ahavta - Begegnungen
Der Wochenabschnitt der Tora
Ki Tissa
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Ki Tissa

„Wenn du erhebst“ • 2. Mose 30,11–34,35

Der Wochenabschnitt Ki Tissa

2. Mose 30,11–34,35

Gott sprach zu Mosche:

Wenn du die Gesamtsumme der Söhne Jisraels nach ihren Gezählten aufnimmst, soll jeder von ihnen Gott eine Sühne seiner Person geben, indem man sie zählt, so wird kein Sterben unter ihnen sein, indem man sie zählt.

Dies sollen sie geben, jeder, der hinübergeht hin zu den Gezählten: die Hälfte eines Schekels im Gewichte des Heiligtums; zwanzig Gera der Schekel, die Hälfte eines solchen Schekels Gott als Hebe.

Überhaupt jeder, der zu den Gezählten hinübergeht, von zwanzig Jahren aufwärts, soll eine Gotteshebe geben.

Der Reiche soll nicht mehr und der Arme nicht weniger als die Hälfte eines Schekels spenden, damit die Gotteshebe zu geben, um für eure Seelen Sühne zu vollziehen.

Das Geld der Sühnungen aber nimmst du von den Söhnen Jisraels und verwendest es zum Dienst des Zusammenkunftsbestimmungszeltes; es soll Jisraels Söhnen zum Gedenken vor Gott sein, für eure Seelen Sühne zu vollziehen.

Gott sprach zu Mosche:

Mache ein Becken aus Kupfer und seinen Untersatz aus Kupfer zum Waschen; stelle es zwischen das Zusammenkunftsbestimmungszelt und den Altar und gib Wasser hinein.

Aharon und seine Söhne sollen sich daraus ihre Hände und ihre Füße waschen.

Wenn sie in das Zelt der Zusammenkunftsbestimmung eingehen, sollen sie sie mit Wasser waschen, und so nicht sterben, oder indem sie zum Altare zur Bedienung hintreten, Gott eine Feuergabe aufdampfen zu lassen.

Hände und Füße sollen sie waschen und dann nicht sterben; es sei ihnen dies ein ewiges Gesetz, ihm und seinen Kindern, für ihre Nachkommen.

Gott sprach zu Mosche:

Und du nimm dir Gewürze bester Art: reine Myrrhe fünfhundert, würzigen Zimmt in Hälften von zweihundertundfünfzig, Gewürzrohr zweihundertundfünfzig,

und Cassia fünfhundert Schekel des Heiligtums, und Olivenöl ein Hin.

Das machst du zu einem Öl heiliger Salbung, Wohlgeruchsstoffbereitung, nach der Art des Wohlgeruchstoffbereiters; ein Öl heiliger Salbung soll es sein.

Und du salbst damit das Zusammenkunftsbestimmungszelt und die Lade des Zeugnisses,

den Tisch und alle seine Geräte, den Leuchter und seine Geräte und den Altar des Räucherwerks,

den Altar des Emporopfers und alle seine Geräte, das Becken und seinen Untersatz,

und heiligst sie, so daß sie ein Heiligtum der Heiligtümer werden; alles, was sie berührt, wird heilig.

Auch Aharon und seine Söhne sollst du salben, und heiligst sie, mir als Priester zu dienen.

Zu Jisraels Söhnen aber sprichst du: Öl einer heiligen Salbung soll dies mir für eure Nachkommen sein,

auf den Körper eines Menschen soll es nicht gesalbt werden, und in seinem Mischungsverhältnis sollt ihr ihm Gleiches nicht machen; ein Heiligtum ist es, ein Heiligtum soll es euch sein.

Wer ihm Gleiches bereitet, und wer von ihm auf einen Fremden gibt, wird aus seinem Volke entwurzelt werden.

Gott sprach zu Mosche: Nimm dir Spezereien wie Balsamharz, Seenagel und Galban; solche Spezereien und reinen Weihrauch; jedes sei für sich gesondert.

Und du bereitest es zu einem Räucherwerk, Wohlgeruchsstoffbereitung nach Art des Wohlgeruchsstoffbereiters, durchdrungen, rein, heilig.

Davon zerreibst du ganz fein und gibst davon vor das Zeugnis im Zelte der Zusammenkunftbestimmung, wohin ich mich dir zur Zusammenkunft bestimme; ein Heiligtum der Heiligtümer soll es euch sein.

