Der Wochenabschnitt Schemot
2. Mose 1,1–6,1
Und dies sind die Namen der Söhne Jisraels, die nach Mizrajim kamen; mit Jaakob kam jeder und sein Haus.
Reuben, Schimeon, Levi und Jehuda,
Jissachar, Sebulun und Binjamin,
Dan und Naftali, Gad und Ascher.
Es waren alle von Jaakob stammenden Seelen siebzig Seelen; und Josef war bereits in Mizrajim.
Josef starb und alle seine Brüder und das ganze damalige Geschlecht.
Jisraels Söhne waren fruchtbar gewesen an zahlreichen Geburten, sie wurden in großem Übermaß viel und stark; das Land wurde ihrer voll.
Es erhob sich ein neuer König über Mizrajim, der von Josef nichts wusste;
der sprach zu seinem Volke: Seht, ein Volk sind die Söhne Jisraels, zu zahlreich und mächtig für uns;
wohlan, wir wollen ihm mit Klugheit begegnen, es könnte sich vermehren, und dann, wenn die Ereignisse Krieg bringen, sich auch zu unseren Feinden schlagen, oder auch uns bekämpfen und aus seinem Lande heraufziehen.
Sie setzten über es Fiskalbeamte, um es durch ihre Lasten zu quälen. So baute es Vorratsstädte für Pharao, Pitom und Raamses.
So wie sie es aber quälten, so vermehrte es sich und so breitete es sich aus; sie bekamen an allem Überdruss wegen der Gegenwart der Söhne Jisraels.
Die Mizrer machten daher Jisraels Söhne zu Sklaven mit brechender Härte.
Sie verbitterten ihr Leben mit harter Arbeit in Lehm und in Ziegeln und mit jeglicher Arbeit auf dem Felde, verbitterten alle ihre Arbeiten, die sie durch sie mit Härte ausführen ließen.
Darauf sprach der König von Mizrajim zu den ibrischen Hebammen, deren eine Schifra und die andere Pua hieß,
er sprach: Wenn ihr die Ibrinnen entbindet, so habet acht auf den kreißenden Schoß: ist es ein Sohn, so tötet ihn, ist es eine Tochter, so mag sie leben.
Die Hebammen aber fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Mizrajim zu ihnen gesprochen, ja, sie erhielten die Kinder am Leben.
Da rief der König von Mizrajim nach den Hebammen und sagte ihnen: Warum habt ihr dieses getan? Und habt die Kinder am Leben erhalten!
Die Hebammen erwiderten Pharao: Weil nicht wie die mizrischen Frauen die ibrischen sind; weil sie lebendig sind; bevor noch die Hebammen zu ihnen kommt, haben sie geboren.
Da erzeigte Gott den Hebammen die Wohltat: es vermehrte sich das Volk und wurde ungemein kräftig.
Da war es nun, da die Hebammen Gott fürchteten und er ihnen Häuser entstehen ließ,
so befahl Pharao seinem ganzen Volke: Jeden geborenen Sohn werfet in den Fluß und jede Tochter lasset am Leben.
Kapitel 2
Da ging ein Mann aus dem Hause Levi und nahm die Tochter Levis.
Die Frau ward Mutter und gebar einen Sohn. Da sie sah, daß er gut sei, verbarg sie ihn drei Monde.
Länger konnte sie es nicht bewirken, daß er verborgen blieb; sie nahm für ihn daher ein Kästchen von Rohr, bestrich es mit dem entsprechenden Lehm und Pech, legte das Kind hinein und stellte es in das Schilf am Ufer des Flusses.
Seine Schwester befand sich von der Ferne hingestellt, der Kunde willen, was ihm geschehen werde.
Da ging die Tochter Pharaos hinab zu baden an dem Flusse, und ihre Dienerinnen wandelten am Ufer des Flusses. Sie sah das Kästchen in Mitte des Schilfes, schickte ihre Magd hin und ließ es holen.
Sie öffnete und sah es, das Kind, und siehe: ein weinender Knabe! Da ward sie bewegt um ihn und sprach: Von den Kindern der Ibrer ist dies!
Da sagte die Schwester zur Tochter Pharaos: Soll ich hingehen und dir eine säugende Frau von den Ibrinnen rufen, damit sie dir das Kind säuge?
Gehe, sagte ihr die Tochter Pharaos. Da ging das Mädchen und rief die Mutter des Kindes.
