ahavta - Begegnungen
Der Wochenabschnitt der Tora
Ki Tawo
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Ki Tawo

„Wenn du hineinkommst“ • 5. Mose 26,1–29,8

Der Wochenabschnitt Ki Tawo

5. Mose 26,1–29,8

Es sei, wenn du zu dem Lande hinkommst, welches Gott, dein Gott, dir als Erbe gibt, und du hast es in Besitz genommen und wohnst darin:

so nimmst du eine Auswahl der Erstlinge aller Bodenfrucht, die du von deinem Lande, welches Gott, dein Gott, dir gibt, heimbringst, und legst sie in einen Korb und gehest zu dem Orte hin, den Gott, dein Gott, erwählen wird, seinem Namen dort Stätte zu geben,

und kommst zu dem Priester, der in jenen Tagen sein wird, und sagst zu ihm: Ich habe es heute Gott, deinem Gotte, an den Tag gelegt, daß ich zu dem Lande hingelangt bin, welches Gott unseren Vätern zugeschworen, uns zu geben.

Und es nimmt der Priester den Korb aus deiner Hand entgegen, um ihn vor den Altar Gottes, deines Gottes, niederzustellen.

Du aber beginnst und sagst vor dem Angesichte Gottes, deines Gottes: Ein Aramäer, dem Untergange nahe, war mein Vater, da zog er nach Mizrajim, nahm dort seinen Fremdlingsaufenthalt mit geringer Zahl und dort wurde er zu einem großen Volke, stark und zahlreich.

Da misshandelten uns die Mizrer und quälten uns und legten uns harte Arbeit auf.

Da schrien wir zu Gott, dem Gotte unserer Väter, und Gott hörte unsere Stimme und sah unser Elend, unsere Mühseligkeit und unsern Druck.

Da führte Gott uns aus Mizrajim hinaus mit starker Hand, mit gestrecktem Arm und mit großer Furchtbarkeit, durch Lehrzeichen und Strafwunder,

und brachte uns zu diesem Ort, gab uns dieses Land, ein Land, das von Milch und Honig fließt.

Und nun habe ich hier die Erstlinge der Frucht des Bodens gebracht, den Du mir, Gott, gegeben. Sodann stellst du ihn vor dem Angesichte Gottes, deines Gottes, nieder und beugst dich vor dem Angesichte Gottes, deines Gottes.

Und du freust dich dann all des Guten, das Gott, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben, du und der Levite und der Fremdling, der in deine Mitte eingetreten.

Wenn du allen Zehnten deines Bodenertrags im dritten Jahre, dem Zehntjahre, zu verzehnten vollendest, und gibst ihn dem Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe, und sie genießen ihn in deinen Toren und sättigen sich:

so sagst du dann vor dem Angesichte Gottes, deines Gottes: Ich habe das Heilige aus dem Hause geschafft und habe es auch dem Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben, ganz nach Deinem Gebote, das Du mir geboten; ich habe von Deinen Geboten nichts übertreten und habe nichts vergessen;

ich habe in meinem Trauerschmerz nicht davon gegessen, ich habe nichts davon in Reinheitlosigkeit verbraucht, und habe nichts davon für einen Toten verwendet;ich habe der Stimme Gottes, meines Gottes, gehorcht, ich habe getan ganz, wie Du mir geboten:

senke Deinen prüfenden Blick hernieder von Deiner heiligen Stätte vom Himmel, und segne Dein Volk Jisrael und den Boden, den Du uns gegeben, wie Du unseren Vätern zugeschworen, ein Land, das von Milch und Honig fließt.

Am heutigen Tage verpflichtet dich nun Gott, dein Gott, diese Gesetze und Rechtsordnungen zu erfüllen; hüte und erfülle sie mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele.

Du hast es heute bewirkt, daß man von Gott sagt, er solle dir Gott sein und du wollest in seinen Wegen wandeln, seine Gesetze, seine Gebote und seine Rechtsordnungen hüten und wollest seiner Stimme gehorchen.

Und Gott hat es heute bewirkt, daß man von dir sagt, du sollst ihm ein nur ihm angehörendes Volk werden, wie er dir verheißen hat, und sollest alle seine Gebote hüten;

und er wolle dich hoch über alle Völker, die er geschaffen, zur Tatverkündigung, zum Namen und zur Verherrlichung hinausstellen, und du sollest Gott, deinem Gotte, eine heilige Nation sein, wie er es ausgesprochen.