Und dieses Räucherwerk, das du bereitest, sollt ihr in seinem bestimmten Mischungsverhältnisse nicht für euch machen; Gott heilig soll es dir sein.

Wer ihm Gleiches macht daran zu riechen, wird aus seines Volkes Kreisen entwurzelt.

Kapitel 31

Gott sprach zu Mosche:

Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, Sohn Uris, des Sohnes Churs vom Stamme Jehuda,

da ich ihn mit Geist Gottes erfüllte, mit Weisheit, mit Einsicht und mit Erkenntnis und mit jeglicher Ausführung,

Ideen zu verbinden, sie in Gold, in Silber und in Kupfer herzustellen,

im Steinschnitt zum Einsetzen und im Holzschnitt; in jeglicher Ausführungsart herzustellen.

Und ebenso, siehe, habe ich ihm Ahaliab, Sohn Achißamachs, vom Stamme Dan, zur Seite gestellt, und habe in das Herz jedes Herzensweisen Weisheit gegeben; sie werden alles, was ich dir geboten, herstellen:

Das Zusammenkunftbestimmungszelt und die Lade für das Zeugnis sowie den Deckel, der darauf sein soll, und alle Geräte des Zeltes:

sowohl den Tisch und seine Geräte, wie den reinen Leuchter und alle seine Geräte und den Altar des Räucherwerks,

den Altar des Emporopfers und alle seine Geräte, das Becken und seinen Untersatz,

die Gewänder der Auszeichnung, sowohl die Gewänder des Heiligtums für Aharon, den Priester, als die Gewänder seiner Söhne zum Priesterdienst,

das Salböl und das Räucherwerk der Spezereien für das Heiligtum; ganz dem entsprechend, wie ich dir jegliches befohlen, werden sie es herstellen.

Gott sagte zu Mosche:

Du aber sprich es aus zu den Söhnen Jisraels: Nur meine Schabbate hütet! Denn das ist ein Zeichen zwischen mir und euch für eure Nachkommen, zur Erkenntnis, daß Ich, Gott, euch heilige.

Darum hütet den Schabbat; denn ein Heiligtum ist er euch. Die ihn entweihen, soll man hinrichten; denn wer an ihm ein Werk ausführt, die Seele wird aus der Gemeinschaft ihrer Genossenschaftskreise entwurzelt.

Sechs Tage soll man Werk ausführen, aber am siebten Tage ist ein durch Werkeinstellung zu feiernder Schabbat, ein Gott eignendes Heiligtum; wer am Tage des Schabbats Werk ausführt, soll hingerichtet werden.

So sollen Jisraels Söhne den Schabbat hüten, den Schabbat für ihre Nachkommen als ewigen Bund zu verwirklichen.

Zwischen mir und den Söhnen Jisraels ist er für ewig ein Zeichen, daß sechs Tage Gott den Himmel und die Erde geschaffen und mit dem siebten Tage zu schaffen aufgehört hatte, da er sich in sein Wesen zurückzog.

Als er mit ihm auf dem Berge Sinai zu reden vollendet hatte, gab er Mosche zwei Tafeln des Zeugnisses, Tafeln von Stein, geschrieben mit Gottes Finger.

Kapitel 32

Als das Volk sah, daß Mosche ihre Erwartung vom Berge herabzukommen nicht erfüllte, versammelte sich das Volk über Aharon, und sie sprachen zu ihm: Auf, mache uns Götter, die vor uns hergehen sollen; denn dieser Mosche, der uns aus dem Lande Mizrajim heraufgeführt, wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.

Aharon sagte zu ihnen: Entnehmet die goldenen Ringe, die in den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und Töchter sind, und bringet sie mir.

Da entnahm das ganze Volk sich die goldenen Ringe, die in ihren Ohren waren, und brachten sie zu Aharon.

Er nahm es aus ihrer Hand, bildete es mit dem Gravirstichel und machte es so zu einem Kalbe aus Guss; da sagten sie: Dies sind deine Götter, Jisrael, die dich aus dem Lande Mizrajim heraufgeführt!

Als Aharon dieses sah, baute er einen Altar vor sich hin, und Aharon rief aus und sprach: Morgen ist Gott ein Fest.

Sie standen aber am anderen Tage früh auf, ließen Emporopfer aufsteigen, brachten Friedensmahlopfer näher, und das Volk setzte sich zu essen und zu trinken, und sie erhoben sich, Mutwillen zu treiben.