Die Tochter Pharaos sagte zu ihr: Bringe dieses Kind fort und säuge es mir, ich will dir deinen Lohn geben. Die Frau nahm das Kind und säugte es.
Als das Kind heranwuchs, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es ward ihr zum Sohne. Sie nannte ihn Mosche, denn, sprach sie, ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.
Es war in diesen Tagen, da ward Mosche groß, ging hinaus zu seinen Brüdern und sah ihre Lasten an. Da sah er einen mizrischen Mann einen ibrischen Mann von seinen Brüdern schlagen.
Er wendete sich hier- und dorthin, sah, daß niemand da war, erschlug den Mizri und vergrub ihn in den Sand.
Er ging am zweiten Tage hinaus, und fand da zwei ibrische Männer im Streite. Er sprach zu dem Schuldigen: Warum schlägst du deinen Nächsten?
Er erwiderte: Wer hat dich zu einem Manne gesetzt, zu einem Fürsten und Richter über uns? Denkst du mich zu erschlagen, wie du den Mizrer erschlagen? Mosche fürchtete und sprach: Also ist die Sache bekannt!
Pharao hörte diese Sache und suchte Mosche zu töten. Mosche entfloh vor Pharao und kam zur Ruhe im Land Midjan; er setzte sich dort an den Brunnen.
Der Priester Midjans hatte aber sieben Töchter; diese kamen, schöpften und füllten die Tränkrinnen, um die Schafe ihres Vaters zu tränken.
Da kamen die Hirten und vertrieben sie. Da stand Mosche auf und half ihnen und tränkte ihre Schafe.
Sie kamen zu ihrem Vater Rëuel; da sprach dieser: Warum seid ihr heute so rasch heimgekommen?
Sie antworteten: Ein mizrischer Mann hat uns aus der Hand der Hirten gerettet, und er hat auch ganz für uns geschöpft und die Schafe getränkt.
Er sprach zu seinen Töchtern: Wo ist er denn? Warum habt ihr den Mann verlassen? Ladet ihn ein, daß er etwas genieße.
Mosche entschloss sich, bei dem Manne zu bleiben, und gab er Mosche seine Tochter Zippora.
Sie gebar einen Sohn, den er Gerschom nannte; denn er sprach: ein Fremdling war ich in einem fremden Lande.
Es war in diesen vielen Tagen, da starb der König von Mizrajim und Jisraels Söhne seufzten von der Knechtschaft auf und schrien, und es stieg ihr Hilferuf hinauf zu Gott von der Knechtschaft.
Gott hörte ihr Angstgeschrei, da gedachte Gott seines Bündnisses mit Abraham, mit Jizchak und mit Jaakob;
da sah Gott Jisraels Söhne, und es erkannte Gott.
Kapitel 3
Mosche aber hatte inzwischen die Schafe seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midjan, geweidet. Er führte die Schafe der Trift nach und kam zum Gottesberge, zum Choreb.
Da ward ihm ein Engel Gottes sichtbar im Herzen eines Feuers aus der Mitte des Dornbusches. Er sah, und siehe, der Dornbusch brennt in dem Feuer und der Dornbusch wird nicht verzehrt!
Ich will doch hingehen, sprach Mosche, und diese große Erscheinung sehen. Warum verbrennt nicht der Dornbusch?
Als Gott sah, daß er hinging, um zu sehen, rief Gott ihm aus der Mitte des Dornbusches zu und sprach: Mosche, Mosche! Er sprach: Hier bin ich!
Er sprach: Tritt nicht hierher! Ziehe deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, auf welchem du stehst, ist ein Boden heiliger Bestimmung!
Er sprach: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Jizchaks und der Gott Jaakobs. Da barg Mosche sein Angesicht, denn er scheute sich hinzuschauen zu Gott.
Da sprach Gott: Ich habe das Elend meines Volkes, welches in Mizrajim ist, wohl gesehen, und ihr Geschrei habe ich gehört wegen ihrer Dränger; denn ich habe seine Leiden erkannt;
nun bin ich herabgestiegen, es von Mizraims Hand zu retten und es von diesem Lande zu einem guten und geräumigen Lande hinaufzuführen, zu einem Lande, das fließen kann von Milch und Honig, zu dem Orte des Kenaani, des Chitti, des Emori, des Perisi, des Chiwi und des Jebußi.
Und nun — siehe, das Geschrei der Söhne Jisraels ist zu mir gekommen und ich habe auch den Druck gesehen, den die Mizrer an ihnen üben;
so gehe denn nun, ich will dich zu Pharao senden, und führe mein Volk, die Söhne Jisraels, aus Mizrajim.
