ahavta - Begegnungen
Der Wochenabschnitt der Tora
Korach
0:00
-18:52

Korach

„Korach“ • 4. Mose 16,1–18,32

Der Wochenabschnitt Korach

4. Mose 16,1–18,32

Korach maßte sich an, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis, und Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, Sohn Pelets, Söhne Reubens,

und sie traten auf vor Mosche, und auch Männer von den Söhnen Jisraels zweihundertundfünfzig, Gemeindefürsten, Versammlungsberufene, Männer von Namen.

Als diese sich wider Mosche und Aharon versammelt hatten, sprachen sie zu ihnen: Ihr maßt euch zu viel an, denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig und unter ihnen ist Gott. Und warum erhebet ihr euch über die Gemeinde Gottes?!

Mosche hörte und warf sich auf sein Angesicht.

Und er sprach zu Korach und seinem Vereine: Lasset es Morgen werden, dann wird Gott kund tun, wer der Seine ist, und wer der Heilige, daß Er ihn zu Sich nahen lasse. Wen Er erwählen wird, den wird Er zu Sich nahen lassen!

Dieses tuet: Nehmet euch Kohlenpfannen. Korach und sein ganzer Verein,

gebet in sie Feuer und leget auf sie Räucherwerk morgen vor Gott, und dann wird es sein: der Mann, den Gott erwählen wird, der ist der Heilige — ihr wollt zu viel, ihr Söhne Levis.

Mosche redete dann zu Korach: Höret doch, Söhne Levis!

Ist es euch zu wenig, daß Jisraels Gott euch von der Gemeinde Jisraels ausgeschieden, euch sich näher treten zu lassen, den Dienst an der Gottwohnung zu verrichten und vor der Gemeinde zu stehen, sie zu bedienen?

Und da Er so dich und deine Brüder alle, die Söhne Levis mit dir, nähertreten ließ, wollt ihr nun selbst Priestertum!?

Darum, du und dein ganzer Verein, ihr seid die wider Gott Versammelten! Aharon aber, was ist der, daß ihr wider ihn Aufruhr erregt?!

Darauf schickte Mosche Datan und Abiram, Söhne Eliabs, rufen zu lassen. Sie aber sagten: Wir kommen nicht hinauf.

Ists noch zu wenig, daß du uns aus einem von Milch und Honig fließenden Lande herausgeführt hast, uns in der Wüste umkommen zu lassen, daß du noch durch Willkürlichkeiten dich als Herrscher über uns benehmen willst?!

Auch hast du uns noch keineswegs zu einem von Milch und Honig fließenden Lande gebracht, wann du uns Erbteil an Feld und Weinberg erteilt. Willst du die Augen dieser Leute ausstechen? Wir kommen nicht hinauf.

Dies tat Mosche sehr wehe, und er sprach zu Gott: Wende dich nicht zu ihrer Huldigungsgabe! Nicht den Esel eines einzigen von ihnen habe ich genommen, und habe nicht einem von ihnen wehe getan.

Da sagte Mosche zu Korach: Du und dein ganzer Verein, so seid denn vor Gott, du und sie und auch Aharon morgen,

und nehmet jeder seine Pfanne und gebet Räucherwerk auf sie und bringet jeder seine Pfanne vor Gott nahe, zweihundertundfünfzig Pfannen, und auch du und Aharon jeder seine Pfanne.

Sie nahmen auch jeder seine Pfanne, gaben Feuer auf sie, legten auf sie Räucherwerk und stellten sich am Eingange des Zusammenkunftsbestimmungszeltes auf, und auch Mosche und Aharon.

Korach aber versammelte wider sie die ganze Gemeinde hin zum Eingange des Zusammenkunftsbestimmungszeltes, — da erschien die Herrlichkeit Gottes der ganzen Gemeinde.

Da sprach Gott zu Mosche und Aharon:

Sondert euch aus der Mitte dieser Gemeinde, daß ich sie augenblicklich vernichte.

Da fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Gott! Gott der Geister allen Fleisches! Der eine Mann sündigt, und über die ganze Gemeinde willst du zürnen?

Da sprach Gott zu Mosche:

Sprich zu der Gemeinde: Hebet euch fort aus dem Umkreis der Wohnung Korachs, Datans und Abirams!

Da stand Mosche auf und ging zu Datan und Abiram, ihm folgten die Ältesten Jisraels,

Und er sprach zur Gemeinde: Weichet doch aus der Nähe der Zelte dieser frevelnden Leute und rühret nicht an das Geringste von dem Ihrigen, sonst könnt ihr mit umkommen in allen ihren Sünden.

