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Schabbat Schlach Lecha || Ein Land, das seine Bewohner verzehrt?

Zwölf Männer erkunden das Land, das Gott für das Volk Israel ersehen hat. Sie finden ein Land, das von Milch und Honig fließt. Wenn bloß dessen Bewohner nicht wären…

Am 28. Juni 2024 (22. Siwan 5784) spricht Rabbiner Dr. Walter Rothschild das Wort zum am Abend beginnenden Schabbat. Es geht um den Wochenabschnitt Schlach Lecha, „Schicke aus“, in 4. Mose 13–15.

In der Parascha befiehlt HaSchem, das Land zu erforschen, in das die Israeliten ziehen sollen. Nach ihrer Rückkehr machen sie den Fehler, so der Rabbiner, nicht nur Mose, sondern ganz Israel Bericht zu erstatten. Zehn von ihnen „brachten aus ein übles Gerücht von dem Land, das sie ausgekundschaftet, unter die Kinder Jisrael, indem sie sprachen: Das Land, das wir durchzogen haben, es auszukundschaften, ist ein Land, das seine Bewohner verzehrt, und alle Leute, die wir darin gesehen, sind von großer Länge. … Und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und so waren wir auch in ihren Augen.“ Sie sprechen zu einem Volk von Vertriebenen aus Mizrajim, die keinerlei Erfahrung haben, zu kämpfen.

„Die Wirklichkeit ist eben selten wie die Theorie, die man sich aufgestellt hat. Es reicht nicht, idealistisch zu sein“, meint Walter Rothschild. Erst im Josuabuch, das aber nicht mehr zur Tora der Mosebücher gehört, heißt es schließlich am Ende von Kapitel 2: „Ja, ER hat all das Land in unsere Hand gegeben, auch wirklich: alle Insassen des Landes wanken vor uns!“ Josua 2 wird als Haftara zum Wochenabschnitt in den Synagogen gelesen.


Die heutige Tora-Auslegung findest du ebenfalls in meinem YouTube-Kanal. Außerdem kannst du sie als Podcast hören – in der „Substack“-App oder überall dort, wo du sonst deine Podcasts hörst – unter dem Titel „Wort zum Schabbat“.

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Freitags um 14 Uhr kannst du live dabei, wenn das wöchentliche Wort zum Schabbat gesprochen wird. Wenn du dich (einmalig) registrierst, erhältst du rechtzeitig eine Einladung als Erinnerung:

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ahavta - Begegnungen
Das Wort zum Schabbat
Mit Rosch HaSchana, dem Neujahrsfest im Herbst, beginnt das jüdische Jahr. Die Festtage des Volkes Israel sind gemäß der Gebote der Tora festgelegt. Die Zeit aber wird vom Schabbat, dem siebenten Tag der Woche, strukturiert. Ihn hat Gott selbst mit der Schöpfung der Welt eingeführt.
Am Schabbat wird in den Synagogen ein Stück der Tora vorgelesen. Die Wochenabschnitte führen das Jahr über durch die fünf Bücher Mose. Das Ende und zugleich der neue Anfang der Lesungen ist an Simchat Tora, dem Fest der Tora-Freude zum Abschluss des Laubhüttenfestes.
Bei ahavta - Begegnungen erklärt immer Freitags ein Rabbiner, Kantor oder Lehrer den jeweiligen Tora-Abschnitt. Die Video-Aufnahmen findest du bei https://plus.ahavta.com und auch bei YouTube unter https://youtube.com/@ahavta.