ahavta - Begegnungen
Der Wochenabschnitt der Tora
Mezora
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Mezora

„Aussätziger“ • 3. Mose 14,1–15,33

Der Wochenabschnitt Mezora

3. Mose 14,1–15,33

Gott sprach zu Mosche:

Dies sei die Lehre des Aussätzigen am Tage seines Reinwerdens: er wird zum Priester gebracht.

Der Priester geht hinaus, außerhalb des Lagers; und sieht der Priester, und siehe, der Schaden des Aussatzes ist von dem Aussätzigen fort geheilt:

so befiehlt der Priester und man nimmt für den sich Reinigenden zwei lebendige, reine Vögel und ein Zedernscheit, karmoisinrote Wolle und Ysop.

Es befiehlt der Priester, man schlachtet den einen Vogel in ein irdenes Gefäß über lebendiges Wasser;

den lebendigen Vogel nimmt er allein und das Zedernscheit mit der karmoisinroten Wolle und dem Ysop, und tunkt diese zugleich mit dem lebendigen Vogel in das Blut des geschlachteten Vogels auf dem lebendigen Wasser,

und sprengt an den sich vom Aussatze Reinigenden siebenmal, und läßt den lebendigen Vogel auf das Feld fortfliegen.

Der sich Reinigende wäscht seine Kleider, schert all sein Haar, badet in Wasser und wird rein, und danach darf er ins Lager kommen, hat aber sieben Tage außerhalb seines Zeltes zu bleiben.

Am siebten Tage schert er all sein Haar: seinen Kopf, seinen Bart, die Brauen seiner Augen, all sein Haar soll er scheren, und wäscht seine Kleider, badet seinen Leib in Wasser und wird rein.

Am achten Tage soll er zwei Schafe in ihrer Ganzheit nehmen und ein einjähriges weibliches Schaf in seiner Ganzheit, und drei Zehntel feines Mehl als Huldigungsgabe, mit Öl durchgerührt, und ein Log Öl.

Und es stellt der die Reinigung vollziehende Priester den sich reinigenden Mann und sie vor Gott in den Eingang zum Zusammenkunftsbestimmungszelt,

es nimmt der Priester das eine Schaf und bringt es zum Schuldopfer nahe und das Log Öl und wendet sie eine Wende vor Gott,

und schlachtet das Schaf an der Stätte, wo er das Entsündigungs- und das Emporopfer schlachtet, an der Stätte des Heiligtums; denn wie das Entsündigungsopfer ist das Schuldopfer dem Priester, ein Heiligtum der Heiligtümer ist es.

Es nimmt sodann der Priester von dem Blut des Schuldopfers auf, und es gibt der Priester auf den Knorpel des rechten Ohres des sich Reinigenden, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf den Daumen seines rechten Fußes.

Es nimmt der Priester ferner von dem Log Öl und gießt auf die innere linke Hand des Priesters;

der Priester betunkt seinen rechten Zeigefinger von dem Öle, das sich auf seiner inneren linken Hand befindet, und sprengt von dem Öle mit seinem Zeigefinger siebenmal vor Gott;

und von dem Reste des Öles, welches sich auf seiner inneren Hand befindet, gibt der Priester an den Knorpel des rechten Ohres des sich Reinigenden und an den Daumen seiner rechten Hand und an den Daumen seines rechten Fußes auf das Blut des Schuldopfers,

und was am Öle, das sich auf der inneren Hand des Priesters befindet, übrig ist, soll er auf den Kopf des sich Reinigenden geben, und es erwirkt der Priester Sühne für ihn vor Gott.

Der Priester vollzieht sodann das Entsündigungsopfer und erwirkt für den sich Reinigenden Sühne von seiner Unreinheit; sodann soll er das Emporopfer schlachten.

Und es übergibt der Priester das Emporopfer und die Huldigungsgabe auf den Altar hin; der Priester erwirkt Sühne für ihn und er wird rein.