Kapitel 27

Da gebot Mosche und die Ältesten Jisraels dem Volke: An euch ist es nun, das ganze Gebot, das ich euch heute gebiete, zu hüten!

Darum sei es, an dem Tage, an welchem ihr den Jarden zu dem Lande hin überschreiten werdet, welches Gott, dein Gott, dir gibt, so richtest du dir große Steine auf und überziehst sie mit Kalk,

und wenn du hinüber geschritten bist, schreibst du auf sie alle Worte dieser Lehre, damit du zu dem Lande kommest, welches Gott, dein Gott, dir gibt, einem Lande, das von Milch und Honig fließt, wie Gott, der Gott deiner Väter, dir verheißen.

Wenn ihr nämlich den Jarden überschritten habt, richtet ihr diese Steine, die ich euch eben gebiete, auf dem Berge Ebal auf, und du überziehst sie mit Kalk,

und baust dort Gott, deinem Gotte, einen Altar, einen Altar aus Steinen, über welche du nicht Eisen schwingen darfst.

Aus ungekürzten Steinen baust du den Altar Gottes, deines Gottes, und bringst darauf Emporopfer Gott, deinem Gotte.

Und du schlachtest Friedensmahlopfer und ißest dort und freuest dich vor Gott, deinem Gotte,

und schreibst auf die Steine alle Worte dieser Lehre zu hinlänglichem Verständnis.

Darauf sprach Mosche und die Priester, die Leviten, zu ganz Jisrael: Merke auf und höre Jisrael: an diesem Tage bist du zu einem Volke geworden, Gott, deinem Gott!

So gehorche denn der Stimme Gottes, deines Gottes, und vollbringe seine einheitlichen Gebote, und seine Gesetze, zu denen ich dich heute verpflichte.

Endlich gebot Mosche dem Volke an demselben Tage:

Diese sollen, das Volk zu segnen, auf dem Berge Gerisim stehen, wenn ihr den Jarden überschritten habt: Schimeon, Levi, Jehuda, Jissachar, Josef und Benjamin.

Und diese sollen bei dem Fluche stehen auf dem Berge Ebal: Reuben, Gad und Ascher, Sebulun, Dan und Naftali.

Es heben die Leviten an und sagen zu jedem Manne Jisraels mit erhobener Stimme:

Fluch dem Manne, der gehauenes oder Gußbild macht, Gottes Abscheu. Werk von Künstlerhänden, und stellt’s in Verborgenem hin! Und das ganze Volk hebt an und sagt Amen.

Fluch, wer Vater oder Mutter geringschätzt! Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch, wer des Nächsten Grenze verrückt! Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch, wer einen Blinden irre führt im Wege! Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch, wer das Recht eines verwaisten Fremden und einer Witwe beugt! Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch, wer bei seines Vaters Weibe liegt, wenn er seines Vaters Gewand aufgedeckt! Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch, wer bei irgend einem Tiere liegt! Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch, wer bei seiner Schwester liegt, seines Vaters Tochter oder seiner Mutter Tochter! Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch, wer seinen Nächsten im Verborgenen schlägt! Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch dem, der Bestechung nimmt, einen Menschen zu erschlagen, ein unschuldiges Blut. Und das ganze Volk sagt Amen.

Fluch dem, der die Worte dieser Lehre nicht aufrecht hält, sie zur Erfüllung zu bringen! Und das ganze Volk sagt Amen.

Kapitel 28

Und es wird geschehen, wenn du hören, immer ernster hören wirst auf die Stimme Gottes, deines Gottes, gewissenhaft alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, zu erfüllen: so wird Gott, dein Gott, dich hoch hinausstellen, hoch über alle Völker der Erde.

Es kommen über dich alle diese Segnungen und sie erreichen dich, wenn du hörst auf die Stimme Gottes, deines Gottes.

Gesegnet bist du in der Stadt, gesegnet auf dem Felde.

Gesegnet die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Bodens und die Frucht deines Viehes, der Wurf deiner Rinder und der Reichtum deiner Schafe.

Gesegnet dein Korb und dein Trog.

Gesegnet bist du bei deinem Eingehen, gesegnet bei deinem Ausgehen.

Es gibt Gott deine Feinde, die wider dich aufstehen, geschlagen vor dich hin; auf einem Wege ziehen sie dir entgegen, und auf sieben Wegen fliehen sie vor dir.

