ahavta - Begegnungen
Der Wochenabschnitt der Tora
Wa'etchanan
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Wa'etchanan

„Und ich flehte“ • 5. Mose 3,23–7,11

Der Wochenabschnitt Wa’etchanan

5. Mose 5. Mose 3,23–7,11

Ich suchte Gewährung bei Gott in jener Zeit und sprach:

Gott, Gott, mein Herr! Du hast angefangen, deinem Diener eine Einsicht zu geben in deine Größe und deine starke Hand; wo ist auch eine Macht im Himmel und auf Erden, die wie deine Schöpfungen und deine Allmacht vollbringen könnte!

Lasse mich doch hinüberziehen und das gute Land sehen, welches jenseits des Jardens liegt, diesen guten Berg und den Libanon!

Da wendete sich Gott zürnend gegen mich um euretwillen und gab mir kein Gehör. Und es sagte Gott zu mir: Du hast Genüge, sprich zu mir nicht mehr von dieser Sache!

Gehe zum Gipfel der Anhöhe hinan und hebe deine Augen westwärts und nordwärts, südwärts und ostwärts, und siehe mit deinen Augen; denn du sollst diesen Jarden nicht überschreiten.

Verpflichte Jehoschua und festige ihn und stärke ihn; denn er soll vor diesem Volke herziehen und er sie das Land in Besitz nehmen lassen, welches du siehst.

Wir weilten damals im Tale Bet-Peor gegenüber.

Kapitel 4

Und nun Jisrael, höre auf die Gesetze und Rechtsordnungen, die ich euch zu erfüllen lehre, damit ihr lebet und kommet und das Land in Besitz nehmet, welches Gott, der Gott eurer Väter, euch gibt.

Füget dem, was ich euch gebiete, nichts hinzu und lasset nichts daran fehlen, die Gebote Gottes, eures Gottes, zu hüten, die ich euch gebiete.

Eure Augen sinds, die sehen, was Gott bei Baal Peor getan. Denn jedermann, der dem Baal Peor nachgewandelt, den hat Gott, dein Gott, aus deiner Mitte vertilgt,

und ihr, die ihr bei Gott, eurem Gotte, fest geblieben, ihr alle lebet heute.

Siehe, ich habe euch Gesetze und Rechtsordnungen gelehrt, wie mich Gott, mein Gott, verpflichtet, damit ihr danach handelt in Mitte des Landes, wohin ihr es in Besitz zu nehmen kommet.

So hütet denn und erfüllet; denn das ist eure Weisheit und eure Einsicht vor den Augen der Nationen, welche alle diese Gesetze hören werden und werden sagen: Es ist doch eine weise und einsichtsvolle Nation dieses große Volk!

Denn welches ist ein großes Volk? Das ihm nahe Gottheit hat, wie Gott, unser Gott, so oft wir zu ihm rufen.

Und welches ist ein großes Volk? Das gerechte Gesetze und Rechtsordnungen hat, wie diese ganze Lehre, die ich euch heute vorlege!

Nur hüte dich für dich und hüte deine Seele sehr, daß du die Tatsachen nicht vergeßest, die deine Augen gesehen, und daß sie nicht aus deinem Herzen weichen alle Tage deines Lebens, und bringe sie deinen Kindern zur Erkenntnis und deinen Kindeskindern:

den Tag, da du vor Gott, deinem Gott, standest zu Choreb, als Gott zu mir sagte: Versammle mir das Volk, ich will sie meine Worte hören lassen, daß sie lernen, mich zu fürchten alle Tage, die sie auf Erden leben, und ihre Kinder also lehren.

Ihr tratet nahe, ihr standet unten am Berge; und der Berg lohend in Feuer bis an das Herz des Himmels hinan; Finsternis, Gewölke und Wolkendüster.

Da sprach Gott zu euch mitten aus dem Feuer heraus; Stimme der Worte hörtet ihr, Gestalt sahet ihr keine, ausschließlich Stimme.

Da verkündete er euch seinen Bund, den er euch zu erfüllen gebot, in den zehn Sätzen, und schrieb sie auf zwei Tafeln von Stein.

Mir aber gebot Gott in jener Zeit, euch Gesetze und Rechtsordnungen zu lehren, damit ihr sie erfüllet in dem Lande, wohin ihr hinüberzieht, es in Besitz zu nehmen.