Da sprach Gott zu Mosche: Geh, geh hinab; denn dein Volk hat es verderbt, das du aus dem Lande Mizrajim heraufgeführt,

sie sind gar rasch aus dem Wege gewichen, den ich ihnen befohlen, haben sich ein Kalb von Guss gemacht! Und haben sich ihm sodann niedergeworfen, haben ihm Opfer gebracht, haben gesagt: dies sind deine Götter, Jisrael, die dich aus dem Lande Mizrajim heraufgeführt!

Da sagte Gott zu Mosche: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk,

und nun, überlasse es mir, so wird mein Zorn wider sie erglühen, so daß ich sie vernichte, und dich werde ichzu einem großen Volke machen.

Da flehte Mosche vor Gott seinem Gotte und sprach: Zu welchem Zweck, o Gott, soll dein Zorn wider dein Volk erglühen, das du aus dem Lande Mizrajim mit großer Kraft und mit starker Hand geführt?!

Warum sollen die Mizrer sagen: in böser Absicht hat er sie hinausgeführt, sie in den Bergen umzubringen und sie von der Fläche des Erdbodens zu vertilgen?! Kehre zurück von dem Erglühen deines Zornes und lasse dich zur Änderung deines Sinnes bestimmen über das deinem Volke zugedachte Unglück!

Gedenke Abrahams, Jizchaks und Jisraels, deiner Diener, denen du bei dir geschworen und zu denen du gesprochen hast: ich werde eure Nachkommen wie die Sterne des Himmels vermehren, und dieses ganze Land, von dem ich gesagt, daß ich es euren Nachkommen geben werde, das sollen sie für immer als Eigentum behalten.

Da ließ sich Gottzur Änderung seines Sinnes hinsichtlich des Unglücks bestimmen, das er seinem Volke schaffen zu wollen ausgesprochen hatte.

Nun wendete sich und ging Mosche von dem Berge hinab, und die beiden Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, Tafeln, geschrieben von ihren beiden Seiten, von hier und von hier sind sie geschrieben.

Und die Tafeln sind ein Werk Gottes, und die Schrift ist eine Gottesschrift, durchgegraben auf die Tafeln.

Als Jehoschua die Stimme des Volkes in dem Lärm seiner Ausgelassenheit hörte, sprach er zu Mosche: Kriegsstimme ist im Lager!

Dieser aber sprach: Nicht eine Stimme, die ein Siegen ankündigt, und nicht eine Stimme, die ein Erliegen ankündigt; eine Stimme, die uns niederschlägt, höre ich.

Da war es, als er näher zum Lager gekommen war und das Kalb und Tänze sah — da erglühte Mosches Zorn, und er warf aus seinen vereinten Händen die Tafeln, und zerschmetterte sie unten am Berge.

Er nahm sodann das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer, zerrieb es, bis es ganz fein worden, streuete es auf das Wasser hin und gab davon Jisraels Söhnen zu trinken.

Nun sprach Mosche zu Aharon: Was hat dir dieses Volk getan, daß du über dasselbe eine große Sünde hast kommen lassen?

Aharon erwiderte: Erglühe der Zorn meines Herrn nicht! Du kennst das Volk, wenn es in Bösem ist.

Sie sagten mir: Mache uns Gottheiten, die vor uns hergehen sollen; denn dieser Mann Mosche, der uns aus dem Lande Mizrajim heraufgeführt, wir wissen nicht, was ihm geworden.

Da ich ihnen sagte: Wer hat Gold, hatten sie sich dessen schon entledigt und gaben es mir; ich warf es ins Feuer, und so kam dieses Kalb heraus.

Da sah Mosche das Volk, daß es zügellos war, daß Aharon es seiner sittlichen Schwäche ungezügelt überlassen inmitten ihrer Gesetzempörer,

Und da stellte sich Mosche in das Tor des Lagers und sprach: Wer Gottes ist, zu mir! Da sammelten sich zu ihm alle Söhne Levis.

Zu ihnen sprach er: So hat Gott, der Gott Jisraels, gesprochen: Leget jeder sein Schwert an seine Hüfte und durchzieht hin und zurück, von Tor zu Tor im Lager, und richtet hin, jeder seinen Bruder, jeder seinen Freund, jeder seinen Verwandten!