Da sprach Mosche zu Gott: Wer bin ich, daß ich zu Pharao gehen, und daß ich die Söhne Jisraels aus Mizrajim führen soll?
Er sprach: Weil ich mit dir sein werde! Und eben dies wird für dich das Zeichen sein, daß ich dich geschickt habe. Wenn du das Volk aus Mizrajim führst, werdet ihr Gottes Diener werden an diesem Berg.
Da sprach Mosche zu Gott: Siehe, ich komme zu den Söhnen Jisraels und sage ihnen: der Gott eurer Väter hat mich an euch gesandt, so werden sie mir sagen; wie ist sein Name? was soll ich ihnen dann sagen?
Darauf sprach Gott zu Mosche: אהיה אשר אהיה [Ich werde sein, der Ich sein will]! Er sprach: So sollst du für Jisraels Söhne sagen: אהיה hat mich an euch gesandt.
Es sprach aber ferner Gott zu Mosche: So sprich zu den Söhnen Jisraels: Gott, der Gott eurer Väter, der Gott Awrahams, der Gott Jizchaks und der Gott Jaakows hat mich an euch gesandt; dies ist Mein Name für die ferne Zukunft und dies ist Mein Gedächtnis für jegliches Geschlecht.
Geh, und sammle zu dir die Ältesten Jisraels und sage zu ihnen: Gott, der Gott eurer Väter ist mir sichtbar geworden, der Gott Abrahams, Jizchaks und Jaakobs, um zu sagen: bedacht habe ich euch und das, was an euch in Mizrajim verübt wird.
Darum sprach ich: ich will euch aus dem Elende Mizrajims hinaufführen zum Lande des Kenaani, des Chitti, des Emori, des Perisi, des Chiwi und des Jebußi, zu einem Lande, das fließen kann von Milch und Honig.
Sie werden auf deine Stimme hören und du kommst dann, du und die Ältesten Jisraels, zum König von Mizrajim, und ihr saget zu ihm: Gott, der Gott der Ibrer, ist über uns gefügt worden, und nun lasse uns doch einen Weg von drei Tagen in die Wüste gehen, und Gott, unserm Gott, ein Opfer bringen!
Ich weiß es aber, daß der König von Mizrajim euch nicht gehen lassen wird, selbst nicht mit gewaltiger Hand,
dann werde ich meine Hand ausstrecken und Mizrajim mit allen meinen Wundern schlagen, die ich in seiner Mitte vollbringen werde; danach wird er euch fortschicken.
Ich lasse dann die Gewährungswürdigkeit dieses Volkes in den Augen Mizrajims hervortreten, und so wird es werden, daß, wenn ihr dann gehen werdet, ihr nicht leer gehen werdet.
Es soll dann jede Frau von ihrer Nachbarin und von ihrer Mitbewohnerin silberne und goldene Geräte und Kleider fordern, die ihr euren Söhnen und Töchtern zu tragen gebet und ihr werdet Mizrajim sich entleeren lassen.
Kapitel 4
Mosche erwiderte und sprach: Und siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören; denn sie werden sagen: dir ist Gott nicht sichtbar geworden!
Da sprach Gott zu ihm: Was ist dies in deiner Hand? Er sprach: Ein Stab.
Er sprach: Wirf ihn zur Erde. Er warf ihn zur Erde, da ward er zu einer Schlange und Mosche floh vor ihr.
Da sprach Gott zu Mosche: Strecke deine Hand und fasse an ihren Schwanz. Er streckte seine Hand und ergriff sie, da ward sie zu einem Stabe in seiner Hand.
Damit sie glauben, daß dir Gott, der Gott ihrer Väter sichtbar geworden, der Gott Abrahams, der Gott Jizchaks und der Gott Jaakobs.
Gott sprach ferner zu ihm: Bringe doch deine Hand in deinen Schoß. Er brachte seine Hand in seinen Schoß. Er nahm sie heraus und siehe, seine Hand war aussätzig wie Schnee.
Er sprach: Bringe deine Hand wieder in deinen Schoß. Er brachte seine Hand wieder in seinen Schoß. Er nahm sie heraus aus seinem Schoße, und siehe, sie war wieder wie sein übriges Fleisch geworden.
Es sei, wenn sie dir nicht Glauben schenken und nicht auf die Stimme des ersten Zeichens hören werden, so werden sie der Stimme dieses letztern Zeichens Glauben schenken.