So hütet euch denn sehr für eure Seelen! Denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen an dem Tage, da Gott zu euch zu Choreb mitten aus dem Feuer sprach.

daß ihr nicht in das Verderbnis geratet und euch ein Bild machet, die Darstellung irgend einer Form, die Gestalt eines Männlichen oder Weiblichen,

die Gestalt irgend eines Tieres auf Erden, die Gestalt irgend eines beschwingten Vogels, der am Himmel fliegt,

die Gestalt irgend eines Kriechenden am Boden, die Gestalt irgend eines Fischtieres, das im Wasser unterhalb der Erde.

Und daß du deine Augen nicht zum Himmel erhebst und siehest die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und du dich hinreißen lässest und wirfst dich ihnen hin und dienest ihnen, die Gott, dein Gott, allen Nationen unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat;

euch aber hat Gott genommen, da er euch aus dem Eisentiegel, aus Mizrajim, führte, daß ihr ihm zu einer Erbnation angehörig bleibet, wie am heutigen Tage.

Und Gott zürnte mir über die Auslassungen von euch und schwur, daß ich den Jarden nicht überschreiten, ich in das gute Land nicht, kommen soll, welches Gott, dein Gott, dir zum Erbe gibt.

Denn ich sterbe in diesem Lande; ich überschreite den Jarden nicht. Ihr aber ziehet hinüber und nehmet dieses gute Land in Besitz.

So hütet euch für euch, daß ihr des Bündnisses Gottes, eures Gottes, nicht vergesset, welches er mit euch geschlossen hat, und ihr euch ein Bild, die Darstellung von irgend etwas machet, worüber Gott, dein Gott, dich verpflichtet hat.

Denn Gott, dein Gott, ist ein zehrendes Feuer, ein rechtfordernder Gott!

Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugen wirst, und ihr werdet alt geworden sein im Lande, und werdet Verderbnis üben und ein Bild machen, die Darstellung von irgend etwas, und werdet tun, was in den Augen Gottes, deines Gottes, schlecht ist, Ihn zu erzürnen:

So bestelle ich heute Himmel und Erde wider euch zu Zeugen, daß verloren, rasch verloren ihr gehen werdet von dem Lande weg, wohin ihr den Jarden überschreitet, es in Besitz zu nehmen; ihr werdet nicht längere Zeit darin bleiben, ihr würdet sonst gänzlich vernichtet werden.

Es wird Gott euch unter die Nationen hin zerstreuen, und ihr werdet in geringer Anzahl bleiben unter den Völkern, wohin Gott euch führen wird.

Dort werdet ihr Göttern untertänig werden, Menschenhändewerk, Holz und Stein, die nicht sehen und nicht hören, und nicht essen und nicht riechen.

Von dort werdet ihr Gott, deinen Gott, suchen und du wirst ihn finden; denn du wirst ihn suchen mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele.

In dieser dir werdenden Bedrängnis, und wenn dich erst alle diese Bestimmungen erreicht haben, am Ende der Tage, wirst du zu Gott, deinem Gotte, zurückkehren und auf seine Sitmme hören.

Denn ein barmherziger Gott ist Gott, dein Gott, er wird dich nicht los lassen und dich nicht zu Grunde gehen lassen, und wird den Bund deiner Väter nicht vergessen, den er ihnen geschworen.

Denn frage doch nach den früheren Zeiten, die vor dir waren, von dem Tage an, da Gott Menschen auf Erden geschaffen, und von Himmelsende bis Himmelsende, ob wie dieses Große schon je sich ereignet oder ihm Ähnliches gehört worden.

Hat ein Volk die Stimme Gottes gehört, redend aus der Mitte des Feuers, wie du gehört hast, und ist lebend geblieben?

Oder hat ein Gott sich erprobt, zu kommen, ein Volk aus der Mitte eines Volkes herauszugreifen, mit Machterprobungen, mit Zeichen und mit Belehrungswundern und mit Krieg, und mit starker Hand und mit gestrecktem Arm und mit großen Furchtbarkeiten, gleich allem dem, was Gott, euer Gott, für euch in Mizrajim vor deinen Augen vollbracht hat?

Du bist durch Sehen zum Wissen gebracht worden, daß Gott allein Gott ist, nichts sonst außer Ihm.

Vom Himmel hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich in das Band seiner Zucht zu nehmen; und auf der Erde hat er dich sein großes Feuer sehen lassen, und seine Worte hast du gehört aus dem Feuer.

Und an die Stelle, daß er deine Väter geliebt hat, erwählte er Seinen Ihm nachfolgenden Samen und führte dich mit seinem Angesichte in seiner großen Kraft aus Mizrajim,

größere und mächtigere Völker, als du vor dir zu vertreiben, dich hinzubringen, dir ihr Land zum Erbe zu geben, wie nun heute geschieht.