Die Söhne Levis taten nach Mosches Wort, und es fielen von dem Volke an diesem Tage an dreitausend Mann.

Da sprach Mosche: Bevollmächtigt euch selber heute für Gott, — denn jeder bleibe wider seinen Sohn und wider seinen Bruder, — und über euch heute Segen zu geben.

Es war am anderen Tage, da sprach Mosche zum Volke: Ihr habt eine große Versündigung begangen; und nun will ich zu Gott hinangehen, vielleicht vermag ich Sühne für eure Sünde zu erwirken.

Da kehrte Mosche zu Gott zurück und sprach: O, doch! Es hat dieses Volk eine große Versündigung begangen, indem sie sich Götter aus Gold gemacht.

Und nun, wenn du ihre Sünde verzeihen möchtest — wenn aber nicht, so lösche mich doch aus aus deinem Buche, das du geschrieben.

Da sprach Gott zu Mosche: Wer mir gesündigt hat, den lösche ich aus meinem Buche aus!

Und nun, gehe, führe das Volk dorthin, wohin ich dir gesagt habe; siehe, mein Engel wird vor dir hergehen. Am Tage aber, wo Ich gedenke, werde ich ihrer Sünde über sie gedenken.

Da traf Gott mit plötzlichem Tode das Volk, weil sie das Kalb gemacht hatten, welches Aharon gemacht hatte.

Kapitel 33

Gott sprach zu Mosche: Gehe, ziehe hinauf von hier, du und das Volk, das du aus dem Lande Mizrajim heraufgeführt, zu dem Lande hin, das ich Abraham, Jizchak und Jaakob also zugeschworen: deiner Nachkommenschaft werde ich es geben;

— Ich werde einen Engel vor dich her senden und den Kenaani, den Emori, den Chitti und den Perisi, den Chiwi und den Jebußi vertreiben —

zu einem Lande hin, das von Milch und Honig fließt; denn ich werde nicht in deiner Mitte weiter ziehen, weil du ein hartnäckiges Volk bist; ich würde dich auf dem Wege verderben.

Da das Volk dieses böse Wort hörte, versenkten sie sich in Trauer, und es legte niemand seinen Schmuck an.

Da sagte Gott zu Mosche: Sage es Jisraels Söhnen: ihr seid ein hartnäckiges Volk, in einem Augenblick, den ich in deiner Mitte weiterzöge, würde ich dich verderben. Und nun, lasse deinen Schmuck ferner von dir ab, ich will erkennen, was ich dir zu tun habe.

So entkleideten sich Jisraels Söhne selbst ihres Schmuckes vom Berge Choreb.

Und Mosche sollte das Zelt nehmen und es sich außerhalb des Lagers, fern vom Lager aufspannen, und es Zusammenkunftsbestimmungszelt nennen; es sollte jeder, der Gott suchte, zu dem Zusammenkunftsbestimmungszelt, das außerhalb des Lagers war, hinausgehen.

So war es denn, wenn Mosche zu dem Zelte hinausging, stand das ganze Volk auf, und jeder blieb am Eingang seines Zeltes stehen, und so schauten sie Mosche nach, bis er in das Zelt hineingekommen war.

Und es geschah dann, wie Mosche in das Zelt gekommen war, stieg die Wolkensäule herab und stand am Eingang des Zeltes, und dann sprach er mit Mosche.

Das ganze Volk sah die Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen; es erhob sich das ganze Volk, und jeder warf sich am Eingang seines Zeltes nieder.

Es sprach Gott Angesicht zu: Angesicht zu Mosche, wie ein Mann zu seinem Genossen spricht; kehrte er dann zum Lager zurück, so wich sein jugendlicher Diener Jehoschua, Sohn Nuns, nicht aus dem Zelte.

Mosche sprach zu Gott: Siehe, du sprichst zu mir: führe dieses Volk weiter! und du hast mich nicht wissen lassen, was du mit mir sendest; und du hast gesagt: ich habe dich mit Namen erkannt und du hast auch Gewährungswürdigkeit in meinen Augen erreicht.

Und nun, wenn ich denn in deinen Augen Gewährungswürdigkeit erreicht habe, lasse mich doch die Einheit in der Mannigfaltigkeit deiner Wege erkennen, so daß ich dich erkenne, damit ich ferner Gewährungswürdigkeit in deinen Augen erreiche; und siehe ferner, daß ja doch dein Volk diese Nation ist.

