Der Wochenabschnitt Bechukotai
3. Mose 26,3–27,34
Wenn ihr in meinen Gesetzen gehen werdet und meine Gebote hüten und sie ausüben werdet:
so werde ich eure Regen in ihrer Zeit geben, es gibt dann die Erde ihren Ertrag und der Baum des Feldes gibt seine Frucht.
Es erreicht euch die Dreschzeit die Weinlese und die Weinlese erreicht die Aussaat. Ihr esset euer Brot zur Sättigung und ihr wohnet sorgenfrei in eurem Lande.
Ich gebe Frieden im Lande, ihr legt euch nieder und nichts stört eure Ruhe. Ich lasse wildes Tier aus dem Lande schwinden und kein Schwert wird durch euer Land ziehen.
Verfolgt ihr eure Feinde, so fallen sie dem Schwerte vor euch hin.
Es verfolgen eurer Fünfe Hundert, und Hundert von euch verfolgen Zehntausend, und es fallen eure Feinde dem Schwerte vor euch hin.
Und ich wende mich zu euch und mache euch fruchtbar und vermehre euch und halte mit euch meinen Bund aufrecht.
Ihr esset verjährtes Altes und räumet Altes vor Neuem aus.
Ich gebe meine Gegenwart unter euch und es stößt meine Seele euch nicht zurück.
Ich wandle unter euch und erweise mich euch als Gott, und ihr werdet mir zum Volke.
Ich, Gott, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Mizrajim hinausgeführt, daß ihr ihnen nicht Knechte bleibet; ich zerbrach dann auch die Schirrstangen eures Joches und lehrte euch aufrecht zu wandeln.
Wenn ihr aber mich nicht hören werdet, und werdet nicht ausführen alle diese Gebote;
und wenn ihr meine Gesetze verachten werdet und wenn eure Seele meine Rechtsordnungen verwerfen wird, damit alle meine Gebote nicht ausgeführt werden, so daß ihr meinen Bund aufhebet:
so werde auch ich euch dasselbe tun, werde Bestürzung über euch verhängen, die Erschlaffung und Fieber erzeugt, welche die Augen in Verschmachtung verzehren und das Gemüt mit Weh erfüllen; ihr säet dann vergebens eure Saat, es essen sie eure Feinde.
Und mein Angesicht wende ich gegen euch, ihr werdet geschlagen vor euren Feinden. Eure Hasser beherrschen euch, und ihr fliehet, wo keiner euch verfolgt.
Und wenn ihr, bis es so weit gekommen, mich nicht hören werdet, so werde ich fortfahren euch zu züchtigen, siebenmal über eure Sünden,
werde den Hochmut eurer Macht brechen, werde eure Himmel wie Eisen und euer Land wie kupfern sein lassen.
Vergebens reibt sich eure Kraft auf, euer Land gibt nicht mehr seinen Ertrag und des Landes Baum gibt nicht mehr seine Frucht.
Und wenn ihr mit mir im Zufall wandelt und euch nicht entschließt, mich zu hören, so füge ich noch einen Schlag auf euch, siebenmal wie eure Sünden.
Und lasse das Getier des Feldes wider euch los, daß es euch der Kinder beraube, euren Viehstand vernichte und euch vermindere; und verödet liegen eure Wege.
Und wenn mit diesen ihr mir nicht durch Zucht gebessert werdet, und wandelt mit mir in Zufall:
so werde auch ich mit euch in Zufall gehen und werde auch ich euch siebenmal schlagen über eure Sünde.
Ich lasse ein Bundesrache rächendes Schwert über euch kommen, und ihr sammelt euch in eure Städte. Da sende ich Pest in eure Mitte und ihr ergebt euch in die Hand des Feindes.
Indem ich euch da den Brotstab zerbreche, werden zehn Frauen euer Brot in einem Ofen backen, und euer Brot nach dem Gewicht zurückbringen; ihr werdet essen und werdet nicht satt.
Und wenn trotzdem ihr mich nicht höret und wandelt mit mir in Zufall:
so gehe ich mit euch in die Wut des Zufalls und züchtige auch ich euch siebenmal über eure Sünden.
Ihr werdet das Fleisch eurer Söhne essen, und das Fleisch eurer Töchter werdet ihr essen.
Und ich lasse eure Anhöhen vernichtet und eure Sonnenbilder zerstört werden und ich gebe eure Leichen hin neben die Leichen eures Götterunwesens, und es verwirft euch meine Seele.
Ich gebe eure Städte der Zertrümmerung hin, und lasse eure Heiligtümer veröden, und nehme nicht mehr hin den Opferausdruck eurer Willfahrung.