Es sei aber, wenn sie auch diesen beiden Zeichen keinen Glauben schenken und auf deine Stimme nicht hören werden, so nimmst du von dem Gewässer des Flusses und gießest es aufs Trockene, so werden die Wasser, die du aus dem Flusse nehmen wirst, sie selbst werden auf dem Trockenen zu Blut werden.
Da sprach Mosche zu Gott: O, mein Herr, ich bin kein Mann der Rede, weder von gestern noch vorgestern, noch von da an, daß du zu deinem Diener gesprochen; denn schwer an Mund und schwer an Zunge bin ich.
Da sprach Gott zu ihm: Wer hat denn einen Mund dem Menschen gemacht, oder wer macht noch stumm, oder taub, oder hellsehend, oder blind, bin ich es nicht, Gott?
Und nun gehe! Ich werde mit deinem Munde sein; und dich lehren, was du sprechen sollst.
Er sprach: O, mein Herr! Schicke doch durch den, den du doch wirst schicken müssen.
Da erglühte der Zorn Gottes wider Mosche und er sprach: Ist nicht Aharon, dein Bruder, der Levi? Ich weiß es, daß er gerne sprechen wird. Siehe, er geht dir auch entgegen, er wird dich sehen und sich in seinem Herzen freuen.
Zu ihm wirst du sprechen und die Worte in seinen Mund legen, und Ich werde mit deinem Munde und mit seinem Munde sein und werde euch das lehren, was ihr tun sollt.
Er wird für dich zum Volke sprechen, und sei es denn also: er wird dir zu einem Munde und du wirst ihm zu einem Gotte.
Und diesen Stab nimmst du in deine Hand, mit welchem du die Zeichen vollbringen sollst.
Mosche ging und kehrte zu seinem Schwiegervater Jitro zurück. Er sagte ihm: Ich möchte doch gehen und einmal zu meinen Brüdern in Mizrajim zurückkehren und sehen, ob sie noch am Leben sind. Jitro sagte zu Mosche: Gehe zum Frieden.
Gott aber sagte zu Mosche in Midjan: Gehe, kehre nach Mizrajim zurück; denn alle die Männer, welche nach deinem Leben trachten, sind gestorben.
Da nahm Mosche seine Frau und seine Söhne, ließ sie auf dem Esel reiten und kehrte nach dem Lande Mizrajim zurück. Den Stab Gottes nahm Mosche in seine Hand.
Gott sprach zu Mosche: Indem du nach Mizrajim zurückzukehren gehest, siehe alle die Überzeugungswunder, die ich in deine Hand gelegt, sie sollst du vor Pharao üben; ich aber werde sein Herz fest sein lassen und er wird das Volk nicht freigeben,
bis du zu Pharao sprechen wirst: Es hat Gott gesprochen, mein Sohn, mein Erstgeborner ist Jisrael;
ich habe dir gesagt, gib meinen Sohn frei, daß er mir diene, und du hast dich geweigert, ihn frei zu geben: siehe, so erschlage ich deinen Sohn, deinen Erstgebornen!
Es war auf dem Wege in der Herberge — da trat ihm Gott entgegen und wollte ihn lieber sterben lassen.
Da nahm Zippora ein Felsstück, schnitt die Vorhaut ihres Sohnes ab und reichte sie ihm zu Füßen hin und sprach: Denn ein der Blutschuld Vermählter bist du meinetwillen geworden.
Es ließ von ihm ab, da sprach sie: Der Blutschuld Vermählter für alle Beschneidungen!
Gott sprach zu Aharon: Gehe Mosche entgegen, der Wüste zu. Er ging, traf ihn am Berge Gottes und küsste ihn.
Mosche teilte Aharon alle die Worte Gottes, mit denen er ihn gesendet hatte, mit, und alle die Zeichen, die er ihm aufgetragen.
Mosche ging und Aharon und sie versammelten alle die Ältesten der Söhne Jisraels.
Aharon sprach aber die Worte, die Gott zu Mosche gesprochen hatte, und er vollbrachte die Zeichen vor den Augen des Volkes.
Das Volk vertraute; sie hörten, daß Gott Jisraels Söhne bedacht hatte und daß er ihr Elend geschaut; sie neigten sich und warfen sich hin.
Kapitel 5
Nachher sind Mosche und Aharon gekommen und sagten zu Pharao: So hat Gott, Gott Jisraels gesprochen: Gib mein Volk frei, daß sie mir ein Fest in der Wüste feiern!