So wisse es denn heute und bringe es dir wiederholt zu Herzen, daß Gott allein Gott ist, im Himmel in der Höhe und auf Erden in der Tiefe, nichts sonst.

Und hüte seine Gesetze und seine Gebote, die ich dir heute gebiete, was dir und deinen Kindern nach dir wohl tun wird, und damit du lange Zeit auf dem Boden bleibest, den Gott, dein Gott, dir für alle Zeiten gibt.

Damals schied Mosche drei Städte jenseits des Jardens aus, zum Sonnenaufgang.

Damit dorthin ein Mörder fliehe, der seinen Nächsten ohne Wissen tötet und ihm kein Feind ist von gestern und vorgestern, er hat sich zu einer dieser Städte zu flüchten und bleibt am Leben.

Bezer in der Wüste im Lande der Ebene, vom Stamme Reuben; Ramoth in Gilead vom Stamme Gad, und Golan im Baschan vom Stamme Menasche.

Und dies ist das Gesetz, welches Mosche niedergelegt hat vor Jisraels Söhne.

Dies die Zeugnisse, die Gesetze und die Rechtsordnungen, welche Mosche Jisraels Söhnen mündlich ausgesprochen hat, als sie aus Mizrajim zogen,

jenseits des Jardens in dem Tale Betpeor gegenüber, im Lande Sichons, Königs der Emoriter, welcher in Cheschbon residierte, den Mosche und Jisraels Söhne bei ihrem Auszuge aus Mizrajim geschlagen hatten,

und sein Land und das Land Ogs des Königs vom Baschan, der beiden Könige des Emoriters, in Besitz nahmen, welche jenseits des Jardens liegen nach Sonnenaufgang,

von Aroer, welches am Ufer des Flusses Arnon, bis zum Berge Sion, das ist: Chermon,

und die ganze Öde jenseits des Jardens ostwärts bis zum Meere der Öde unter den Ausgüssen der Anhöhe.

Kapitel 5

Da rief Mosche ganz Jisrael zu und sagte zu ihnen: Höre Jisrael die Gesetze und die Rechtsordnungen, die ich heute vor euren Ohren darstelle; lernet sie und habet acht, sie zu erfüllen.

Gott, unser Gott, hat mit uns einen Bund zu Choreb geschlossen.

Nicht mit unseren Vorfahren hat Gott diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, wir, die wir hier heute alle noch am Leben sind.

Angesicht in Angesicht hat Gott mit euch auf dem Berge aus dem Feuer heraus gesprochen.

Ich stand zu jener Zeit zwischen Gott und euch, euch das Wort Gottes entgegen zu bringen; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und waret nicht den Berg hinangegangen zum Ausspruch:

Ich ‘ה sei dein Gott, der ich dich aus dem Lande Mizrajim, aus dem Sklavenhause hinausgeführt.

Es soll dir nicht ein anderer Gott sein vor meinem Angesichte.

Mache dir nicht in Bild, nicht in irgend einer Darstellung, was im Himmel in der Höhe, was auf Erden in der Tiefe oder was im Wasser ist tief unter der Erde;

wirf dich ihnen nicht hin und diene ihnen nicht; denn ich ‘ה, dein Gott, bin ein sein ausschließendes Recht fordernder Gott, denke die Sünde von Eltern an Kindern und an dritten und vierten Geschlechtern denen, die mich hassen,

und übe Liebe tausenden, denen, die mich lieben und denen, die meine Gebote hüten.

Nimm nicht den Namen ‘ה, deines Gottes, zu Gleichgültigem auf dich; denn es läßt Gott den nicht frei, der seinen Namen zu Gleichgültigem auf sich nimmt.

Hüte den Schabbattag, ihn zu heiligen, wie dir Gott, dein Gott, geboten.

Sechs Tage diene und schaffe all dein Werk,

und der siebente Tag ist Schabbat Gott, deinem Gotte; keinerlei Werk sollst du schaffen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und dein Ochs und dein Esel und all dein Vieh und dein Fremder, der in deinen Toren, damit dein Knecht und deine Magd dir gleich ruhen;

und gedenke, daß du Sklave im Lande Mizrafim warst, als Gott, dein Gott, dich von dort mit starker Hand und mit gestrecktem Arme hinausgeführt; darum hat Gott, dein Gott, dir geboten, den Schabbattag in Tat zu vollziehen.

Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie dir Gott, dein Gott, geboten, damit lange deine Tage dauern, und damit es dir gut ergehe auf dem Boden, den Gott, dein Gott, dir gibt.