Es befiehlt Gott mit dir den Segen in deinen Vorräten und in allem, woran du deine Hand legst, und er segnet dich in dem Lande, welches Gott, dein Gott, dir gibt.

So stellt dich Gott sich zu einer heiligen Nation auf, wie er dir geschworen, wenn du die Gebote Gottes, deines Gottes, hütest und wandelst in seinen Wegen,

und es sehen es alle Nationen der Erde, daß Gottes Name über dich genannt ist, und fürchten sich vor dir.

Es zeichnet dich Gott zum Guten aus in der Frucht deines Leibes, in der Frucht deines Viehes und in der Frucht deines Bodens, auf dem Boden, den Gott deinen Vätern zugeschworen hat, dir zu geben.

Dir öffnet Gott seinen besten Schatz, den Himmel, den Regen deines Landes in seiner Zeit zu geben und alles Werk deiner Hand zu segnen. Vielen Völkern wirst du leihen, du aber wirst nichts borgen.

Es läßt dich Gott zum Haupt werden und nicht zum Schweif, du wirst nur der Höhe angehören und nie dem Niedern, wenn du auf die Gebote Gottes, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, hinhörst, sie zu hüten und zu erfüllen,

und nicht abweichst von all den Worten, die ich euch heute gebiete, nicht rechts oder links, anderen Göttern nachzuwandeln, ihnen zu dienen.

Und es wird geschehen, wenn du auf die Stimme Gottes, deines Gottes, nicht hören wirst, gewissenhaft alle seine Gebote und seine Gesetze, die ich dir heute gebiete, zu erfüllen: so werden über dich alle diese Flüche kommen und werden dich erreichen.

Fluch wird dir sein in der Stadt, Fluch auf dem Felde.

Fluch deinem Korbe und deinem Troge.

Fluch der Frucht deines Leibes und der Frucht deines Bodens, dem Wurf deiner Rinder und dem Reichtum deiner Schafe.

Fluch dir bei deinem Eingehen und Fluch dir bei deinem Ausgehen.

Es läßt Gott wider dich den Fluch, die Unruhe, los und das Vorwurfsgefühl in all deiner Hantierung, die du ausführst, bis du gar bald vernichtet wirst und zu Grunde gehst, wegen der Schlechtigkeit deiner Handlungsweisen, daß du mich verlassen hast.

Es läßt Gott die Pest an dir haften, bis er dich von dem Boden weggetilgt, wohin du jetzt zur Besitznahme kommst.

Es schlägt dich Gott mit der Schwindsucht und der Fieberglut, mit dem Brand und der Darrsucht und der Entsäftung, der Ausmergelung und der Bleichsucht; sie verfolgen dich, bis du zu Grunde bist.

Deine Himmel, die über deinem Haupte sind, werden ehern, und die Erde, die unter dir ist, eisern.

Gott gibt den Niederschlag deines Landes als Staub und Erde; vom Himmel herab kommt es über dich, bis du vernichtet bist.

Es läßt dich Gott vor deinen Feinden geschlagen werden; auf einem Wege ziehst du ihm entgegen, und auf sieben Wegen fliehst du vor ihm, so daß du zum Entsetzen allen Reichen der Erde wirst.

Dein Leichnam bleibt zum Fraß allem Geflügel des Himmels und dem Getier der Erde, und keiner verscheucht sie.

Dich schlägt Gott mit dem Aussatz Mizrajims und mit Knoten, mit feuchtem und trockenem Grind, von denen du nicht geheilt werden kannst.

Dich schlägt Gott mit Irrsinn und mit Blindheit und mit Gemütesstörung.

Du wirst am Mittag tappen, wie der Blinde in der Finsternis tappt, und wirst deine Wege nicht zum glücklichen Ende ausführen; du wirst nur rechtsgekränkt und beraubt sein alle Tage, und niemand hilft.

Eine Frau wirst du dir antrauen, und ein anderer Mann wird mit ihr Umgang, pflegen; ein Haus bauen und wirst nicht darin wohnen; einen Weinberg pflanzen und wirst nicht die erste Lese davon halten.

Dein Ochs wird vor deinen Augen geschlachtet, und du wirst nichts davon genießen; dein Esel wird vor deinem Angesicht weggeraubt und kommt dir nicht wieder; deine Schafe werden deinen Feinden gegeben, und du hast keinen Helfer.

