ahavta - Begegnungen
Der Wochenabschnitt der Tora
Behaalotcha
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Behaalotcha

„Wenn du anzündest“ • 4. Mose 8,1–12,16

Der Wochenabschnitt Behaalotcha

4. Mose 8,1–12,16

Gott sprach zu Mosche:

Sprich zu Aharon und sage ihm: Wenn du die Lampen aufleuchten lässest, sollen der Richtung des Leuchters zu die sieben Lampen leuchten.

Aharon tat also, der Richtung des Leuchters zu ließ er seine Lampen aufleuchten, wie Gott Mosche geboten hatte.

Und dies ist das Werk des Leuchters: aus einem Stück Gold gehämmert, zu Wurzelstock, zu Blüte ist er Hammerwerk. Wie das Gesicht, welches Gott Mosche hatte sehen lassen, also hatte er den Leuchter gestaltet.

Gott sprach zu Mosche:

Nimm die Leviten aus der Mitte der Söhne Jisraels, und vollziehe ihre Reinigung.

Also tue du ihnen zu ihrer Reinigung: sprenge an sie Entsündigungswasser. Sie führen dann ein Schermesser über ihren ganzen Leib, baden ihre Gewänder und vollziehen ihre Reinigung an sich.

Sie nehmen dann einen jungen Stier, und seine Huldigungsgabe: feines Weizenmehl mit Öl durchrührt; und einen zweiten jungen Stier nimmst du zu einem Entsündigungsopfer.

Du lässest die Leviten vor das Zusammenkunftsbestimmungszelt hintreten und versammelst die ganze Gemeinde der Söhne Jisraels,

und lässest die Leviten vor Gott hintreten, und Jisraels Söhne stützen ihre Hände auf die Leviten.

Aharon vollzieht dann mit den Leviten eine Wendung vor Gott von den Söhnen Jisraels; damit erhalten sie die Weihe, den Dienst Gottes zu vollbringen.

Und die Leviten stützen ihre Hände auf den Kopf der Stiere, und du vollziehst Gott den einen als Entsündigungsopfer und den andern als Emporopfer, Sühne über die Leviten zu erwirken.

Du stellst sodann die Leviten vor Aharon und seine Söhne, und vollziehst mit ihnen Gott eine Wendung.

Damit sonderst du die Leviten aus der Mitte der Söhne Jisraels, und die Leviten werden mein.

Sodann kommen die Leviten, den Dienst am Zusammenkunftsbestimmungszelt zu verrichten, dafür vollziehst du ihre Reinigung und dafür vollziehst du eine Wendung mit ihnen.

Denn gegeben, gegeben sind sie mir aus der Mitte der Söhne Jisraels; an die Stelle der Eröffnung jeden Mutterschoßes, der Erstgeborenen aller von Jisraels Söhnen, habe Ich sie Mir genommen.

Denn Mein wurde jeder Erstgeborene unter Jisraels Söhnen unter Menschen und unter dem Viehe; am Tage, da ich jeden Erstgeborenen im Lande Mizrajim schlug, habe ich sie mir geheiligt.

Nun nahm ich die Leviten an die Stelle jedes Erstgeborenen unter den Söhnen Jisraels,

und gab die Leviten, Aharon und seinen Söhnen aus der Mitte der Söhne Jisraels gegeben, um den Dienst der Söhne Jisraels am Zusammenkunftsbestimmungszelt zu verrichten und über Jisraels Söhne Sühne zu erwirken. So wird die Söhne Jisraels kein Sterben treffen, indem Jisraels Söhne dem Heiligtum nahen.

Mosche, Aharon und die ganze Gemeinde der Söhne Jisraels taten also den Leviten allem gemäß, was Gott Mosche in betreff der Leviten geboten hatte, also taten ihnen die Söhne Jisraels.

Es entsündigten sich die Leviten und badeten ihre Gewänder, Aharon vollzog mit ihnen eine Wendung vor Gott und Aharon erwirkte Sühne über sie, ihre Reinigung zu vollbringen.