Du sollst nicht morden, und du sollst nicht ehebrechen; und du sollst nicht stehlen; und du sollst nicht als nichtiger Zeuge wider deinen Nächsten aussagen.

Und du sollst nicht erlüsten das Weib deines Nächsten, und sollst dir nicht gelüsten das Haus deines Nächsten, sein Feld, seinen Knecht, seine Magd, seinen Ochsen und seinen Esel, noch irgend, was deinem Nächsten gehört.

Diese Worte sprach Gott zu eurer ganzen Versammlung auf dem Berge aus dem Feuer heraus, dem Gewölke und dem Wolkendüster — eine große Stimme, und reichte nicht weiter — und schrieb sie auf zwei Steintafeln und gab sie mir.

Da war es, als ihr die Stimme aus der Dunkelheit heraus hörtet und der Berg in Feuer lohete: da tratet ihr zu mir hin, alle Häupter eurer Stämme und eure Ältesten,

und sagtet: Siehe, es hat Gott, unser Gott, uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen, und seine Stimme haben wir aus dem Feuer heraus gehört; heute haben wir gesehen, daß Gott mit dem Menschen spreche und er am Leben bleibe.

Und nun, warum sollen wir sterben, daß uns dieses große Feuer verzehre! Fahren wir noch fort, Gottes, unseres Gottes, Stimme zu hören, so sterben wir.

Denn irgend wer in seiner Leiblichkeit ist es, der die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer heraus uns gleich reden gehört hat und ist am Leben geblieben!

Tritt du hin und höre alles, was Gott, unser Gott sagen wird, und du sprich getreu zu uns alles, was Gott, unser Gott, zu dir sprechen wird, wir werden es hören und vollbringen.

Da hörte Gott die Stimme eurer Worte, indem ihr zu mir sprachet, und Gott sagte zu mir: Ich habe die Stimme der Worte dieses Volkes gehört, welche sie zu dir gesprochen haben; sie haben alles gut gemeint, was sie gesprochen.

Wer gäbe, daß diese ihre Gesinnung ihnen bleibe, mich zu fürchten und alle meine Gebote zu hüten alle Tage, damit es ihnen und ihren Kindern auf ewig wohl ergehe.

Gehe, sage ihnen: Kehret zu euren Zelten zurück.

Und du, hier bleibe bei mir, damit ich zu dir die ganze Verpflichtung, die Gesetze und die Rechtsordnungen ausspreche, welche du sie lehren sollst, und haben sie sie in dem Lande zu vollbringen, welches ich ihnen zum Besitze gebe.

So erfüllet denn achtsam, wie euch Gott, euer Gott geboten, weichet nicht rechts und links.

In dem ganzen Wege, den euch Gott, euer Gott, geboten, wandelt, damit ihr lebet und euch wohl sei und ihr lange in dem Lande bleibet, welches ihr in Besitz nehmet.

Kapitel 6

Und dies ist nun die Verpflichtung, die Gesetze und Rechtsordnungen, welche Gott, euer Gott, geboten euch zu lehren, zur Vollbringung in dem Lande, wohin ihr hinüberziehet, es in Besitz zu nehmen,

damit du Gott, deinen Gott, fürchtest, alle seine Gesetzesvorschriften und Gebote, die ich dir gebiete, zu hüten, du und dein Kind und deines Kindes Kind, alle Tage deines Lebens, damit deine Tage lange dauern.

Höre, Jisrael, und sorge für die Ausführung, daß es dir wohl ergehe, und daß ihr euch sehr vermehret, wie Gott, der Gott deiner Väter, dir durch das Land, das von Milch und Honig fließt, zugesprochen hat.

Höre, Jisrael: Haschem, unser Gott, ist Haschem der einzig Eine.

Und liebe Gott, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen.

Es seien diese Worte, die ich dir heute gebiete, dir auf deinem Herzen,

und schärfe sie deinen Söhnen ein und sprich von ihnen, wenn du in deinem Hause sitzest und wenn du auf dem Wege wanderst, wenn du liegst und wenn du aufstehst,

und binde sie zum Zeichen an deine Hand und sie seien zum Hauptschmuck zwischen deinen Augen.

Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore.

Und es sei, wenn Gott, dein Gott, dich zu dem Lande bringen wird, das er deinen Vätern, Abraham, Jizchak und Jaakob zugeschworen hat, dir zu geben, Städte groß und gut, die du nicht gebaut,

Häuser, alles Guten voll, die du nicht gefüllt, ausgehauene Zisternen, die du nicht gehauen, Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt, und du dann issest und satt wirst:

Hüte dich dann dir, daß du Gott nicht vergissest, der dich aus dem Lande Mizrajim, aus der Sklavenheimat, hinausgeführt.