Ich selber aber mache dann das Land zur Öde und es veröden darauf eure Feinde, die darin sich niederlassen.
Euch aber zerstreue ich unter die Völker und zücke hinter euch her das Schwert; euer Land aber bleibt öde und eure Städte bleiben Trümmer.
Dann wird das Land seine Befriedigung an seinen Schabbaten haben, so lange es verödet ist und ihr im Lande eurer Feinde seid, dann wird das Land Schabbat halten und seine Schabbatjahre befriedigen.
So lange es verödet ist, wird es Schabbat halten, den Schabbat, den es nicht gehabt während eurer Schabbatjahre, als ihr in ihm wohntet.
Und die von euch übergeblieben, in deren Herz werde ich Verzagtheit bringen in den Ländern ihrer Feinde, das Geräusch eines verwehten Blattes wird sie zur Flucht bringen; sie fliehen wie man vor dem Schwerte flieht, sie fallen und es verfolgt sie keiner.
Sie straucheln einer durch den andern, wie vor dem Schwerte, und es ist gar kein Verfolger da, und es wird euch kein Aufkommen sein vor euren Feinden.
Ihr werdet euch verlieren unter den Völkern, und es verzehrt euch das Land eurer Feinde.
Die aber von euch überbleiben, werden in den Ländern eurer Feinde durch ihre Sünde verwesen, und auch durch die noch bei ihnen vorhandenen Sünden ihrer Eltern werden sie verwesen,
bis sie sich ihre Sünde und die Sünde ihrer Eltern in der Untreue, die sie an mir geübt, gestehen, und auch, daß sie mit mir in Zufall gewandelt.
Und auch ich werde im Zufall mit ihnen gehen und werde im Lande ihrer Feinde sie heimbringen. Oder es wird dann ihr ungefügiges Herz sich beugen und dann werden sie ihre Sündenschuld befriedigen.
Dann gedenke ich meines Bundes “Jaakob”; und auch meines Bundes “Jizchak” und auch meines Bundes “Abraham” gedenke ich, und des Landes gedenke ich.
Und das Land, verlassen von ihnen, hat Befriedigung an seinen Schabbaten, so lange es von ihnen verödet ist, und sie befriedigen ihre Sündenschuld, — entsprechend und mit Entsprechendem dem, daß sie meine Rechtsordnungen verachtet und ihre Seele meine Gesetze verworfen hatte.
Aber selbst auch dies: selbst während sie im Lande ihrer Feinde sind, habe ich sie damit nicht verachtet und nicht verworfen, sie zu vernichten, meinen Bund mit ihnen aufzuheben; denn ich, Gott, bleibe ihr Gott,
und gedenke ihnen den Bund der Vordern, die ich ja aus Mizrajims Land hinausgeführt vor Augen der Völker, mich ihnen als Gott zu bewähren, Ich, Gott.
Dieses sind die Gesetze, die Rechtsordnungen und die Lehren, welche Gott zwischen sich und Jisraels Söhne gegeben hat, auf dem Berge Sinai in Mosches Hand.
Kapitel 27
Gott sprach zu Mosche:
Sprich zu Jisraels Söhnen und sage ihnen: Wenn jemand seinen besonderen Willensvorsatz als Gelübde ausspricht in deiner Schätzung von Seelen für Gott,
so sei deine Schätzung des Männlichen vom zurückgelegten zwanzigsten Jahre bis zurückgelegtem sechzigsten Jahre; und dafür sei deine Schätzung fünfzig Schekel Silber nach Gewicht des Heiligtums.
Ist es aber eine weibliche Person, so sei deine Schätzung dreißig Schekel.
Und wenn vom zurückgelegten fünften Jahre bis zum zurückgelegten zwanzigsten Jahre: so sei deine Schätzung des Männlichen zwanzig Schekel und für eine weibliche Person zehn Schekel.
Und wenn von zurückgelegtem einem Monat bis zurückgelegtem fünften Jahre, so sei deine Schätzung des Männlichen fünf Schekel Silber und für die weibliche Person deine Schätzung drei Schekel Silber.
Und wenn von zurückgelegtem sechzigsten Jahre und darüber, ists eine männliche Person, so sei deine Schätzung fünfzehn Schekel und für die weibliche Person zehn Schekel.
Ist er aber für deine Schätzung zu unvermögend, so stellt er ihn vor den Priester und es schätzt ihn der Priester; nach dem, wofür das Vermögen des Gelobenden hinreicht, soll ihn der Priester schätzen.