Er sprach: Mein Angesicht selbst wird gehen, und ich werde dir willfahren.

Da sprach er zu ihm: Wenn dein Angesicht nicht selbst geht, lasse uns von hier nicht weiter ziehen.

Wodurch sonst wird denn erkannt werden, daß ich in deinen Augen Gewährungswürdigkeit erlangt habe, ich und dein Volk, ist es nicht, indem du mit uns wandelst? Dann würden wir, ich und dein Volk, wunderbar von jedem Volke ausgezeichnet sein, das auf der Oberfläche des Erdbodens ist.

Da sprach Gott zu Mosche: Auch dieses Wort, das du gesprochen hast, will ich erfüllen; denn du hast Gewährungswürdigkeit in meinen Augen erreicht, seitdem ich dich mit Namen erkannt habe.

Da sprach er: Lasse mich doch deine Herrlichkeit sehen!

Er sprach: Ich werde alle meine Güte deinem Angesicht vorüber führen, werde Gott mit Namen vor dir verkünden, werde mit Gewährung segnen, dem ich gewähre, und werde mich erbarmen, dessen ich mich erbarme.

Er sprach: Du kannst mein Angesicht nicht sehen; denn es sieht mich der Mensch nicht und lebt.

Es sprach Gott: Siehe, einen Standpunkt gibt es neben mir; auf den Fels stelle dich.

Wenn dann meine Herrlichkeit hinüberzieht, so berge ich dich in die Klüftung des Felsens und decke meine Hand über dich, bis ich hinüber gezogen.

Ich entferne meine Hand dann, wird nicht gesehen.

Kapitel 34

Und es sprach Gott zu Mosche: Haue dir zwei Tafeln von Steinen wie die ersten; ich werde auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln, welche du zerbrochen hast, gewesen waren.

Sei bereit zum Morgen, und am Morgen steigst du den Berg Sinai hinan, und stellst dich meiner gewärtig auf den Gipfel des Berges.

Kein Mensch soll mit dir hinangehen, auch kein Mensch auf dem ganzen Berge gesehen werden, auch die Schafe und die Rinder sollen nicht der Richtung dieses Berges zugewandt weiden.

Er bildete zwei Tafeln von Steinen wie die ersten, und früh erhob sich Mosche am Morgen und ging den Berg Sinai hinan, wie ihm Gott geboten hatte, und nahm zwei Tafeln von Steinen in seine Hand.

Und Gott stieg nieder in der Wolke und stellte sich neben ihn dort, und nannte Gott mit Namen.

Es zog Gott seinem Angesicht vorüber und verkündete: Gott bleibt immer Gott, kraftübend, sein Werk liebend und gewährungsbereit; lange geduldend, und liebereich und wahrheitreich;

pflegend Liebe für die Tausendsten, hinweghebend Krümme und Empörung und Leichtsinn; und erläßt doch nichts, denkt Elternkrümme an Kindern und Kindeskindern, an drittem und viertem Geschlecht.

Da eilte Mosche, neigte sein Haupt zur Erde und warf sich hin,

und sprach: Wenn ich denn Gewährungswürdigkeit in deinen Augen erreicht habe, mein Herr, gehe doch mein Herr in unserer Mitte; weil es ein hartnäckiges Volk ist, wirst du unsere Krümme und unseren Leichtsinn verzeihen und uns so zu deinem bleibenden Eigentum gewinnen!

Darauf sprach er: Siehe, ich errichte einen Bund: in Gegenwart deines ganzen Volkes werde ich Wunder vollbringen, die auf der ganzen Erde und unter allen Völkern nicht geschaffen worden; es soll das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, das Werk Gottes sehen, wie zu fürchten es ist, was ich mit dir vollbringe.

Bewahre dir, was ich dir heute gebiete: siehe, ich vertreibe vor dir den Emori und den Kenaani, den Chitti und den Perisi, den Chiwi und den Jebußi;

nimm dich um deiner selbst willen in acht, daß du dem Bewohner des Landes, über welches du kommst, keinen Bund errichtest, damit er nicht zum Fallstrick in deiner Mitte werde.

Denn ihre Altäre sollt eben ihr zerstören, und ihre Denksteine ihr zerbrechen, und seine heiligen Bäume ihr umhauen.