Deine Söhne und deine Töchter werden einem anderen Volke hingegeben und deine Augen sehen es und schmachten nach ihnen den ganzen Tag, und deiner Hand fehlt die Kraft.

Die Frucht deines Bodens und all deinen Erwerb verzehrt ein Volk, das du nicht kennst; und so bist du nur rechtsgekränkt und geknickt alle Tage,

und wirst wahnsinnig durch den Anblick deiner Augen, den du siehst.

Dich schlägt Gott mit bösem Aussatz auf Knien und Schenkeln, von dem du nicht geheilt werden kannst, von Fußes Sohle bis zum Scheitel.

Es führt Gott dich und deinen König, den du über dich stellst, zu einem Volke, das weder du noch deine Väter gekannt, und dort wirst du andern Göttern, Holz und Stein, untertänig.

Du wirst aber zur Verödung, zu Beispiel und Lehre unter allen Nationen, wohin Gott dich führen wird.

Viel Saat bringst du aufs Feld hinaus; und wenig bringst du ein, denn die Heuschrecke frisst es ab.

Weinberge pflanzest und bearbeitest du; und Wein trinkst du nicht und tust du nicht ein, denn es verzehrt ihn der Wurm.

Ölbäume hast du in deinem ganzen Gebiete; und mit Öl salbst du dich nicht, denn dein Ölbaum wirft die Frucht ab.

Söhne und Töchter erzeugst du; und sie bleiben dir nicht, denn sie gehen in die Gefangenschaft.

Alle deine Bäume und die Frucht deines Bodens nimmt der Heuschreckenschwarm völlig in Besitz.

Der Fremde aber, der in deiner Mitte weilt, steigt über dich immer höher, und du sinkst immer tiefer.

Er leiht dir, du hast ihm nichts zu leihen; er wird zum Haupt, und du wirst zum Schweif.

Und es kommen über dich alle diese Flüche, verfolgen dich und erreichen dich, bis du vernichtet wirst, weil du auf die Stimme Gottes, deines Gottes, nicht gehört, seine Gebote und seine Gesetze zu hüten, die er dir geboten.

Und so werden sie an dir zu einem Zeichen und einem Belehrungswunder und an deinen Nachkommen auf ewig.

Anstatt, daß du Gott, deinem Gotte, nicht gedient hast in Freude und in Herzensglück, aus Überfluß an allem:

wirst du deinen Feinden, die Gott wider dich kommen läßt, in Hunger und Durst, in Nacktheit und Mangel an allem dienen, und er wird ein eisern Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vernichtet.

Es bringt Gott über dich ein Volk aus der Ferne von der Erden Ende herauf, wie der Adler herbeischwebt, ein Volk, dessen Sprache du nicht verstehst,

ein Volk harten Gesichts, das keine Rücksicht kennt für den Greis und keine Gnade schenkt dem Knaben.

Es verzehrt die Frucht deines Viehes und die Frucht deines Bodens, bis du vernichtet bist, indem es dir nicht Korn, nicht Most, nicht Öl, nicht Zucht deiner Rinder läßt, noch Reichtum deiner Schafe; bis es dich zu Grunde bringt.

Es bedrängt dich in allen deinen Toren, bis deine hohen und festen Mauern, auf welche du dich verläßest, darniederliegen in deinem ganzen Lande; es bedrängt dich in allen deinen Toren in deinem ganzen Lande, welches Gott, dein Gott, dir gegeben hat.

Du wirst dich nähren von der Frucht deines Leibes, von dem Fleisch deiner Söhne und Töchter, die dir Gott, dein Gott, gegeben hat, in der Belagerung und der Bedrängung, mit welcher dein Feind dich drängt.

Der zarteste Mann unter dir und der wohllebendste wird missgünstigen Auges sein gegen seinen Bruder, gegen das Weib seines Schoßes, gegen, den Rest seiner Kinder, die er übrig läßt,

einem von ihnen von dem Fleische seiner Kinder zu geben, die er verzehrt, weil ihm sonst nichts geblieben, in der Belagerung und der Bedrängnis, mit welcher dein Feind in allen deinen Toren dich drängt.

Die Zarteste unter dir und die Wohllebendste, die sonst ihres Fußes Sohle nicht versucht hat auf die Erde zu setzen wegen Verwöhnung und Zartheit, wird missgünstigen Auges sein gegen den Mann ihres Schoßes, gegen ihren Sohn, gegen ihre Tochter,

gegen ihre Leibesfrucht, gegen ihre Kinder, die sie gebiert, wenn sie von ihnen aus gänzlichem Mangel heimlich ißt, in der Belagerung und der Bedrängnis, mit welcher dein Feind dich in deinen Toren drängt.