Ist es aber ein Tier, von welchem man Gott ein Opfer darbringen kann, so soll allen, was er davon Gott zu gewendet, heilig bleiben.
Er soll es nicht auswechseln und soll es nicht austauschen, Gutes gegen Schlechtes oder Schlechtes gegen Gutes. Wenn er wie immer auch ein Tier gegen Tier ausgetauscht, so bleibt es und auch sein Austausch, auch es wird heilig.
Ist es aber irgend ein Tier, das untauglich geworden, so daß man davon Gott kein Opfer darbringen kann, so stellt man das Tier vor den Priester,
und der Priester schätzt es, ob es gut oder schlecht ist, wie dir es der Priester schätzt, also soll es sein.
Löst er es selbst ein, so fügt er dessen Fünftel auf deine Schätzung hinzu.
Und wenn jemand sein Haus Gott als Heiligtum heiligt, so schätzt es der Priester, ob gut oder schlecht; wie der Priester es schätzt, so kann es erstanden werden.
Wenn aber der, der es geheiligt hat, selbst sein Haus wieder einlöst, so fügt er ein Fünftel deines Schätzungswertes hinzu und dann wird es wieder sein.
Heiligt jemand Gott von dem Felde seines Erbeigentums, so sei deine Schätzung nach seinem Saatmaß: ein Chomer Gerstensaatmaß für fünfzig Schekel Silber.
Heiligt er sein Feld sofort nach dem Jobeljahre, so ist es nach dieser deiner Schätzung zu erstehen;
wenn er aber nach dem Jobel sein Feld heiligt, so berechnet ihm der Priester den Wert nach Verhältnis der noch bis zum Jobeljahre übrigen Jahre; und er wird so geringer als deine Schätzung.
Und wenn immer derjenige das Feld einlöst, der es geheiligt hat, so fügt er ein Fünftel deines Schätzungswertes hinzu, und dann wird es wieder von ihm erstanden.
Wenn er aber das Feld nicht wieder einlöst oder man hat das Feld bereits an einen andern verkauft, so kann es nicht mehr eingelöst werden.
Vielmehr wird dann das Feld, wenn es im Jobel hinausgeht, Gott zur Heiligung, wie das Feld eines Banngelöbnisses; dem Priester fällt sein Besitzrecht zu.
Wenn aber ein Kauffeld, das nicht vom Felde seines Erbeigentums ist, er Gott heiligt:
so berechnet ihm der Priester den Betrag deiner Schätzung bis zum Jobeljahre, und er gibt an diesem Tage deine Schätzung Gott als Heiligtum.
Im Jobeljahr kehrt das Feld an den zurück, von welchem er es gekauft hat, an den nämlich, dem das Erbeigentum des Bodens zusteht.
Jede deine Schätzung sei in Schekel des Heiligtums, zwanzig Gera der Schekel.
Jedoch ein Erstgeborenes, welches unter den Tieren als Erstgeborenes Gottes ist, hat keiner zu heiligen, sei es Ochse oder Schaf, so ist es Gottes.
Was man aber an unreinem Viehe weiht, das hat man nach deiner Schätzung auszulösen und dessen Fünftel hinzuzufügen. Wird es nicht ausgelöst, so wird es nach deiner Schätzung verkauft.
Jedoch jedes Banngelöbnis, das jemand Gott als Bann gelobt, von allem, was ihm eigen ist, von Menschen und Tieren und vom Felde seines Erbeigentums, soll nicht verkauft und nicht eingelöst werden. Alles Banngelobte ist als ein Heiligtum der Heiligtümer Gottes.
Wer aber der Bannausscheidung aus dem Kreise der Menschen verfallen ist, hat keine Auslösung; vielmehr ist an ihm die Todesstrafe zu vollziehen.
Jeder Zehnte von der Saat des Landes, von der Baumfrucht, ist Gottes, ist Gott heilig.
Wenn immer jemand von seinem Zehnten einlöst, so hat er dessen Fünftel hinzuzufügen.
Aller Zehnte aber von Rind oder Schafen, alles, was unter den Stab durchgeht, das Zehnte soll Gott heilig sein.
Er soll nicht unterscheiden zwischen Gutem und Schlechtem und soll es nicht austauschen; wenn er wie immer es austauscht, so bleibt es und sein Austausch, auch es wird heilig. Es darf nicht ausgelöst werden.
Dies sind die Gebote, welche Gott Mosche für Jisraels Söhne geboten hat auf dem Berge Sinai.
Die Übersetzung des Wochenabschnitts stammt von „Der Pentateuch“, übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. Frankfurt am Main, 1867-1878. Quelle: Sefaria.