Da hoben sie sich weg aus der Nähe der Wohnung Korachs, Datans und Abirams von allen Seiten. Datan aber und Abiram traten hinaus und standen aufrecht im Eingang ihrer Zelte mit ihren Frauen, ihren großen und ihren kleinen Kindern.

Da sagte Mosche: Daran sollt ihr erkennen, daß Gott mich gesandt hat, alle diese Taten zu verüben und nicht aus meinem Sinne!

Wenn wie alle Menschen sterben, diese sterben werden, und ein Verhängnis wie aller Menschen über sie wird verhängt werden: so hat Gott mich nicht gesandt.

Wenn aber eine neue Schöpfung Gott schaffen wird, und es öffnet der Erdboden seinen Mund und verschlingt sie und alles Ihrige und sie so lebend ins Grab sinken: so werdet ihr wissen, daß diese Leute Gott gehöhnt.

Und es war, wie er zu Ende war, alle diese Worte zu reden, da spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war,

die Erde öffnete ihren Mund und verschlang sie und ihre Häuser und alle die Menschen, welche Korachs waren und alle die Habe.

Sie und alles Ihre sanken lebend ins Grab und es schloss sich über ihnen die Erde und sie verschwanden aus der Mitte der Gemeinde.

Ganz Jisrael, die rings um sie waren, flohen bei ihrem Geschrei, denn sie dachten: es könnte auch uns die Erde verschlingen.

Feuer aber war von Gott ausgegangen und verzehrte die zweihundertundfünfzig Mann, die Darbringer Räucherwerks.

Kapitel 17

Gott sprach zu Mosche:

Sage Elasar, dem Sohne Aharons, des Priesters, daß er die Pfannen aus dem Brande heraushebe, das Feuer aber wirf weg; denn sie sind heilig geworden.

Eben die Pfannen dieser an ihren eigenen Personen zu Sündern gewordenen, man mache sie als dünn geschlagene Bleche zu einem Überzug für den Altar; denn da sie sie vor Gott hingebracht haben, so sind sie heilig geworden und sollen zum Zeichen für die Söhne Jisraels bleiben.

Der Priester Elasar nahm die kupfernen Pfannen, welche die Verbrannten nahe gebracht hatten, und man schlug sie dünne zum Überzug für den Altar.

Zur Erinnerung für die Söhne Jisraels, damit nicht ein Fremder, der nicht von Aharons Nachkommen ist, nahetrete, Rauchgabe vor Gott aufdampfen zu lassen, und er nicht werde wie Korach und sein Verein, wie Gott es ihm durch Mosche hatte ankündigen lassen.

Am andern Tage murrte die ganze Gemeinde der Söhne Jisrgels über Mosche und Aharon und sprachen: Ihr habt den Tod des Volkes Gottes veranlasst!

Da wär es, indem die Gemeinde sich wider Mosche und Aharon versammelte, wandten sie sich dem Zusammenkunftsbestimmungszelte, zu, und siehe, es hatte es die Wolke bedeckt, und es erschien die Herrlichkeit Gottes.

Mosche und Aharon kamen hin vor das Zusammenkunftsbestimmungszelt.

Da sprach Gott zu Mosche:

Hebet euch hinaus aus der Mitte dieser Gemeinde, damit ich sie augenblicklich vernichte. Sie aber fielen auf ihr Angesicht.

Und Mosche sagte zu Aharon: Nimm die Pfanne und gib auf sie Feuer von dem Altare und tue Räucherwerk hinzu und bringe es eilends zur Gemeinde hin und vollziehe Sühne über sie, denn schon ist das Zürnen von Gott ausgegangen, das Sterben hat begonnen.

Aharon nahm wie Mosche gesprochen und eilte hinein in die Mitte der Gemeinde, und siehe, es hatte das Sterben im Volke begonnen. Er gab das Räucherwerk hin und vollzog Sühne über das Volk.

Da stand er zwischen den Sterbenden und den Lebenden, und der Seuche ward Einhalt getan.

Vierzehntausendsiebenhundert waren die in der Seuche Gestorbenen außer den durch Korachs Veranlassung Gestorbenen.

Aharon kehrte zu Mosche zum Eingange des Zusammenkunftsbestimmungszeltes zurück, und die Seuche war innegehalten.