Und wenn er arm ist, so daß sein Vermögen nicht hinreicht, so nimmt er ein Schaf als Schuldopfer zur Wende, für ihn Sühne zu erwirken, und ein Zehntel feines Mehl mit Öl durchgerührt zu einer Huldigungsgabe, und ein Log Öl.

Ferner zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, wozu sein Vermögen ausreicht: die eine werde ein Entsündigungsopfer, die andere ein Emporopfer.

Er bringt sie am achten Tage zu seiner Reinigung zum Priester, hin zu dem Eingang zum Zusammenkunftsbestimmungszelt vor Gott.

Der Priester nimmt das Schaf des Schuldopfers und das Log Öl und es wendet der Priester sie eine Wende vor Gott,

schlachtet das Schaf des Schuldopfers, und es nimmt der Priester von dem Blute des Schuldopfers und gibt auf den Knorpel des rechten Ohres des sich Reinigenden und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf den Daumen seines rechten Fußes.

Von dem Öle soll der Priester auf die innere linke Hand des Priesters gießen;

es sprengt der Priester mit seinem rechten Zeigefinger von dem Öle, das sich auf seiner inneren linken Hand befindet, siebenmal vor Gott;

es gibt der Priester von dem Öle, das sich auf seiner inneren Hand befindet, an den Knorpel des rechten Ohres des sich Reinigenden und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf den Daumen seines rechten Fußes auf die Stelle des Blutes des Schuldopfers,

und was von dem Öle, das sich auf der inneren Hand des Priesters befindet, übrig ist, soll er auf den Kopf des sich Reinigenden geben, Sühne für ihn vor Gott zu erwirken.

Er vollzieht dann die eine von den Turteltauben, oder von den jungen Tauben, von dem, wozu sein Vermögen reicht,

Das, wozu sein Vermögen reicht, die eine als Entsündigungsopfer und die eine als Emporopfer samt der Huldigungsgabe; und es erwirkt der Priester für den sich Reinigenden Sühne vor Gott.

Das ist die Lehre dessen, an welchem ein Aussatzschaden ist, dessen Vermögen nicht ausreicht in seiner Reinigung.

Gott sprach zu Mosche und zu Aharon:

Wenn ihr in das Land Kenaan, das Ich euch zum Besitze gebe, kommt, und ich einen Aussatzschaden an einem Hause des Landes eures Besitztums entstehen lasse:

so kommt der, dem das Haus eignet, und berichtet dem Priester: als ob ein Schaden am Hause sei, scheint mir.

Und es befiehlt der Priester, daß sie das Haus, bevor der Priester den Schaden zu sehen kommt, räumen, damit nicht alles, was im Hause ist, unrein werde, und nachher komme der Priester, das Haus zu untersuchen.

Sieht er den Schaden, und siehe, der Schaden ist an den Wänden des Hauses, dunkelgrüne oder dunkelrote Tiefflecken, und deren Schein ist tiefer als die Wand:

so geht der Priester aus dem Hause hinaus hin zu dem Eingang des Hauses und erklärt das Haus unter Verschluss auf sieben Tage.

Kehrt der Priester am siebten Tage zurück und sieht, und siehe, der Schaden hat sich an den Wänden des Hauses ausgebreitet:

so befiehlt der Priester, daß sie die Steine, an welchen der Schaden sich befindet, herausnehmen und sie außerhalb der Stadt hinaus an einen unreinen Ort hinwerfen.

Das Haus aber läßt er von innen rings herum abschaben, und die Erde, die sie abgeschabt, schütten sie außerhalb der Stadt hin an einen unreinen Ort.

Sie nehmen sodann andere Steine und bringen sie hin an die Stelle der Steine, und andere Erde nimmt er und bekleidet damit das Haus.

Kehrt der Schaden wieder zurück und bricht im Hause aus, nachdem er die Steine hinausgenommen und nachdem das Haus abgeschabt und nachdem es wieder bekleidet worden,

und es kommt der Priester und er sieht, und siehe, der Schaden ist weiter gewachsen im Hause: so ist dies ein verderblicher Schaden im Hause, unrein ist es.

