Schabbat Wajigasch || Tränen Josephs und Benjamins

Kantor Amnon Seelig spricht das Wort zum Schabbat zum Wochenabschnitt „Wajigasch“ 1. Mose 44,18–47,27

Joseph kann nicht mehr an sich halten. Er gibt sich seinen Brüdern endlich zu erkennen. Und Tränen fließen. Tränen der Freude des Wiedersehens, Tränen aber auch über das, was erst in der Zukunft geschehen wird. Denn in der Tora gibt es kein früher oder später.

Kantor Amnon Seelig weist daraufhin, dass die Tora in 1. Mose 45,15 eine eigenartige Formulierung enthält: Joseph küsste all seine Brüder und weinte an ihnen. Oder man kann auch übersetzen, er weinte auf ihnen, er weinte über sie.

Und zuvor hieß es bereits von Benjamin, dass er seinem Bruder um den Hals fiel und an seinem Halse weinte. Amnon erläutert die Redeweise der Tora mithilfe der Auslegung der Weisen in der mündlichen Tora. Und so kann er aus der Tora aufdecken, was wahre Brüderlichkeit, wirkliche Geschwisterlichkeit bedeutet.

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Das Wort zum Schabbat von Kantor Amnon Seelig findest du auch in meinem YouTube-Kanal. Außerdem kannst du es als Podcast hören – ab jetzt gibt es die freitäglichen Erläuterungen zum Wochenabschnitt der Tora auch zum Beispiel bei Apple-Podcasts, Spotify oder Pocket Casts.


Freitags um 14 Uhr kannst du live dabei, wenn das wöchentliche Wort zum Schabbat gesprochen wird. Wenn du dich (einmalig) registrierst, erhältst du jedes Mal rechtzeitig eine Einladung als Erinnerung:

Live dabei sein


Am 30. Dezember 2022 legte Rabbiner Andrew Steiman die Parascha Wajigasch aus. Das letzte Wort zum Schabbat bei ahavta - Begegnungen im bürgerlichen Jahr 2022.


Am 10. Dezember 2021 (6. Tewet 5782) sprach Rabbiner Dr. Walter Rothschild das Wort zum Schabbat zum Wochenabschnitt Wajigasch.


Am 25. Dezember 2020 (10. Tewet 5781) erklärte Rabbiner Andrew Steiman erstmals bei ahavta - Begegnungen die Parascha Wajigasch.

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ahavta - Begegnungen
Das Wort zum Schabbat
Mit Rosch HaSchana, dem Neujahrsfest im Herbst, beginnt das jüdische Jahr. Die Festtage des Volkes Israel sind gemäß der Gebote der Tora festgelegt. Die Zeit aber wird vom Schabbat, dem siebenten Tag der Woche, strukturiert. Ihn hat Gott selbst mit der Schöpfung der Welt eingeführt. Am Schabbat wird in den Synagogen ein Stück der Tora vorgelesen. Die Wochenabschnitte führen das Jahr über durch die fünf Bücher Mose. Das Ende und zugleich der neue Anfang der Lesungen ist an Simchat Tora, dem Fest der Tora-Freude zum Abschluss des Laubhüttenfestes. Bei ahavta - Begegnungen erklärt immer Freitags ein Rabbiner, Kantor oder Lehrer den jeweiligen Tora-Abschnitt. Die Video-Aufnahmen findest du bei https://plus.ahavta.com und auch bei YouTube unter https://youtube.com/@ahavta.
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Ricklef Münnich