Da sprach Gott zu Mosche:

Sprich zu Jisraels Söhnen und nimm von ihnen je einen Stab für ein Vaterhaus, von allen ihren Fürsten des Hauses ihrer Väter, zwölf Stäbe; eines jeden Namen schreibst du auf seinen Stab.

Und den Namen Aharons schreibst du auf den Stab Levis, denn ein Stab sei für das Haupt des Hauses ihrer Väter.

Und du legest sie im Zusammenkunftsbestimmungszelt vor das Zeugnis nieder, wohin ich mich euch zur Zusammenkunft bestimme.

Und es sei: der Mann, den ich erwähle, dessen Stab wird blühen So werde ich die murrenden Klagen der Söhne Jisraels, die sie wider euch erregen, von mir abweisend zur Ruhe bringen.

Da sprach Mosche zu den Söhnen Jisraels, und es gaben alle ihre Fürsten, je einen Stab von je einem Fürsten des Hauses ihrer Väter, zwölf Stäbe. Und Aharons Stab mit unter ihren Stäben.

Da legte Mosche die Stäbe vor Gott nieder im Zelte des Zeugnisses.

Da war es am anderen Tage, als Mosche zum Zelte des Zeugnisses hin kam, siehe da blühte Aharons Stab vom Hause Levi. Er brachte eine Blüte hervor und trieb Sprossen und zeitigte Mandeln.

Mosche brachte alle die Stäbe von ihrer Stelle vor Gott zu allen Jisraels Söhnen hinaus. Jeder sah und nahm seinen Stab.

Da sprach Gott zu Mosche: Lege Aharons Stab wieder zurück vor das Zeugnis, zur Aufbewahrung als Wahrzeichen für Männer des Ungehorsams, damit dies ihre murrenden Klagen von mir abgewiesen zu Ende bringe und sie nicht sterben.

Mosche tat es; wie Gott ihm geboten hatte, also tat er.

Da sagten Jisraels Söhne zu Mosche: So sind wir denn hingeschieden, verloren, sind alle verloren!

Jeder Nahe, der der Wohnung Gottes zu nahe tritt, stirbt — sind wir denn vollends hingegeben zum Verscheiden?!

Kapitel 18

Da sagte Gott zu Aharon, du und deine Söhne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr habt die Versündigung gegen das Heiligtum zu tragen, und du und deine Söhne mit dir habt die Versündigung gegen euer Priestertum zu tragen.

Aber auch deine Brüder, den Zweig Levi, den Stamm deines Vaters, lasse mit dir sich nahen, sie sollen dir sich anschließen und dich bedienen, während du und deine Söhne mit dir vor dem Zelte des Zeugnisses wachet.

So haben sie deine Hut und die Hut des ganzen Zeltes zu vollziehen, jedoch zu den Gefäßen des Heiligtums und zum Altare haben sie nicht hinzutreten, damit sie nicht sterben, so sie wie ihr.

Dir anschließen sollen sie sich und die Hut des Zusammenkunftsbestimmungszeltes verrichten in Beziehung auf allen Dienst des Zeltes, und kein Fremder soll zu euch hintreten.

Hütet die Hut des Heiligtums und die Hut des Altares, so wird ferner kein Zürnen über Jisraels Söhne kommen.

Ich, siehe ich habe eure Brüder die Leviten aus der Mitte der Söhne Jisraels herausgenommen; euch sind sie als eine Gabe gegeben für Gottes Zwecke, den Dienst des Zusammenkunftsbestimmungszeltes zu vollziehen.

Du aber und deine Söhne mit dir, ihr habt eures Priestertums zu warten, in Beziehung auf alles den Altar Betreffende und bis in Beziehung auf das hinter dem Scheidevorhang Vorzunehmende, habt ihr den Dienst zu vollziehen; zum Dienst der Hingebung gebe Ich euer Priestertum; der Fremde, der hintritt, soll sterben.

Gott sprach zu Aharon: Und Ich, siehe, Ich habe dir die Hut meiner Heben übergeben; so für alle Heiligtümer der Söhne Jisraels, ich habe sie dir zur Weihe gegeben und deinen Söhnen, zu ewiger Gebühr.

Das soll dir werden von dem Heiligtume der Heiligtümer von dem Feuer: alles, was sie nahebringen, von jeder ihrer Huldigungsgabe und von jedem ihrer Entsündigungsopfer und von jedem ihrer Schuldopfer, was sie mir erstatten, als ein Heiligtum der Heiligtümer wird es dir und deinen Söhnen.

In Heiligkeit der Heiligtümer hast du es zu essen; jeder Männliche darf es essen, ein Heiligtum soll es dir sein.