Nachher kamen die Leviten ihren Dienst am Zusammenkunftsbestimmungszelt zu verrichten vor Aharon und vor seinen Söhnen; wie Gott Mosche hinsichtlich der Leviten geboten hatte, also taten sie ihnen.

Gott sprach zu Mosche:

Dies ist das für die Leviten Bestimmte: Vom zurückgelegten fünfundzwanzigsten Jahre aufwärts kommt er zur Leistung öffentlichen Dienstes im Dienste des Zusammenkunftsbestimmungszeltes,

und vom zurückgelegten fünfzigsten Jahre tritt er zurück von öffentlicher Leistung des Dienstes und hat nicht mehr Dienst zu leisten.

Wohl aber dient er mit seinen Brüdern am Zusammenkunftsbestimmungszelt Wache zu halten, aber Dienst verrichtet er nicht mehr. Also verfährst du mit den Leviten in ihren Amtsobliegenheiten.

Kapitel 9

Gott sprach zu Mosche in der Wüste Sinai im zweiten Jahre nach ihrem Auszuge aus dem Lande Mizrajim im ersten Monat:

Lasse Jisraels Söhne das Peßach vollziehen in seiner bestimmten Zeit.

Am vierzehnten Tage dieses Monats zwischen den beiden Abenden sollt ihr es in seiner bestimmten Zeit vollziehen. Nach allen seinen Gesetzen und nach allen darauf bezüglichen Vorschriften sollt ihr es vollziehen.

Da sprach Mosche zu Jisraels Söhnen, daß sie das Peßach vollzögen;

und sie vollzogen das Peßach im ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats zwischen den beiden Abenden in der Wüste Sinai; allem entsprechend, was Gott Mosche geboten hatte, also erfüllten die Söhne Jisraels.

Es waren aber Männer, welche in Beziehung zu einer Menschenperson unrein waren, und deshalb das Peßach nicht an diesem Tage vollziehen konnten; diese traten vor Mosche und vor Aharon an diesem Tage hin,

und es sprachen diese Männer zu ihm: Wir sind unrein in Beziehung zu einer Menschenperson; warum sollen wir zurückstehen, das Opfer Gottes nicht in seiner bestimmten Zeit nahe zu bringen in der Mitte der Söhne Jisraels?

Da sagte ihnen Mosche: Wartet, ich will hören, was Gott über euch gebieten wird.

Da sprach Gott zu Mosche:

Sprich zu Jisraels Söhnen: Wenn irgend einer in Beziehung auf eine Person unrein oder auf einem fernen Wege sein wird, bei euch oder euren Nachkommen, und hat Gott das Peßachopfer zu vollziehen,

so sollen sie es im zweiten Monat am vierzehnten Tage zwischen den beiden Abenden vollziehen, mit Mazzot und bitteren Kräutern sollen sie es essen;

sie sollen nichts davon bis zum Morgen übrig lassen und keinen Knochen davon zerbrechen, dem ganzen Gesetze des Peßachopfers entsprechend sollen sie es vollziehen.

Derjenige aber, der rein ist und nicht auf einem Wege war und unterläßt die Vollziehung des Peßachopfers, die Person wird aus ihres Volkes Kreisen entwurzelt, derselbe Mann, wenn er das Opfer Gottes nicht in seiner bestimmten Zeit nahegebracht hat, hat seine Sünde zu tragen.

Und wenn jemand aus der Fremde bei euch eingetreten sein wird, so hat er Gott das Peßachopfer zu vollziehen, nach dem Gesetze des Peßachopfers und nach der darauf bezüglichen Vorschrift, also hat er es zu vollziehen. Ein Gesetz soll euch sein für den aus der Fremde Eingetretenen und den Eingeborenen des Landes.

Und am Tage der Aufrichtung der Wohnung bedeckte die Wolke die Wohnung, dem Zelte des Zeugnisses zu, und am Abend war über der Wohnung wie ein Feuerschein bis Morgens.

So war es stets, die Wolke bedeckte sie; und ein Feuerschein nachts.

Und je wie sich die Wolke von dem Zelt erhob, erst dann brachen Jisraels Söhne auf; und da, wo die Wolke sich niederließ, dort nahmen Jisraels Söhne Lager.