Pharao erwiderte: Wer ist Gott, dessen Stimme ich zu gehorchen hätte, Jisrael frei zu lassen? Ich kenne Gott nicht, und auch Jisrael lasse ich nicht frei.
Sie sprachen darauf: Der Gott der Ibrim ist über uns hingerufen worden. Lass uns doch einen Weg von drei Tagen in die Wüste gehen und Gott, unserem Gotte, Opfer bringen; er könnte uns sonst mit Pest oder Schwert heimsuchen.
Da sprach der König von Mizrajim zu ihnen: Warum, Mosche und Aharon, wollt ihr das Volk von seiner Tätigkeit lösen; geht zu euren Berufslasten!
Pharao sagte endlich: Seht, die Bevölkerung des Landes ist jetzt gestiegen, und ihr werdet sie zum Feiern von ihren Berufslasten bringen!
An demselben Tage befahl Pharao den Befehlshabern des Volkes und seinen Antreibern also:
Ihr sollt nicht mehr dem Volke Stroh zum Bereiten der Ziegel wie gestern und vorgestern zusammen geben. Sie sollen gehen und sich Stoppeln auflesen zum Stroh.
Und das Summenverhältnis der Ziegel, das sie gestern und vorgestern schaffen, sollt ihr ihnen auflegen, sollt nicht davon nachlassen. Denn faul sind sie, darum schreien sie: wir möchten gehen, möchten unserem Gotte Opfer bringen.
Schwer muss der Dienst auf den Männern lasten, daß sie in ihm Tätigkeit finden und sich nicht in nichtigen Dingen herumbewegen.
Die Befehlshaber des Volkes und seine Antreiber gingen hinaus und sagten zum Volke: So hat Pharao gesprochen: Ich gebe euch nicht Stroh;
Ihr, gehet und nehmet euch Stroh, woher ihr es findet; denn von eurem Dienste wird nichts abgelassen.
Da ließ das Volk im ganzen Lande Mizrajim herumstreifen, Stoppeln statt Stroh zu suchen.
Die Befehlshaber aber drängten und sagten: Vollendet eure Arbeit, täglich das Tägliche, wie es war, als noch das Stroh euch wurde.
Da wurden die Antreiber der Söhne Jisraels, welche Pharaos Befehlshaber über sie gesetzt hatten, geschlagen, mit den Worten: warum habt ihr gestern schon und heute euer Festgesetztes an Ziegelarbeit nicht wie Tags zuvor und vorher fertig gebracht?
Die Antreiber der Söhne Jisraels kamen und schrien zu Pharao: Warum tust du so deinen Knechten?
Stroh wird deinen Knechten nicht gegeben und Ziegel, sagt man zu uns, schaffet! So werden deine Knechte geschlagen, und dein Volk muss sich an uns versündigen.
Er sprach: Faul seid ihr, faul! Darum sagt ihr: wir möchten gehen, möchten Gott Opfer bringen!
Und nun gehet, leistet eure Arbeit, und Stroh wird euch nicht gegeben werden, und das Verhältnis der Ziegel müsst ihr liefern!
Da sahen sich die Antreiber der Söhne Jisraels in der unglücklichen Lage zu sagen: Ihr dürft von euren Ziegeln nichts nachlassen; täglich das Tägliche!
Als sie von Pharao hinauskamen, traten sie zu Mosche und Aharon hin, die ihrer wartend standen,
und sprachen zu ihnen: Möge Gott auf euch herabschauen und richten, die ihr unsern Geruch faul gemacht habet in Pharaos und seiner Diener Augen, ihnen ein Schwert in die Hand zu geben, uns umzubringen!
Da kehrte Mosche zu Gott zurück, und sprach: Mein Herr! Zu welchem Zwecke hast du diesem Volke das Unglück beschieden? Warum hast du gerade mich gesendet?
Und seitdem ich zu Pharao gekommen, in deinem Namen zu sprechen, hat er dem Volke noch mehr Misshandlung zugefügt, und nicht einmal davor hast du dein Volk gerettet?
Kapitel 6
Da sprach Gott zu Mosche: Jetzt wirst du sehen, was ich an Pharao vollbringen werde; denn durch eine starke Hand wird er sie freilassen, ja, durch eine starke Hand sie aus seinem Lande treiben!
Die Übersetzung des Wochenabschnitts stammt von „Der Pentateuch“, übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. Frankfurt am Main, 1867-1878. Quelle: Sefaria.