Er reißt das Haus nieder, seine Steine, sein Holz, und alle Erde des Hauses, und bringt es außerhalb der Stadt hinaus an einen unreinen Ort.

Wer in das Haus kommt während aller der Tage, die er es unter Verschluss erklärt hat, soll unrein sein bis Abend.

Wer aber in dem Hause sich niedergelegt, hat seine Kleider zu waschen, auch wer in dem Hause speist, hat seine Kleider zu waschen.

Kommt aber der Priester wieder und sieht, und siehe, der Schaden ist im Hause nicht weiter gewachsen, nachdem das Haus wieder bekleidet worden: so hat er das Haus für rein zu erklären, denn der Schaden ist geheilt.

Um das Haus zu entsündigen, nimmt er zwei Vögel und ein Zedernscheit, karmoisinrote Wolle und Ysop,

schlachtet den einen Vogel in ein irdenes Gefäß hin über lebendiges Wasser,

nimmt sodann das Zedernscheit, das Ysop und die karmoisinrote Wolle und den lebendigen Vogel, betunkt sie in das Blut des geschlachteten Vogels und in das lebendige Wasser und sprengt siebenmal zum Hause hin.

Er entsündigt das Haus mit dem Blute des Vogels und mit dem lebendigen Wasser, und mit dem lebendigen Vogel, dem Zedernscheit, dem Ysop und der karmoisinroten Wolle,

und läßt den lebendigen Vogel außerhalb der Stadt hinaus zum freien Felde hin fliegen, vollzieht so Sühne über das Haus und es ist rein.

Dies ist die Lehre für allen Aussatzschaden und für die Enthaarung,

für den Schaden des Gewandes und für das Haus,

für das Hochweiß, für das sich ihm Anschließende und für das Glanzweiß,

zu lehren am Tage des unrein und am Tage des rein zu Erklärenden; dies ist die Lehre des Aussatzes.

Kapitel 15

Gott sprach zu Mosche und zu Aharon:

Sprechet zu Jisraels Söhnen und saget zu ihnen: Jeder Mann, wenn er flußleidend von seinem Körperteil wird, so ist sein Ausfluss unrein.

Dies aber soll seine durch seinen Ausfluss verursachte Unreinheit sein — es mag sein Körperteil seinen Ausfluss rinnen, oder seinen Körperteil schließen lassen durch seinen Ausfluß, immer bewirkt es seine Unreinheit —:

jedes Lager, auf welchem der Flußleidende liegt, wird unrein, und jedes Geräte, auf welchem er sitzt, wird unrein.

Und jeder, der sein Lager berührt, hat seine Kleider zu waschen, sich im Wasser zu baden, und bleibt unrein bis zum Abend;

wer auf dem Geräte sitzt, auf welchen der Flußleidende sitzt, hat seine Kleider zu waschen, sich im Wasser zu baden und bleibt unrein bis zum Abend;

und wer den Körper des Flußleidenden berührt, hat seine Kleider zu waschen, sich im Wasser zu baden und bleibt unrein bis zum Abend.

Auch wenn der Flußleidende an einen Reinen Speichel wirft, hat dieser seine Kleider zu waschen, sich im Wasser zu baden und bleibt unrein bis zum Abend.

Jedes Reitzeug, auf welchem der Flußleidende reitet, wird unrein.

Und jeder, der das, was ihm unterliegt, berührt, wird unrein bis zum Abend. Wer sie aber trägt, hat seine Kleider zu waschen, sich im Wasser zu baden und bleibt unrein bis zum Abend.

Und jeder, den der Flußleidende berührt, und seine Hände nicht im Wasser abgebadet hat, hat seine Kleider zu waschen, sich im Wasser zu baden und bleibt unrein bis zum Abend.

Ein irdenes Gerät, das der Flußleidende berührt, soll zerbrochen, und jedes hölzerne Gerät im Wasser abgebadet werden.