Nach Gottes Ausspruch zogen Jisraels Söhne und nach Gottes Ausspruch lagerten sie; so lange die Wolke auf der Wohnung ruhte, lagerten sie.

Auch wann die Wolke viele Tage lang auf der Wohnung weilte, beachteten Jisraels Söhne das ihnen von Gott zur Beachtung Gegebene und zogen nicht weiter.

Es kam auch vor, daß die Wolke nur wenige Tage auf der Wohnung blieb; nach Gottes Ausspruch lagerten sie, und nach Gottes Ausspruch zogen sie.

Es kam auch vor, daß die Wolke von Abend zu Morgen blieb, und es erhob sich die Wolke am Morgen und sie zogen; oder an einem Tage und nachts, und es erhob sich die Wolke und sie zogen.

Oder zwei Tage oder einen Monat oder ein Jahr: wenn die Wolke lange über der Wohnung weilte und auf ihr ruhte, lagerten Jisraels Söhne und zogen nicht weiter; wenn sie sich erhob, zogen sie.

Nach Gottes Ausspruch lagerten sie und nach Gottes Ausspruch zogen sie; das ihnen von Gott zur Beachtung Gegebene beachteten sie nach Gottes Ausspruch durch Mosche.

Kapitel 10

Gott sprach zu Mosche:

Mache dir zwei silberne Trompeten, aus einem Stück gehämmert sollst du sie machen, und sie sollen dir dienen zur Berufung der Gemeinde und die Lager aufbrechen zu lassen.

Bläst man mit ihnen, so wird die ganze Gemeinde zu dir hin beschieden, zum Eingang des Zusammenkunftsbestimmungszeltes.

Wenn man aber mit einer bläst, so werden zu dir die Fürsten beschieden, die Häupter der Tausende Jisraels.

Und blaset ihr eine Terua, so brechen die Lager auf, die ostwärts lagern.

Und blaset ihr zum zweitenmale eine Terua, so brechen die Lager auf, die südwärts lagern; Terua bläst man zu ihren Aufbrüchen.

Bei Versammlung der Gemeindeversammlung blaset ihr, aber blaset keine Terua.

Aharons Söhne, die Priester, sollen mit den Trompeten blasen; sie bleiben euch zu ewigem Gesetze für eure Nachkommen.

Und wenn ihr in Krieg kommt in eurem Lande gegen den Dränger, der euch drängt, so blaset ihr Teruot mit den Trompeten, und eurer wird gedacht vor Gott, eurem Gotte, und euch wird geholfen von euren Feinden.

Aber an einem Tage eurer Freude und an euren Festzeiten und an den Anfängen eurer Monate blaset ihr mit den Trompeten bei euren Emporopfern und bei euren Friedensmahlopfern und sie werden euch zum Gedächtnis vor eurem Gotte, Ich, Gott, euer Gott.

Es war im zweiten Jahre, im zweiten Monate am zwanzigsten des Monats erhob sich die Wolke von ihrem Weilen über der Wohnung des Zeugnisses.

Da brachen Jisraels Söhne auf zu ihren Zügen von der Wüste Sinai, und die Wolke ließ sich zur Ruhe nieder in der Wüste Paran.

Es was dies das erste Mal, daß sie nach der durch Mosche von Gott erteilten Anordnung zogen.

Es brach die Fahne des Lagers der Söhne Jehuda zuerst auf nach ihren Heeresgruppen, und sein Heeresoberer war Nachschon, Sohn Aminadabs.

Und der Heeresobere des Stammes der Söhne Iissachar: Netanel, Sohn Zuars.

Und der Heeresobere des Stammes der Söhne Sebulun: Eliab, Sohn Chelons.

War dann die Wohnung abgenommen, so brachen die Söhne Gerschons und die Söhne Meraris auf, die Träger der Wohnung.

Sodann brach die Fahne des Lagers Reuben nach ihren Heeresgruppen auf, und sein Heeresoberer: Elizur, Sohn Schedeurs.