Denn du sollst dich nicht einem anderen Gotte niederwerfen; denn Gott, ausschließend ist sein Name, sein ausschließendes Recht fordernder Gott ist er.

Würdest du dem Bewohner des Landes einen Bund errichten, so würden sie ihren Göttern nach abweichen, würden ihren Göttern opfern, und es ladet dich einer ein und du issest von seinem Mahle,

und nimmst von seinen Töchtern für deine Söhne, es weichen dann seine Töchter ihren Göttern nach ab und bringen auch deine Söhne zum Ab- und Hinfall an ihre Götter.

Götter aus Guss sollst du dir nicht machen!

Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du hüten, sieben Tage ungesäuerte Brote, die ich dir geboten, essen, zur Zusammenkunftszeit des Halmmonats; denn im Halmmonat bist du aus Mizrajim gezogen.

Jede Mutterschoßeröffnung ist mein, und all dein Besitz soll in seiner Abhängigkeit Erinnerungsweihe durchs Männliche erhalten, das die Geburt eröffnet bei Ochs und Schaf;

und die Geburtseröffnung eines Esels lösest du mit einem Lamme aus; lösest du sie nicht aus, so tötest du sie durch Nackenschlag; jeden Erstgeborenen deiner Söhne lösest du aus, und nicht mit leeren Händen wird mein Angesicht geschaut.

Dienend schaffst du sechs Tage, und am siebten Tage stellst du dein Werk ein; in der Pflugzeit und in der Erntezeit stellst du dein Werk ein.

Und als ein Wochenfest hast du dir das Fest der Erstlinge des Weizenschnittes zu gestalten, und ein Fest der Ernte mit der Jahreswende.

Dreimal im Jahre soll all dein Mannhaftes sich sehen unmittelbar vor dem Angesicht des Herrn, Gottes, des Gottes Jisraels.

Wenn ich Völker vor dir austreibe und dein Gebiet ein weites sein lasse, so wird doch niemand dein Land lüstern antasten, wenn du hinaufziehst, unmittelbar vor dem Angesicht Gottes, deines Gottes, dich zu sehen dreimal im Jahre!

Du sollst aber auch nicht bei Gegorenem das Blut meines Mahlopfers schlachten, und es soll nicht das Opfermahl des Peßachopfers bis zum Morgen übernachten.

Heim in das Haus Gottes, deines Gottes, bringst du das erste der Erstlinge deines Bodens; du kochest nicht ein Junges in der Milch seiner Mutter.

Gott sprach zu Mosche: Schreibe dir diese Worte nieder; denn über den lebendigen Inhalt dieser Worte habe ich mit dir einen Bund errichtet und mit Jisrael.

Vierzig Tage und vierzig Nächte war er dort bei Gott, Brot hatte er nicht gegessen und Wasser nicht getrunken, und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.

Da war es, als Mosche vom Berge Sinai herab kam und die beiden Tafeln des Zeugnisses in Mosches Hand waren, da er vom Berge herab kam — und Mosche wusste nicht, daß die Haut seines Angesichts strahlend geworden war, indem Er mit ihm sprach —

da sah Aharon und alle Söhne Jisraels Mosche und siehe, es war die Haut seines Angesichts strahlend geworden, und sie fürchteten sich, zu ihm hinzutreten.

Mosche aber rief ihnen zu, da kehrten Aharon und alle Fürsten in der Gemeinde wieder zu ihm hin, und Mosche sprach mit ihnen.

Nachher traten auch alle Söhne Jisraels zu ihm hin, und er gebot ihnen alles, was Gott mit ihm auf dem Berge Sinai gesprochen hatte.

Als Mosche mit ihnen zu Ende geredet hatte, gab er eine Decke über sein Angesicht.

Wenn Mosche hineintrat vor Gott, um mit ihm zu reden, nahm er die Decke ab, bis er wieder hinausging; dann ging er hinaus und sprach zu Jisraels Söhnen, was ihm aufgetragen worden.

Dann sahen Jisraels Söhne Mosches Angesicht, daß die Haut des Angesichts Mosches strahlend geworden; sodann aber legte Mosche die Decke wieder über sein Angesicht, bis er wieder hineintrat, mit ihm zu reden.


Die Übersetzung des Wochenabschnitts stammt von „Der Pentateuch“, übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch. Frankfurt am Main, 1867-1878. Quelle: Sefaria.

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