Gott, deinen Gott, fürchte, ihm diene und bei seinem Namen schwöre.

Gehet nicht anderen Göttern nach von den Göttern der Völker, die euch umgeben.

Denn ein Recht fordernder Gott ist Gott, dein Gott, in deiner Mitte, daß nicht der Zorn Gottes, deines Gottes, rege werde wider dich und er dich von dem Erdboden vertilge.

Versuchet Gott, euren Gott, nicht wie ihr in Massa versucht habt.

Hütet vielmehr, hütet die Gebote Gottes, eures Gottes, und seine Zeugnisse und seine Gesetze, die er dir geboten!

Und tue, was recht und gut ist in den Augen Gottes; darum wird es dir gut sein, und du wirst kommen und das gute Land, welches Gott deinen Vätern zugeschworen hat, in Besitz nehmen,

alle deine Feinde vor dich hin zu stoßen, wie Gott gesprochen.

Wenn dein Sohn dich in späterer Zeit fragen wird: Welches sind die Zeugnisse, die Gesetze und Rechtsordnungen, die Gott, unser Gott, euch geboten hat?

So sage deinem Sohne: Sklaven waren wir dem Pharao in Mizrajim, da führte uns Gott aus Mizrajim mit starker Hand,

und es gab Gott Zeichen und Überzeugungstaten, groß und schmerzlich, an Mizrajim, an Pharao und an sein ganzes Haus vor unseren Augen.

Uns aber führte Er von dort hinaus, uns in die Heimat zu bringen, uns das Land zu geben, das er unsern Vätern zugeschworen.

Da gebot uns Gott, alle diese Gesetze zu erfüllen, Gott, unsern Gott, zu fürchten, zu unserem Heile alle Tage uns wie heute lebend zu erhalten.

Und Pflichttreue bleibt es uns, daß wir gewissenhaft dieses ganze Gebot vor Gott, unserm Gott, erfüllen, wie er es uns geboten.

Kapitel 7

Wenn Gott, dein Gott, dich zu dem Lande bringt, wohin du es in Besitz zu nehmen kommst, so wird er viele Völker vor dir haltlos machen, den Chitti und Girgaschi, Emori, Kanaani, Perisi, Chiwi und Jebussi, sieben dir zu große und mächtige Völker.

Gott, dein Gott, gibt sie vor dich hin und du schlägst sie; da sollst du sie gänzlich der Vernichtung übergeben, sollst mit ihnen kein Bündnis errichten und ihnen keine Gunst zuwenden.

Du sollst dich mit ihnen nicht verschwägern, sollst deine Tochter nicht seinem Sohne geben und seine Tochter nicht nehmen für deinen Sohn.

Denn er wird deinen Sohn aus meiner Nachfolge entfernen, und sie werden fremden Göttern dienen, und es wird dann Gott Unwille wider euch erglühen, und rasch wird er dich vernichten.

Vielmehr also sollt ihr ihnen tun: ihre Altäre sollt ihr einreißen, ihre Standsäulen zerbrechen, ihre Haine umhauen und ihre Bilder in Feuer verbrennen.

Denn ein heiliges Volk bist du Gott, deinem Gotte! Dich hat Gott, dein Gott, erwählt, ihm ein ausschließlich ihm angehörendes Volk zu sein, mehr als alle Völker, welche auf der Erde sind.

Nicht weil ihr zahlreicher als alle Völker seid, hat Gott an euch Wohlgefallen gefunden und euch erwählt; denn ihr seid das kleinste unter allen Völkern;

sondern aus Liebe Gottes zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, führte Gott euch mit starker Hand hinaus und befreite dich aus der Sklavenheimat, aus der Hand Pharaos, Königs von Mizrajim.

So weißt du denn, daß Gott, dein Gott, “Gott” ist der Gott, dem man vertrauen kann, der den Bund und die Liebe denen bewahrt, die ihn lieben und die seine Gebote hüten, bis ins tausendste Geschlecht:

Er belohnt auch die, die ihn hassen, aber in sein Angesicht, ihn verloren gehen zu lassen! Er verschiebt es nicht seinem Hasser, in sein Angesicht belohnt er ihn.

So hüte denn das Gebot, die Gesetze und Rechtsordnungen, die ich dir gebiete, heute sie zu erfüllen.


Die Übersetzung des Wochenabschnitts stammt von „Der Pentateuch“, übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. Frankfurt am Main, 1867-1878. Quelle: Sefaria.

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