Und der Heeresobere des Stammes der Söhne Schimeon: Schlumiel, Sohn Zurischaddais.

Und der Heeresobere des Stammes der Söhne Gad: Eljaßaf, Sohn Deuels.

Es brachen sodann erst die Kehatiden, die Träger des Heiligtums auf, so daß man die Wohnung aufrichtete, bis sie eintrafen.

Sodann brach die Fahne des Lagers Efrajim nach ihren Heeresgruppen auf, und sein Heeresoberer: Elischama, Sohn Amihuds.

Und der Heeresobere des Stammes der Söhne Menasche: Gamliel, Sohn Pedazurs.

Und der Heeresobere des Stammes der Söhne Binjamin: Abidan, Sohn Gidonis.

Sodann brach die Fahne des Lagers der Söhne Dan auf, als Nachhut aller Lager nach ihren Heeresgruppen, und sein Heeresoberer: Achieser, Sohn Amischaddais.

Und der Heeresobere des Stammes des Söhne Ascher: Pagiel, Sohn Ochrans.

Und der Heeresobere des Stammes der Söhne Naftali: Achira, Sohn Enans.

So waren die Züge der Söhne Jisraels nach ihren Heeresgruppen; und nun zogen sie.

Mosche aber sprach zu Chobab, Sohn Reuels des Midjaniten, Schwiegervater Mosches: Wir ziehen zu dem Orte hin, von welchem Gott gesprochen: ihn gebe ich euch; gehe doch mit uns, so werden wir dir Gutes erweisen, denn Gott hat Gutes über Jisrael verheißen.

Da sprach er zu ihm: Ich werde nicht mitgehen, vielmehr werde ich zu meinem Lande und meinem Geburtsorte gehen.

Er aber sprach: Verlasse uns doch nicht! Denn darum bitte ich, weil du unseres Lagerns in der Wüste kundig bist und uns zu Augen dienen kannst.

Wirst du mit uns gehen, so sei es: dasselbe Gute, das uns Gott in seiner Güte erweisen wird, werden wir dir zu Teil werden lassen.

Sie zogen also vom Berge Gottes einen dreitägigen Weg, und die Lade des Gottesbundes zog ihnen voran einen dreitägigen Weg, ihnen Ruhe zu erspähen.

Und die Wolke Gottes war über ihnen am Tage, indem sie aus dem Lager zogen.

Es war, wenn die Lade aufbrach, sprach Mosche: Stehe auf, Gott, daß zerstieben deine Feinde und fliehen deine Hasser vor deinem Angesicht.

Und wenn sie mild zu Raste ging, sprach er: Kehre wieder ein, Gott, in die Myriaden der Tausende Jisraels!

Kapitel 11

Das Volk aber war wie leidtragend über sich selber, war schlecht vor Gottes Ohren. Gott hörte es, sein Zorn erglühte, und es brach Feuer Gottes wider sie aus und verzehrte an einem Ende des Lagers.

Da schrie das Volk zu Mosche; Mosche betete zu Gott und das Feuer versank.

Den Namen dieses Ortes nannte er Tabera; denn Feuer Gottes war wider sie ausgebrochen.

Das Gesindel aber, das sie unter sich aufgenommen hatten, hatte sich zu Lüsternheit aufgestachelt, und da fingen auch Jisraels Söhne wieder an zu weinen und sprachen: Wer gäbe uns doch Fleisch zu essen!

Wir gedenken noch der Fische, die wir in Mizrajim umsonst zu essen pflegten, der Gurken und der Melonen, des Lauchs und der Zwiebeln und des Knoblauchs,

und jetzt ist unsere Seele dürr, ohne allen; auf nichts, als auf das Man sind unsere Augen gewiesen!

Und das Man war doch wie Gadsamen, und sein Schein war wie der Anblick des Kristalls!

Es streifte das Volk und sammelte, und sie mahlten es auf Mühlen oder stießen es in Mörsern, kochten es im Topfe oder bereiteten es zu Kuchen; und es war sein Geschmack wie der eines Ölkuchens.

Fiel nachts der Tau auf das Lager, dann fiel das Man auf ihn.

