sich nichts einwenden.

Heilung ≠ verbotene Arbeit

Ein zentrales rabbinisches Unterscheidungskriterium ist bemerkenswert: Heilungen am Sabbat waren nach jüdischem Gesetz nicht grundsätzlich verboten, sondern nur dann, wenn sie mit einer äußeren medizinischen Behandlung (Arzneimittel, Verbände usw.) verbunden waren (Tosefta Sabbat 7,23). Jesu Heilungen durch Wort und Berührung fallen nach dieser Logik gar nicht unter das Arbeitsverbot. Der Streit ist also kein Grundsatzstreit über den Sabbat, sondern eine Auslegungsdebatte über die Reichweite von Pikuach Nefesch – ein Diskurs, den Jesus mit den Mitteln seiner Gesprächspartner führt.

Fazit: Ein jüdisches Argument mit jüdischer Logik

Das Schweigen der Toragelehrten in Lukas 14,6 ist kein Eingeständnis einer Niederlage gegenüber einem „Außenseiter". Es ist die ehrliche Antwort auf ein tadellos rabbinisches Argument: Der qal wa-chomer war ihr gemeinsames Werkzeug, Pikuach Nefesch der allseits geteilte Grundsatz – und Jesus handhabt beides souverän.

Bis heute gilt dieser Grundsatz im Judentum ungebrochen: Krankenhäuser arbeiten am Sabbat, Notfalldienste sind verpflichtet einzugreifen, und jede lebensrettende Maßnahme hat Vorrang vor der Sabbatruhe.

A Dieu, mon frère!

Ricklef

Avatar von Peter Fuchs

Bonjour mein geistiger Bruder,

Ob die Schaubrote bei David oder die Aehren der Jünger von Jesus oder die erstorbene Hand des Mannes in der Synagoge (Markus 2,23-3,6) alles waren Beispiele welche die Nächstenliebe in den Vordergrund rückt als Beispiel der Liebe Gottes zu seinen verlorenen Kindern welchen Gott den Rückweg zeigen will. Das wollte der geistige Sohn des Allerhöchsten seinen Mitmenschen zeigen. DIese Nächstenliebe nach dem Beispiel von Gott gilt auch Heute noch.

Gott zum Gruss