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Schabbat Wajechi || Ende gut, alles gut – Jakobs spätes Glück

Was bedeuten 17 Jahre? Für Jakob die Wiedervereinigung mit Josef – und die Heilung eines ganzen Lebens. Eine rabbinische Deutung zum Jahresbeginn.

Kantor Amnon Seelig beleuchtet in der Parascha Wajechi – dem letzten Abschnitt des 1. Buches Mose ab Kapitel 47,28, – das dramatische Leben Jakobs unter dem Leitwort „Ende gut, alles gut".


Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der Übersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anhören:


Jakob musste vor seinem Bruder fliehen, wurde von seinem Schwiegervater ausgenutzt und glaubte 22 Jahre lang, sein Lieblingssohn Josef sei tot. Mit 130 Jahren bezeichnet er sein Leben gegenüber dem Pharao als „wenig und trübe" und denkt selbst in den schönsten Momenten – etwa beim Wiedersehen mit Josef – an den Tod.

Doch Jakob stirbt nicht sofort, sondern lebt noch 17 weitere Jahre in Ägypten an der Seite seines Sohnes. Diese 17 Jahre entsprechen genau jenen 17 Jahren, die Josef bei seinem Vater verbrachte, bevor er entführt wurde. Der Midrasch Lekach Tow aus dem 11. Jahrhundert lehrt: Obwohl 130 Jahre seines Lebens schwer waren, waren die letzten 17 Jahre gut – und daher gilt: Sofratow, Kulchatow – „Ende gut, alles gut".

Amnon erklärt die Gematrie des Wortes „tow" (gut): Die Buchstaben Tet (9), Waw (6) und Bet (2) ergeben 17 – die Zahl der guten Jahre. Zweimal 17 ergibt 34, was dem Zahlenwert von Wajechí (er lebte) entspricht. So zeigt die Tora: Die guten Jahre am Ende verleihen Jakobs ganzem Leben nachträglich Sinn und Güte.

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