Mosche hörte das Volk weinen nach seinen Familien, jeden an seines Zeltes Tür. Gottes Zorn erglühte sehr, und in Mosches Augen war es schlecht.

Da sprach Mosche zu Gott: Wozu hast du deinem Diener solch Leid beschieden — und warum habe ich nicht Gewährungswürdigkeit in deinen Augen erlangt — die Last dieses ganzen Volkes auf mich zu legen!

Habe ich dieses ganze Volk unter dem Herzen getragen, oder habe ich es erzeugt, daß du zu mir sprichst: trage es in deinem Schoße, wie der Wärter den Säugling trägt, hinauf zu dem Lande, das du seinen Vätern zugeschworen!

Woher mir Fleisch diesem ganzen Volke zu geben! Denn über mich weinen sie und sprechen: Gib uns doch Fleisch, daß wir essen.

Nicht ich allein kann dieses ganze Volk tragen; denn mir ist es zu schwer.

Und wenn du so dich zurückziehend mir geschehen lässest, so lasse mich doch lieber umkommen, wenn ich Gewährungswürdigkeit in deinen Augen gefunden habe, und lass mich mein Unglück nicht sehen!

Da sprach Gott zu Mosche: Sammle mir siebzig Männer von Jisraels Ältesten, die du kennst, daß sie die Ältesten des Volkes und seine Aufseher sind, und nimm sie hin zu dem Zusammenkunftsbestimmungszelt und lasse sie dort sich neben dich hinstellen.

Ich werde mich hinablassen und werde mit dir dort reden und werde von dem Geiste, der auf dich kommt, zurückhalten und auf sie legen. Sie werden dann mit dir an der Last des Volkes tragen und du wirst sie nicht allein zu tragen haben.

Und zum Volke sprich: Haltet euch zu morgen bereit, daß ihr dann Fleisch zu essen bekommt, denn ihr habet vor Gottes Ohren geweint und gesprochen: wer gäbe uns Fleisch zu essen! Denn besser hatten wir es in Mizrajim. So gibt euch denn Gott Fleisch zu essen.

Nicht einen Tag werdet ihr zu essen haben, und nicht zwei Tage, nicht fünf Tage, und nicht zehn Tage und nicht zwanzig Tage;

bis zu einem vollen Monate, bis es euch aus dem Halse wachsen und euch zum Erbrechen werden wird; weil ihr Gott, der in eurer Mitte weilt, verschmähet habet, und habet vor ihm geweint und gesprochen: warum auch sind wir aus Mizrajim gezogen!

Da sprach Mosche: Sechsmalhunderttausend Fußvolk ist das Volk, in dessen Mitte ich mich befinde, und du sagst, Fleisch soll ich ihnen geben, daß sie einen vollen Monat zu essen haben!

Sollen Schaf und Rind ihnen geschlachtet werden, daß es ihnen genüge, oder soll man alle Fische des Meeres ihnen sammeln, daß es ihnen genüge?

Da sprach Gott zu Mosche: Wird Gottes Hand nicht ausreichen? Du wirst sogleich sehen, ob mein Wort dir zutreffen wird oder nicht.

Mosche ging hinaus und redete die Worte Gottes zum Volke. Er sammelte dann siebzig Männer aus den Ältesten des Volkes und stellte sie rings um das Zelt.

Da ließ sich Gott in der Wolke hinab und sprach mit ihm und hielt abschattend von dem Geiste, der auf ihn kam, zurück, und gab es auf die siebzig als Älteste berufenen Männer. Es war, sobald der Geist auf sie niedergekommen war, sprachen sie Prophetenreden, wie nie wieder.

Es blieben aber zwei Männer im Lager zurück, der Name des einen: Eldad, der Name des zweiten: Medad, es kam auch auf sie der Geist nieder, sie waren mit unter den Aufgeschriebenen, waren aber nicht zum Zelte hinausgegangen. Sie redeten Prophetenreden im Lager.

Da lief der Knabe und berichtete es Mosche und sprach: Eldad und Medad reden Prophetenreden im Lager.