Und dies wird dir als Hebe ihrer Gabe, von allen Spenden der Söhne Jisraels habe ich sie dir gegeben und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir als ewige Gebühr. Jeder Reine in deinem Haufe darf es essen.

Alles Mark vom Öl und alles Mark vom Most und Korn, das erste davon, das sie Gott geben, dir habe ich sie gegeben.

Die Erstlinge von allem in ihrem Lande, was sie Gott bringen, wird dir; jeder Reine in deinem Hause darf es essen.

Jedes Banngelöbnis in Jisrael wird dir.

Was einen Mutterschoß von irgend einem Wesen eröffnet, das man Gott nahebringt unter Menschen und dem Viehe, wird dir; jedoch den Erstgeborenen des Menschen musst du auslösen, und auch das Erstgeborene des unreinen Tieres sollst du auslösen.

Und zwar vollziehst du seine Auslösung vom zurückgelegten Monat an in deiner Schätzung an Silber fünf Schekel vom Schekel des Heiligtums; derselbe hat zwanzig Gera.

Jedoch das Erstgeborene vom Ochsen oder das Erstgeborene vom Schafe oder das Erstgeborene von der Ziege lösest du nicht aus, sie sind, ein Heiligtum; ihr Blut wirfst du an den Altar und ihr Fett gibst du dem Verdampfen hin als Feuergabe Gott zum Willfahrungsausdruck.

Ihr Fleisch aber werde dir, wie die Brust der Wende und wie der rechte Schenkel sei es dir.

Alle Heben der Heiligtümer, welche Jisraels Söhne zu Gott erheben, habe ich dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir zu ewiger Gebühr gegeben. Ein Bund ewigen Salzes ist es vor Gott dir und deinen Nachkommen mit dir.

Gott sagte ferner zu Aharon: In ihrem Lande erhältst du kein Erbteil, und Anteil wird dir nicht unter ihnen. Ich bin dein Anteil und dein Erbe in der Mitte der Söhne Jisraels.

Den Söhnen Levi aber, siehe, habe ich allen Zehnten in Jisrael zum Erbteil gegeben als Entgelt ihres Dienstes, welchen sie im Dienste des Zusammenkunftsbestimmungszeltes leisten,

so daß Jisraels Söhne nicht mehr zum Zusammenkunftsbestimmungszelte nahen, ein todeswürdiges Vergehen auf sich laden.

Der Levite, er hat den Dienst des Zusammenkunftsbestimmungszeltes zu leisten und sie haben ihre Sünde zu tragen. Ein ewiges Gesetz für eure Nachkommen, in der Mitte der Söhne Jisraels aber sollen sie kein Erbteil erhalten.

Denn den Zehnten der Söhne Jisraels, den sie Gott als Hebe heben, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben. Darum habe ich für sie erklärt, daß sie in der Mitte der Söhne Jisraels kein Erbteil haben sollen.

Gott sprach zu Mosche:

Zu den Leviten aber sprich und sage ihnen: wenn ihr von den Söhnen Jisraels den Zehnten, den ich euch von ihnen als euer Erbteil gegeben, empfanget so erhebt ihr davon als Gottes Hebe einen Zehnten vom Zehnten.

Und es soll von euch eure Hebe gedacht werden, wie das Getreide von der Scheuer und wie die Fülle von der Kelter.

So hebet auch ihr eine Hebe Gottes von allen euren Zehnten, die ihr von Jisraels Söhnen empfanget, und ihr gebet dann die Hebe Gottes Aharon dem Priester.

Von allem euch Gegebenen hebt ihr alle Gotthebe aus, von jeglichem seinem Mark seinen zu heiligenden Teil aus ihm.

Und sage ihnen ferner: Wenn ihr davon sein Mark aushebet, so ist es dann als Leviteneigentum zu achten wie der Scheuerertrag und wie der Kelterertrag.

Ihr genießet es an jeglichem Ort, ihr und euer Haus; denn ein Lohn ist es euch, ein Entgelt eures Dienstes im Zusammenkunftsbestimmungszelte.

Beladet euch darob nicht mit Vergehen, indem ihr sein Mark von ihm aushebet, und entweihet die Heiligtümer der Söhne Jisraels nicht, damit ihr nicht sterbet.


Die Übersetzung des Wochenabschnitts stammt von „Der Pentateuch“, übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. Frankfurt am Main, 1867-1878. Quelle: Sefaria.

Diskussion über diese Episode

Avatar von User

Sind Sie bereit für mehr?