Wenn du nicht achten wirst, alle die Worte dieser Lehre zu erfüllen, die in dieses Buch niedergeschrieben sind, diesen zu ehrenden und zu fürchtenden Namen, den Namen Gottes, deines Gottes, zu fürchten:

wird Gott deine Leiden und die Leiden deiner Nachkommen wunderbar gestalten, große und dauernde Leiden, böse und dauernde Krankheiten,

wird auf dich zurückbringen all das Siechtum Mizrajims, vor denen dir graute, und sie werden dir anhaften.

Auch jegliche Krankheit und jegliches Leiden, das in das Buch dieser Lehre nicht niedergeschrieben ist, wird Gott über dich heraufführen, bis du vernichtet bist.

Und ihr werdet nur in geringer Anzahl bleiben, statt daß ihr wie die Sterne des Himmels an Menge gewesen seid, weil du auf die Stimme Gottקד, deines Gottes, nicht gehört.

Und es wird geschehen, wie sich Gott über euch gefreut, euch wohl zu tun und euch zu vermehren, so wird sich Gott über euch freuen, euch zu Grunde gehen zu lassen und euch zu verderben, und werdet ihr fortgerissen werden von dem Boden, wohin du nun kommst, ihn in Besitz zu nehmen.

Es wird dich Gott unter alle Nationen von einem Ende der Erde zum anderen Ende der Erde zerstreuen, und dort wirst du anderen Göttern untertänig, von denen du und deine Väter nichts gewusst, Holz und Stein.

Und unter diesen Völkern wirst du keine Ruhe finden, und der Sohle deines Fußes wird keine Ruhestätte werden. Es gibt dir Gott dort ein Herz voller Zittern, und Schmachten der Augen und Betrübnis der Seele.

Dein Leben wird dir immer in ferner Schwebe sein; du wirst nachts und tags in Angst sein und keinen Glauben an dein Leben haben.

Morgens sagst du: Wer gäbe uns Abend! und abends sagst du: Wer gäbe uns Morgen! vor der Angst deines Herzens, die dich erfüllt, und vor dem Anblick deiner Augen, den du siehst.

Ja, es läßt dich Gott in Schiffen nach Mizrajim zurückkehren, in der Weise, von der ich dir gesagt, daß du sie nie wieder sehen sollst; dort werdet ihr euch selbst euren Feinden zu Knechten und Mägden zum Verkauf anbieten, und es findet sich kein Käufer.

Dies sind die Worte des Bundes, den Gott Mosche im Lande Moab mit Jisraels Söhnen zu errichten geboten hatte, außer dem Bunde, den er mit ihnen zu Choreb errichtete.

Kapitel 29

Mosche rief ganz Jisrael zu und sagte zu ihnen: Ihr habt gesehen alles, was Gott vor euren Augen im Lande Mizrajim an Pharao und an allen seinen Dienern und an seinem ganzen Lande getan,

die großen Erprobungstaten, die deine Augen gesehen, jene großen Zeichen und Belehrungswunder,

und es, hatte damit euch Gott noch kein Herz zum Erkennen, keine Augen zum Sehen und keine Ohren zum Hören gegeben bis auf diesen Tag.

Da führte ich euch vierzig Jahre in der Wüste, eure Kleider sind euch nicht abgealtert, dein Schuh ist dir nicht vom Fuße abgealtert,

Brot habt ihr nicht gegessen, Wein und Berauschendes nicht getrunken, damit ihr es wissen sollet, daß ‘אני ד euer Gott ist.

Ihr kamt auch zu diesem Orte, da ging Sichon, König von Cheschbon, und Og, König von Baschan, uns zum Kriege entgegen, und wir haben sie geschlagen,

haben ihnen ihr Land abgenommen und es dem Reubenischen und Gadischen und der Hälfte des Menaschischen Stammes gegeben.

Darum beachtet wohl die Worte dieses Bundes und erfüllet sie, damit ihr mit Überlegung übet alles, was ihr tut.


Die Übersetzung des Wochenabschnitts stammt von „Der Pentateuch“, übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. Frankfurt am Main, 1867-1878. Quelle: Sefaria.

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