Da entgegnete Jehoschua, Sohn Nun, Mosches Diener von seiner Jugend an, und sprach: Mein Herr Mosche, halte sie ein!

Da sprach Mosche zu ihm: Eiferst du für mich? Wer gäbe, daß das ganze Volk Gottes Propheten wären, daß Gott seinen Geist auf sie gäbe!

Da zog sich Mosche ins Lager zurück, er und die Ältesten Jisraels.

Ein Wind aber war von Gott ausgegangen und hob Wachteln vom Meere ab und ließ sie auf das Lager nieder, etwa eine Tagereise diesseits und eine Tagereise jenseits rings um das Lager, und ungefähr zwei Ellen hoch über der Erde.

Da stand das Volk diesen ganzen Tag auf und die ganze Nacht und den ganzen folgenden Tag, und sie sammelten die Wachteln. Der am wenigsten hatte, hatte zehn Chomer gesammelt, und sie breiteten sie rings um das Lager aus.

Noch war das Fleisch zwischen ihren Zähnen, bevor es noch verzehrt war, und der Zorn Gottes brach wider das Volk aus, und Gott schlug das Volk mit einer sehr großen Niederlage.

Den Namen dieses Ortes nannte er Gräber der Lüsternheit; denn dort hatte man das lüsterne Volk begraben.

Von den Gräbern der Lüsternheit zog das Volk nach Chazerot, und sie waren in Chazerot.

Kapitel 12

Da sprach Mirjam und Aharon über Mosche in betreff der “Mohrin”, die er geheiratet; denn “eine Mohrin” hatte er geheiratet.

Sie sagten: Hat denn ganz allein nur an Mosche Gott geredet? Hat nicht auch an uns Er geredet? Und es hörte es Gott.

Und der Mann Mosche war äußerst demütig, mehr als alle Menschen, welche auf der Erdenfläche leben.

Da sprach Gott plötzlich zu Mosche, zu Aharon und zu Mirjam: Tretet ihr alle drei hinaus zum Zusammenkunftsbestimmungszelt. Sie traten alle drei hinaus.

Da ließ sich Gott in einer Wolkensäule hinab, und er stand am Eingang des Zeltes. Er rief Aharon und Mirjam, sie gingen beide hinaus.

Er sprach: Höret doch meine Worte; wäre er euer Prophet, würde Gott, Ich, im Wiederschein mich ihm kund geben, im Traume an ihn reden.

Nicht also mein Diener Mosche; in meinem ganzen Hause ist er betraut.

Mund zu Mund rede ich an ihn, und Gesehenes und nicht in Rätseln, und Gestaltung Gottes schauet er; warum denn habt ihr euch nicht gescheut, über meinen Diener, über Mosche zu reden?

Es erglühte Gottes Zorn wider sie und er ging.

Wie aber die Wolke von dem Zelte gewichen war, siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Da wendete sich Aharon zu Mirjam und siehe, sie war eine Aussätzige.

Da sprach Aharon zu Mosche: O, mein Herr, lege uns nicht als ernste Versündigung auf, was wir unüberlegt getan, und was wir gefehlt!

Lasse sie doch nicht wie eine Leiche bleiben! Da sie dem Schoße deiner Mutter entstammt, wäre doch eine Hälfte deines Fleisches verzehrt!

Da schrie Mosche zu Gott: O Gott! doch, heile doch sie.

Da sprach Gott zu Mosche: Und hätte ihr Vater vor ihr ausgespieen, würde nicht sieben Tage sie sich schämen?! Bleibe sie sieben Tage außerhalb des Lagers abgeschlossen, und nachher soll sie wieder aufgenommen werden.

Da ward Mirjam sieben Tage außerhalb des Lagers abgeschlossen; das Volk aber zog nicht weiter, bis Mirjam wieder aufgenommen wurde.

Nachher zog das Volk von Chazerot, und sie lagerten in der Wüste Paran.


Die Übersetzung des Wochenabschnitts stammt von „Der Pentateuch“, übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. Frankfurt am Main, 1867-1878. Quelle: Sefaria.

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