Und wenn der Flußleidende von seinem Flusse rein wird, so hat er sich sieben Tage zu seiner Reinigung zu zählen und seine Kleider zu waschen. Er badet seinen Körper in lebendigem Wasser und wird rein.

Am achten Tage nimmt er sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, kommt vor Gott zum Eingang des Zusammenkunftsbestimmungszeltes und gibt sie dem Priester hin.

Der Priester vollzieht sie, die eine als Entsündigungsopfer, die andere als Emporopfer, und es vollzieht der Priester über ihn Sühne vor Gott von seinem Ausflusse.

Ein Mann aber, dem ein Samenerguß entgehet, hat sich im Wasser zu baden und bleibt unrein bis zum Abend.

Und jedes Gewand und jedes Fell, auf welches Samenerguß kommt, das ist im Wasser zu waschen und bleibt unrein bis zum Abend.

Und eine Frau, der ein Mann mit Samenerguß beiwohnt, sie haben sich im Wasser zu baden und bleiben unrein bis Abend.

Eine Frau aber, die ihren Fluß erhält, deren Fluss soll Blut sein in ihrem Körper; sieben Tage bleibe sie in ihrer Entfernung, und alles, was sie berührt, wird unrein bis zum Abend.

Und allen, worauf sie in ihrer Entfernung liegt, wird unrein, und unrein alles, worauf sie sitzt.

Wer ihr Lager berührt, hat seine Kleider zu waschen, badet sich im Wasser und bleibt unrein bis zum Abend.

Wer irgend ein Geräte, worauf sie sitzt, berührt, hat seine Kleider zu waschen, badet sich im Wasser und bleibt unrein bis zum Abend.

Und so auch, wenn er sich über dem Lager befindet, oder über dem Geräte, auf welchem sie sitzt, wodurch, wenn er es nur berührt, er bis zum Abend unrein wird.

Wenn aber ein Mann ihr beiwohnt, so komme ihre Entfernung auf ihn, und er wird sieben Tage unrein; jedes Lager, auf welches er sich legt, wird unrein.

Eine Frau aber, bei der sich ein Blutfluß mehrere Tage in der nicht mehr zu ihrer Entfernung gehörenden Zeit eingestellt, oder wenn sie nach zurückgelegter Entfernung wieder einen Fluss hat, so soll sie alle Tage des Flusses ihrer Unreinheit wie in den Tagen ihrer Entfernung sein, unrein ist sie.

Jedes Lager, auf welchem sie an irgend einem Tage ihres Flusses liegt, soll ihr wie das Lager ihrer Entfernung sein; und jedes Geräte, auf welchem sie sitzt, soll wie ihre Entfernungsunreinheit unrein sein,

und wer ihnen nahe kommt, wird unrein; er hat seine Kleider zu waschen, sich im Wasser zu baden und bleibt unrein bis zum Abend.

Und wenn sie von ihrem Flusse rein geworden ist, so zählt sie sich sieben Tage und nachher wird sie rein.

Am achten Tage nimmt sie sich zwei Turteltauben, oder zwei junge Tauben und bringt sie zum Priester zum Eingange des Zusammenkunftsbestimmungszeltes,

der Priester vollzieht die eine als Entsündigungsopfer und die andere als Emporopfer, und der Priester vollzieht vor Gott über sie Sühne von dem Flusse ihrer Unreinheit.

Lehret Jisraels Söhne sich von ihrer Unreinheit fern zu halten, damit sie nicht durch ihre Unreinheit sterben, indem sie meine Wohnung unrein machen, die sich in ihrer Mitte befindet.

Dies ist die Lehre des Flußleidenden und dessen, dem Samenerguß entgangen, durch welchen er unrein wird,

der Unwohlen in ihrer Entfernung und dessen, bei dem sich ein Fluß einstellt, sei es ein Männlicher, oder eine Weibliche, und für den Mann, der einer Unreinen beiwohnt.


Die Übersetzung des Wochenabschnitts stammt von „Der Pentateuch“, übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. Frankfurt am Main, 1867-1878. Quelle: Sefaria.

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